Diabetes mellitus betrifft in Deutschland etwa 8,9 Millionen Menschen. Eine der häufigsten und belastendsten Folgeerkrankungen ist die diabetische Polyneuropathie (DPN). Etwa 50 % aller Diabetiker entwickeln im Laufe ihres Lebens eine Neuropathie, und 30-40 % leiden unter neuropathischen Schmerzen.
Was ist diabetische Polyneuropathie?
Die diabetische Polyneuropathie ist eine Nervenerkrankung, die durch eine langfristige Schädigung des peripheren Nervensystems entsteht. Sie führt oft zu Missempfindungen, Schmerzen und Funktionsstörungen und macht sich somit durch verschiedenste Symptome bemerkbar. Sind gleichzeitig mehrere Nerven durch die hohen Blutzuckerwerte beschädigt, sprechen Ärzt:innen laut Definition von diabetischer Polyneuropathie.
Die diabetische Neuropathie ist eine der häufigsten Folgen von Diabetes. Fast die Hälfte aller Diabetespatienten über 60 Jahre hat eine Neuropathie. Menschen mit Typ-1-Diabetes und Menschen mit Typ-2-Diabetes sind gleichermaßen betroffen.
Von der Erkrankung sind die Nerven des peripheren Nervensystems betroffen. Zum peripheren Nervensystem gehören alle Nerven des Körpers, die sich außerhalb des zentralen Nervensystems befinden. Das zentrale Nervensystem wird von Gehirn und Rückenmark gebildet.
Da Nerven verschiedener Körperregionen geschädigt sein können, können unterschiedliche Krankheitsbilder entstehen. Man unterscheidet zwischen einer sensomotorischen Polyneuropathie und einer autonomen Neuropathie.
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Bei der sensomotorischen Polyneuropathie werden Nerven geschädigt, die für Empfindungen und Berührungen zuständig sind. Dies verursacht Störungen des Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfindens.
Bei der autonomen Neuropathie sind Nerven des vegetativen Nervensystems betroffen. Diese Nerven steuern Organfunktionen. Eine Schädigung der Nerven kann sich zum Beispiel auf das Herz-Kreislauf-System oder den Magen-Darm-Trakt auswirken.
Daneben gibt es weniger häufig vorkommende atypische Formen der Neuropathie, bei denen bestimmte Nervenwurzeln oder einzelne Nerven geschädigt sind.
Ursachen der diabetischen Polyneuropathie
Diabetes entsteht durch eine Kombination aus genetischen Faktoren und Lebensstil. Bei der Entstehung von Nervenschäden spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Hauptursache ist jedoch ein über lange Zeit erhöhter Blutzuckerspiegel. Eine langjährige Diabeteserkrankung und hohe Blutzuckerwerte begünstigen daher eine Neuropathie. Bei Diabetes Typ 2 ist auch eine Störung des Fettstoffwechsels beteiligt.
Weitere Risikofaktoren für eine diabetische Neuropathie sind:
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- Bluthochdruck
- Gefäßerkrankungen
- Eine diabetische Retino- oder Nephropathie
- Erhöhte Blutfette
- Alkohol
- Nikotin
- Übergewicht
- Wenig Bewegung
- Eine falsche Ernährung
Hauptursache ist eine chronisch erhöhte Blutzuckerkonzentration.
Es kann vorkommen, dass die Polyneuropathie sogar eines der ersten Anzeichen für eine schon länger vorliegende Diabetes-Erkrankung ist.
Es sind insgesamt über 200 unterschiedliche auslösende Faktoren und Erkrankungen bekannt, die solche Nervenschädigungen hervorrufen können. Dennoch lässt sich sagen, dass Diabetes zu den häufigsten Ursachen gehört.
Symptome der diabetischen Polyneuropathie
Am häufigsten äußert sich eine diabetische Neuropathie als eine Empfindungsstörung in den Gliedmaßen. Meistens sind die Füße betroffen, aber auch in Händen, Unterschenkeln und Unterarmen können Symptome auftreten. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Kribbeln, Brennen oder Taubheit in den Gliedmaßen.
Manche Patienten reagieren überempfindlich auf Berührungen. Schon leichte Berührungen - zum Beispiel mit der Bettdecke oder Socken - empfinden sie als unerträglich. Häufig sind die Missempfindungen nachts schlimmer als tagsüber. Auch Schmerzen treten meistens in der Nacht auf und werden als blitzartig und stechend beschrieben.
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Außer Schmerzen können auch Taubheitsgefühle entstehen. Der Empfindungsverlust fühlt sich für die Patienten an, als würden die Füße nicht zu Ihnen gehören oder wären in Watte gepackt. Auch das Temperatur- und Schmerzempfinden ist beeinträchtigt.
