Wer kennt es nicht? Man spielt ein Spiel auf dem Smartphone, und plötzlich schiebt sich ein Werbevideo über den gesamten Bildschirm, das sich nicht wegklicken lässt. Minutenlang werden die nächste Wunderdiät oder zwielichtige Geldanlagemöglichkeiten angepriesen. Google hat nun neue Vorschriften für App-Entwickler erlassen, die ihre Programme über den Play Store vertreiben, um weniger Nutzer von solchen Werbungen auf ihrem Android-Handy zu frustrieren.
Neue Vorschriften von Google für App-Entwickler
Mit den neuen Vorschriften will Google gegen Lücken im bisherigen Regelwerk vorgehen, die ausgenutzt wurden, um kurzfristig hohe Werbeeinnahmen zu erzielen. Insbesondere verbietet Google Videowerbung, die unerwartet eingeblendet wird, etwa direkt zu Beginn eines Levels oder direkt nach dem Starten der App, bevor der eigentliche Startbildschirm erscheint. Eine andere Unart einiger Werbeanbieter besteht darin, Nutzern minutenlange Werbung vorzusetzen, ohne ihnen eine Möglichkeit zum Abbruch zu bieten. Hier stellt Google klar, dass man nach spätestens 15 Sekunden einen Button einblenden muss, um die Anzeige zu schließen.
Googles Umgang mit Werbung
Google selbst verdient den größten Teil seiner Umsätze mit dem Verkauf und der Vermittlung von Anzeigen im Internet und in Apps. Die schlimmsten Auswirkungen nerviger Werbung versuchte der Konzern aber schon in der Vergangenheit einzudämmen, um das eigene Geschäft langfristig nicht zu gefährden.
AdBlocker als Reaktion auf aufdringliche Werbung
Zeitweise sah es richtig düster aus für viele Webseitenbetreiber, da AdBlocker jede fünfte Werbeschaltung vor den Augen der User verborgen haben. Manche Seiten haben zu harten Maßnahmen gegriffen, um Werbeblocker auszusperren. In den letzten Monaten hat sich das Blatt allerdings gewendet: Viele AdBlocker arbeiten mit Werbetreibenden zusammen, um alle Seiten glücklich zu machen.
Es gab Zeiten, in denen 21,25 Prozent aller Seitenimpressionen mit einem AdBlocker versehen waren. Das heißt, dass über 20 Prozent aller Online-Anzeigen ins Leere gingen. Besonders schade: Wer einen AdBlocker installiert hat, ist relativ regelmäßig im Internet unterwegs, erzeugt viele Seitenimpressionen, hat ein gutes Grundverständnis von Technik und ist generell auch offen gegenüber Investitionen oder Einkäufen. Und genau diese Zielgruppe sieht die Werbeanzeigen nicht, die bei ihnen besonders effektiv wären!
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Alternativen zu aufdringlicher Werbung
- Native Advertising: Bezahlte Artikel oder Kooperationen lassen sich nur sehr schwer bis gar nicht von AdBlockern erkennen und herausfiltern.
- Unaufdringliche Werbung: Die “Coalition for Better Ads” hat klare Regeln für unaufdringliche Werbung aufgestellt. Viele Werbeblocker arbeiten nach diesen Regeln und filtern nur Anzeigen heraus, die diesen Ansprüchen nicht genügen.
- Höfliches Bitten: Es ist leicht, User mit AdBlocker zu erkennen. Mit einem kleinen Pop-up kann man den User darauf hinweisen, dass er den Content gerade komplett kostenfrei erleben darf und dass es wirklich nett wäre, wenn er seinen AdBlocker für die Seite deaktiviert.
- Aussperren der AdBlock-User: Man kann AdBlock-User auch einfach den Zutritt zur Seite verwehren. Erst, wenn der Werbeblocker deaktiviert ist, kann es weitergehen.
Googles eigene Ideen für die Zukunft der Werbung
Die Hinweise verdichten sich, dass Google ganz eigene Ideen für die Zukunft der Werbung im Internet hat. Zukünftig soll Google Chrome automatisch mit einem Werbeblocker ausgestattet sein, der unakzeptable Werbung wie große Pop-ups oder Soundeffekte sperrt. Interessant ist dabei die Idee eines Abo-Programms für alle Nutzer, die keine Werbung sehen wollen. Gegen eine monatliche Gebühr, die allen Webseiten zugute kommt, die der User besucht hat, kann man sich wohl von Werbeanzeigen frei kaufen. Für Publisher, Blogs und andere Anbieter, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, ist das sicher ein interessantes Konzept. Aber der Einfluss auf das SEA wird sicher ebenso spannend zu beobachten sein. Allerdings fehlen bislang noch wichtige Details zu dem Programm.
Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Im Gegenteil, eigentlich sind AdBlocker ein wertvoller Partner auf dem Weg zu besserer Werbung im Netz. Denn die Nutzung der Zusatzprogramme zeigt deutlich, dass bisherige Anzeigen mit Blinkeffekten, Tonausgabe und Sicherheitslücken einfach nicht gut genug waren. AdBlocker bieten den perfekten Anlass, SEA neu zu denken. Wie kann man passende User erreichen, ohne sie zu nerven?
Google "My Ad Center": Mehr Kontrolle über Werbung
Google hat mit dem „My Ad Center“ ein neues Tool vorgestellt, mit dem sich Anzeigen besser kontrollieren lassen. Welche Werbung bei der Suche und bei YouTube auf keinen Fall auftauchen soll, kann über den Anzeigen-Hub recht individuell eingestellt werden. Beliebte Marken wiederum lassen sich priorisieren.
Funktionen von "My Ad Center"
Nutzer können über „My Ad Center“ individuell konfigurieren, welche Werbung sie in der Google-Suche, im Discover-Feed und bei YouTube sehen. Das Tool soll künftig als neue Zentrale für die Verwaltung der Anzeigen-Optionen bereitstehen. Unter anderem lassen sich personalisierte Anzeigen vollständig ausschalten. Damit bleibt die Werbung generischer und richtet sich nicht mehr nach den eigenen Interessen. Alternativ können Themen mit einem Plus oder Minus versehen werden. So werden Anzeigen dieser Kategorie entsprechend häufiger oder seltener angezeigt. Das gilt auch für einzelne Marken. Wer bestimmte Marken nicht mehr oder häufiger sehen möchte, kann das angeben.
Der Anzeigen-Hub verfügt darüber hinaus über den Punkt „Datenschutz“. Hier können Nutzer demografische Angaben entfernen, wie zum Beispiel das Alter oder den Beziehungsstatus. Sind personalisierte Anzeigen eingeschaltet, dann werden die entfernten Angaben laut Google nicht mehr für Anzeigen verwendet.
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Der in Anzeigen platzierte Informationslink führt künftig direkt in den Anzeigen-Hub. Hier kann die jeweilige Werbung mit „Gefällt mir“, „Blockieren“ oder „Anzeige melden“ markiert werden. Außerdem klärt Google im Detail darüber auf, welche Kategorien für die Schaltung verwendet wurden.
Wo "My Ad Center" Anwendung findet
Die Suchmaschine, Discover sowie YouTube zählen zu den meistgenutzten Google Diensten. Das heißt: Mit dem My Ad Center bekommen Sie ein wichtiges Werkzeug an die Hand, das Ihnen Einfluss auf wichtige Google Programme erlaubt bzw.
In der Suchmaschine sehen Sie Werbung in Form von Suchergebnissen. Je nachdem, nach was für einem Schlagwort Sie Google durchsucht haben, werden Ihnen Ergebnisse angezeigt (und zwar gleich ganz oben), die jedoch eigentlich Werbeanzeigen sind. Das heißt nicht, dass es sich dabei nicht um vollwertige Suchergebnisse handelt. Ganz im Gegenteil. Nicht selten leisten diese Treffer eine super Hilfestellung und liefern Ihnen genau die Informationen bzw. Leistungen, die Sie benötigen. Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um klassische Google Werbung.
Google Discover ist der hauseigene News Feed von Google und wurde ursprünglich für Android konzipiert. Mittlerweile können auch iOS Userinnen darauf zugreifen. Google Discover ist in erster Linie für die mobile Nutzung gedacht und über die Chrome oder die Google App nutzbar. Dort wird Ihnen der Feed direkt angezeigt. Genau wie die Google Suchmaschine, enthält auch Google Discover eine Vielzahl an Werbung.
Die Videoplattform YouTube (ebenfalls Google) stellt hier keine Ausnahme dar und zeigt Ihnen, basierend auf Ihren Suchanfragen, Werbung bzw.
