Grüne Tabletten mit sedierender Wirkung in der Neurologie: Wirkstoffe und Anwendung

Dieser Artikel bietet Ihnen verständliche Informationen über grüne Tabletten mit sedierender Wirkung, die in der Neurologie eingesetzt werden. Er erläutert die Wirkstoffe, ihre Anwendung, Dosierung, Gegenanzeigen, wichtige Hinweise und mögliche Nebenwirkungen. Ziel ist es, Ihnen einen umfassenden Überblick über diese Medikamente und ihre Bedeutung in der neurologischen Behandlung zu geben.

Einführung in sedierende Medikamente in der Neurologie

Sedierende Medikamente, oft in Form von grünen Tabletten, spielen eine wichtige Rolle in der Neurologie. Sie werden eingesetzt, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen, Angstzustände zu reduzieren und Schlaf zu fördern. Diese Medikamente wirken auf das zentrale Nervensystem und beeinflussen die Aktivität von Neurotransmittern, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Wirkstoffe in grünen Tabletten mit sedierender Wirkung

Grüne Tabletten mit sedierender Wirkung enthalten verschiedene Wirkstoffe, die jeweils unterschiedliche Mechanismen nutzen, um ihre Wirkung zu entfalten. Zu den häufigsten Wirkstoffen gehören:

  • Antipsychotika: Diese Wirkstoffe, wie der Inhaltsstoff von DOMINAL, haben eine antipsychotische, sedierende und brechreizhemmende Wirkung. Sie beeinflussen die Neurotransmission im Gehirn und können so beruhigend wirken.
  • Benzodiazepine: Diese Medikamente verstärken die Wirkung des Neurotransmitters GABA, der eine beruhigende und angstlösende Wirkung hat. Benzodiazepine sind für ihre schnell eintretende Wirkung bekannt, können aber bei längerer Anwendung zu Abhängigkeit führen.
  • Beta-Rezeptorenblocker: Diese Medikamente hemmen die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin, was zu einer niedrigeren Herzfrequenz und einem gesenkten Blutdruck führt. Sie können bei Angsterkrankungen und Angstzuständen eingesetzt werden, um die körperlichen Auswirkungen von Angst zu reduzieren.
  • Non-Benzodiazepin-Tranquilizer: Buspiron ist ein Beispiel für einen Non-Benzodiazepin-Tranquilizer, der angstlösend wirkt, ohne sedierend zu sein. Es erzeugt nach bisherigem Forschungsstand keine Abhängigkeit und wird vor allem zur Behandlung der generalisierten Angststörung eingesetzt.
  • Antihistaminika: Insbesondere Antihistaminika der ersten Generation, die den H1-Rezeptor blockieren, haben auch einen beruhigenden Effekt. Sie werden auch als Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt.
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel: Hopfen, Baldrian, Melisse oder Passionsblume werden als leichte pflanzliche Beruhigungsmittel eingesetzt. Sie haben meist weniger Nebenwirkungen als die klassischen Psychopharmaka, dafür ist ihre Wirkung aber auch eher schwach ausgeprägt.

DOMINAL: Ein Beispiel für eine grüne Tablette mit sedierender Wirkung

DOMINAL 40 mg überzogene Tabletten enthalten einen Wirkstoff mit antipsychotischer, sedierender und brechreizhemmender Wirkung. Die allgemeine Dosierungsempfehlung für Erwachsene liegt bei 2 überzogenen Tabletten, 3-4-mal täglich, unabhängig von der Mahlzeit. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Anwendungshinweise für DOMINAL

Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein. Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

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Überdosierung von DOMINAL

Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Blutdruckabfall, Pulsbeschleunigung, Herzrhythmusstörungen, Störung der Temperaturregulation, flacher Atmung, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Mundtrockenheit bis hin zum Koma. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen. Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Gegenanzeigen von DOMINAL

DOMINAL darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Akute Alkohol-, Schlafmittel-, Schmerzmittel- und Psychopharmaka-Vergiftungen
  • Psychose mit manischer Ausprägung
  • Schwerste Bewusstseinsstörung (Koma)

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten das Arzneimittel in der Regel nicht anwenden. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte DOMINAL nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden.

Wichtige Hinweise zu DOMINAL

  • Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
  • Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
  • Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
  • Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
  • Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Chinolingelb mit der E-Nummer E 104)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
  • Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Lactose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.