Sind die Nerven der Organe geschädigt, können viele unterschiedliche Symptome entstehen, je nachdem welche Nerven und Organsysteme betroffen sind.
Wenn Nerven des Magen-Darm-Trakts geschädigt sind, kann dies bei den Patienten Schluckstörungen, Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall verursachen.
Typische Anzeichen für eine Nervenschädigung des Herz-Kreislauf-Systems sind niedriger Blutdruck, schneller Herzschlag in Ruhe und Herzrhythmusstörungen. Diese Patienten haben ein erhöhtes Risiko für einen Herzstillstand.
Ist der Harn- oder Geschlechtsapparat betroffen, können die Patienten Schwierigkeiten haben, die Blase zu entleeren, eine Blasenschwäche oder Erektionsstörungen.
Weitere Symptome sind zum Beispiel extremes Schwitzen oder Schwitzen im Gesicht und Hals beim Essen.
Symptome atypischer Formen der diabetischen Neuropathie können einseitige Schmerzen, beispielweise im Brustbereich, Gewichtsverlust oder Schwäche sein.
Die Symptome beginnen meistens an den Füßen, später an den Händen, und steigen dann langsam auf, Richtung Körpermitte.
- Kribbeln
- Stechen
- Taubheitsgefühle
- Schwellungsgefühle
- Druckgefühle
- Gangunsicherheit
- Fehlerhaftes Temperaturempfinden
Eine Kombination verschiedener Symptome ist bei Polyneuropathie möglich.
Bei den meisten Diabetikern besteht in Folge des Diabetes eine Polyneuropathie. Die Symptome zeigen sich zuerst und vor allem im Fuß. Es beginnt meistens mit einem Kribbeln oder Brennen im Fuß. Im späteren Verlauf treten wegen fehlendem Gefühl im Fuß schmerzlose und schlecht heilende Wunden auf, die zu einer Nekrose (schwarzer Verfärbung und Absterben von Zehen, Fuß usw.) führen können (Diabetischer Fuß).
Spezifische Formen der diabetischen Polyneuropathie
- Distale symmetrische Polyneuropathie (DSP): Die häufigste Form, die sich zuerst langsam an den äußersten Gliedmaßen, also in Zehen und Fingern, bemerkbar macht.
- Autonome Neuropathie: Betrifft die Nervenfasern des vegetativen Nervensystems und kann Einschränkungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems, Blasenentleerungsstörungen oder Verdauungsprobleme verursachen.
- Proximale diabetische Neuropathie: Kennzeichnet ein meist einseitiges Auftreten der Symptome und kann Schmerzen hinter dem Auge, Doppelbilder und Schwierigkeiten beim Fokussieren der Augen verursachen.
Diagnose der diabetischen Polyneuropathie
Die Diagnose der DPN erfolgt durch eine gezielte Anamnese und körperliche Untersuchungen, bei denen die Empfindlichkeit der Nerven geprüft wird.
Menschen mit Diabetes sollten sich regelmäßig auf Anzeichen einer diabetischen Neuropathie untersuchen lassen. Hierfür gibt es Screeninguntersuchungen, die bei Typ-2-Diabetikern ab der Diagnose und bei Typ-1-Diabetikern spätestens fünf Jahre nach Diabetesbeginn einmal jährlich durchgeführt werden sollten.
Bei diesen Untersuchungen erkundigt der Arzt nach Beschwerden und schaut sich Hände und Füße an. Er testet, ob die Patienten sehr leichte Berührungen oder Vibrationen fühlen, und überprüft die Muskelreflexe. Wenn sie diese Berührungen und Vibrationen nicht wahrnehmen oder die Muskelreflexe schwächer sind, ist das ein Hinweis auf eine beginnende diabetische Neuropathie.
Gibt es bei diesen Tests Auffälligkeiten, überprüft der Arzt außerdem das Schmerz- und Kälteempfinden. Er beurteilt den Gang und untersucht die Füße auf Verletzungen.
Der Arzt fragt auch nach Symptomen einer autonomen Neuropathie. Viele dieser Beschwerden, zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden oder Herz-Kreislauf-Probleme, können auch eine andere Ursache haben. Um andere Erkrankungen auszuschließen oder bei untypischen Symptomen sind manchmal weitere Untersuchungen notwendig, etwa eine Laboruntersuchung oder eine Echokardiografie (EKG).