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Das My Ad Center hilft Ihnen fortan dabei, die Werbeinhalte in der Suchmaschine, auf Discover sowie auf YouTube zu kontrollieren. Das My Ad Center von Google funktioniert sowohl mit Android Systemen als auch mit iPhones. Egal, welches Betriebssystem Sie verwenden, mit dem My Ad Center können Sie festlegen, welche personalisierte Werbung erlaubt ist, welche nicht und diese entsprechend deaktivieren. Im My Ad Center gibt es die Option Datenschutz. Unter dieser lassen sich demografische Daten, wie z.B. Ausbildung, Beziehungsstatus und Alter hinzufügen oder entfernen. Löschen Sie hier alle Infos, wenn Sie personalisierte Werbung auf Ihrem Android Phone bzw.
Googles Strategieänderung bei Nutzerdaten
Vielleicht haben Sie es vor einiger Zeit mitbekommen: Google verzichtet inzwischen auf Cookies. Das heißt: Google speichert keine Nutzerinformationen mehr von Ihnen. Hintergrund der Entscheidung für mehr Datenschutz und weniger Cookies sind die hohen Datenschutzstandards in Europa und den USA. Das heißt natürlich nicht, dass Google keine Nutzerdaten mehr von Ihnen sammelt. Die neue Technologie hört auf den Namen FLoC. Der Begriff steht für „Federated Learning of Cohorts“ und heißt übersetzt in etwa „Gebündeltes Erforschen von Kohorten“. Das bedeutet: Statt den Verkehr einzelner User zu tracken, werden stattdessen Nutzergruppen nachverfolgt. Der entscheidende Unterschied zu vorher: Ihre Nutzerdaten, wie z.B. Stattdessen erforscht FLoC Nutzergruppen mit gemeinsamen Interessen.
Verschärfung der Werberegeln in Google Chrome
Google hat mit der Version 64 seines Chrome-Browsers einen Werbeblocker integriert, der sogenannte „Bad Ads“ filtern soll. Jetzt verschärft das Unternehmen mit der neuesten Version seines Browsers die Werberegeln nochmals erheblich. Den Werbeblocker hatte Google mit der Version 64 seines Browsers eingeführt. Seitdem werden „schlechte“ Werbeanzeigen gefiltert und geblockt. Mit der neuen Version 71 des Chrome-Browsers, die im Dezember erscheinen soll, will Google nun aber noch entschiedener gegen nervige Werbeanzeigen vorgehen. Damit werden auch Werbeanzeigen, die den Richtlinien der Coalition for Better Ads entsprechen, ausgeblendet.
Das Unternehmen stellt auf seiner Support-Seite eine umfangreiche Liste zur Verfügung, welche Inhalte als irreführend und damit auch als „Bad Ads“ gewertet werden. Google will damit auch die Sicherheit der Nutzer erhöhen, denn zu diesen irreführenden Inhalten zählen unter anderem auch Phishing-Versuche oder sogenannte „gefälschte Nachrichten“. Damit meint Google Elemente, die wie Chat-Apps, Warnungen, Systemdiagnosen oder andere Benachrichtigungen aussehen. Seitenbetreiber können das von Google zur Verfügung gestellt Tool „Abusive Experiences Report“ nutzen, um ihre Seite auf Anzeigen zu überprüfen, die als Irreführung eingestuft werden könnten. Google räumt den Seitenbetreibern 30 Tage Zeit ein, entsprechende Elemente zu entfernen.
Browser-Plugin "Nervenschoner" der Verbraucherzentrale Bayern
Auf vielen Webseiten bekommen Verbraucher:innen lästige Cookie-Einwilligungs-Banner angezeigt. Um diese nervigen Unterbrechungen einzudämmen, bietet die Verbraucherzentrale Bayern das Browser-Plugin "Nervenschoner" an.
Funktionsweise des Plugins
Das Plugin "Nervenschoner" blockiert viele der lästigen Einwilligungs-Banner einfach ab und schont damit die Nerven der Nutzer. Das Plugin wurde in Kooperation mit der ZD.B-Themenplattform Verbraucherbelange bei Bayern Innovativ erstellt. Das Projekt wurde gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV).
Nach der Installation muss man sich eigentlich um nichts mehr kümmern - das Plugin blockiert so viele Einwilligungs-Banner wie möglich. An dem grünen Schutzschild im Browserfenster (rechts oben) kann man sehen, dass man geschützt ist. Ein Klick auf das Schutzschild öffnet ein kleines Einstellungs-Fenster: Es hat einen grünen Hintergrund und zeigt an, dass "Einwilligungs-Banner blockiert werden". Es ist sozusagen alles "im grünen Bereich"!
