Gingium 240: Wirksamkeit bei Alzheimer-Demenz – Ein umfassender Überblick

Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die vor allem ältere Menschen betrifft, jedoch nicht zum normalen Alterungsprozess gehört. Im Gegensatz zur altersbedingten Vergesslichkeit verursacht Demenz deutliche und anhaltende Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten. Zu den zentralen Symptomen zählt der vollständige Verlust der Funktion des Kurzzeitgedächtnisses. Im weiteren Verlauf können auch das Langzeitgedächtnis, die sprachlichen Fähigkeiten, das logische Denken sowie soziale und emotionale Kompetenzen zunehmend abgebaut werden. Zudem treten häufig motorische Einschränkungen auf.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Sie ist gekennzeichnet durch den allmählichen Abbau von Nervenzellen im Gehirn, was zu einem fortschreitenden Verlust der kognitiven Fähigkeiten führt. Typische Symptome sind Gedächtnisstörungen, Sprachprobleme und Persönlichkeitsveränderungen.

In Deutschland leben aktuell rund 1,84 Millionen Menschen mit einer Demenz (Stand 2024). Die Mehrheit von ihnen leidet an der Alzheimer-Krankheit. Im Laufe des Jahres 2023 erkrankten zwischen 364.000 und 445.000 Menschen neu an Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 auf etwa 2,3 bis 2,7 Millionen ansteigen.

Das durchschnittliche Alter, in dem Demenzsymptome erstmals auftreten, liegt bei etwa 65 Jahren. Mit zunehmendem Alter steigt das Erkrankungsrisiko kontinuierlich: Bei den über 90-Jährigen sind rund 30 bis 35 Prozent betroffen. Das hohe Lebensalter gilt als der wichtigste Risikofaktor für Demenz. Obwohl Demenz überwiegend ältere Menschen betrifft, leben in Deutschland auch rund 106.000 Menschen unter 65 Jahren mit einer Demenz - das sind etwa 6 Prozent der Betroffenen. Zudem sind mehr Frauen betroffen: Rund 2 Drittel der Demenzerkrankten sind Frauen.

Was ist Demenz? Definition und Fakten

Demenz ist ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die mit einem fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten einhergehen. Dazu zählen Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, der Sprache, der Orientierung sowie des Denkens und der Alltagsbewältigung. Der Begriff „Demenz“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich „abnehmender Verstand“. Demenz ist keine normale Folge des Alterns, sondern eine ernsthafte Erkrankung, die vor allem ältere Menschen betrifft.

Lesen Sie auch: Demenz: Hilft Ginkgo?

Formen der Demenz

Demenz ist kein einzelnes Krankheitsbild, sondern ein Sammelbegriff für Symptome, die durch verschiedene Ursachen im Gehirn ausgelöst werden. Vereinfacht gesagt führen Veränderungen und Schädigungen von Nervenzellen im Gehirn zu einem fortschreitenden Verlust von Fähigkeiten und Fertigkeiten. Diese Rückentwicklung beginnt meist schleichend und ist bis heute nicht heilbar. Einige Formen lassen sich jedoch im Anfangsstadium mit Therapien verlangsamen und die Symptome mildern. Demenz ist nicht gleich Demenz, denn es gibt über 50 unterschiedliche Erkrankungsformen. Die häufigsten sind:

