Migräne ist eine belastende neurologische Erkrankung, die weltweit Millionen Menschen betrifft. Besonders in den warmen Monaten, wenn die Sonne hell scheint und die Temperaturen steigen, berichten viele Betroffene von vermehrten Migräneattacken. Neben Stress, Hormonschwankungen oder fehlenden Mahlzeiten werden auch das Wetter und Licht als Migräne-Trigger von Betroffenen genannt. Hohe Temperaturen führen zu einer besonderen Beanspruchung des Körpers. Viele Menschen mit Migräne leiden zusätzlich unter starker Lichtempfindlichkeit. Während im Sommer das Sonnenlicht auf die empfindlichen Nervenfasern im Kopf wirkt, stresst die Hitze den Körper zusätzlich. Doch warum lösen Hitze und Licht Migräne aus, und was kann man dagegen tun?
Ursachen für hitzebedingte Kopfschmerzen und Migräne
Die Ursachen für hitzebedingte Kopfschmerzen sind vielfältig. Übermäßige Wärme, gleißendes Sonnenlicht, erhöhte Ozonwerte, aber auch Sonnencremes oder Eisgenuss können Auslöser sein, erinnert die Stiftung Kopfschmerz in Marburg. Die aktuelle Hitze führt zu einem hohen Wasser- und Salzverlust. Das Blut wird dicker und fließt nicht mehr so gut. Außerdem kommt es durch erweiterte Blutgefäße zu einem Blutdruckabfall, insbesondere bei Menschen mit niedrigem Blutdruck. Die Folge: Kopfschmerzen.
Wetter als Migräne-Trigger
Extreme Hitze, plötzliche Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit oder ein starker Wechsel beim Luftdruck können Migräneattacken begünstigen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die Rolle des Wetters als Migräne-Trigger. Eine systematische Übersichtsarbeit, in der Studien bis Dezember 2024 ausgewertet wurden, zeigt, dass Wetterwechsel - insbesondere Temperatur- und Luftdruckänderungen - signifikant mit dem Auftreten von Migräneattacken verbunden sind. Erhöhte Konzentrationen von Luftschadstoffen wie PM10, PM2.5, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid und Ozon zeigten ebenfalls signifikante Zusammenhänge mit klinisch relevanten Migräneanfällen, während Änderungen der Luftfeuchtigkeit eine weniger bedeutsame Rolle spielten.
Die Rolle der Erwartungshaltung
Viele Betroffene berichten, dass sie bereits in der Kindheit erste wetterbedingte Migräneanfälle erlebt haben. Wissenschaftlich gilt als gesichert, dass nicht alle Patient:innen gleichermaßen sensibel auf Wetteränderungen reagieren, doch eine bestimmte Gruppe sehr empfindlich darauf anspricht. Hinzu kommt, dass das Migränegehirn in bestimmten Phasen besonders reizempfindlich ist: Licht, Geräusche, Gerüche - und eben auch Wetterreize - werden dann stärker wahrgenommen. Auch die Erwartungshaltung spielt eine Rolle: Wer sich vor einem angekündigten Wetterumschwung sorgt, löst möglicherweise allein dadurch eine Attacke aus. Daher kann es hilfreich sein, nicht ständig auf Wetterprognosen zu achten.
Weitere Auslöser
- Gleißendes Sonnenlicht: Reizt die Gehirnnerven und kann bei empfindlichen Menschen sogar eine Migräneattacke triggern.
- Duftstoffe: Duftstoffe aus Sonnencremes oder Parfums wirken bei starker Wärme intensiver, weil sie sich jetzt schneller verflüchtigen. Bei geruchsempfindlichen Menschen - vor allem Migränepatienten - kann dies Kopfschmerzen triggern.
- Eisgenuss: Werden Eiscreme oder eisgekühlte Getränke zu schnell verzehrt, kann das an der Mundschleimhaut und am Gaumen einen Kältereiz verursachen - Eiscreme-Kopfschmerz ist eine mögliche Folge.
