Gunter Mittag und Parkinson: Ein umfassender Überblick

Die Parkinson-Krankheit ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem durch motorische Symptome wie Zittern, Muskelsteife und Bewegungsarmut gekennzeichnet ist. Doch neben diesen offensichtlichen Beschwerden gibt es eine Vielzahl nicht-motorischer Probleme, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen können. Dazu gehören Blasenstörungen, Schlafstörungen, Schmerzen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie depressive Verstimmungen.

Das Evangelische Krankenhaus Oldenburg: Ein Zentrum für neurologische Erkrankungen

Das Evangelische Krankenhaus in Oldenburg hat sich als ein wichtiger Anlaufpunkt für Menschen mit neurologischen Erkrankungen etabliert. Als Universitätsklinik für Neurologie deckt es das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur ab. Mit 85 stationären Betten, davon 14 auf einer spezialisierten Schlaganfalleinheit, bietet die Klinik eine umfassende Versorgung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für eine optimale Behandlung

Ein besonderes Merkmal des Evangelischen Krankenhauses ist die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken des Hauses, dem Pius-Hospital und dem Klinikum Oldenburg. Dies ermöglicht eine effektive Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen.

Spezialisierte Ambulanzen für spezifische Bedürfnisse

Für die ambulante Behandlung stehen mehrere spezialisierte Ambulanzen zur Verfügung:

  • Hochschulambulanz für Bewegungsstörungen: Diese Ambulanz richtet sich an Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen. Das Team besteht aus erfahrenen Fachleuten wie Prof. Dr. K. Witt, Dr. Kathrin Janitzky und Julia Neubauer.

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  • Neuromuskuläre Hochschulambulanz: Diese Ambulanz konzentriert sich auf Erkrankungen der Muskulatur und der neuromuskulären Übertragung. Das Team umfasst Dr. Claudia Maurer.

  • Schlaganfall-Ambulanz: Hier werden Patienten betreut, die eine Zweitmeinung bei einem Schlaganfall seltener Ursache wünschen. Das Team besteht aus PD Dr. Thomas Liman.

  • Kopfschmerzambulanz: Hier werden Patienten mit Kopfschmerzen behandelt. Für die Behandlung ist es hilfreich, wenn die Patienten ein Kopfschmerztagebuch führen, in dem sie Häufigkeit und Dauer des Kopfschmerzes sowie begleitende Symptome und eingenommene Medikamente notieren.

Das MEVO: Medizinisches Versorgungszentrum

Im MEVO werden alle Patientinnen und Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen versorgt. Dazu gehören auch Infusionstherapien, z.B. bei Multipler Sklerose.

Umfassende Diagnostik und vielfältige Therapiemöglichkeiten

Die neurologischen Stationen des Evangelischen Krankenhauses setzen das gesamte diagnostische und therapeutische Repertoire der Neurologie ein. Dazu gehören:

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  • Elektrophysiologische Untersuchungen: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, Ableitung der Hirnströme.
  • Duplexsonographische Untersuchungen: Beurteilung der hirnversorgenden Gefäße.
  • Bildgebende Verfahren: Direkter Zugang zu CT-Diagnostik, CT-Angiographie, MRT, MR-Angiographie, konventionellem Röntgen und der intraarteriellen Subtraktionsangiographie (DSA).

Es kommen alle medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien zum Einsatz.

Schlaganfall: Schnelles Handeln ist entscheidend

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Um eine optimale Behandlung zu gewährleisten, ist eine sofortige Diagnostik und Akuttherapie erforderlich. Auf der spezialisierten Schlaganfalleinheit erfolgt neben der Akuttherapie, der Sekundärprophylaxe und dem Risikofaktormanagement auch die Frührehabilitation.

Die Stroke Unit: Modernste Technik und engagierte Mitarbeiter

Die Stroke Unit verfügt über eine Ausstattung aller neurosonologischen Diagnoseverfahren vor Ort und eine enge Anbindung an die Klinik für Innere Medizin. Jedes der 14 Betten hat eine aufwändige Monitoring-Einheit, die zentral überwacht wird.