  • Alzheimer-Demenz: Tritt am häufigsten auf (60-70% aller Demenzerkrankungen weltweit). Sie ist gekennzeichnet durch den Verlust von Nervenzellen in Bereichen, die für Gedächtnis, Sprache und Denken zuständig sind. Symptome sind ein schleichender Prozess mit zunächst leichten Gedächtnisproblemen und Schwierigkeiten bei der Orientierung, im weiteren Verlauf Gedächtnisverlust, Sprachschwierigkeiten und Persönlichkeitsveränderungen. Etwa 5% aller Alzheimer-Fälle treten vor dem 65. Lebensjahr auf.
  • Vaskuläre Demenz: Die zweithäufigste Demenzform mit etwa 250.000 Betroffenen in Deutschland. Ursachen sind Durchblutungsstörungen im Gehirn und damit verbundene Schädigungen von Nervenzellen und deren Absterben. Häufig tritt sie als Mischform aus Alzheimer und vaskulärer Demenz auf, mit ähnlichen Symptomen wie bei Alzheimer.
  • Lewy-Body-Demenz: Gekennzeichnet durch Ablagerungen von Lewy-Körperchen in den Nervenzellen des Gehirns. Symptome sind Verwirrtheit, Gedächtnisstörungen, Halluzinationen und zum Teil auch für die Parkinson-Krankheit typische Bewegungsstörungen. Die richtige Diagnose wird aufgrund der Ähnlichkeit zu anderen Demenzformen manchmal nicht richtig gestellt.
  • Parkinson-Demenz: Etwa 30-40% aller Parkinson-Erkrankten entwickeln im Verlauf eine Demenz. Merkmale sind Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie verlangsamtes Denken und Sprechen.
  • Frontotemporale Demenz: Eine seltene Demenzform (ca. 3-9% Betroffene unter allen Demenzformen), die schnell fortschreitet und typischerweise zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auftritt (Demenz der 'jungen Alten'). Betroffen ist die Gehirnregion hinter der Stirn und den Schläfen. Häufig wird sie mit psychischen Erkrankungen verwechselt. Symptome sind zunächst Veränderungen im Sozialverhalten und der Sprache, erst später beim Gedächtnis.
  • Chronisch traumatische Enzephalopatie: Eine seltene Form, verursacht durch häufige Kopfverletzungen (früher auch 'Boxerdemenz'). Symptome sind kognitive und motorische Störungen, später Verhaltens- und Wesensveränderungen.

Die genaue Bestimmung der Demenzform ist entscheidend für die Therapie und Prognose. Während Alzheimer bisher nicht heilbar ist, können andere Formen, insbesondere die vaskuläre Demenz, durch gezielte Behandlung der Ursachen besser beeinflusst werden.

Ursachen von Demenz

Die Ursachen einer Demenzerkrankung sind ebenso verschieden wie ihre Formen.

Alzheimer-Demenz

Bei der Alzheimer-Krankheit sterben nach und nach Nervenzellen im Gehirn ab - vor allem in den Bereichen, die für Gedächtnis, Orientierung und das Denken zuständig sind. Warum dieser Abbau beginnt, ist bislang nicht eindeutig geklärt. Eine wichtige Rolle spielen bestimmte Eiweiße: Beta-Amyloid und Tau-Proteine. Sie lagern sich im Gehirn ab und behindern dort die Kommunikation zwischen den Nervenzellen. So wird der Austausch von Informationen gestört und wichtige Transportprozesse im Gehirn kommen ins Stocken.

Gleichzeitig produziert das Gehirn immer weniger Neurotransmitter wie Acetylcholin, Serotonin und Noradrenalin. Diese Botenstoffe sind entscheidend für die Signalweitergabe zwischen Nervenzellen. Ihr Mangel trägt dazu bei, dass Denken, Erinnern und auch die emotionale Stabilität immer mehr beeinträchtigt werden. Mit dem Absterben der Nervenzellen gehen gespeicherte Informationen verloren. Neue Inhalte lassen sich nur schwer oder gar nicht mehr aufnehmen. Auch die Persönlichkeit kann sich verändern. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto stärker werden die Symptome - bis hin zum vollständigen Verlust von Alltagsfähigkeiten.

