Gewichte bei Parkinson Freezing Studien: Innovative Technologien und Therapieansätze

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die mit einer Vielzahl von Symptomen einhergeht, die den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können. Eines der belastendsten Symptome ist das sogenannte "Freezing of Gait" (FoG), auch bekannt als "Einfrieren des Ganges". Dabei kommt es zu plötzlichen, unvorhersehbaren Bewegungsblockaden beim Gehen, bei denen die Füße wie am Boden festgefroren erscheinen. Diese Blockaden können nur wenige Sekunden dauern, sich aber für die Betroffenen wie eine Ewigkeit anfühlen und das Risiko von Stürzen und Verletzungen erhöhen. Glücklicherweise gibt es innovative Technologien und Therapieansätze, die Menschen mit Parkinson helfen können, das Freezing of Gait zu überwinden und ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern.

Parkinson-Rollatoren: Revolutionierung der Mobilität

Parkinson-Rollatoren sind hochspezialisierte Mobilitätshilfen, die gezielt für die besonderen Herausforderungen bei Morbus Parkinson entwickelt wurden. Sie unterscheiden sich fundamental von herkömmlichen Rollatoren durch integrierte Cueing-Systeme, die dem Gehirn alternative Bewegungsimpulse liefern, wenn die gewohnten neurologischen Pfade versagen. Diese innovativen Gehhilfen nutzen die Neuroplastizität des Gehirns, um Gehblockaden zu umgehen und flüssige Bewegungsabläufe zu ermöglichen. Parkinson-Rollatoren revolutionieren die Mobilität von Menschen mit Morbus Parkinson durch innovative Anti-Freezing-Technologien und spezielle Cueing-Systeme. Diese hochentwickelten Gehhilfen reduzieren Gehblockaden um bis zu 80% und ermöglichen Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben trotz neurologischer Herausforderungen.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Anti-Freezing-Technologie, die Freezing-Rollatoren von normalen Gehhilfen abhebt. Während ein Standard-Rollator lediglich mechanische Unterstützung bietet, arbeiten Parkinson-Rollatoren aktiv mit dem neurologischen System des Nutzers zusammen. Sie erkennen Bewegungsstillstände und reagieren mit gezielten sensorischen Reizen, die das Gehirn dazu veranlassen, die Bewegung wieder aufzunehmen. Diese intelligente Interaktion macht den Unterschied zwischen hilfloser Blockade und selbstbestimmter Mobilität.

Cueing-Systeme: Externe Stimulation als Schlüssel zur Bewegung

Cueing-Systeme bilden das Herzstück moderner Parkinson-spezifischer Gehhilfen und arbeiten nach dem Prinzip der externen Stimulation. Das Gehirn von Parkinson-Patienten kann oft nicht mehr interne Bewegungssignale generieren, reagiert aber erstaunlich gut auf externe Hinweisreize. Visuelle Cues wie Laser-Linien projizieren Zielmarken auf den Boden, über die das Gehirn den nächsten Schritt planen kann. Auditive Signale wie Metronom-Beats geben einen rhythmischen Takt vor, der das Gangmuster stabilisiert. Taktile Reize durch Vibrationen in den Griffen stimulieren das propriozeptive System und verbessern die Körperwahrnehmung.

Medizinische Grundlagen des Freezing-Phänomens

Das Freezing of Gait entsteht durch den fortschreitenden Verlust von Dopamin-produzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra. Dieser Neurotransmitter-Mangel stört die Signalübertragung zwischen verschiedenen Hirnregionen, die für die Bewegungsplanung und -ausführung zuständig sind. Parkinson-Rollatoren kompensieren diese gestörte interne Signalverarbeitung durch externe Stimulation alternativer Nervenbahnen. Die visuelle, auditive und taktile Stimulation aktiviert Bereiche des Gehirns, die vom Dopaminmangel weniger betroffen sind, und ermöglicht so die Umgehung blockierter Bewegungsprogramme.

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Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Freezing-Rollatoren besonders bei episodischen Blockaden wirksam sind, die durch Stress, Müdigkeit oder komplexe Bewegungssituationen ausgelöst werden. Die externe Stimulation durchbricht den Teufelskreis aus Bewegungsplanung, Versagen und zunehmender Anspannung. Moderne U-Step Gehhilfen nutzen diese Erkenntnisse und bieten verschiedene Cueing-Modi, die individuell an die neurologischen Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden können.

