Die Welt der Mineralien, Kristalle und Edelsteine ist vielfältig und kann für Neulinge überwältigend sein. Viele Menschen interessieren sich für die Schönheit von Mineralien, Kristallen und Edelsteinen als Sammelobjekte oder Schmuckstücke. Andere wiederum erhoffen sich von diesen besonderen Steinen mehr und möchten sich auf die verborgenen Kräfte der Heilsteine einlassen, um eine unaufdringliche Hilfestellung zu erhalten.
Heilsteine bieten uns durch ihre Entstehungsgeschichte gespeicherte Schwingungen an, die als hilfreiche „Begleiter“ unser eigenes Schwingungsfeld beeinflussen können. Die jeweilige Frequenz kann uns helfen, unsere eigenen Kräfte wieder zu entdecken, indem sie zum Beispiel unsere Erinnerungen zurückbringt. Unser Unterbewusstsein hat angeblich auf alles eine Antwort. Es stellt sich nur die Frage, ob wir diese auch hören wollen. Auf diesem Weg der Selbstfindung und den dabei angestoßenen Veränderungsprozessen können Heilsteine einen hilfreichen Beitrag leisten. Denn wir können nur uns selbst verändern, aber niemals einen anderen.
Da die meisten Mineralien bei vielen zuerst eine Wirkung auf die Psyche zeigen können, bevor mentale und körperliche Aspekte erkennbar oder spürbar werden, bieten sich Heilsteine hauptsächlich als therapiebegleitende Maßnahme an.
Wer die Frage für sich selbst klären möchte, ob Edelsteine tatsächlich eine besondere Wirkung auf die Gesundheit haben können, muss sich auf Experimente einlassen. Wenn behauptet wird, dass bestimmte Heilsteine bei Migräne und anderen Schmerzen helfen können, muss man das nicht glauben. Jedoch sind manche Behauptungen nicht so ganz von der Hand zu weisen, da eine lange traditionelle Verwendung mit all ihren Erfahrungen dahintersteht.
Grundlagen der Heilsteinwirkung
Die Wirkung von Heilsteinen ist eng mit unserem psychischen Zustand verbunden. Es ist wichtig zu verstehen, dass Heilsteine keine Medikamente sind, die Beschwerden oder Krankheiten bekämpfen oder gar beseitigen. Vielmehr bieten sie uns durch ihre Entstehungsgeschichte gespeicherte Schwingungen an, die als hilfreiche „Begleiter“ unser eigenes Schwingungsfeld beeinflussen können.
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Ausschlaggebend, ob ein Heilstein eher über die körperliche, seelisch-mentale oder geistige Ebene wirkt, ist dabei die Menge des enthaltenen Mineralstoffs. Häufige Bestandteile eines Minerals wirken über den Körper, entsprechend dem o.g. über das Geistige. Da wir Menschen eine Einheit sind, bleiben Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Ebenen natürlich nicht aus.
Die Grundwirkungen der Mineralklassen werden durch die enthaltenen Metalle variiert und gewissermaßen „gefärbt". Tatsächlich bestimmen die enthaltenen Metalle oftmals auch die Mineralfarbe und andere spezielle mineralogische Eigenschaften. Im Stoffwechsel notwendige Metalle regen im Körper jene Vorgänge an, bei denen sie selbst als Baustoff oder Koenzym (wirksamer Stoff in Enzymen, jenen organischen Verbindungen, die die Lebensprozesse der Zellen und des Organismus steuern) enthalten sind. Stoffwechselgifte regen im Körper dagegen entsprechende Entgiftungs- und Ausscheidungsvorgänge an. Allein durch das Auflegen des Steins werden diese Prozesse aktiviert und so auch die Heilung aller Krankheiten angeregt, die durch „Vergiftungen" im weitesten Sinne (also z.B. Analog zu diesen körperlichen Reaktionen regen dieselben Mineralstoffe auch entsprechende seelisch-mentale und geistige Wirkungen an.
Heilsteine und das vegetative Nervensystem
Das vegetative Nervensystem (VNS), auch autonomes Nervensystem genannt, steuert lebenswichtige Körperfunktionen wie Atmung, Herzschlag, Verdauung und Stoffwechsel. Es reagiert auf Stress und beeinflusst unser Wohlbefinden maßgeblich. Einige Heilsteine werden traditionell verwendet, um das VNS zu unterstützen und auszugleichen.
