Neurologische Untersuchung bei Multipler Sklerose: Notwendigkeit und Diagnostischer Prozess

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, bei der das Immunsystem die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark angreift und schädigt. Weltweit sind etwa 2,9 Millionen Menschen von Multipler Sklerose betroffen. Die Mehrheit der Diagnosen wird im Alter zwischen 20 und 40 Jahren gestellt, mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. MS ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen. Dabei tritt die Krankheit bei Frauen im Verhältnis drei zu eins häufiger auf als bei Männern. Obwohl MS hauptsächlich junge Erwachsene betrifft, können auch Kinder und ältere Menschen daran erkranken.

Einführung in die Multiple Sklerose und ihre Diagnostik

Die Diagnose MS ist komplex, da es keinen spezifischen Test gibt, der die Erkrankung eindeutig nachweisen kann. Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) ist eine Ausschlussdiagnose. Dies bedeutet, dass vorrangig eine Reihe von Alternativerklärungen für die Beschwerden ausgeschlossen werden müssen. Stattdessen stützt sich die Diagnosestellung auf eine Kombination aus Anamnese, neurologischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren, elektrophysiologischen Tests und Liquoruntersuchung. Dieser Artikel beleuchtet die Notwendigkeit und den Ablauf neurologischer Untersuchungen im Rahmen der MS-Diagnostik.

Die Bedeutung der Anamnese

Am Anfang jeder Untersuchung steht die Anamnese, d. h. Ihre Krankengeschichte, die Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt in einem längeren Gespräch in Erfahrung bringen möchte. Es werden Ihnen viele Fragen gestellt, die Sie ehrlich beantworten sollten. Meist geht es dabei um frühere oder bestehende Erkrankungen bei Ihnen oder in Ihrer Familie. Oder darum, wie sich Ihre Beschwerden zeigen, was Sie dagegen unternehmen und ob dies Linderung bringt. Zu Beginn eines jeden Arztbesuchs steht die Anamnese. „Was führt Sie zu mir?", ist oft die Einstiegsfrage des Arztes. Sie dient dazu, den Grund Ihres Arztbesuchs und die aktuellen Symptome zu erfragen. Bei einer Erstdiagnose der MS ist von besonderer Bedeutung, ob bei Ihnen bereits in der Vergangenheit Beschwerden vorlagen. Je genauer Sie frühere Symptome beschreiben können, desto besser kann der Arzt entscheiden, ob es sich dabei vielleicht schon um erste Anzeichen der Krankheit MS gehandelt hat. Lagen in Ihrer Vergangenheit typische Symptome vor, richtet sich der Verdacht auf MS. Nach einem „wahrscheinlich" ersten MS-Schub wird dann zunächst von einer „möglichen MS" gesprochen. Auch im Verlauf der Arztbesuche werden immer wieder - wenn auch verkürzte - Anamnesegespräche geführt. Ihr Arzt möchte dann wissen, ob sich Ihre Symptome verschlechtert haben oder neue Symptome hinzugekommen sind. Ziel des Gesprächs ist es, frühzeitig eine mögliche Verschlechterung zu erkennen, damit diese schnell behandelt werden kann. Ebenso wird während der MS-Untersuchung überprüft, ob eventuell eine Therapieoptimierung Sinn macht.

Die Neurologische Untersuchung: Ein Eckpfeiler der MS-Diagnostik

Nach Erhebung der Anamnese und einer Verdachtsdiagnose auf MS führt Ihr Arzt eine gründliche körperliche Untersuchung durch. Die neurologische Untersuchung ist ein wesentlicher Bestandteil der Diagnostik, da sie Funktionsbeeinträchtigungen des Nervensystems aufdecken kann, oft bevor diese vom Patienten selbst bemerkt werden. Die Ärztin oder der Arzt kann anhand von verschiedenen neurologischen Untersuchungsmethoden erkennen, ob die Funktionen deines Nervensystems eingeschränkt sind - und dies auch dann, wenn die Krankheitsanzeichen der MS so gering sind, dass sie der Betroffene noch gar nicht wahrnimmt. Dabei spielt der Seitenvergleich eine besondere Rolle: Sind bestimmte Funktionen nur auf einer Körperseite eingeschränkt, können einige Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Umfassende Bewertung neurologischer Funktionen

Im Rahmen der neurologischen Untersuchung werden verschiedene Funktionen systematisch überprüft:

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  • Kraft und Feinmotorik: Kannst du Ellenbogen und Knie beugen und strecken? Bestimmte Beuge- und Streckbewegungen zeigen, ob deine Muskelkraft vermindert ist oder eine Lähmung vorliegt. Manchmal weist auch eine gestörte Feinmotorik auf eine neurologisch bedingte Lähmung hin. Die Ärztin oder der Arzt prüft zudem Muskelumfang, Beweglichkeit und Muskelspannung.

