Neurologische Gutachten und Versorgung in Oldenburg und Umgebung

Die neurologische Versorgung und Begutachtung in Oldenburg und Umgebung ist vielfältig und bietet Patienten ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten. Dieser Artikel gibt einen Überblick über wichtige Anlaufstellen, Schwerpunkte und Leistungen in der Region.

Fachärztliche Gutachten im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie

Für verschiedene Fragestellungen werden fachärztliche Gutachten auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie erstellt. Diese Gutachten dienen als Grundlage für Entscheidungen in unterschiedlichen Kontexten:

  • Private Unfallversicherung
  • Private Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Private Krankenversicherung
  • Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Gerichte
  • Versorgungsämter

Kooperationen mit anderen Fachgebieten (Neurologie, Innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde) in Hannover und Braunschweig ermöglichen bei Bedarf die Erstellung von Zusatzgutachten.

Standorte für medizinische Begutachtung

An verschiedenen Standorten werden medizinische Begutachtungen angeboten:

  • Braunschweig: Ambulantes Rehazentrum im BürgerBadePark, Nimes Straße 1, 38100 Braunschweig (1. Stock, Aufzug vorhanden). Erreichbar mit Bus (Haltestelle „Am Wassertor“) und Straßenbahn (Haltestelle „John-F.-Kennedy-Platz“ oder „Friedrich-Wilhelm-Platz“). Ausreichend Parkplätze vorhanden.
  • Hannover: Radiologie am Raschplatz, Rundestraße 10, 30161 Hannover (3. Stock, rechter Flur am Ende, Fahrstuhl vorhanden). Unmittelbar neben dem Gebäude befindet sich ein Parkhaus. Der Hauptbahnhof ist fußläufig erreichbar.
  • Oldenburg: Medizinische Begutachtung Oldenburg, Bahnhofsplatz 2a, 26122 Oldenburg (direkt gegenüber dem Hauptbahnhof, 4. Stock, Aufzug vorhanden). Kostenpflichtige Parkplätze befinden sich neben dem Haupteingang des Hauptbahnhofs (Ausgang Nord) oder im Parkhaus auf der Rückseite (Ausgang Süd, ZOB, Willy-Brandt-Platz).

Neurologie am Stau in Oldenburg

Anfang Januar 2022 übernahm Dr. med. Hannelore Grötzsch die Neurologische Praxis, Stau 1 in Oldenburg von Dr. med. Mathias Niedhammer und führt die Praxis unter dem Namen „Neurologie am Stau“ weiter. Seit April 2023 gehört Maike Cordes als angestellte Fachärztin für Neurologie zum Team.

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Sprechzeiten und Terminvereinbarung

Die Praxis ist als Bestellpraxis organisiert, feste Termine können telefonisch oder persönlich vereinbart werden.

Videosprechstunde

Innerhalb der Sprechzeiten ist es möglich, Termine für Videosprechstunden mit Dr. Hundt oder Frau Brokopp zu vereinbaren (dienstags vormittags von 12:00-12:30 Uhr und donnerstags nachmittags von 15:45 bis 16:15 Uhr).

Wichtige Hinweise für Patienten

  • Wiederholungsrezepte, Überweisungen und andere Formulare können während der Sprechzeiten ohne vorherige Anmeldung abgeholt werden (am besten nach telefonischer Vorankündigung).
  • Rezepte können auch per Post verschickt werden (Porto muss erstattet werden).
  • Seit dem 01.01.2024 gibt es das E-Rezept.
  • Telefonate mit den Ärzten sind während der Sprechstundenzeiten nur in dringenden Ausnahmen möglich.
  • Atteste und Stellungnahmen werden nicht von der Krankenkasse übernommen und müssen selbst bezahlt werden.
  • Führerscheingutachten sind möglich (kostenpflichtiges Vorgespräch zur Klärung der Chancen auf ein positives Gutachten erforderlich).

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg - Universitätsklinik für Neurologie

Das Evangelische Krankenhaus Oldenburg (EV) verfügt über eine Universitätsklinik für Neurologie, die das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur behandelt.