Nebenwirkungen von DOMINAL

Zu den möglichen Nebenwirkungen von DOMINAL gehören:

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  • Blutdruckabfall durch Aufstehen (orthostatische Hypotonie)
  • Schwindelgefühl
  • Herzklopfen
  • Herzbeschwerden mit beschleunigtem Puls (Herzrasen)
  • Gewichtszunahme
  • Mundtrockenheit
  • Dauererektion
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut
  • Störung der unbewussten Bewegungsabläufe mit Zittern, evtl. Fallneigung
  • Bewegungsstörungen
  • Schmatz-, Zungen- und Mundbewegungen
  • Parkinson-Syndrom (arzneimittelinduziert)
  • Krampfanfälle
  • Allergische Reaktion

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Risperidon Mylan: Ein weiteres Beispiel für ein in der Neurologie eingesetztes Medikament

Risperidon Mylan ist ein weiteres Medikament, das in der Neurologie zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt wird. Es ist indiziert zur Behandlung von Schizophrenie, mäßigen bis schweren manischen Episoden assoziiert mit bipolaren Störungen, Kurzzeitbehandlung von anhaltender Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz und zur symptomatischen Kurzzeitbehandlung von anhaltender Aggression bei Verhaltensstörung bei Kindern im Alter ab 5 Jahren und Jugendlichen mit unterdurchschnittlicher intellektueller Funktion oder mentaler Retardierung.

Dosierung von Risperidon Mylan

Die Dosierung von Risperidon Mylan variiert je nach Indikation und Patient. Bei Schizophrenie beginnen Erwachsene mit 2 mg Risperidon täglich, die Dosis kann am zweiten Tag auf 4 mg erhöht werden. Die meisten Patienten profitieren von täglichen Dosen zwischen 4 und 6 mg. Bei älteren Patienten wird eine Anfangsdosis von 0,5 mg zweimal täglich empfohlen.

Bei Manie im Rahmen bipolarer Störungen sollte Risperidon Mylan, beginnend mit 2 mg Risperidon, einmal täglich verabreicht werden. Dosisanpassungen sollten, falls erforderlich, in Intervallen von nicht weniger als 24 Stunden und Dosiserhöhungen von 1 mg pro Tag erfolgen.

Bei anhaltender Aggression bei Patienten mit mäßiger bis schwerer Alzheimer-Demenz wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg zweimal täglich empfohlen. Diese Dosis kann je nach individuellem Bedarf in Schritten von 0,25 mg zweimal täglich, nicht häufiger als jeden zweiten Tag, angepasst werden.

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Bei Verhaltensstörung bei Kindern und Jugendlichen wird bei Patienten ≥ 50 kg eine Anfangsdosis von 0,5 mg einmal täglich empfohlen. Diese Dosis kann je nach individuellem Bedarf in Schritten von 0,5 mg einmal täglich, nicht häufiger als jeden zweiten Tag, angepasst werden. Bei Patienten < 50 kg wird eine Anfangsdosis von 0,25 mg einmal täglich empfohlen.

Wichtige Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen bei Risperidon Mylan

  • Erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen: Eine Meta-Analyse von 17 kontrollierten klinischen Studien mit atypischen Antipsychotika, einschließlich Risperidon, ergab, dass die Mortalität älterer Patienten mit Demenz, die mit atypischen Antipsychotika behandelt wurden, höher war als unter Plazebo.
  • Gleichzeitige Anwendung mit Furosemid: In den plazebokontrollierten Studien mit Risperidon wurde bei älteren Patienten mit Demenz, die mit Furosemid plus Risperidon behandelt wurden, eine höhere Mortalitätsinzidenz im Vergleich zu Patienten, die Risperidon allein oder Furosemid allein erhalten hatten, beobachtet.
  • Unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse (CVAE): In randomisierten, plazebokontrollierten klinischen Studien bei Patienten mit Demenz, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet.
  • Orthostatische Hypotonie: Aufgrund der alpha-blockierenden Aktivität von Risperidon kann, insbesondere während der initialen Titrationsphase, eine (orthostatische) Hypotonie auftreten.
  • Leukopenie, Neutropenie, Thrombozytopenie: Fälle von Leukopenie, Neutropenie und Agranulozytose wurden unter Behandlung mit Antipsychotika, einschließlich Risperidon berichtet.
  • Tardive Dyskinesie/Extrapyramidale Symptome (TD/EPS): Arzneimittel mit Dopaminrezeptor-antagonistischen Eigenschaften werden mit der Induktion von tardiven Dyskinesien in Verbindung gebracht, die durch unwillkürliche rhythmische Bewegungen, vor allem der Zunge und/oder des Gesichtes, charakterisiert sind.

