Heike Richter Neurologie: Umfassende neurologische Versorgung

Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dieses komplexe System umfasst das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln. Eine neurologische Praxis bietet ein breites Spektrum an Leistungen an, um Patienten mit verschiedenen neurologischen Beschwerden zu helfen.

Praxis für Neurologie und Psychiatrie im MedCenter Siegen

Die Praxis für Neurologie und Psychiatrie im MedCenter Siegen legt großen Wert darauf, Patienten mit ihren individuellen Beschwerden und Bedürfnissen wahrzunehmen und ihnen weiterzuhelfen. Das Behandlungsspektrum umfasst das gesamte Gebiet der zentralen und peripheren neurologischen bzw. psychiatrischen Erkrankungen. Die Praxis ist mit modernen Geräten ausgestattet und bietet alle gängigen (apparativen) Diagnoseverfahren an. Die Behandlung findet in modernen, hellen und barrierefreien Praxisräumen statt. Eine Mitarbeiterin meldet sich auf Anfrage zurück.

Diagnostische Verfahren

Die neurologische Diagnostik umfasst verschiedene apparative Verfahren, um die Funktion des Nervensystems zu untersuchen. Dazu gehören:

  • Farbcodierte Duplexsonographie: Ultraschalluntersuchung der zuführenden (extracraniellen) Halsgefäße
  • Transkranielle Dopplersonographie: Ultraschalluntersuchung der hirneigenen (intrakraniellen) Blutgefäße
  • Elektroenzephalogramm (EEG): Aufzeichnung der Gehirnströme, um Störungen der Gehirnfunktion aufzudecken, inklusive aller gängigen Provokationsverfahren.
  • Elektromyographie (EMG): Untersuchung der Muskelpotentiale bei der Diagnostik von Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskelerkrankungen.
  • Elektroneurographie (NLG): Untersuchung der Leitgeschwindigkeiten von Nerven.
  • Evozierte Potentiale (EP): Ableitung der Hirnaktivität, ausgelöst durch visuelle (VEP), akustische (AEP) und sensible (SEP) Reize.
  • Neuropsychologische Untersuchungsverfahren: Zur Beurteilung kognitiver Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Sprache.

Patienten werden gebeten, zum ersten Termin alle notwendigen medizinischen Befundberichte, Untersuchungsergebnisse, Krankenhausentlassungsberichte sowie den Medikamentenplan mitzubringen. In einem ausführlichen Gespräch beim ersten Vorstellungstermin werden die aktuellen Beschwerden der Patient:innen sowie auch die Vorgeschichte erhoben. Es erfolgt anschließend eine detaillierte klinisch-psychopathologische und neurologische Befunderhebung, sowie, wenn erforderlich, diagnostische Zusatzmaßnahmen. Nach Abschluss der Diagnostik erfolgt in einem Gespräch mit den Patient:innen die diagnostische Einschätzung der Erkrankung sowie die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten mit Medikamenten, Psychotherapieverfahren oder anderen Heilmaßnahmen.

Häufige neurologische Erkrankungen

Das neurologische Behandlungsspektrum umfasst ein breites Spektrum an Erkrankungen. Einige der häufigsten sind:

Lesen Sie auch: Rittner's Beitrag zur Schmerzforschung

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Es handelt sich um eine Erkrankung, deren genaue Ursachen und Krankheitsmechanismen sowie neue Therapieoptionen Gegenstand intensiver Forschungen sind. Das Beschwerdebild ist sehr mannigfaltig und auch der Krankheitsverlauf individuell sehr unterschiedlich.

Epilepsie

Epilepsie ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe von Funktionsstörungen des Gehirns, die durch ein Zusammenspiel aus fehlgesteuerter Erregungsbildung und fehlender Erregungsbegrenzung der Nervenzellen des Gehirns entstehen. Einzelne Hirnbereiche bzw. das ganze Gehirn sind übermäßig aktiv, sodass es zu epileptischen Anfällen kommt. Es gibt einfache Anfälle, bei denen z.B.

Parkinson-Syndrom

Verschiedene Erkrankungen können ein Parkinsonsyndrom verursachen. Ein Parkinsonsyndrom ist gekennzeichnet durch eine Verlangsamung und Verarmung der Bewegungen, begleitet von mindestens einem der folgenden Hauptsymptome:

  • Rigor (Muskelsteifigkeit)
  • Ruhetremor (Ruhezittern)
  • Posturale Instabilität (Gleichgewichtsstörungen)

Am häufigsten kommt das „idiopathische Parkinsonsyndrom vor“, hier spricht man vom Morbus Parkinson oder von der Parkinson`schen Krankheit. Die genaue Ursache der Erkrankung ist bislang nicht bekannt. Vom (symptomatischen) sekundären Parkinsonsyndrom spricht man, wenn die Ursache bekannt ist.

Demenzerkrankungen

Demenzerkrankungen werden in hirnorganische Demenzen (primäre Demenzen) und sehr viel seltener sekundäre Demenzen unterteilt. Die primären Demenzen machen ca. 90% der Demenzerkrankungen aus. Hierunter zählen die Alzheimer-Demenz, die gefäßbedingten (vaskulären) Demenzen, die Lewy-Körperchen-Demenz und die seltene frontotemporale Demenz. Bei den sekundären Demenzen stellt sich eine Hirnleistungsstörung in Folge einer bereits vorhandenen Erkrankung (z.B.