Dementielle Erkrankungen: Differenzierung und Behandlung

Der größte Anteil der dementiellen Erkrankung umfasst die Alzheimer-Erkrankung und die sogenannten vaskulären Demenzen. In einem ersten Schritt ist es die Aufgabe der Ärzte, mittels modernster Technik und auch Untersuchungen des Nervenwassers zwischen diesen unterschiedlichen Demenzerkrankungen zu differenzieren. Ferner wird die Frage beantwortet, ob ein vom Patienten selbst empfundener Abbau kognitiver Leistungen im Rahmen eines normalen Alterungsprozesses zu sehen ist oder ob sich hier eine beginnende Demenzerkrankung zeigt.

Das Neuromuskuläre Zentrum Nordwest

Das Neuromuskuläre Zentrum Nordwest besteht aus Kliniken der Orte Bremen, Oldenburg, Rotenburg-Wümme, Sande, Westerstede und Leer. In Oldenburg werden Patienten mit Symptomen einer neuromuskulären Erkrankung wie z.B. Schwäche, Muskelschwund, Gefühlsstörungen und Schmerzen im Bereich der Extremitäten mittels spezieller Untersuchungsverfahren untersucht.

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Multiple Sklerose: Chronische Entzündung im Gehirn

Die Multiple Sklerose zeichnet sich durch eine chronische Entzündung im Bereich des Gehirns aus. Das Team für neuroimmunologische Erkrankungen führt die für diese Hirnerkrankung spezifische Diagnostik durch und bedient sich in Bezug auf die Behandlung dem gesamten therapeutischen Repertoire der Immunmodulatoren.

Epilepsie: Ursachen finden und gezielt behandeln

Durch eine Störung in der Entladungsrate von Neuronen kann es zu einem epileptischen Anfall kommen. Mittels moderner Verfahren der EEG-Diagnostik und der kernspintomographischen Bilddiagnostik wird die Ursache für eine Epilepsie aufgespürt, um hieraus die richtige Behandlung abzuleiten.

Exakte Ergebnisse als Therapiegrundlage

Elektroneurographie und Elektromyographie (EMG) werden zum Nachweis von peripheren Nervenschäden und Muskelerkrankungen durchgeführt. Bei den evozierten Potentialen (VEP, AEP, SEP) werden durch verschiedene Reizmodalitäten Antworten von peripheren Nerven, Rückenmark oder von der Hirnrinde abgeleitet. Mit dem EEG (Elektroenzephalogramm) werden vom Gehirn ausgehende elektrische Potentialschwankungen gemessen und aufgezeichnet.

Untersuchung des Liquors

Die Untersuchung des Liquors ist eine wesentliche Aufgabe des Neurologen. Hier können wir als eine der wenigen Neurologischen Kliniken überhaupt eine zytologische Untersuchung des Liquors innerhalb sehr kurzer Zeit durchführen.

Tiefenhirnstimulation (THS) an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL-CT)

Erstmals wurde an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem (MUL-CT) eine Operation mit Tiefenhirnstimulation (THS) erfolgreich durchgeführt. Ab dem 17. Juni 2025 bietet die Universitätsklinik in Cottbus eine regelmäßige, interdisziplinäre THS-Sprechstunde an.

PingPongParkinson: Tischtennis als Therapie

Der Verein PingPongParkinson unterstützt Sportvereine beim Aufbau neuer gruppenspezifischer Angebote. In Berlin hat die zweite Parkinson-Tischtennis-Weltmeisterschaft stattgefunden.

Sportliche Aktivitäten trotz Parkinson

Ja, ich weiß es: Parkinson-Patienten sollten sich viel bewegen, damit die zu erwartenden Symptome zunehmender Bewegungseinschränkung früh aufgefangen werden.

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