- Dehydration: Da Dehydrierung ein wesentlicher Auslöser für Migräne sein kann, ist es dann wichtig, reichlich zu trinken, am besten Wasser, verdünnte Fruchtsaftschorlen oder Kräuter- und Früchtetees.
Symptome von Migräne
Jeder Betroffene von Migräne weiß, dass Migräne mehr als „nur“ Kopfschmerzen ist. Die Schmerzen, die meist nur auf einer Seite des Kopfes auftreten, sind sehr intensiv und werden als hämmernd oder pulsierend beschrieben. Typisch für Migräne sind mäßige bis starke Kopfschmerzen, oft auf einer Seite des Kopfes. Meist werden sie als pulsierend, pochend oder hämmernd empfunden. Bevor der eigentliche Migräneanfall einsetzt, treten bei einem Teil der Betroffenen Wahrnehmungsstörungen auf: Sie sehen Blitze oder Formen oder ihr Sichtfeld ist verschwommen und unklar. Solche Erscheinungen bezeichnen Ärzt:innen als „Aura“. Zu diesen können Stimmungsschwankungen gehören, ebenso wie das Einsetzen weiterer Symptome wie der Aura, Übelkeit oder Magenkrämpfe, die kurz vor dem Einsetzen der Kopfschmerzen auftreten.
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Sofortmaßnahmen und Akutbehandlung bei hitzebedingter Migräne
Meistens nehmen Betroffene beim ersten Anzeichen von Migränesymptomen Medikamente ein. Dies können bestimmte rezeptpflichtige Triptane oder auch frei verkäufliche Schmerzmittel sein.
- Kühlakku oder Eisbeutel: Als Sofortmaßnahme rät die Kopfschmerzgesellschaft zur Kühlakku oder Eisbeutel, eingewickelt in ein Baumwolltuch. Diese sollten immer wieder nur kurz an die schmerzende Stelle gehalten werden. Eine Sofortmaßnahme gegen Kopfschmerzen können ein Kühlakku oder Eisbeutel, eingewickelt in ein Baumwolltuch, sein. Diesen immer wieder nur kurz an die schmerzende Stelle halten.
- Akupressurmassage: Auch Akupressurmassage helfe gegen akute Kopfschmerzen. Auch Akupressurmassage hilft gegen akute Kopfschmerzen. Eine Anleitung dazu findet sich unter www.stiftung-kopfschmerz.de.
- Viel trinken: Dagegen hilft natürlich viel Trinken, um die Menge an Körperflüssigkeit hoch zu halten. Die Stiftung rät jedoch zu kleinen Trinkportionen, da diese vom Körper besser aufgenommen werden können. Das hilft: viel trinken, um die Menge an Körperflüssigkeit hoch zu halten. Aber in kleinen Portionen. Dann wird die Flüssigkeit vom Körper besser aufgenommen.
- Sonnenschutz & Schatten suchen: Tragen Sie eine Sonnenbrille (mit UV-Schutz), um die Augen vor grellem Licht zu schützen. Bedecken Sie Haut und Kopf mit einem Hut oder Cap. Suchen Sie während der heißesten Tageszeit (11-15 Uhr) Schatten auf, um direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
- Kühle Umgebungen schaffen: Nutzen Sie Klimaanlagen oder Ventilatoren, um die Raumtemperatur zu senken. Vorsicht jedoch vor extremen Temperatureinstellungen, da diese ebenfalls als Migräne-Trigger wirken können. Kühle Kompressen auf Stirn oder Nacken können akute Schmerzen lindern.
- Tagesplanung anpassen: Vermeiden Sie an heißen Tagen längere Aufenthalte im Freien. Planen Sie Aktivitäten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn die Sonne weniger intensiv warm und hell ist.
- Bei der Behandlung mit Naratriptan (z.B. von Juta Pharma) im Sommer: Sonnenschutz und Schatten suchen, um Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder Schwindel durch Hitze zu vermeiden. Für ausreichende Flüssigkeit sorgen, um Dehydrierung und Migräne zu verhindern. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte eine Ärztin, einen Arzt oder in Ihrer Apotheke.
- DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen): Eine weitere Behandlungsmöglichkeit von Migräne sind DiGA, die von Ärzt:innen verschrieben werden können. DiGA sind Apps, die durch Ärzt:innen auf Kosten der Krankenkasse verordnet werden können und mit der du deine Behandlung gegen Migräne eigenständig durchführen kannst. Ob eine DiGA die beste Behandlungsoption ist, muss aber zunächst in einem ärztlichen Gespräch geklärt werden.
Vorbeugende Maßnahmen gegen hitzebedingte Migräne
- Extreme Temperaturwechsel vermeiden: Dazu zählen plötzliche Warm-Kalt-Wechsel, etwa durch Klimaanlagen im Auto, aber auch sehr kalte Getränke oder Speisen. Plötzliche Warm-Kalt-Wechsel innerhalb kurzer Zeit um deutlich mehr als fünf Grad können ebenfalls Kopfschmerzen verursachen. Das hilft: Beim Wechsel von Warm nach Kalt eventuell eine Jacke überziehen und sich langsam an die neue Temperatur gewöhnen. Daher: Auf keinen Fall direkt vor den Lüftungsschlitz einer Klimaanlage stellen.
- Temperaturwechsel-Training: Abhilfe kann ein sogenanntes Temperaturwechsel-Training schaffen. Durch regelmäßige Bewegung im Freien, Sauna- und Kneippgänge sowie Wechselduschen kann der Körper an Temperaturschwankungen gewöhnt werden. Dies stärkt den Organismus und trainiert auch die Gefäße im Gehirn, sodass sie weniger empfindlich auf Temperaturreize reagieren.
- Ausgewogene Ernährung: Darüber hinaus ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Ein stabiler Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt kann Attacken vorbeugen. Mit dem Schwitzen geht aber nicht nur Wasser verloren, sondern auch der für eine normale Funktion des Nervensystems wichtige Mineralstoff Magnesium - das ist gerade für Migränepatienten ungünstig. Ein Magnesiummangel kann aber auch Verstärker von normalen Kopfschmerzen sein. Diese werden oft durch Muskelverspannungen ausgelöst, bei denen das Muskelmineral Magnesium ebenfalls eine Rolle spielt. Es gibt Hinweise darauf, dass die vorbeugende Zufuhr von Magnesium bei Kopfschmerzen und Migräne hilfreich sein kann, um die Anfallshäufigkeit und -intensität zu reduzieren. Empfehlenswert sind hier Brausetabletten wie Biolectra Magnesium 243 mg Forte mit Orangen- oder Zitronengeschmack. Durch die Einnahme als erfrischendes Getränk verbessern sie gleichzeitig die Flüssigkeitsbilanz. Zudem zeichnet sich Magnesium durch eine gute Verträglichkeit aus. Ebenfalls von Vorteil: Der Mineralstoff kann mit Migräne-Medikamenten und Schmerzmitteln kombiniert werden.
- Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisiert den Biorhythmus und senkt das Risiko für Attacken. Studien zeigen, dass ein unregelmäßiger Schlaf die Ausschüttung von Signalstoffen im Gehirn beeinflusst und Migräne verstärken kann.
- Entspannungstechniken: Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Meditation oder progressive Muskelentspannung können hilfreich sein. Sie unterstützen dabei, Stress abzubauen und den Körper widerstandsfähiger gegen äußere Reize zu machen.
- Regelmäßige Bewegung: Ergänzend wirkt regelmäßige Bewegung wie Joggen, Schwimmen oder Radfahren vorbeugend gegen Migräne.
- Migräne-Tagebuch: Es empfiehlt sich ebenfalls, dass du bei häufig auftretender Migräne ein Migräne-Tagebuch führst, in welchem du aufschreibst, wann die Attacke, in welcher Intensität, mit welcher Dauer aufgetreten ist. Ebenfalls solltest du festhalten, was und wie viel du gegessen und getrunken hast. Schreibe zudem auf, wo der Kopfschmerz am intensivsten ist und ob du Migräne mit Aura hast oder nicht.