Der Turmalin ist ein Heilstein, der aufgrund seiner positiven Bedeutung in schwierigen Zeiten noch heute gerne als Schmuckstein verwendet wird. Turmaline, egal welcher Farbe, sollen sich effektiv auf den Menschen auswirken, der gerade schwere Zeiten durchmachen muss. Das hat dem Mineral die Bedeutung als Glücksstein eingebracht.Turmaline sollen sich positiv auf das vegetative Nervensystem und die gesamte Muskulatur im Körper auswirken. Die Wirkung soll so stark sein, dass Muskeln gekräftigt werden und das Nervensystem sich entspannen kann. Zudem soll der Heilstein vor Infektionen der Nervensysteme durch Viren oder Entzündungen in diesem Bereich schützen. Wird der Stein zu schwierigen Zeiten am Körper getragen, soll er das Selbstvertrauen steigern und das Durchhaltevermögen in schwierigen Situationen stärken. Positive Energie soll durch den Schutz vor negativen Emotionen anderer Menschen aus der Umgebung aufgebaut werden.
Weitere Heilsteine, die traditionell mit einer positiven Wirkung auf das vegetative Nervensystem in Verbindung gebracht werden, sind:
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- Bergkristall: Der Bergkristall hat eine beruhigende, reinigende und heilende Wirkung auf die Adern und Blutgefäße. Er beruhigt das Nervensystem. Der Bergkristall gehört zu den wichtigsten Edelsteinen und Heilsteinen unserer Erde. Er ist von allen Heilsteinen derjenige, der Energien am kräftigsten verstärkt.
- Saphir: Bereits seit dem Mittelalter weiß man um seine Fähigkeit, die Nerven zu stärken und das Gemüt zu beruhigen. Der Saphir ist auch ein Edelstein des Wissens und der Weisheit. In der Steinheilkunde werden ihm folgende Eigenschaften zugesprochen: Er fördert die Fokussierung auf ein Ziel und hilft dabei, Ziele durch Geisteskraft zu erreichen. Durch die klare Ausrichtung der Gedanken können so Ideen und Pläne schneller verwirklicht werden. Dabei unterstützt der Saphir eine selbstkritische Haltung und regt dazu an, das eigene Leben prüfend zu betrachten. Was dieser Prüfung nicht standhält, wird überdacht und möglicherweise sogar verworfen. Saphir stärkt den Glauben und die Liebe zur Wahrheit. Da er die Entschlusskraft und den Willen zum Wieder-Aktiv-Sein stärkt, ist der Saphir auch ein guter Begleiter, um aus schwierigen Umständen wieder herauszufinden.
- Selenit: Selenit kann energetische Prozesse im Körper sowie Geist hemmen und dadurch für geistige Stabilität sorgen, das Gemüt besänftigen und bei Hyperaktivität helfen. Außerdem steigert das Selenit die Konzentration, sorgt für Kreativität und verleiht Vitalität.
- Tigerauge: Das Tigerauge zeichnet sich durch seine besonderen Schimmer aus. Man sagt, dass es das analytische Denken fördere und bei Stimmungsschwankungen ausgleichend wirke. Er gilt als Schutzstein und hilft gegen Stress und Zweifel. Seine braun-gelbliche Farbe strahlt Wärme und Zuversicht aus.
Anwendung von Heilsteinen
Heilsteine können auf verschiedene Arten angewendet werden, um das vegetative Nervensystem zu unterstützen:
- Tragen am Körper: Das Tragen von Heilsteinen als Schmuck (z.B. als Kette, Armband oder Anhänger) ermöglicht einen direkten Kontakt mit der Haut und somit eine kontinuierliche Einwirkung der Steinenergie.
- Auflegen auf den Körper: Das Auflegen von Heilsteinen auf bestimmte Körperstellen, insbesondere auf die Chakren, kann gezielt bestimmte Energiezentren aktivieren und ausgleichen.
- Meditation: Die Meditation mit Heilsteinen kann die Entspannung fördern und das Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse stärken.
- Edelsteinwasser: Die Herstellung von Edelsteinwasser ermöglicht die Aufnahme der Steinenergie über das Trinkwasser.
Zusätzliche Heilsteine und ihre Wirkungen
Neben den bereits genannten Heilsteinen gibt es eine Vielzahl weiterer Steine, denen spezifische Wirkungen zugeschrieben werden. Hier eine kleine Auswahl:
- Citrin: Der Citrin vermittelt Wohlbefinden, Wärme, Sicherheit und Zuversicht. Er hilft, Lebenserfahrungen zu verarbeiten und in die Persönlichkeit zu integrieren. Seinem Träger schenkt er ein sonniges Gemüt und jene ruhige Zuversicht, die auf der körperlichen Ebene die Selbstheilungskräfte aktiviert und unseren Unternehmungen zum Erfolg verhilft.