Alternative Beruhigungsmethoden

Neben Medikamenten gibt es auch alternative Beruhigungsmethoden, die in der Neurologie eingesetzt werden können. Dazu gehören:

  • Physiotherapie: Da Polyneuropathien häufig mit einer sensiblen Ataxie und motorischen Ausfällen einhergehen, sollte die medikamentöse Therapie um physiotherapeutische Maßnahmen ergänzt werden. Ziele sind unter anderem die Verbesserung von Stand, Gang und Gleichgewicht sowie ein gezieltes Training der Muskelkraft.
  • Ergotherapie: Zur Verbesserung der Feinmotorik können ergotherapeutische Maßnahmen eingesetzt werden.
  • Psychotherapie: Bei Angstzuständen und Schlafstörungen kann eine Psychotherapie helfen, die Ursachen der Probleme zu erkennen und Strategien zur Bewältigung zu entwickeln.
  • Entspannungstechniken: Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training oder Yoga können helfen, Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.

Behandlung neuropathischer Schmerzen bei Polyneuropathie

Etwa 50 % aller Polyneuropathien gehen mit Schmerzen einher. Diese neuropathischen Schmerzen entstehen als direkte Folge einer Läsion oder Erkrankung des somatosensorischen Systems. Zur Linderung neuropathischer Schmerzen stehen verschiedene medikamentöse Ansätze zur Verfügung, die auf die zugrunde liegenden Pathomechanismen abzielen.

Medikamentöse Therapie neuropathischer Schmerzen

Die aktuelle S2-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) empfiehlt die Antikonvulsiva Gabapentin und Pregabalin sowie trizyklische Antidepressiva (TCA) und Duloxetin als Mittel der ersten Wahl zur Therapie neuropathischer Schmerzen.

  • Gabapentin und Pregabalin: Laut aktueller S2-Leitlinie der DGN sollen Gabapentin und Pregabalin als Mittel der ersten Wahl zur Therapie chronischer neuropathischer Schmerzen eingesetzt werden, unabhängig von der Ätiologie.
  • Carbamazepin, Oxcarbazepin, Lamotrigin und Topiramat: Aufgrund der geringen Evidenz und häufiger Nebenwirkungen werden Carbamazepin und Oxcarbazepin laut Leitlinie nicht zur Behandlung von schmerzhaften Polyneuropathien empfohlen.
  • Duloxetin und Venlafaxin: Die selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer Duloxetin und Venlafaxin führen über eine Inhibition der Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin zu einer Verstärkung der endogenen deszendierenden Schmerzhemmung.
  • Amitriptylin: Insbesondere bei begleitenden Schlafstörungen kann sich Amitriptylin aufgrund seines sedierenden Effekts günstig auswirken.
  • Topika (Capsaicinpflaster und Lidocainpflaster): Ein Vorteil der Topika ist die geringe systemische Nebenwirkungsrate und somit gute Verträglichkeit, sodass der Einsatz vor allem für ältere Patienten empfohlen wird.
  • Botulinumtoxin(BTX)-Injektionen: Der schmerzlindernde Effekt intrakutaner Botulinumtoxin(BTX)-Injektionen entsteht durch verminderte Freisetzung proinflammatorischer Substanzen, Deaktivierung von Natriumkanälen und verminderten axonalen Transport mit Verhinderung einer peripheren und zentralen Sensibilisierung.
  • Opioide: Opioide wirken als Agonisten an µ‑Opioidrezeptoren im zentralen Nervensystem. Einige Opioide wirken zusätzlich auf die endogene Schmerzmodulation.

Neue Therapieansätze für neuropathische Schmerzen

Aufgrund der unzureichenden Schmerzlinderung und häufiger Nebenwirkungen unter den derzeit verfügbaren Medikamenten werden in aktuellen Studien neue Therapeutika zur Behandlung neuropathischer Schmerzen untersucht.

  • Cannabinoide: Cannabinoide wirken als Agonisten am Cannabinoidrezeptor Typ 1 (CB1). Die Hauptkomponenten sind Tetrahydrocannabinol und Cannabidiol.
  • „Gene silencing“ mutierter Gene: Ein neuer vielversprechender Ansatz zur Therapie ist das „gene silencing“ mutierter Gene.