Lesen Sie auch: Ihr Neurologe in Leipzig: Dr. Richter

Polyneuropathie

Eine Polyneuropathie liegt vor, wenn gleichzeitig mehrere periphere Nerven im Körper nicht richtig funktionieren. Diabetes, Infektionen, Toxine, bestimmte Arzneimittel, Krebserkrankungen, Nährstoffmangel, Autoimmunerkrankungen und andere Erkrankungen sind häufige Ursachen für die Fehlfunktion der Nerven. Häufige Symptome sind Gefühlstörungen, Missempfindungen und Schmerzen. Oft sind anfangs die Füße und Beine betroffen. Falls bekannt und möglich, sollte die auslösende Ursache behandelt werden, spezielle Medikamente lindern Schmerzen und unangenehme Missempfindungen.

Nervenengpasssyndrome

Der Arm und die Hand werden im Wesentlichen durch drei Hauptnerven innerviert: Nervus medianus, Nervus ulnaris und Nervus radialis. Jeder dieser drei großen Nerven kann an vorgegebenen Engstellen im Bereich des Unterarmes und Handgelenkes in unterschiedlicher Häufigkeit Kompressionssyndrome entwickeln. Je nachdem welcher Teil der Nerven betroffen ist, stehen entweder Lähmungen, Schmerzen und/oder Missempfindungen im Vordergrund. Durch eine gezielte Untersuchung und eine ergänzende elektrophysiologische Abklärung kann die Diagnose meist eindeutig gestellt werden. Bei leichter Ausprägung kann die Therapie zunächst konservativ erfolgen, durch Ruhigstellung.

Schwindel

Schwindel ist keine Krankheit im eigentlichen Sinn, sondern ein Symptom, das durch verschiedene Erkrankungen verursacht werden kann. Schwindel ist das Gefühl einer Bewegung, wenn keine Bewegung da ist, oder es liegt eine gestörte Orientierung im Raum vor. Schwindel kann im Gehirn ausgelöst werden oder entsteht durch eine Störung des Gleichgewichtsorgans im Ohr. Auch Störungen der Gefühlswahrnehmung an den Füßen (Polyneuropathie) können sich als Schwindel äußern.

Muskelkrankheiten

Unter Muskelkrankheiten versteht man alle neuromuskulären Erkrankungen. Der Volksmund spricht von «Muskelschwund» und beschreibt damit ein wesentliches Krankheitszeichen, das bei diesen sehr unterschiedlich verlaufenden Erkrankungen auftritt, auf wenige Muskelgruppen begrenzt oder auch die gesamte Muskulatur erfassend. Eine Reihe von Muskelerkrankungen kann sowohl im (früheren) Kindesalter als auch im (späteren) Erwachsenenalter auftreten. Ursächlich liegen meist Veränderungen der Erbsubstanz oder eine gestörtes Immunsystems (Abwehrsystem) vor. Muskelkrankheiten führen zur Abnahme der Muskelmasse, zu Muskelschwäche, Lähmungen und/oder Muskelkrämpfen. Deshalb liegt der Fokus der Behandlung von Menschen mit neuromuskulären Erkrankungen im körperlich-therapeutischen, aber auch im psycho-sozialen Bereich.

Weitere medizinische Einrichtungen und Leistungen

Neben der neurologischen Versorgung gibt es eine Vielzahl weiterer medizinischer Einrichtungen und Leistungen, die Patienten in Anspruch nehmen können. Dazu gehören:

Lesen Sie auch: Neurologische Versorgung in Euskirchen

  • Helios Kliniken: Die Helios Kliniken bieten bundesweit flächendeckend das gesamte medizinische Leistungsspektrum an.
  • MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum): MVZs bieten ambulante ärztliche Leistungen verschiedener Fachrichtungen an.
  • PET/CT: Die Positronen-Emissions-Tomographie/Computertomographie (PET/CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das zur Diagnose und Beurteilung verschiedener Erkrankungen eingesetzt wird, insbesondere in der Onkologie und Entzündungsdiagnostik.

PET/CT im Detail

Die PET/CT ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das die Vorteile der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT) kombiniert. Hierfür werden leicht radioaktive Medikamente in eine Vene injiziert und (nach einer für jedes Medikament bestimmten) Wartezeit Aufnahmen in einem Gerät durchgeführt, welches äußerlich einem Computertomographen sehr ähnlich sieht. Die Untersuchung selbst dauert allerdings länger als ein normales CT (in der Regel 30-60 Minuten). Im Anschluss an die Untersuchung kann der Arzt mit hoher Treffsicherheit zum Beispiel zwischen erkranktem Gewebe und Narbengewebe unterscheiden und Therapieempfehlungen aussprechen.