Manchmal kommt es vor, dass sich eine Internetseite wegen des Plugins ungewöhnlich verhält - etwa ein grauer Schleier darüberliegt oder sich nicht anklicken lässt. Dann kann man über den großen roten Button im Browserfenster mit der Bezeichnung "Auf dieser Webseite nichts blockieren" das Plugin für diese Webseite ausschalten. Das Plugin merkt sich, für welche Webseiten es ausgeschaltet bleiben soll. Dort ist das Schutzschild-Symbol dann rot.
Im Einstellungs-Fenster befindet sich zudem ein kleiner Schiebeknopf. Neben ihm steht "Web-Tracker werden zusätzlich blockiert". Über den Regler kann man Webtracker ausschalten oder auch zulassen. Letzteres ermöglicht jedoch, dass Tracker das Surfverhalten ausspionieren.
Technische Details
Das Plugin funktioniert im Hintergrund als Firewall und unterbindet Verbindungen, die Einwilligungs-Banner laden wollen. Ergebnis: Die Banner werden nicht geladen und daher auch nicht angezeigt. Was ein Einwilligungs-Banner ist und was blockiert werden muss, das weiß das Plugin aus den Signaturen in "schwarzen" Banner-Listen, die von einer internationalen Gemeinschaft gepflegt werden. Das Nervenschoner-Plugin verwendet eine "Blockierliste" aus dem "EasyList Forum".
Nebenbei blockiert der Nervenschoner standardmäßig auch Tracker, die Webseitenbesucher bei ihrem Weg durch das Internet über die Schulter schauen wollen. Dazu werden die Blockierlisten "EasyPrivacy" und "AdGuard Tracking Protection" genutzt.
Die Technologie musste nicht komplett neu entwickelt werden. Sie baut auf dem OpenSource-Projekt "uBlock Origin" auf. uBlock bietet die Firewall, also den Mechanismus um Listen zu laden und zu aktualisieren und weitere Funktionen wie das Ausblenden von Werbeanzeigen. Für den Nervenschoner wurde dann eine sehr einfach zu bedienende Benutzeroberfläche um uBlock Origin herum programmiert. Die Funktionen und Einstellungen sind darauf ausgerichtet, Einwilligungs-Banner zu blockieren.
Installation
Im Firefox-Browser installiert man das Nervenschoner Plugin über die offizielle Add-On-Seite von Firefox.
- Herunterladen: Nachdem Sie das Plugin "Nervenschoner" auf der Add-On-Seite ausgewählt haben, müssen Sie "Zu Firefox hinzufügen" auswählen.
- Berechtigungen erteilen: Anschließend muss nur noch bestätigt werden, dass der Nervenschoner die nötigen Berechtigungen bekommt, um die Banner auszufiltern. Sofort nach der Installation taucht im Browserfenster neben der Adresszeile das grüne Nervenschoner-Schild auf.
Werbung in Google Chrome blockieren
Werbung kann ganz schön nerven. In Google Chrome können Sie Werbung zwar blockieren, ganz los werden Sie die Werbeanzeigen allerdings nicht. Wir verraten Ihnen, wie Sie personalisierte sowie unerwünschte Werbung deaktivieren.
Blockieren von Werbung und Popups in Google Chrome
Lästige Werbung in Google Chrome können Sie mithilfe der Einstellungen des Browsers deaktivieren. Dadurch lässt sich jedoch nicht jede Werbung blockieren. Nur anstößige oder fragwürdige Anzeigen und Weiterleitungen werden nicht zugelassen. Stellen Sie sicher, dass folgende Einstellungen aktiviert sind: Öffnen Sie zuerst Chrome und klicken Sie auf das Menü.
Popup-Anzeigen auf Android-Handys und -Tablets stoppen
Popup-Anzeigen auf Android-Handys und -Tablets können aufdringlich sein. Sie stören oft beim Surfen oder bei der Verwendung von Apps. Pop-ups werden in der Regel von Drittanbieter-Apps verursacht, die Werbung auf Ihrem Android-Gerät anzeigen. Diese Apps können legitim erscheinen, arbeiten aber im Hintergrund, um Werbeeinnahmen für App-Entwickler zu generieren. Eine bestimmte auf Ihrem Telefon installierte App kann die Quelle der Popup-Werbung sein. Einige Apps können Administratorrechte verwenden, um zu verhindern, dass Sie sie deinstallieren können.