Es ist von großer Bedeutung, die Untersuchungen hinsichtlich einer diabetischen Polyneuropathie regelmäßig, umfangreich und genau durchzuführen. So lässt sich am besten der Verlauf dokumentieren und eine individuell passende Therapie einleiten.
Vielleicht haben Sie schon motorische Einschränkungen oder eine veränderte Sensibilität bei sich selbst festgestellt? Zu Beginn der Ursachenforschung ist es wichtig, dass Sie über Ihre Beschwerden berichten. Im Anschluss findet eine ausführliche neurologische Untersuchung statt, um einer diabetischen Polyneuropathie auf den Grund zu gehen.
Untersuchungsmethoden
- Anamnese: Erhebung der Krankengeschichte und aktueller Beschwerden.
- Neurologische Untersuchung:
- Überprüfung der Sensibilität (Berührung, Schmerz, Temperatur, Vibration)
- Test der Muskelreflexe (z.B. mit einem Reflexhammer)
- Beurteilung der Muskelkraft und Koordination
- Stimmgabeltest zur Überprüfung der Nervenfunktion: Die/der Untersuchende schlägt die Stimmgabel an und hält sie dann an eine Körperstelle, bei der die Haut direkt über dem Knochen liegt (zum Beispiel Fußknöchel oder Handgelenk). Ob Sie die Vibration spüren, erlaubt eine Aussage bezüglich Ihrer Tiefensensibilität.
- Laboruntersuchungen: Blutuntersuchungen, um den Verdacht zu bestätigen und andere mögliche Ursachen auszuschließen.
- Elektroneurographie: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, um die Funktion der Nerven zu überprüfen.
- Hautbiopsie: Entnahme einer Hautprobe zur Untersuchung der Nervenfaserdichte.
Verlauf der diabetischen Polyneuropathie
Der Verlauf einer diabetischen Neuropathie ist unterschiedlich.
Bei der subklinischen diabetischen Neuropathie haben die Patienten keine Beschwerden, aber es liegen bereits Nervenschädigungen vor, die in neurologischen Tests erkennbar sind.
Eine häufige Form der diabetischen Neuropathie ist die chronisch schmerzhafte Neuropathie mit Schmerzen und Taubheitsgefühlen. Wenn nach Monaten oder Jahren schmerzleitende Nervenfasern absterben, können die Schmerzen abnehmen.
Eher selten ist die akute schmerzhafte Neuropathie mir symmetrischen Schmerzen in den Füßen und Beinen.
Häufig kommt auch eine schmerzlose Neuropathie ohne Beschwerden oder mit Taubheitsgefühlen und Missempfindungen vor. Empfindungsverlust und fehlende Muskeleigenreflexe bereiten den Patienten Schwierigkeiten zu gehen. Verletzungen und Druckstellen an den Füßen werden oft nicht oder zu spät wahrgenommen.
Außerdem neigen Menschen mit diabetischer Neuropathie zu Infektion und Geschwüren an den Füßen. Auch Schäden an Knochen und Gelenken kommen vor. Das kann schlimmstenfalls dazu führen, dass der Fuß amputiert werden muss.
Risikofaktoren für die Entstehung einer diabetischen Neuropathie
Bestimmte Faktoren tragen zu einem erhöhten Risiko bei, im Zuge des Diabetes auch eine Nervenschädigung zu erleiden. Das Risiko für die Entstehung einer diabetischen Neuropathie sowie für die Verschlechterung der Symptome steigt an, wenn die Stoffwechselstörung Diabetes mellitus bereits über einen längeren Zeitraum unbehandelt vorliegt und wenn weitere Gefäß- oder Nervenerkrankungen hinzukommen.
Eine Reihe von Faktoren erhöhen das Risiko für diabetische Nervenschäden:
- Höheres Lebensalter
- Längere Diabetes-Dauer
- Langjährig erhöhte Blutzuckerwerte
- Häufige Stoffwechselentgleisungen bei Kindern und Jugendlichen
- Gefäßkrankheiten
- Augen- und Nierenerkrankungen durch Diabetes
- Erhöhte Blutfette
- Hoher Blutdruck
- Rauchen
- Alkohol
- Mangelnde Bewegung
- Übergewicht
- Falsche Ernährung
Behandlung der diabetischen Polyneuropathie
Eine vollständige Heilung der diabetischen Polyneuropathie ist derzeit nicht möglich. Die Therapie der diabetischen Polyneuropathie orientiert sich weiterhin stets an der Ausprägung sowie dem symptomatischen Empfinden der Betroffenen. Pauschale Angaben über eine richtige Behandlungsoption sind deshalb unmöglich.
