Günstig Englisch Gehirngerecht Lernen mit der Birkenbihl-Methode

Die Birkenbihl-Methode ist ein gehirngerechter Ansatz zum Sprachenlernen, der von Vera F. Birkenbihl entwickelt wurde. Sie basiert auf der Idee, dass das Sprachenlernen intuitiv wie beim Erwerb der Muttersprache erfolgen sollte, wobei stures Pauken und das Auswendiglernen von Grammatikregeln vermieden werden. Dieser Artikel beleuchtet die Grundlagen der Methode, ihre Anwendung im Englischlernen und gibt Tipps für Eltern, die ihre Kinder beim Sprachenlernen unterstützen möchten.

Grundlagen der Birkenbihl-Methode

Die Birkenbihl-Methode zielt darauf ab, Fremdsprachen auf eine Weise zu erlernen, die der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns entspricht. Im Gegensatz zu traditionellen Lernmethoden, die auf Vokabelpauken und Grammatikregeln basieren, setzt die Birkenbihl-Methode auf einen intuitiven Ansatz. Vera F. Birkenbihl prägte für ihre Lernmethode den Begriff "gehirn-gerecht", da diese der natürlichen Arbeits- und Funktionsweise des menschlichen Gehirns entgegenkommen sollte. Demzufolge ist das Auswendiglernen (oder überhaupt Lernen) von Grammatik und Vokabeln bei der Birkenbihl-Methode verpönt.

Die vier Schritte der Birkenbihl-Methode

Die Birkenbihl-Methode besteht aus vier einfachen Schritten:

  1. Dekodierung (Bedeutung erfassen): Der erste Schritt besteht darin, den fremdsprachigen Text in eine möglichst wörtliche Übersetzung (Dekodierung) in die Muttersprache zu übertragen. Diese Wort-für-Wort-Übersetzung mag zunächst etwas seltsam anmuten, ist aber sehr gut zum „Erlernen“ eines Sprachgefühls geeignet. Hierbei wird nicht nur die Bedeutung der einzelnen Wörter erfasst, sondern auch die Struktur des Satzes. Es ist wichtig, sich die Handlung bildhaft wie in einem Film vor dem inneren Auge vorzustellen. Dieser Film erleichtert den Lernprozess.

  2. Aktives Hören: Hören Sie sich den Text in der Zielsprache an und lesen Sie gleichzeitig die deutsche Dekodierung mit: Ihr Gehirn verbindet den »Film« jetzt mit den Worten der neuen Sprache. Die Audios sind in unterschiedlichen Geschwindigkeiten verfügbar. Bei Sprachen, die nicht unser lateinisches Alphabet benutzen, gibt es auch die Funktion der Transliteration.

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  3. Passives Hören: Lassen Sie den Text in der neuen Sprache leise im Hintergrund laufen, während Sie anderen Tätigkeiten nachgehen. So verankern Sie die Satzstruktur und Sprachmelodie der neuen Sprache ganz ohne zusätzlichen Zeitaufwand im Unterbewusstsein. Birkenbihl betont, dass es sehr wichtig sei, dass man sich beim passiven Zuhören wirklich auf andere Dinge konzentriert, damit das Zuhören auch wirklich PASSIV verläuft.

  4. Aktive Anwendung (PRAXIS! Sprechen - Lesen - Schreiben): Trainieren Sie das Sprechen, Lesen und Schreiben in der neuen Sprache. Setzen Sie dabei eigene Schwerpunkte und bereiten Sie sich gezielt auf bestimmte Situationen vor. Beginnen Sie, den Text mitzusprechen. Sie beginnen dabei mit der langsamsten Audio-Variante und steigern sich nach und nach.

Ziel des Ganzen soll es sein, die Zielsprache so zu lernen, wie man seine Muttersprache als Kind gelernt hat. Gleichzeitig soll man aber von den Vorteilen profitieren bereits eine Sprache zu beherrschen, so dass man sich nicht wie ein Kleinkind auf die Suche nach der Bedeutung der Wörter machen muss. Deswegen soll das Lernen gehrin-gerecht bzw. neuro-didaktisch erfolgen. D.h. man lernt ausschließlich kontextbezogen.

Günstig Englisch lernen mit der Birkenbihl-Methode

Die Birkenbihl-Methode eignet sich gut, um günstig Englisch zu lernen. Da die Methode auf dem Prinzip des passiven Lernens basiert, können Lernende ihre Zeit optimal nutzen, indem sie englische Audiodateien hören, während sie anderen Tätigkeiten nachgehen.

Materialien für das Englischlernen mit der Birkenbihl-Methode

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, an geeignete Materialien für das Englischlernen mit der Birkenbihl-Methode zu gelangen:

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  • Sprachkurse: Es gibt spezielle Sprachkurse, die auf der Birkenbihl-Methode basieren. Diese Kurse enthalten in der Regel Audiodateien, Texte und Dekodierungen. Ein Beispiel hierfür sind die Birkenbihl-Sprachkurse von Linguajet, die für verschiedene Sprachen, darunter auch Englisch, verfügbar sind.