Schritte zur Entfernung von Popup-Werbung
Tippen Sie in der Liste der installierten Anwendungen auf den Namen des Browsers, den Sie verwenden (z. B. Öffnen Sie den Chrome-Browser auf Ihrem Android-Gerät.
Für eine umfassendere und proaktive Lösung sollten Sie jedoch die Installation von Bitdefender Mobile Security für Android in Betracht ziehen. Diese außergewöhnliche Sicherheits-App bietet fortschrittliche Funktionen wie App-Anomalie-Erkennung und Virenscanner, die verhindern können, dass bösartige Apps auf Ihrem Gerät installiert werden.
Personalisierte Werbung deaktivieren
Dem Suchalgorithmus von Google ist es möglich, durch das Sammeln Ihrer Nutzerdaten personalisierte Werbung anzuzeigen. Dabei werden Suchanfragen und Seitenaufrufe gespeichert und ausgewertet. Ganz praktisch heißt das: Sie öffnen Ihren Browser und Google zeigt Ihnen Werbung für genau die Produkte an, die Sie in der vergangenen Woche gesucht haben. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihnen gezielten Werbevorschläge entsprechend Ihrer Interessen angezeigt werden, können Sie die Werbung sowohl im Browser als auch in der App deaktivieren. Diese Anleitung wurde im Browser durchgeführt, Sie können Sie aber gleichermaßen auf Ihrem Smartphone anwenden. Melden Sie sich mit Ihrem Google-Account an. Der Google-Support bietet Ihnen mit der Konto-Hilfe eine Übersicht aller möglichen Werbeanzeigen an. Hier können Sie je nach Bedarf nur bestimmte Werbung blockieren.
Einzelne Werbeanzeigen blockieren
Pop-up-Werbung wird in den meisten Browsern standardmäßig automatisch blockiert.
- Klicken Sie innerhalb der Werbeanzeige oben rechts auf das Kreuz-Symbol.
- Anschließend wählen Sie "Diese Werbung melden".
- Geben Sie ggf. als Grund "Kein Interesse an Anzeige" an.
- Sollte Ihnen anstelle des Kreuz-Symbols nur ein Info-Symbol ("i") angezeigt werden, klicken Sie darauf. Sie werden entweder weitergeleitet oder erhalten Informationen darüber "Warum sehe ich diese Werbung?"
- Bei einer Weiterleitung, bspw. Melden Sie sich bei Google an.
Aggressive Popup-Werbung auf dem Smartphone entfernen
Manche Werbebotschaften auf dem Smartphone blockieren das komplette Display. Meist lässt sich diese aggressive Werbeform entfernen, indem der Cache des Internet-Browsers gelöscht wird. Auch Apps können für die Botschaften verantwortlich sein. Mal sollen Sie etwas gewonnen haben, mal ist angeblich das Smartphone in Gefahr: Hin und wieder erscheint so genannte Popup-Werbung, die das gesamte Display blockiert, sobald Sie irgendeine Internetseite öffnen. Das kann nervig sein. Übel wird es, wenn sie durch so eine Werbung plötzlich unbewusst ein Abo abschließen. Immerhin können Sie sich davor grundsätzlich mit einer Drittanbietersperre schützen.
Erste Regel: Nichts antippen!
Generell lautet die erste Regel in so einer Situation: Nichts antippen und keine persönlichen Daten in Eingabefelder eintragen! Denn oft lauern hinter solchen Gewinn-Nachrichten schlicht Adressensammler, die Geld mit Ihren Daten machen wollen. Und: Keine Apps installieren! Manchmal fordert die Werbung genau dazu auf - doch die installierte App ist oft schädlich, weil sie zum Beispiel Daten stiehlt. Solche Aufforderungen nennt man Scareware. Der Begriff stammt vom englischen Verb "to scare", jemanden ängstigen. Hierbei wird beispielsweise behauptet, das Gerät sei mit Viren infiziert. Auf diese Weise sollen Anwender:innen verunsichert und dazu verleitet werden, ein Programm, das den Schaden angeblich behebt, herunterzuladen. Dieses Programm enthält aber erst die eigentliche Schadsoftware.
Ursachen für aggressive Werbung
Meistens werden sie in große Werbenetzwerke eingeschleust, sodass sie auf praktisch jeder Internetseite erscheinen können, die man mit dem Smartphone öffnet. Die Betreiber der Internetseite können in der Regel gar nichts dafür. Sie können höchstens beim Werbenetzwerk, mit dem sie zusammenarbeiten, die Sperrung der Werbeanzeigen fordern. Ein ewiges Katz- und Mausspiel. Dass ähnliche Werbeanzeigen immer wieder erscheinen, liegt oft an Cookies, die im Browser gespeichert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass installierte Apps solche Werbebotschaften auslösen.