Struktur und Ausstattung

Die Klinik umfasst 85 stationäre Betten, davon 14 auf einer Schlaganfalleinheit (Stroke Unit). Es besteht eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Kliniken des Evangelischen Krankenhauses, des Pius-Hospitals und des Klinikums Oldenburg.

Diagnostik und Therapie

Auf den neurologischen Stationen kommt das gesamte diagnostische und therapeutische Repertoire der Neurologie zum Einsatz:

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  • Spezifische elektrophysiologische Untersuchungen (Nervenleitgeschwindigkeit, Hirnströme)
  • Duplexsonographische Untersuchungen zur Beurteilung der hirnversorgenden Gefäße
  • Direkter Zugang zu den Apparaten des Instituts für Radiologie/Neuroradiologie (CT-Diagnostik, CT-Angiographie, MRT, MR-Angiographie, konventionelles Röntgen, intraarterielle Subtraktionsangiographie (DSA))
  • Alle medikamentösen und nichtmedikamentösen Therapien

Schlaganfallversorgung

Die Universitätsklinik für Neurologie verfügt über eine zertifizierte überregionale Schlaganfallstation. Hier erfolgt die Akuttherapie, Sekundärprophylaxe, Risikofaktormanagement und Frührehabilitation von Schlaganfallpatienten. Jedes der 14 Betten auf der Stroke Unit hat eine aufwändige Monitoring-Einheit.

Spezialisierte Ambulanzen

Für die ambulante Behandlung stehen mehrere spezialisierte Ambulanzen zur Verfügung:

  • Hochschulambulanz für Bewegungsstörungen: Richtet sich an Patienten mit Bewegungsstörungen (Team: Prof. Dr. K. Witt, Dr. Kathrin Janitzky, Julia Neubauer, Dr. J. Ort).
  • Kopfschmerzambulanz: (Team: PD Dr. Ort: August Carrée, 2.) Es wird empfohlen, ein Kopfschmerztagebuch zu führen.
  • Neuromuskuläre Hochschulambulanz: Richtet sich schwerpunktmäßig an Patientinnen und Patienten, mit Erkrankungen der Muskulatur und der neuromuskulären Übertragung (Team: Dr. Claudia Maurer, Dr. Ort: August Carrée, 2.).
  • Schlaganfall-Zweitmeinungsambulanz: Für eine Zweitmeinung bei einem Schlaganfall seltener Ursache (Team: PD Dr. Thomas Liman, Dr.).

Neuromuskuläres Zentrum Nordwest

Das Neuromuskuläre Zentrum Nordwest besteht aus Kliniken der Orte Bremen, Oldenburg, Rotenburg-Wümme, Sande, Westerstede und Leer. In Oldenburg werden Patienten mit Symptomen einer neuromuskulären Erkrankung wie z.B. Schwäche, Muskelschwund, Gefühlsstörungen und Schmerzen im Bereich der Extremitäten mittels spezieller Untersuchungsverfahren untersucht. Die Universitätsklinik für Neurologie ist zertifiziertes Neuromuskuläres Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM).

Multiple Sklerose (MS)

Das Team für neuroimmunologische Erkrankungen führt die für diese Hirnerkrankung spezifische Diagnostik durch und bedient sich in Bezug auf die Behandlung dem gesamten therapeutischen Repertoire der Immunmodulatoren. Das Für und Wider der einzelnen Therapien wird dabei mit dem Patienten genau besprochen.

Epilepsie

Mittels moderner Verfahren der EEG-Diagnostik und der kernspintomographischen Bilddiagnostik in Kooperation mit dem Institut für Radiologie/Neuroradiologie wird die Ursache für eine Epilepsie aufgespürt, um hieraus die richtige Behandlung abzuleiten.

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Diagnostische Verfahren

  • Elektroneurographie und Elektromyographie (EMG): Zum Nachweis von peripheren Nervenschäden und Muskelerkrankungen.
  • Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SEP): Antworten von peripheren Nerven, Rückenmark oder von der Hirnrinde werden abgeleitet.
  • EEG (Elektroenzephalogramm): Messung und Aufzeichnung von elektrischen Potentialschwankungen des Gehirns.
  • Transkranielle Doppler- und Duplexsonographie: Darstellung der Gefäße im Schädel.
  • Liquordiagnostik: Zytologische Untersuchung des Liquors.

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