Sedierung bei Magen- und Darmspiegelungen

Sedierung spielt auch bei Magen- und Darmspiegelungen eine wichtige Rolle, um den Patienten die Untersuchung so angenehm wie möglich zu gestalten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Sedierung:

  • Untersuchung ohne Medikamente: Vorteil: Sie können nach der Untersuchung aufstehen und direkt im Anschluss in Abhängigkeit vom Untersuchungsbefund essen. Nachteil: Das Schlucken des Magenspiegelungsschlauches kann unangenehm sein. Während der Untersuchung müssen Sie gegebenenfalls mehrfach aufstoßen.
  • Untersuchung mit einer Rachenbetäubung: Vorteil: Das Schlucken des Magenspiegelungsgerätes ist dadurch angenehmer als ohne Medikament. Sie können nach der Untersuchung direkt aufstehen und dürfen auch Autofahren. Nachteil: Essen ist erst erlaubt, wenn die Rachenbetäubung (ca. 30-60 min) nicht mehr wirkt. Es besteht die Gefahr, dass Sie sich beim Essen verschlucken können, wenn Sie nicht warten, bis die Betäubung nicht mehr wirkt. Allergische Reaktionen auf das Medikament kommen vor.
  • Sedierung mit Medikamenten (Midazolam oder Disoprivan): Vorteil: Sie schlafen während der Untersuchung und bekommen von dieser im Normalfall nichts mit. Die Sicherheit und Nebenwirkungen der Medikamente sind überschaubar, so dass sich das „Narkoserisiko“ in Grenzen hält. Nachteil: Nach der Untersuchung sind Sie noch müde und dürfen für 1 - 2 Stunden nicht aufstehen und auch nicht essen. Sie benötigen für die Medikamentengabe eine Infusionsnadel. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Während der Untersuchung kann es passieren, dass Sie nicht ausreichend atmen. Daher wird immer Sauerstoff bei Anwendung von Narkosemedikamenten gegeben und eine entsprechende Überwachung durchgeführt. Ein weitere Nachteil ist, dass nach der Medikamentengabe die sogenannten Schutzreflexe schwächer werden. Schutzreflexe sind z.B. das Husten, wenn man sich verschluckt. Es kann also passieren, dass etwas Magenflüssigkeit in die Luftröhre fließt, ohne dass Sie es merken. So kann sich eine Lungenentzündung entwickeln. Da Sie jedoch bei allen Untersuchungen nüchtern sind, ist diese Gefahr insgesamt gering.
  • Propofol: Propofol ist ein äußerst kurzwirksames Hypnotikum, das über eine Vene an Hand oder Arm verabreicht wird und Sie schnell und angenehm einschlafen lässt. Nach Ende der Untersuchung wachen Sie rasch wieder auf und sind bald wieder vollständig aufnahmefähig.

Beruhigungsmittel (Tranquilizer, Anxiolytika)

Beruhigungsmittel (Tranquilizer, Anxiolytika) besitzen angstlösende, beruhigende und zum Teil auch muskelentspannende und schlaffördernde Effekte. Sie werden deshalb bei Angst- und Spannungszuständen eingesetzt. In der Praxis werden Benzodiazepine bei weitem am häufigsten verschrieben. Neben den unten genannten Medikamenten kommen bei verschiedenen Störungsbildern auch niedrigpotente Neuroleptika in niedriger Dosierung und bestimmte Antidepressiva als Beruhigungsmittel zum Einsatz.

Arten von Beruhigungsmitteln

  • Benzodiazepine: Charakteristisch für die Benzodiazepine ist, dass ihre angstlösende und entspannende Wirkung sehr schnell eintritt. Allerdings kann es bei längerfristiger Einnahme leicht zu einer Abhängigkeitsentwicklung kommen.
  • Beta-Rezeptorenblocker: Betablocker hemmen die Wirkung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Wegen ihrer beruhigenden Wirkung können Beta-Rezeptorenblocker aber auch bei Angsterkrankungen und Angstzuständen verordnet werden.
  • Non-Benzodiazepin-Tranquilizer: Buspiron: Buspiron ist ein Medikament, das angstlösend, aber nicht beruhigend wirkt und das nach bisherigem Forschungsstand keine Abhängigkeit erzeugt.
  • Antihistaminika: Antihistaminika werden in erster Linie bei der Behandlung allergischer Symptome eingesetzt, haben aber oft auch eine Wirkung auf das Zentralnervensystem.
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel: Als leichte pflanzliche Beruhigungsmittel werden z. B. Hopfen, Baldrian, Melisse oder Passionsblume eingesetzt.

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