Hausmittel gegen Migräne
Wirksame Migräne-Medikamente sind das Mittel der Wahl bei der Behandlung. Allerdings kann es nicht schaden, seine Trickkiste mit bewährten Hausmitteln gegen Migräne und Kopfschmerzen zu bestücken, die schon andere Betroffene als hilfreich erlebt haben. Wenn du dich jedoch dazu entscheidest, Hausmittel, beispielsweise Kräuter, gegen Migräne einzunehmen, solltest du dies nur unter Aufsicht eines Arztes tun. Auch pflanzliche oder vermeintlich harmlose Hausmittel zur Soforthilfe bei Migräne können mit anderen Arzneien wechselwirken und deinen Gesundheitszustand insgesamt verschlechtern.
Tee gegen Kopfschmerzen und andere Migräne-Beschwerden
Viel trinken, also circa zwei Liter pro Tag, gilt nicht nur für Migräne-Patienten, sondern auch insgesamt als positiv, denn dadurch verbessert sich die Durchblutung im Gehirn. Dabei kommt Tee eine besondere Bedeutung zu. Die darin enthaltenden Heilpflanzen entfalten wohltuende Effekte. Geeignet als Tee gegen Kopfschmerzen sind:
- Gewürznelke: Verfeinere eine Kanne grünen Tee mit zwei Gewürznelken, etwas Zimt und Zitronensaft. Das Öl der Gewürznelke hat einen schmerzstillenden Effekt, während Grüntee das Immunsystem stärkt und entgiftend wirkt. Trinke über den Tag verteilt vier bis fünf Tassen. Achtung: Grüner Tee kann wach machen. Wenn du darauf reagierst, solltest du ihn nicht abends zu dir nehmen.
- Ingwer: Manche Menschen schwören auf Ingwer und Chrysantheme als Hausmittel zur Soforthilfe bei Migräne. Gib für einen Tee einen Teil kleingeschnittenen Ingwer und einen Teil Chrysantheme (aus der Apotheke) in eine Tasse (250 Milliliter) mit kochendem Wasser und lass den Tee 15 Minuten lang ziehen.
- Kamillenblüten: Kamillentee ist ein altbewährtes Migräne-Hausmittel, zudem lindert er Magenbeschwerden, die als Begleitsymptome auftreten können. Nimm zwei Teelöffel getrocknete Kamillenblüten für eine Tasse Tee und lass diese Mischung zehn Minuten ziehen. Anschließend kipp den Sud durch ein Sieb und genieße das Getränk.
- Mutterkraut (auch Fieberkraut genannt): Schon vielen Menschen konnte Mutterkraut helfen, einer Migräne vorzubeugen. Auch Untersuchungen haben dies bestätigt. Trink für eine Kur über mehrere Monate zwei bis dreimal täglich vor dem Essen einen Tee.
- Weidenrinde: Ein Tee aus Weidenrinde enthält unter anderem Salicylsäure, die schmerzlindernd wirkt. Damit eignet sie sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Versetze einen Teelöffel der feingeschnittenen Rinde (aus der Apotheke) mit 250 Millilitern Wasser. Anschließend koche die Mischung für fünf Minuten auf, und gib sie durch ein Teesieb.
- Waldmeister: Neben seiner beruhigenden Wirkung zeigt Waldmeister auch einen schmerzlindernden Effekt. Für einen Tee gib einen Teelöffel Waldmeister in eine Tasse mit 250 Millilitern kochendem Wasser. Lass das Getränk fünf Minuten ziehen, dann seih die Waldmeisterblüten ab. Trinke mehrere Tassen Tee täglich.
- Mädesüß: Mädesüß kann als Hausmittel gegen Migräne unterstützend zum Einsatz kommen. Der Tee sollte etwa zehn Minuten ziehen und mehrmals am Tag getrunken werden.
- Ginkgo: Die Blätter des Ginkgo-Baums enthalten gefäßerweiternde und durchblutungsfördernde Inhaltsstoffe und sind daher geeignet für einen Tee gegen Kopfschmerzen. Allerdings reagieren manche Personen auch auf Ginkgo mit Kopfschmerzen. Daher solltest du den Tee zunächst in einer Phase ohne Migräne testen.