Das Ziel der Behandlung ist es, die Symptome zu lindern, die Lebensqualität zu verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.
Eine gute Blutzuckereinstellung kann den Verlauf der Erkrankung bei Typ-1-Diabetes verlangsamen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes ist sind gute Blutzuckerwerte allein weniger gut wirksam, um die diabetische Neuropathie aufzuhalten. Hier spielen auch Blutfette, Blutdruck und Körpergewicht eine Rolle. Bei Typ-2-Diabetes sind daher eine gesunde Ernährung und Lebensweise wichtig, um einem Fortschreiten der Erkrankung entgegenzuwirken.
So ist es von großer Bedeutung, dass sich Menschen mit Diabetes um eine langfristig gute Einstellung ihrer Blutzuckerwerte bemühen.
Regelmäßige Blutzuckerkontrolle, Bewegung, gesunde Ernährung und gute Fußpflege sind entscheidend.
Besonders wichtig ist eine konsequente und dauerhafte Therapie des Diabetes.
Motivation und Mitarbeit vorausgesetzt, können Betroffene ihren Alltag bei gleicher Lebenserwartung frei gestalten. Das gilt insbesondere dann, wenn die diabetische Neuropathie frühzeitig erkannt wird.
Therapieansätze
- Blutzuckereinstellung: Optimierung der Blutzuckerwerte durch Ernährungsumstellung, Bewegung und Medikamente (orale Antidiabetika oder Insulin).
- Schmerztherapie:
- Medikamente:
- Antidepressiva (z.B. Duloxetin, Amitriptylin)
- Antiepileptika (z.B. Pregabalin, Gabapentin)
- Opioide (in schweren Fällen)
- Alternative Behandlungen:
- Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
- Akupunktur
- Capsaicin-Pflaster
- Medikamente:
- Physikalische Therapie: Gezielte Krankengymnastik, Wärme- oder Kälteanwendungen, Massagen.
- Fußpflege: Regelmäßige medizinische Fußpflege, um Verletzungen vorzubeugen und frühzeitig zu erkennen.
- Weitere Maßnahmen:
- Behandlung von Begleiterkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen)
- Psychotherapie (zur Bewältigung von Schmerzen und Einschränkungen)
- Ergotherapie (zur Anpassung an den Alltag)
- Anpassung von Hilfsmitteln (z.B. orthopädische Schuhe, Rollatoren)
Je nach Ausprägung der diabetischen Polyneuropathie erzielt auch die physikalische Therapie, im Sinne gezielter Krankengymnastik, Wärme- oder Kälteanwendungen, Massagen oder ähnlichen Methoden, gute Effekte. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die medizinische Fußpflege. Spätestens wenn diabetische Nervenschädigungen vorliegen, können Betroffene Schmerzen oft nur eingeschränkt wahrnehmen. Verletzungen bleiben daher leicht unbemerkt. Ist gleichzeitig die Durchblutung der Füße gestört (periphere arterielle Verschlusskrankheit; paVK), heilen Wunden schlechter und es kommt womöglich zu Komplikationen, wie zum Beispiel dem diabetischen Fußsyndrom.
Medikamentöse Therapie im Detail
- Alpha-Liponsäure: Ein frei verkäufliches Medikament, das einen günstigen Einfluss auf die Nervenfunktion haben soll.
- Benfotiamin: Eine Vorstufe von Vitamin B1, die ebenfalls positive Effekte auf die Nerven haben könnte.
- Duloxetin: Ein selektiver Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Inhibitor (SSNRI), der zur Therapie der schmerzhaften diabetischen Neuropathie zugelassen ist.
- Pregabalin: Ein Antikonvulsivum, das spezifisch bestimmte Untereinheiten der Kalziumkanäle blockiert und ebenfalls zur Schmerzlinderung eingesetzt wird.
- Trizyklische Antidepressiva (TCA): Werden aufgrund ihrer hohen Nebenwirkungsraten (Dämpfung und Müdigkeit, Gewichtszunahme, Mundtrockenheit, Beschwerden beim Wasserlassen, Kardiotoxizität) bei vielen Patienten problematisch.
Prävention der diabetischen Polyneuropathie
Die beste Prävention und Behandlung ist eine stabile Blutzuckereinstellung.
Bei Typ-1-Diabetes lässt sich einer diabetischen Neuropathie vor allem durch einen gut eingestellten Blutzuckerwert vorbeugen.
Bei Typ-2-Diabetes ist eine gesunde Lebensweise die beste Maßnahme zur Vorbeugung. Dazu gehört eine gesunde Ernährung, viel Bewegung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und der Verzicht auf Alkohol und Nikotin.
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