- Sonnenstein: Sonnenstein macht optimistisch. Er hilft, die Selbstwahr-nehmung zu verändern, wenn man nur das Negative, alle Schwächen, Mängel und das eigene Versagen sieht.
- Shiva-Lingam: Shiva-Lingam kann unter anderem bei der besseren Wahrnehmung von alten, seelisch prägenden Mustern helfen, die man nach einer Sinn-Überprüfung schließlich, wenn nötig, auch loslassen kann. Da die erste Veränderung allein schon durch ein bewusstes Erkennen angestoßen werden kann, ist dieser Heilstein eine besondere Hilfe in länger andauernden Prozessen.
Wichtige Hinweise
Es ist wichtig zu beachten, dass die Wirkung von Heilsteinen wissenschaftlich nicht einheitlich belegt ist und es sich um spirituelle Behauptungen handelt. Die Anwendung von Heilsteinen sollte daher immer als begleitende Maßnahme betrachtet werden und nicht als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.
Vertrauen spielt für einen Heilungsprozess eine wichtige Rolle, daher sollte man sich immer professionellen Rat holen, wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen oder völlige Überlastung drohen oder schon vorhanden sind. Optimal ist immer ein verständiger, aufgeschlossener Hausarzt oder Facharzt, der alternative Methoden als hilfreiche Ergänzung anerkennt.
Die Geschichte der Heilsteine
Wer sich die bis heute andauernde Faszination der Heilsteine auf den Menschen erklären möchte, muss wohl bis zu den Anfängen der Menschheit zurückgehen. Steine waren schließlich die ersten haltbaren Werkzeuge und Waffen, die dem Menschen eine Vormachtstellung im Tierreich verschafften. Wegweiser und Orientierungshilfen auf langen Wanderungen bei der Nahrungssuche waren oft ebenfalls prägnante Steine oder Feldformationen. Steine dienten zur Eindämmung des später „gezähmten“ Feuers und verschafften aufgeschichtet eine erste stabile, schützende Behausung. der Stein ist nicht aus dem Leben des Menschen und seiner Entwicklung wegzudenken.
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Die „Hochzeit“ der Heilsteine begann in Europa im Mittelalter, auch wenn man bereits in der Antike, und sicherlich schon davor, die therapeutische Wirkung einzelner Edel- und Heilsteine nutzte. Zu dieser Zeit wagte man erste Forschungen am menschlichen Organismus durchzuführen, allerdings immer noch unter dem strengen Auge der katholischen Kirche. Dabei untersuchte man auch die Wirkung einiger Schmuck- und Edelsteine auf den menschlichen Körper. Man stellte damals einen gewissen Energiefluss bei den Steinen fest, der sich positiv auf den Geist, die Seele oder den Körper des jeweiligen Menschen auswirken konnte. Edelsteine wurden damals schon in der Sonne mit kosmischer, „göttlicher“ Energie aufgeladen, sodass der menschliche Körper und Geist beim Tragen oder Auflegen davon profitieren konnte. Vor allem die Äbtissin Hildegart von Bingen hat im Bereich der Natur- und Steinheilkunde einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Eine Art Renaissance erlebten die heilenden Steine erst im 20. Jahrhundert durch die sogenannte "New Age Bewegung". Diese verbindet verschiedene, geistige Strömungen und Gruppierungen in ihrer sehr individualistischen Denkweise, die man bis heute nicht klar definieren kann. Die mögliche Freiheit aus unterschiedlichen ideologischen, religiösen, philosophischen oder psychologischen Sichtweisen seine ganz eigene Weltsicht zusammenzustellen, lässt auch „alte Weisheiten“ aus asiatischen Ländern, allen voran Indien und China, in Europa aufblühen. Im Zuge dieser experimentierfreudigen, freiheitlichen Bewegung verbreitete sich auch die Kunde über "besondere Steine", die energetisch heilende Kräfte besitzen sollten. Die inzwischen auch in Europa bekannte "Traditionelle Chinesische Medizin" (TCM) mit ihrem uralten Wissen, auch über die Heilsteine, stösst jedoch erst Anfang des 21. Jahrhunderts auf ein allgemein größeres Interesse.
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