- Weitere Tees: Weitere Tees, die gegen Migräne helfen sollen, sind Oregano, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Rosmarin. Frage in deiner Apotheke nach deiner Wunschsorte.
Weitere Hausmittel
- Kaffee mit Zitrone: Koffein hat einen erweiternden Effekt auf die Blutgefäße.
- Cayennepfeffer: Löse einen halben Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas Wasser auf. Zusätzlich kannst du etwas Zitrone oder Honig beigeben.
- Basilikum: Basilikum enthält wertvolle ätherische Öle, die sich am besten beim Kauen der frischen Blätter entfalten.
- Johanniskraut: Die Arzneipflanze ist vor allem für ihre antidepressive Wirkung bekannt, kann aber auch gegen Migräne genutzt werden. Bereite dir dafür einen Tee zu.
- Vanille: Löse einen Teelöffel echte, geriebene Vanille in einem Glas Wasser auf.
Aromatherapie gegen Migräne
Auch mit der Aromatherapie werden gute Erfolge erzielt. Zur sanften Behandlung von Migräne-Kopfschmerzen eignet sich beispielsweise zehnprozentiges Pfefferminzöl. Das ätherische Öl wird auf Stirn, Schläfen und Nacken aufgetragen und wirkt schmerzlindernd. Daneben gibt es weitere Essenzen, die du gegen Migräne nutzen kannst: Grüner Apfel, Lavendel, Eukalyptus, Rosmarin, Kamille, Majoran. Die ätherischen Öle tragen zu deinem Wohlbefinden bei und können Körper und Geist entspannen.
Kälte und Wärme als Hilfe gegen Migräne
Neben dem Einsatz von Tees und Aromen sowie einer angepassten Ernährung gibt es weitere Mittel, mit denen du die Beschwerden von Migräne im Alltag lindern kannst. Gute Hausmittel als Soforthilfe gegen Migräne sind beispielsweise Salz-Eis-Packungen. Fülle bei einer akuten Migräne-Attacke einen Stoffbeutel mit einem Teil Salz und vier Teilen Eiswürfeln. Drücke diesen auf die pochenden, schmerzenden Schläfen oder leg ihn auf die Stirn. Das Salz stabilisiert das Eis und die Kälte betäubt den Schmerz.
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Bemerkst du Anzeichen einer Migräne-Attacke, kann es sich überdies lohnen, ein ansteigendes Fußbad auszuprobieren. Und so wird es gemacht: Stelle deine Füße in eine kleine Wanne und bitte jemanden, diese mit etwa 32 Grad warmem Wasser aufzufüllen. Nimm hierzu ein Thermometer zur Hilfe. Im Laufe der nächsten 20 Minuten sollte die Wanne schubweise mit heißem Wasser aufgefüllt werden, bis die Temperatur auf 42 Grad ansteigt. Das warme Wasser wirkt beruhigend und erweitert die Blutgefäße, sodass es gut als Hausmittel gegen Migräne eingesetzt werden kann.
Mit diesen weiteren Anwendungen kannst du etwas gegen deine Migräne tun:
- Armgüsse: Lasse kühles Wasser über deine Unterarme laufen. Das kurbelt den Kreislauf an.
- Wechselduschen: Der Wechsel zwischen warm und kalt wirkt ebenfalls belebend und kann Kopfschmerzen vertreiben
Auch progressive Muskelentspannung, Homöopathie oder Akupunktur können eingesetzt werden, um die Beschwerden von Migräne sanft zu lindern. Wenn die Kopfschmerzen allerdings schon zu heftig sind, tut dir Ruhe und Dunkelheit gut. Eine entspannte Nackenmuskulatur und Halswirbelsäule beugen einer Migräne-Attacke vor.
Medikamentöse Vorbeugung
Mittlerweile gibt es bei chronischer Migräne jedoch eine vorbeugende medikamentöse Behandlung. Eine medikamentöse Therapie erfolgt durch die Einnahme von Betablockern - vielen bekannter als Blutdrucksenker - oder Medikamenten gegen Epilepsie.
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