Die Mechanismen, wie Freezing-Rollatoren funktionieren, basieren auf der Aktivierung kompensatorischer Netzwerke im Gehirn. Während die automatischen Bewegungsprogramme der Basalganglien versagen, können bewusste, zielgerichtete Bewegungen oft noch initiiert werden. Parkinson-spezifische Gehhilfen nutzen dieses Phänomen durch visuelle Zielmarken wie Laser-Linien, die dem Gehirn ein konkretes Bewegungsziel vorgeben. Der Parkinson-Patient kann über diese projizierte Linie steigen und damit die Blockade durchbrechen, obwohl normales Gehen in diesem Moment unmöglich erscheint.

Laser-Linien-Technologie im Detail

Die Laser-Projektion moderner Parkinson-Rollatoren arbeitet mit hochpräzisen grünen Diodenlasern, die auch bei Tageslicht gut sichtbare Linien auf den Boden projizieren. Diese Technologie ist in Geräten wie dem Rollz Motion Rhythm und ausgewählten U-Step Gehhilfen integriert und kann per Knopfdruck aktiviert werden. Die grüne Farbe wurde bewusst gewählt, da das menschliche Auge diese Wellenlänge besonders gut wahrnimmt und sie einen starken visuellen Kontrast zum Untergrund bildet.

Studien zeigen, dass Freezing-Rollatoren mit Laser-Cueing bei 85-90% der Anwender erfolgreich Bewegungsblockaden durchbrechen können. Die Wirksamkeit hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, including der Tageszeit, dem Medikamentenstatus und der individuellen neurologischen Ausprägung der Erkrankung. Besonders effektiv ist die Laser-Technologie bei „Start-Hesitation“, dem Zögern vor Bewegungsbeginn, und bei „Destination-Hesitation“, dem Stocken vor Türen oder engen Passagen.

Parkinson-Rollatoren mit erweiterten Laser-Systemen bieten mittlerweile auch richtungsweisende Funktionen. Zusätzliche Laserprojektoren können seitliche Linien erzeugen, die bei Richtungswechseln oder beim Umgehen von Hindernissen helfen. Diese multidirektionalen Cueing-Systeme sind besonders wertvoll in komplexen Umgebungen wie Einkaufszentren oder öffentlichen Gebäuden, wo traditionelle Orientierungshilfen versagen.

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Wissenschaftliche Studien und Erfolgsraten

Aktuelle Forschungsergebnisse bestätigen die Wirksamkeit von Parkinson-Rollatoren bei der Behandlung von Freezing-Episoden. Eine Studie mit 120 Parkinson-Patienten zeigte, dass Freezing-Rollatoren die Häufigkeit von Gehblockaden um durchschnittlich 65% reduzierten. Noch beeindruckender waren die Ergebnisse bei der Sturzprävention: Die Verwendung von U-Step Gehhilfen mit Cueing-Systemen reduzierte das Sturzrisiko um 45% im Vergleich zu herkömmlichen Rollatoren.

Die Langzeitwirkung von Parkinson-spezifischen Gehhilfen wurde in einer sechsmonatigen Beobachtungsstudie untersucht. Patienten, die regelmäßig Parkinson-Rollatoren verwendeten, zeigten nicht nur weniger Freezing-Episoden, sondern auch eine verbesserte Gangqualität und erhöhte Gehgeschwindigkeit. Diese Verbesserungen blieben auch bei progressiver Erkrankung weitgehend stabil, was die nachhaltige Wirksamkeit der Technologie unterstreicht.