Lesen Sie auch: Gingium®: Ihr Partner für kognitive Leistungsfähigkeit

Vaskuläre Demenz

Die vaskuläre Demenz wird - anders als die Alzheimer-Krankheit - nicht primär durch Eiweißablagerungen, sondern durch Durchblutungsstörungen im Gehirn verursacht. Diese entstehen meist infolge von körperlichen Grunderkrankungen. Häufige Auslöser sind Schlaganfälle oder sogenannte Multiinfarkte, also mehrere kleinere Durchblutungsstörungen im Gehirn. Dabei werden einzelne Hirnareale nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was zum Absterben von Nervenzellen führt. Auch Gefäßveränderungen wie Verengungen oder Schädigungen kleiner Blutgefäße (Kapillaren) können zu einer verminderten Durchblutung beitragen.

Weitere körperliche Ursachen können Hirnblutungen sein (geplatzte Gefäße im Gehirn können zu einer Schwächung des Hirngewebes beitragen) oder schleichende Gefäßschäden durch Arteriosklerose (Ablagerungen von Calcium, Fett oder Cholesterin in den Gefäßen).

Frontotemporale Demenz

Bei der frontotemporalen Demenz sterben Nervenzellen im Stirn- und Schläfenlappen des Gehirns ab - also in den Bereichen, die für Verhalten, Emotionen, Sprache und soziales Miteinander zuständig sind. In den betroffenen Nervenzellen finden sich häufig krankhaft veränderte Eiweiße, die sich als Ablagerungen ansammeln und die Zellfunktionen stören. Diese Ablagerungen werden auch als 'Pick’sche Körper' bezeichnet. Was genau diese Eiweißveränderungen verursacht, ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird vermutet, dass verschiedene Faktoren zusammenwirken - darunter auch genetische Ursachen.

Risikofaktoren für Demenz

Die genauen Ursachen von Demenzerkrankungen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Sicher ist jedoch: Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die die Entstehung einer Demenz begünstigen können. Einige davon - wie das Alter, die genetische Veranlagung oder das Geschlecht - sind nicht beeinflussbar. Andere hingegen stehen in engem Zusammenhang mit dem Lebensstil und lassen sich gezielt verändern.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass weltweit bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen verhindert oder zumindest hinausgezögert werden könnten, wenn diese veränderbaren Risikofaktoren frühzeitig erkannt und reduziert würden. Insgesamt wurden 14 Risikofaktoren identifiziert, die das Demenzrisiko erhöhen. Viele davon sind beeinflussbar und bieten somit konkrete Ansatzpunkte für die Vorbeugung:

Lesen Sie auch: Informationen für Alzheimer-Patienten und Angehörige

  1. Geringe Bildung: Geistige Anregung stärkt das Gehirn. Menschen, die in jungen Jahren wenig schulische oder berufliche Bildung erhalten, haben ein erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Hintergrund ist die sogenannte kognitive Reserve: Je besser das Gehirn trainiert ist, desto besser kann es später auftretende Schäden ausgleichen. Auch im Erwachsenenalter lohnt sich geistige Aktivität - zum Beispiel durch das Erlernen neuer Fähigkeiten oder geistig fordernde Tätigkeiten im Alltag und Beruf.
  2. Hörminderung: Ein nachlassendes Gehör führt dazu, dass das Gehirn weniger Reize erhält und mehr Energie für die Sprachverarbeitung aufbringen muss. Das kann langfristig die Denkleistung beeinträchtigen. Zudem steigt durch Schwerhörigkeit das Risiko für soziale Isolation, Einsamkeit und Depression - alles Faktoren, die ebenfalls das Demenzrisiko erhöhen.
  3. Cholesterinspiegel: Vor allem bei Menschen unter 65 kann ein erhöhter Cholesterinspiegel die Ablagerung schädlicher Proteine im Gehirn begünstigen - etwa Amyloid-beta oder verändertes Tau, beides typische Merkmale der Alzheimer-Krankheit. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt bei zu hohen Cholesterinwerten, was wiederum die Entstehung einer vaskulären Demenz begünstigen kann. Regelmäßige ärztliche Kontrollen sind deshalb besonders wichtig, da ein hoher Cholesterinspiegel oft lange unbemerkt bleibt.
  4. Depression: Dauerhafte Niedergeschlagenheit, sozialer Rückzug und mangelnde Selbstfürsorge beeinträchtigen nicht nur das seelische Wohlbefinden, sondern auch das Gehirn. Studien zeigen, dass Depressionen - besonders im mittleren oder höheren Lebensalter - das Risiko für Demenz deutlich erhöhen. Mögliche Ursachen sind chronische Entzündungen und erhöhte Stresshormonspiegel, die wichtige Hirnregionen schädigen können. Eine frühzeitige Behandlung von Depressionen schützt daher auch das Gehirn und kann das Risiko einer späteren Demenz senken.
  5. Häufige Kopfverletzungen oder Erschütterungen: Schwere oder wiederholte Kopfverletzungen können dauerhafte Schäden im Gehirn verursachen. Besonders riskant sind Verletzungen in jungen Jahren oder häufige Erschütterungen, etwa durch bestimmte Sportarten. Diese können Entzündungsprozesse im Gehirn auslösen oder die Ablagerung schädlicher Proteine fördern. Die Folge kann zum Beispiel die sogenannte chronisch-traumatische Enzephalopathie sein.
  6. Bewegungsmangel: Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns und unterstützt die Gesundheit von Nervenzellen. Wer sich wenig bewegt, riskiert eine schlechtere geistige Leistungsfähigkeit und ein erhöhtes Demenzrisiko. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche - idealerweise kombiniert mit geistiger und sozialer Aktivität, etwa durch Tanzen oder gemeinsames Sporttreiben.
  7. Diabetes Typ 2: Diabetes mellitus Typ 2 gilt als einer der bedeutendsten Risikofaktoren für Demenz. Die Erkrankung schädigt Blutgefäße, fördert Entzündungen und begünstigt Proteinablagerungen im Gehirn. Eine gute Blutzuckereinstellung, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen, das Risiko zu senken. Auch Medikamente wie Metformin oder Semaglutid werden aktuell hinsichtlich ihres Potenzials zum Schutz des Gehirns erforscht.
  8. Rauchen: Rauchen schädigt Herz, Gefäße und Gehirn und erhöht das Risiko für Alzheimer und vaskuläre Demenz. Zusätzlich werden entzündliche Prozesse und Zellschädigungen im Gehirn gefördert. Die gute Nachricht: Wer aufhört zu rauchen, kann das Risiko deutlich senken - ehemalige Raucherinnen und Raucher haben langfristig kein höheres Demenzrisiko als Menschen, die nie geraucht haben.
  9. Bluthochdruck: Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck - vor allem im mittleren Lebensalter - steigert das Risiko für alle Demenzformen erheblich. Besonders gefährlich ist ein unbehandelter Bluthochdruck über längere Zeit. Er tritt häufig in Kombination mit anderen Risikofaktoren wie Diabetes oder Übergewicht auf, was das Risiko weiter erhöht. Eine konsequente Behandlung schützt nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch das Gehirn.
  10. Starkes Übergewicht: Vor allem Bauchfett hat Auswirkungen auf das Demenzrisiko, da es entzündliche Prozesse begünstigt und die Gefäßgesundheit belastet. Übergewicht erhöht das Risiko für Alzheimer und vaskuläre Demenz - insbesondere, wenn es im mittleren Lebensalter auftritt. Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung können dabei helfen, das Gewicht langfristig zu reduzieren und das Risiko zu senken.
  11. Übermäßiger Alkoholkonsum: Schon regelmäßiger Konsum größerer Mengen - etwa mehr als drei Liter Bier oder zwei Liter Wein pro Woche - kann die sogenannte graue Substanz im Gehirn verringern und das Demenzrisiko erhöhen. Langjähriger starker Konsum kann zudem das Wernicke-Korsakoff-Syndrom auslösen, eine Form bleibender Hirnschädigung durch Vitamin-B1-Mangel. Alkohol fördert außerdem Entzündungen und kann das Gedächtniszentrum schrumpfen lassen. Ein Verzicht ist daher empfehlenswert - besonders bei zusätzlichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Depression.
  12. Soziale Isolation: Menschen, die wenig soziale Kontakte haben oder sich dauerhaft einsam fühlen, erkranken häufiger an Demenz. Denn das Gehirn bleibt nur durch regelmäßige Gespräche und soziale Reize aktiv und leistungsfähig. Nicht nur objektive Isolation, sondern auch subjektiv empfundene Einsamkeit belastet die geistige Gesundheit. Beide Zustände lassen sich durch bewusste soziale Teilhabe und neue Begegnungen überwinden.