  • Online-Medien: Das Internet bietet eine Fülle an kostenlosen englischen Audiodateien und Texten. Besonders geeignet sind Nachrichtenartikel, Podcasts und Hörbücher.

  • Filme und Serien: Englischsprachige Filme und Serien mit Untertiteln können ebenfalls zum Sprachenlernen genutzt werden. Hierbei kann man die Untertitel als Dekodierung verwenden.

Tipps für das Englischlernen mit der Birkenbihl-Methode

  • Regelmäßigkeit: Um erfolgreich Englisch mit der Birkenbihl-Methode zu lernen, ist es wichtig, regelmäßig zu üben. Vera F. Birkenbihl empfahl, täglich 10 Minuten zu lernen.

  • Passives Hören: Nutzen Sie jede Gelegenheit, um passiv Englisch zu hören. Hören Sie englische Audiodateien beim Kochen, Putzen oder Autofahren.

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  • Abwechslung: Um das Lernen interessant zu gestalten, sollten Sie verschiedene Materialien verwenden und unterschiedliche Themen behandeln.

  • Sprechen: Scheuen Sie sich nicht, Englisch zu sprechen. Suchen Sie sich einen Tandempartner oder nehmen Sie an einem Sprachaustausch teil.

Die Rolle der Eltern beim Englischlernen ihrer Kinder

Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung ihrer Kinder beim Sprachenlernen. Es ist wichtig, eine entspannte und positive Lernatmosphäre zu schaffen. Gelassenheit lohnt sich für Eltern in jeder Lebenslage - ob mit oder ohne Schule. Das Besondere für Eltern von Schulkindern ist sicherlich, dass diese in einen Raum entlassen werden, der sich der elterlichen Kontrolle weitgehend entzieht. Und zugleich ist diese Zeit wichtig für die kindliche Entwicklung und wirkt sich auf den Familienfrieden aus. Eltern von Schulkindern sind gedanklich oft im ‚Morgen‘, während die Kinder selbst im ‚Heute‘ sind.

Tipps für Eltern

  • Akzeptanz: Nehmen Sie Ihr Kind an, auch bei ’schlechten‘ Ergebnissen. Es interessiert letztlich niemanden mehr, welche Noten dein Kind in Klasse 6 oder 7 hat. In diesem Alter geht es wirklich darum, in Verbindung zu bleiben. Die Kinder entwickeln sich so unterschiedlich und niemand kann in Klasse 7 sagen, wie es einmal in Klasse 9 oder 10 sein wird! Auch wir Lehrer:innen nicht 😉 Besonders an Gymnasien ist der Druck enorm, wenn die Fünftklässler bereits mit ‚Abijahrgang 2027‘ betitelt werden.

  • Unterstützung: Bieten Sie Ihrem Kind Unterstützung bei den Hausaufgaben und der Vorbereitung auf Klassenarbeiten an. Eine Möglichkeit wäre, dass ihr wirklich besprecht, wie sich dein Kind bei den Hausaufgaben wohlfühlt und dafür einen Rahmen schafft. Das Gleiche gilt für die Vorbereitung für eine Klassenarbeit. Es ist wichtig, dass dein Kind nicht den ganzen Tag mit gelenktem Lernen verbringt und so früh wie möglich ‚Feierabend‘ hat.

  • Interesse: Zeigen Sie Interesse an den Fortschritten Ihres Kindes und loben Sie es für seine Bemühungen.

  • Vorbild: Seien Sie ein Vorbild für Ihr Kind, indem Sie selbst eine Fremdsprache lernen oder sich für fremde Kulturen interessieren.

  • Kommunikation mit Lehrern: Die Lehrer:innen Ihres Kindes sehen Sie einmal als Rollenträger an, du erwartest etwas Bestimmtes von ihnen in dieser Position. Sie bringen Ihre bisherigen Erfahrungen und von anderen geteilte Zuschreibungen mit ein. Es ist also nicht nur relevant, was Sie persönlich über Lehrer:innen denken, sondern auch, welche allgemeine Meinung über sie herrscht. Und naja, diese allgemeine Meinung ist bekanntlich nicht sonderlich nett.

Fragen, die sich Eltern stellen sollten

Besonders wenn dein Kind Ergebnisse hat, die dich nicht zufrieden stellen, kannst du dir diese Frage stellen. Ist es dir peinlich, wenn dein Kind nicht ‚abliefert‘? Fällt es irgendwie auf dich zurück? Glaubst du, du hättest mehr und früher fördern müssen? Ist in eurer Familie das Abitur Standard? Oder soll dein Kind etwas ausgleichen, das dir selbst bisher nicht gelungen ist? Wenn dein Kind eher durch sein Verhalten auffällt als durch seine Noten: Könnte in dem Verhalten eine Mitteilung an seine Eltern stecken? Was darf es zuhause nicht sagen und drückt es dadurch aus? Oder ist es eine Mitteilung an die Lehrer:innen? Dann könntest du Vermittler sein.

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