Neurologische Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren zeigen, dass Freezing-Rollatoren tatsächlich alternative Hirnregionen aktivieren. fMRI-Studien belegen, dass während der Nutzung von Laser-Cueing verstärkt der präfrontale Kortex und der supplementär-motorische Kortex aktiv werden - Bereiche, die von der Parkinson-Erkrankung weniger betroffen sind. Cueing-Systeme bilden das Herzstück moderner Parkinson-Rollatoren und arbeiten nach dem Prinzip der externen Stimulation alternativer Nervenbahnen. Während das Gehirn von Parkinson-Patienten keine internen Bewegungssignale generieren kann, reagiert es erstaunlich gut auf externe Hinweisreize. Visuelle Cues wie präzise Laser-Linien projizieren grüne Zielmarken auf den Boden, über die das Gehirn den nächsten Schritt planen kann und damit Gehblockaden durchbricht. Auditive Signale wie anpassbare Metronom-Beats geben einen rhythmischen Takt vor, der das Gangmuster stabilisiert und bei Festination hilft. Taktile Reize durch Vibrationen in den Griffen stimulieren das propriozeptive System und verbessern die Körperwahrnehmung. Moderne Systeme wie der Rollz Motion Rhythm kombinieren alle drei Modalitäten und aktivieren kompensatorische Netzwerke im Gehirn, die vom Dopaminmangel weniger betroffen sind. Die Vielfalt moderner Parkinson-Rollatoren ermöglicht eine individuell angepasste Therapie je nach Krankheitsstadium und persönlichen Bedürfnissen. Jedes System hat spezifische Stärken und Einsatzgebiete, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran, und neue Generationen von Freezing-Rollatoren bieten immer raffiniertere Cueing-Optionen.

Ausgewählte Parkinson-Rollatoren im Detail

Die Vielfalt moderner Parkinson-Rollatoren ermöglicht eine individuell angepasste Therapie je nach Krankheitsstadium und persönlichen Bedürfnissen. Jedes System hat spezifische Stärken und Einsatzgebiete, die bei der Auswahl berücksichtigt werden müssen. Die technologische Entwicklung schreitet rasant voran, und neue Generationen von Freezing-Rollatoren bieten immer raffiniertere Cueing-Optionen.

Rollz Motion Rhythm - Der Technologie-Pioneer

Der Rollz Motion Rhythm gilt als Goldstandard unter den Parkinson-Rollatoren und vereint drei verschiedene Cueing-Modalitäten in einem eleganten Design. Dieses System nutzt eine grüne Laser-Linie für visuelle Stimulation, einen anpassbaren Metronom-Beat für auditive Unterstützung und Vibrationsfeedback in den Griffen für taktile Reize. Die Integration aller drei Sinneskanäle macht diesen Freezing-Rollator besonders effektiv, da verschiedene neurologische Störungen unterschiedlich auf die Reizmodalitäten ansprechen.

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Die technische Raffinesse des Rollz Motion Rhythm zeigt sich in der individuellen Anpassbarkeit aller Parameter. Über eine intuitive Smartphone-App können Nutzer die Intensität der Vibrationen, die Geschwindigkeit des Metronoms und die Helligkeit der Laser-Linie nach ihren Bedürfnissen einstellen. Diese Personalisierung ist entscheidend, da sich die neurologischen Symptome bei Parkinson im Tagesverlauf ändern und verschiedene Patienten unterschiedlich auf Stimuli reagieren.

Parkinson-spezifische Gehhilfen wie der Rollz Motion Rhythm bieten auch präventive Funktionen. Das System kann kontinuierlich laufen und schwache Stimuli liefern, die Freezing-Episoden vorbeugen, bevor sie auftreten. Diese proaktive Herangehensweise unterscheidet moderne Parkinson-Rollatoren von reaktiven Systemen, die erst bei bereits eingetretener Blockade aktiviert werden. Die kontinuierliche Stimulation hält die neurologischen Bahnen aktiv und reduziert die Wahrscheinlichkeit für plötzliche Bewegungsstillstände.

U-Step Gehhilfe - Stabilität und Kontrolle

Die U-Step Gehhilfe hat sich als revolutionäres Konzept in der Parkinson-Therapie etabliert und setzt auf ein völlig anderes Designprinzip als herkömmliche Rollatoren. Der charakteristische U-förmige Rahmen umgibt den Nutzer und bietet Stabilität in alle Richtungen, während das innovative Umkehrbremssystem für maximale Kontrolle sorgt. Diese parkinson-spezifische Gehhilfe erfordert ein Umdenken, bietet aber unvergleichliche Sicherheit für Menschen mit ausgeprägten Bewegungsstörungen.