Schritte zur Entfernung aggressiver Werbung
Und wie wird man die aggressive Werbung wieder los bzw. verhindert, dass sie schnell erneut erscheint? Folgende Schritte helfen in der Regel:
- Cache leeren bei Android-Smartphones/-Tablets:
- Einstellungen des Smartphones öffnen.
- Den Menüpunkt "Anwendungen" antippen (bei manchen Geräten heißt der auch "Anwendungsmanager", "Apps" oder ähnlich).
- Je nach Hersteller und Android-Version müssen Sie evtl. auf "Alle Apps" tippen.
- Die Browser-App suchen und antippen (heißt oft "Internet", sofern Sie keinen Browser wie Chrome, Firefox, Opera oder ähnliches installiert haben).
- Im Bereich "Speicher" auf "Cache leeren" tippen.
- Cookies löschen:
- In den Einstellungen der Browser-App die Cookies löschen (meist zu finden direkt in den Einstellungen der App unter "Datenschutz", "Persönliche Daten löschen" oder ähnlichem).
- Wenn möglich, stellen Sie den Browser so ein, dass keine Cookies von Drittanbietern akzeptiert und die Cookies bei jedem Beenden gelöscht werden.
- Daten löschen (als letzte Option):
- Sollte das nicht geholfen haben, wiederholen Sie die Schritte 1-4 und tippen im Bereich "Speicher" auf "Daten löschen". Hinweis: Dadurch werden bereits geöffnete Tabs, gespeicherte Formulardaten und Einstellungen gelöscht. Es wird also praktisch der Ursprungszustand der App wiederhergestellt.
- Für mehrere Browser:
- Nutzen Sie verschiedene Browser, wiederholen Sie die Schritte 1-5 (oder 6) für jeden einzelnen.
- Apps deinstallieren:
- Da solche Werbeanzeigen auch von Apps ausgelöst werden können, deinstallieren Sie testweise kürzlich installierte Apps, wenn sich das Problem nicht über das Bereinigen der Browser lösen lässt. Denn in der App ist ebenfalls ein Browser enthalten. Auch hier können manipulierte Werbeanzeigen lauern.
Weitere Schutzmaßnahmen
Der kann verhindern, dass Werbung angezeigt wird. Dadurch drohen den Betreibern der Webseiten aber auch Einnahmeeinbußen und einige haben ihre Internetseiten für Nutzer mit Ad-Blockern gesperrt. Darüber hinaus gibt es Virenschutz auch für Smartphones. Vor allem für Android-Nutzer, die viel aus unsicheren Quellen installieren und oft unbekannte Internetseiten besuchen, kann der sinnvoll sein.
Apps sollten möglichst nur aus den offiziellen Stores (Google Play Store, Apple App-Store) installiert werden. Achten Sie dort auf Erfahrungsberichte von anderen. Gibt es keine und kaum Downloads, warten Sie lieber mit der Installation.
Installationen aus unbekannten Quellen blockieren
Während Apple die Installation aus anderen Quellen als seinem eigenen oder geprüften App-Stores ohne weiteres gar nicht vorsieht, sind App-Installationen zum Beispiel von Internetseiten bei Googles Android durchaus möglich. Aber Sie können eine Sperre setzen.
- Falls Sie noch Android 9 oder älter verwenden, tippen Sie in den "Einstellungen" auf "Gerätesicherheit" (oder ähnliches). Bei "Unbekannte Quellen" darf dann kein Haken gesetzt sein bzw. muss der Schieberegler auf "aus" stehen.
- Mit Android 10 hat sich das Vorgehen geändert. Hier gibt es keine zentrale Möglichkeit mehr, Installationen aus unbekannten Quellen zu verbieten. Stattdessen legen Sie in den Einstellungen unter "Sicherheit" und dort in "Unbekannte Apps installieren" fest, mit welchen bereits installierten Apps auf Ihrem Gerät neue Apps installiert werden dürfen. Zum Schutz sollte es allen Anwendungen außer dem Play Store oder dem Store des Smartphone-Herstellers verboten sein.
- Bei Android 14 müssen Sie in den Einstellungen auf "Apps" tippen, dann auf "Spezieller App-Zugriff", dort etwas herunterscrollen und auf "Installieren unbekannter Apps" tippen.