Typische Indikationen sind die Tumorsuche, die Beurteilung des Verlaufs von Tumorerkrankungen und die Entzündungsdiagnostik. Als eine von nur wenigen Kliniken in Deutschland können wir unseren Patienten eine innovative Diagnostik des Prostatakarzinoms mit PSMA anbieten. Gemeinsam mit der multiparametrischen MRT der Prostata, welche ebenfalls in unserem Haus angeboten wird, ist dieses Diagnoseverfahren die zur Zeit beste nicht invasive Methode, um sowohl den Tumor als auch mögliche Metastasen gezielt nachzuweisen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit der PET/CT ist die Beurteilung von Lungenbefunden, welche im Rahmen des Lungenkrebsscreenings (Raucher-CT) mittels Niedrigdosis-CT gefunden wurden.

Das Städtische Klinikum Dresden ist einer von nur wenigen PET/CT-Standorten in Sachsen und versorgt unter anderem auch Patienten aus den Landkreisen Görlitz, Bautzen, Meißen, Mittelsachsen und Zwickau sowie aus dem Süden von Brandenburg. Bitte beachten Sie, dass die Kosten für eine PET/CT-Untersuchung nur bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Lungenkrebs) von den Krankenkassen (ambulant auf Überweisungsschein) erstatten werden - bei Unklarheiten wenden Sie Sich gern an unsere Klinik, wir versuchen dann gemeinsam, mit Ihnen eine Lösung zu finden. Beispielsweise unterstützen wir Sie bei der Beantragung einer Kostenübernahme bei der gesetzlichen Krankenkasse. Im Rahmen der ASV Rheuma ist es uns jedoch möglich, rheumatische Krankheitsbilder mittels PET/CT ambulant auf Überweisungsschein zu diagnostizieren.

Nach schriftlicher Anmeldung des Patienten durch den Zuweiser und erfolgreicher Indikationsprüfung wird ein Termin zur Untersuchung vereinbart. Wichtig hierbei ist eine absolute Termintreue, da das Medikament sehr schnell "zerfällt". Nach einem ausführlichen, auf die Untersuchung ausgerichteten Aufklärungsgespräch und einer Kontrolle der relevanten Blutwerte entscheidet der Arzt individuell über die zu injizierende Menge des leicht radioaktiven Medikaments (Radiopharmakons) und darüber, ob eventuell weitere Medikamente zur Bildverbesserung und Reduktion der Strahlendosis gegeben werden. Das radioaktive Medikament hat aufgrund der geringen Menge, die injiziert wird, in der Regel keine Nebenwirkungen. Nach Injektion des Radiopharmakons muss eine bestimmte Zeit abgewartet werden, damit sich dieses im Körper verteilen kann. Anschließend erfolgt die Untersuchung im PET/CT.

Das PET/CT entspricht äußerlich einem CT, aufgrund der enthaltenen Technik ist der "Tunnel" allerdings etwas länger. Mit einem maximalen Tunneldurchmesser von 78 cm haben für gewöhlich auch Patienten mit Platzangst keine Probleme während der Untersuchung. Während der Untersuchung wird der Patient mehrfach durch den Tunnel gefahren, um verschiedene Bilder aufzunehmen. Während der gesamten Untersuchung besteht über Kameras und Mikrofone Kontakt zum Patienten. Nach Abschluss der Untersuchung kann der Patient nach einer kurzen Wartezeit die Einrichtung verlassen, Vorsichtsmaßnahmen aufgrund verbliebener Reststrahlung sind in der Regel nicht notwendig. Die erstellten Bilder werden von einem Facharzt für Radiologie und Nuklearmedizin ausgewertet und ein Befund an den Zuweiser geschickt.

Strahlenbelastung: Auch wenn es sich um eine radioaktive Substanz handelt, ist die Strahlenbelastung durch die Injektion des Radiopharmakons sehr gering. Sie beträgt etwa 5-6 mSv (Millisievert) effektive Dosis(1) und liegt damit gerinfügig über der jährlichen durchschnittlichen Belastung der Bevölkerung unserer Region(1). Zum Vergleich: Ein Raucher, der 20 Zigaretten pro Tag konsumiert hat eine jährliche Strahlenbelastung von ca. 9 mSv (2)! Das Radiopharmakon zerfällt mit einer bestimmten Geschwindigkeit, so dass es im zeitlichen Verlauf immer weniger strahlt. Einerseits bleibt dadurch die Strahlenbelastung für Patient und Umgebung gering, andererseits erfordert diese Eigenschaft jedoch ein zügiges Arbeiten, um eine bestmögliche diagnostische Aussage zu erhalten. Die Strahlenbelastung durch die CT ist abhängig davon, ob eine einfache Computertomographie für technische Zwecke oder eine diagnostische Computertomographie mit zusätzlicher Kontrastmittelinjektion durchgeführt wird.(1) Information auf den Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz link Informationsblatt des bayrischen Landesamts für Umwelt zum Thema Radioaktivität 2016 [link]Die Anmeldung zur PET/CT erfolgt grundsätzlich schriftlich über unten stehendes Formular. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aufgrund der Komplexität der Untersuchungen eine vollständig ausgefüllte Anmeldung erforderlich ist.

tags: #heike #richter #neurologie