Das Umkehrbremssystem der U-Step Gehhilfe funktioniert entgegengesetzt zu herkömmlichen Rollatoren: Der Nutzer muss die Bremshebel leicht drücken, um zu rollen, und loslassen, um sofort zu stoppen. Dieses Prinzip verhindert das gefürchtete „Weglaufen“ des Rollators bei Freezing-Episoden und gibt dem Nutzer jederzeit vollständige Kontrolle. Für Parkinson-Patienten mit Tremor oder unwillkürlichen Bewegungen ist diese Sicherheitsfunktion von unschätzbarem Wert.

U-Step Gehhilfen sind in verschiedenen Varianten verfügbar, die spezifischen neurologischen Bedürfnissen entsprechen. Das Standard-Modell eignet sich für die meisten Parkinson-Patienten, während das Platform-Modell für Nutzer mit Gleichgewichtsproblemen oder eingeschränkter Armfunktion entwickelt wurde. Das Press-Down-Modell richtet sich an Patienten mit fortgeschrittener Demenz oder schwerer Fingerschwäche, die herkömmliche Bremshebel nicht bedienen können. Die U-Step Gehhilfe hat die Welt der Parkinson-Rollatoren revolutioniert durch ihr einzigartiges Design und ihre bewährte Wirksamkeit bei neurologischen Bewegungsstörungen. Mit über 100.000 verkauften Einheiten weltweit und umfangreichen klinischen Studien gilt die U-Step Gehhilfe als der Goldstandard für Anti-Freezing-Technologie. Ihre charakteristische U-förmige Konstruktion bietet nicht nur mechanische Stabilität, sondern auch psychologische Sicherheit für Menschen mit Parkinson.

U-Step Neuro Modellvarianten

Das U-Step Neuro Standard-Modell bildet das Herzstück der Produktlinie und eignet sich für die meisten Parkinson-Patienten mit Freezing-Problemen. Die patentierte U-förmige Basis umgibt den Nutzer und verhindert Stürze in alle Richtungen, während das Umkehrbremssystem für sofortige Kontrolle sorgt. Diese parkinson-spezifische Gehhilfe ist in drei Größenvarianten verfügbar und kann mit dem optionalen Laser & Sound Cueing Module ausgestattet werden, das gezielt Freezing-Episoden durchbricht.

Die U-Step Platform-Variante wurde speziell für Patienten mit zusätzlichen neurologischen Einschränkungen entwickelt, die nicht mehr sicher an Handgriffen festhalten können. Die höhenverstellbaren Armauflagen bieten Unterstützung für Unterarme und Ellenbogen und ermöglichen auch Menschen mit Schlaganfall, multipler Sklerose oder fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung die sichere Nutzung. Diese U-Step Gehhilfe ist besonders wertvoll f…

Gemino 30 Parkinson und weitere Optionen

Der Gemino 30 Parkinson repräsentiert eine kostengünstigere Alternative zu High-End-Parkinson-Rollatoren, ohne dabei auf wesentliche Anti-Freezing-Funktionen zu verzichten. Dieses System konzentriert sich auf die bewährtesten Cueing-Technologien und bietet Laser-Projektion sowie ein spezielles Bremssystem zu einem deutlich niedrigeren Preis. Für viele Patienten mit leichten bis mittleren Parkinson-Symptomen stellt der Gemino 30 eine optimale Balance zwischen Funktionalität und Wirtschaftlichkeit dar.

Die Besonderheit des Gemino 30 liegt im rückwärtigen Bremssystem, das bei Loslassen der Bremshebel sofort stoppt - ähnlich dem U-Step Prinzip. Zusätzlich verfügt dieser Freezing-Rollator über eine einstellbare Schleppbremse, die kontinuierlichen Widerstand bietet und besonders bei Festination (beschleunigtem Gang) hilfreich ist. Diese Kombination aus Sicherheitsfeatures macht den Gemino 30 zu einer soliden Einstiegsoption für Parkinson-Rollatoren.

Parkinson-spezifische Gehhilfen wie der Topro Troja Neuro oder modulare Anti-Freezing-Systeme erweitern das Spektrum verfügbarer Optionen. Modulare Systeme ermöglichen es, herkömmliche Rollatoren mit Anti-Freezing-Technologie nachzurüsten, was für Patienten interessant ist, die bereits an ihren bewährten Rollator gewöhnt sind.