Gingium 240: Ein pflanzliches Arzneimittel bei Demenz

Gingium 240 mg Filmtabletten enthält einen Trockenextrakt aus den Blättern des Ginkgo-Baumes (Ginkgo biloba). Dieser wird traditionell gegen altersbedingte Gedächtnisprobleme angewendet. Gingium 240 mg Filmtabletten nutzt dabei eine 3fach-Wirkung: es fördert die Durchblutung, sorgt für mehr Sauerstoff und stärkt die Nervenzellen. Gingium 240 mg Filmtabletten verbessert die Leistungsfähigkeit und schützt vor dem weiteren Abbau erworbener geistiger Fähigkeiten.

Als Heilpflanze wird Ginkgo bereits seit Jahrtausenden genutzt - es ist bekannt, bei Vergesslichkeit und Durchblutungsstörungen unterstützend wirksam zu sein. Der Wirkstoff in Gingium® 240 mg ist ein Spezialextrakt aus Ginkgoblättern und entspricht den hohen Qualitätsrichtlinien des Europäischen Arzneibuches für Arznei-Extrakte. Dort ist unter anderem festgelegt, wie viel Prozent der wirksamen Pflanzenbestandteile enthalten sein müssen und welche Grenzwerte zum Beispiel für unerwünschte Stoffe wie Ginkgolsäuren gelten. Dadurch werden ein konstanter Wirkstoffgehalt und eine gleichbleibend hohe Qualität gesichert.

Neben der Anwendung bei Gedächtnisproblemen kann Gingium auch bei Tinnitus (Ohrgeräuschen) und Schwindel eingesetzt werden. Es ist dank seines Wirkstoffs gut verträglich, sodass es auch langfristig eingenommen werden kann.

Anwendung und Dosierung

Wenn Sie Ihr Gedächtnis und Ihre Konzentration mit pflanzlicher Kraft unterstützen möchten, kann Gingium 240 mg dazu beitragen. Bei Ohrgeräuschen und Tinnitus sollten Erwachsene ab 18 Jahren morgens und abends jeweils eine halbe Filmtablette einnehmen. Die Einnahme muss nicht zu den Mahlzeiten erfolgen. Die Tabletten sollten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser).

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Gingium 240 mg sollte für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Das Arzneimittel sollte von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht eingenommen werden, da zur Anwendung in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.
  • Bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln sollte dieses Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden.
  • Da es einzelne Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten, sollte dieses Arzneimittel vorsichtshalber vor einer Operation abgesetzt werden.
  • Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!
  • Tabletten nicht im Liegen einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen

Als Nebenwirkung können Blutungen an einzelnen Organen auftreten, vor allem bei gleichzeitiger Einnahme von gerinnungshemmenden Arzneimitteln wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Antirheumatika. Bei überempfindlichen Personen ist ein allergischer Schock möglich, ebenso allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz). Leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden können ebenfalls auftreten. Gingium 240 mg enthält Lactose.

