Gyrus Medical GmbH, ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, hat sich als Anbieter von Medizintechnik und chirurgischen Geräten etabliert. Mit Standorten in Stuttgart, Freiburg und Tuttlingen in Baden-Württemberg, konzentriert sich das Unternehmen auf professionelle Anwendungen im Gesundheitswesen.
Gyrus Medical GmbH: Ein Überblick
Gyrus Medical GmbH operiert im Bereich Medizin und Chirurgie - Geräte und Ausstattungen. Das Unternehmen beschäftigt zwischen 20 und 49 Mitarbeitern und bietet ein breites Spektrum an medizinischen und chirurgischen Instrumenten an. Dabei legt Gyrus Medical GmbH Wert auf präzise und technisch hochwertige Produkte.
Das Unternehmen ist in Tuttlingen ansässig und in der Branche Chirurgische Instrumente tätig. Die Adresse kann für Postsendungen verwendet werden.
Integration in den Olympus Konzern
Seit dem 1. April 2010 bündelt der Olympus Konzern seine Kompetenzen im Bereich der minimal-invasiven Diagnostik und Therapie unter dem Dach "Olympus Surgical Technologies Europe". Zu dieser Vereinigung gehören die Olympus Winter & Ibe GmbH, die Celon AG sowie Olympus Medical Products Czech SPOL. S.R.O. Mit dem Unternehmenssitz in Hamburg und weiteren Standorten in Teltow (bei Berlin) und Přerov (Tschechische Republik) strebt Olympus Surgical Technologies Europe danach, als europäische Unternehmensgruppe zu wachsen und die Position am Weltmarkt im Bereich minimal-invasiver Diagnostik und Therapie auszubauen.
Olympus Surgical Technologies Europe konzentriert sich auf die Entwicklung von Systemen für Operationssäle (ENDOALPHA) und Instrumentenwiederaufbereitung für den globalen Markt. Strategische Partnerschaften innerhalb des Olympus Konzerns werden ebenfalls gepflegt. So wird beispielsweise die europäische Forschungs- & Entwicklungsabteilung der Gyrus-Gruppe seit der Akquisition 2008 vom Headquarter in Hamburg aus geführt.
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Technologische Vorreiterrolle in der minimal-invasiven Chirurgie
Olympus Surgical Technologies Europe vereint Unternehmen, die die Entwicklung der bipolaren Hochfrequenz-Chirurgie maßgeblich mitgeprägt haben. Diese Technologie für minimal-invasive Operationen ist ein zentrales Zukunftsfeld der Medizintechnik. Die Anwendungen revolutionieren bereits heute den Markt und die Therapien.
Transorale Roboter-assistierte Chirurgie (TORS)
Ein wichtiger Bereich, in dem Gyrus Medical GmbH bzw. Olympus Surgical Technologies Europe aktiv ist, ist die transorale Roboter-assistierte Chirurgie (TORS). Bei diesem Verfahren wird das da Vinci SI HD® System zur Operation von Tumoren im Oropharynx, des Zungengrunds und der Supraglottis eingesetzt.
Vorteile der TORS
Die TORS bietet mehrere Vorteile gegenüber traditionellen Operationsmethoden:
- Einstellbarkeit: Die Instrumente des da Vinci-Systems lassen sich präzise einstellen.
- Visualisierung: Das System ermöglicht eine verbesserte Visualisierung des Operationsfeldes.
- Resektabilität: Tumore können präzise reseziert werden.
Mit dem da Vinci-System können Tumore visualisiert und reseziert werden, wobei in einigen Fällen die Laserresektion abschließend durchgeführt wird. Das elektrische Messer und der Tm:Yag-Laser des da Vinci-Roboters ermöglichen eine gute Blutstillung durch eine breite Koagulationszone.
Herausforderungen der TORS
Trotz der Vorteile gibt es auch Herausforderungen bei der TORS. Die engen anatomischen Verhältnisse im Kopf- und Halsbereich können die Resektion der Tumore erschweren. Die Anordnung der Roboterarme und die räumlichen Beschränkungen erfordern ein hohes Maß an Präzision und Erfahrung.
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Klinische Erfahrungen mit TORS
Mehrere Studien haben die Anwendung der TORS untersucht. So wurden beispielsweise in einer Klinik im Zeitraum von Mai 2011 bis Juni 2012 mehrere Patienten mit Tumoren im Kopf- und Halsbereich mit dem da Vinci-System behandelt.
Weitere Anwendungsbereiche der Roboter-assistierten Chirurgie
Die Roboter-assistierte Chirurgie findet auch in anderen Bereichen Anwendung, darunter:
- Stereotaktische Hirnchirurgie
- Endoskopische koronare Bypass-Operation
- Laparoskopische mikrochirurgische Uterushornanastomose
- Splenektomie
Zukünftige Entwicklungen
Die minimal-invasive Chirurgie, insbesondere die Roboter-assistierte Chirurgie, ist ein sich entwickelndes Feld. Zukünftige Entwicklungen könnten sich auf folgende Bereiche konzentrieren:
- Verbesserung der Visualisierungstechniken
- Entwicklung flexiblerer Instrumente
- Erweiterung der Anwendungsbereiche der TORS
- Erhöhung der Sicherheit und Effizienz der Verfahren
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