Weitere Therapieansätze und Forschungsergebnisse

Neben den innovativen Parkinson-Rollatoren gibt es eine Reihe weiterer Therapieansätze und Forschungsergebnisse, die vielversprechend sind, um das Freezing of Gait bei Parkinson zu reduzieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Physiotherapie und Cueing-Strategien

Im Rahmen der physiotherapeutischen Behandlung wird trainiert, wie Freezing-Blockaden überwunden werden können. Dabei können externe Signale, wie Töne oder Lichtimpulse ein wichtiges und wirksames Hilfsmittel sein. Fachleute nennen die Signale „cues“, aber wie kann das nun konkret aussehen? Der Patient selbst oder ein Begleiter kann bis drei zählen, und bei drei geht es dann los. Ähnlich funktioniert Klatschen in die Hände oder rhythmusbetonte Musik. Im englischsprachigen Raum wird auch die sogenannte 5 S-Methode eingesetzt, der Grundgedanke ist dabei, den eigenen Körper und die Gedanken zur Ruhe zu bringen und dann aus dieser Ruhe heraus fokussiert den nächsten Schritt anzugehen. Nicht alle Menschen reagieren auf die gleichen Signale, für manche können Hilfsmittel sinnvoll sein. Etwa ein Laserpointer, der in der Jackentasche mitgeführt wird und mit dessen Hilfe beim Freezing ein Lichtpunkt auf den Boden projiziert wird. Dieser Lichtpunkt dient als Impuls, den nächsten Schritt zu setzen. Die Rehabilitationstechnik hat diese Idee aufgegriffen und den Laserpointer in einen Gehstock integriert, sobald der Gehstock mit etwas Druck auf den Boden aufgesetzt wird, schaltet sich der Laserpointer ein und projiziert eine Linie auf den Boden.

Laufbandtraining und Slacklining

Training mit dem Laufband bessert die Motorik. Parkinson-Kranke haben bekanntlich auch Probleme beim Gehen: Die Bewegung verläuft nicht mehr flüssig, die Schritte werden klein, und manchmal können die Betroffenen einen Schritt überhaupt nicht beginnen: Sie bleiben dann wie angewurzelt stehen (Freezing). Eine Möglichkeit, die Beinkoordination zu verbessern und die Ganghypokinese zu lindern, sind Geh- Übungen. Ein Team um Professor Jan Mehrholz von der Klinik Bavaria in Kreischa hat jetzt für die Cochrane Library (Cochrane Database 1/2010) acht Studien zum Laufbandtraining bei Parkinson analysiert. Alle Studien erfolgten randomisiert-kontrolliert, verglichen wurde jeweils eine Gruppe mit und eine Gruppe ohne Training. Insgesamt hatten an den Studien 203 Patienten mit leichter bis moderater Erkrankung teilgenommen. In fünf der Studien wurde die Gehgeschwindigkeit geprüft. Sie nahm mit dem Training im Mittel um 15 cm/s zu. In ebenfalls fünf der Studien wurde die Schrittlänge bestimmt. Diese war mit dem Training im Schnitt um 6 cm größer als ohne Training. In zwei Studien wurde zudem die Gehstrecke geprüft. Sie war mit dem Training am Ende der Studien im Schnitt um 360 Meter länger als ohne Training. Alle diese Ergebnisse waren statistisch signifikant. Auf die Schrittfrequenz hatte das Training allerdings keinen Einfluss.

Slacken ist im Trend. Obwohl es anfangs unmöglich erscheint, stellen sich schnell Erfolge ein und das Gleichgewicht auf dem schmalen Band verbessert sich merklich. Mediziner und Therapeuten stellen sich nun die Frage, ob und welche Effekte ein Slackline-Training bei verschiedenen Personen- oder Patientengruppen haben kann. In einer weiteren Studie wurde untersucht, ob Slackline-Training das Risiko für Stürze bei Parkinson-Patienten verringern kann (3). Muskelstarre (Rigor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) bis hin zu Bewegungslosigkeit (Akinese), Muskelzittern (Tremor) sowie Haltungsinstabilität (posturale Instabilität) sind Leitsymptome der Erkrankung. Gleichzeitig werden diese Bereiche beim Begehen einer Slackline angesprochen. Die Interventionsgruppe zeigte signifikante Verbesserungen in FOG und FES nach sechs Wochen Training. Zudem verringerte sich die Angst vor Stürzen deutlich. Slackline-Training scheint für Parkinson-Patienten ein sinnvolles, einfaches und gleichzeitig herausforderndes Instrument zur Verringerung der Sturzgefahr darzustellen.