Gingium und die wissenschaftliche Evidenz

Patientinnen und Patienten mit Alzheimer Demenz können von ginkgohaltigen Präparaten profitieren, sofern sie diese in einer hohen Dosierung einnehmen. Für das Therapieziel "Aktivitäten des täglichen Lebens" ist das durch Studien belegt. Was kognitive Fähigkeiten, allgemeine psychopathologische Begleitsymptome sowie die Lebensqualität der betreuenden Angehörigen betrifft, gibt es zumindest Hinweise auf einen Nutzen. Allerdings gibt es auch Studien, in denen kein Nutzen durch Ginkgo nachweisbar war, so dass letztlich unklar bleibt, wie groß der Effekt ist. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler recherchierten nach Studien, die für Alzheimer-Patienten und ihre Angehörigen maßgebliche Therapieziele untersucht haben: Sogenannte kognitive Fähigkeiten (z.B. Erinnerungsvermögen) und Alltagskompetenz (z. B. bei der Körperpflege) gehören ebenso dazu wie psychische Begleiterscheinungen (z. B. Depression, krankhafte Unruhe) oder Lebensqualität. Bedingung war, dass die Patientinnen und Patienten mindestens 16 Wochen mit ginkgohaltigen Medikamenten behandelt wurden.

Insgesamt konnten 7 Studien mit knapp 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit in die Nutzenbewertung einbezogen werden. An den Studien hatten sehr verschieden zusammengesetzte Patientengruppen teilgenommen: Alter und Geschlecht, aber auch Schweregrad der Erkrankung und psychopathologische Begleitsymptome der Patienten waren von Studie zu Studie sehr unterschiedlich.

Insbesondere in zwei ukrainischen Studien fand das IQWiG Belege, dass Alzheimer-Patienten alltägliche Verrichtungen leichter fallen, wenn sie Ginkgo biloba in einer hohen Dosis von 240 mg pro Tag einnehmen. Auch auf ihr Erinnerungsvermögen und auf ihre psychische Verfassung könnten sich die Medikamente positiv auswirken. Zudem scheinen Angehörige weniger emotionalen Stress aushalten zu müssen. Allerdings gibt es hierfür keine Belege, sondern lediglich Hinweise. Wie groß all diese möglichen Effekte sind, bleibt offen. Das liegt vor allem daran, dass die Ergebnisse in einzelnen Studien sehr uneinheitlich ausfielen.

Die Aussagen zum Nutzen gelten nur für die Dosierung 240 mg täglich. Für niedrigere Dosierungen ist ein Nutzen nicht belegt. Mangels verlässlicher vergleichender Studien bleibt zudem unklar, wie Ginkgo biloba gegenüber anderen Alzheimer-Medikamenten abschneidet.

Uneinheitlich waren auch die Ergebnisse zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen. Hinweise auf eine Häufung bestimmter Nebenwirkungen gab es zwar nicht. Allerdings brachen Patienten, die Ginkgo biloba bekamen, die Studien generell häufiger ab als Patienten, die ein Scheinmedikament einnahmen.

Das IQWiG hält weitere klinische Vergleiche für notwendig. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass die Heterogenität der Ergebnisse auf die Unterschiede in den Studienpopulationen zurückzuführen ist.

Ginkgo in der aktuellen S3-Leitlinie „Demenzen“

Seit 2023 empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie nun auch in der offiziellen S3-Leitlinie „Demenzen“ den Einsatz von Ginkgo zur Linderung der Beschwerden. Das Produkt sollte einen standardisierten Ginkgo biloba Extrakt in einer Dosierung von 240 mg täglich enthalten und kann sogar von der Krankenkasse übernommen werden. Die Empfehlung für Ginkgo als neue Therapieoption betrifft explizit den Spezialextrakt EGb 761; neue klinische Studien belegten dessen Wirksamkeit bei Alzheimer- und vaskulärer Demenz, so die Experten. Patienten mit verminderter geistiger Leistungsfähigkeit, Aggression und Schlafstörung profitieren laut Leitlinie von der Therapie.

tags: #gingium #240 #alzheimer #demenz