Maschinelles Lernen und tragbare Sensoren

Freezing of Gait ist eine Bewegungsblockade während des Gehens bei Personen mit Parkinson, die oft zu Stürzen und Einschränkungen im Alltag führt. In diesem Projekt werden komplexe Bewegungsdaten und Gangparameter untersucht, die von Smart-Einlegesohlen aufgezeichnet werden. Mit Hilfe von maschinellem Lernen sollen Muster erkannt werden, die es ermöglichen, Freezing of Gait vorherzusagen. Verschiedene tragbare Messgeräte, sogenannte "Wearables", sowie maschinelles Lernen wurden bereits eingesetzt, um FoG zu erkennen und vorherzusagen. Verschiedene Aspekte des Gangbildes, wie Schrittlänge, Schrittfrequenz, Schrittdauer und Symmetrie werden von den Smart Einlegesohlen erfasst.

Krafttraining zur Verbesserung der posturalen Kontrolle

In einer randomisiert kontrollierten Rater-verblindeten Studie wurde ein Krafttraining mit einem Balance-Training zur Steigerung der posturalen Kontrolle bei Patienten mit Morbus Parkinson verglichen. Die posturale Kontrolle konnte durch Krafttraining - jedoch nicht durch Balance-Training - verbessert werden. Es gab keinen signifikanten Unterschied beim Vergleich der Therapieeffekte beider Trainingsformen. Die Studie zeigt Tendenzen, dass Krafttraining effektiver ist als Balance-Training.

Tiefe Hirnstimulation und kontinuierliche Medikamentengabe

Die tiefe Hirnstimulation, die sich bei fortgeschrittener, therapieresistenter Parkinsonerkrankung zunehmend als Standard empfiehlt, kann bei manchen Patientinnen und Patienten nicht durchgeführt werden. Um den Wirkverlust der oralen Therapie zu umgehen, werden subkutane und intestinale Applikationswege erprobt.

Real-World-Daten aus Deutschland zeigen nach 6 Monaten unter kontinuierlicher subkutaner Therapie mit Foslevodopa/Foscarbidopa deutliche Verbesserungen motorischer und nichtmotorischer Symptome bei Menschen mit Morbus Parkinson. Die kontinuierliche 24-Stunden-Infusion von Foslevodopa/Foscarbidopa ist zur Behandlung motorischer Fluktuationen bei Erwachsenen mit fortgeschrittener Parkinsonerkrankung zugelassen.

In der Studie werden verschiedene Scores erfasst, unter anderem der Hoehn-und-Yahr-Wert. Dieser beschreibt den Schweregrad der Parkinson-Krankheit. Die Skala ist eine der etablierten klinischen Einteilungen des Krankheitsstadiums und reicht von Stadium 1-5, wobei 5 die schwerste Ausprägung kennzeichnet. Außerdem erfasst das Studienteam unter anderem den MDS-UPDRS-II-Score. Dieser bewertet die motorischen Erfahrungen des täglichen Lebens - also wie stark Parkinsonsymptome die alltäglichen Aktivitäten beeinträchtigen. Nach 6 Monaten zeigten sich in mehreren untersuchten Bereichen Verbesserungen. So sank der MDS-UPDRS-III-Wert im Mittel von 48,6 auf 39,9 Punkte. Der Hoehn-und-Yahr-Wert reduzierte sich um 1,4 Punkte. Zudem zeigten sich Verbesserungen bei den Off-Zeiten, der Dyskinesiezeit, bei Schlafstörungen und beim Freezing of Gait. Außerdem reduzierten sich die parkinsonassoziierten Schmerzen.

LECIG bessert therapiebedingte hyperdopaminerge Scores. Insgesamt könnte die kontinuierliche Stimulation vorteilhaft in Bezug auf neuropsychiatrische Symptome sein.

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