  • Sensibilität: Wie nimmst du Berührungen wahr? Die Ärztin oder der Arzt prüft dein Druck-, Schmerz-, Temperatur- und Vibrationsempfinden. Er untersucht auch deine Tiefensensibilität: Kannst du Reize aus dem Körperinnern richtig wahrnehmen? Ihr Neurologe prüft und erfasst bei der körperlichen neurologischen Untersuchung u. die Sensibilität der Haut mit einem Wattestäbchen und die Reaktion auf unterschiedliche Temperaturen sowie auf Vibration.

  • Weitere Sinneswahrnehmungen: Kannst du uneingeschränkt sehen, hören und riechen? Auch veränderte Augenbewegungen können auf MS hinweisen.

  • Muskelreflexe: Wie stark sind deine Muskelreflexe? Wie fallen deine Reflexe im Seitenvergleich aus? Bei der Untersuchung klopft die Ärztin oder Arzt mit einem Reflexhammer auf Arme und Beine. Verstärkte Muskelreflexe weisen auf eine MS hin. Das gilt auch für den sogenannten Babinski-Reflex. Dabei bewegt sich die große Zehe des Untersuchten nach oben, wenn die Ärztin oder der Arzt über die Außenkante des Fußes streicht. Zudem wird der der Kniesehnenreflex (Patellarsehnenreflex) geprüft. das Babinski-Zeichen, das auf eine Nervenschädigung hinweist.

  • Koordinationsfähigkeit: Wie gut kannst du Arme, Hände, Finger und Beine koordinieren?

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  • Gleichgewicht: Bist du beim Gehen unsicher? Dein Gangbild wird auch bei geschlossenen Augen geprüft.

  • Sprechen: Hast du eine raue Stimme? Ist deine Aussprache undeutlich, zittrig oder nasal? Kannst du Tonhöhe und Lautstärke gut kontrollieren? Auch eine verlangsamte Sprechgeschwindigkeit kann auf MS hinweisen.

  • Schluckvermögen: Hast du eine Schluckstörung? Schlucken ist ein hochkomplexer Vorgang, an dem 25 Muskeln beteiligt sind. Dieser Ablauf kann bei MS gestört sein.

  • Funktion der zwölf Hirnnerven: Durchführung bestimmter Bewegungen im Bereich des Gesichts durch den Patienten und Überprüfung der Reaktionen auf bestimmte Reize

Die Multiple Sklerose führt zu Einschränkungen u. a. in den Bereichen Koordination, Gleichgewicht, Reflexe, Muskelkraft oder Sensibilität.

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Elektrophysiologische Untersuchungen

Um die Leitfähigkeit der Nerven zu prüfen, führt die Fachärztin oder der Facharzt elektrische Tests der Nervenbahnen durch. Mit Hilfe von Reizen ruft er gezielt evozierte Potentiale hervor - das sind elektrische Spannungen, die in den Nerven- und Muskelzellen auftreten, wenn von außen ein Reiz einwirkt. Diese Spannungen werden mit der Elektroenzephalografie (EEG) gemessen. Je nach Reiz kann die Funktion dieser Nerven getestet werden:

  • Sehnerven
  • Hörnerven
  • Sensible Nerven
  • Motorische Nerven

Werden Reize verlangsamt weitergeleitet, ist dies ein Hinweis auf Multiple Sklerose.

Bildgebende Verfahren: Die Magnetresonanztomographie (MRT)

Eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder auch Kernspintomografie ist ein bildgebendes Verfahren. Es bildet die Gewebestrukturen von Gehirn und Rückenmark in Schichten ab. Das Verfahren kommt ohne Strahlenbelastung aus, da es Magnetfelder und Radiowellen einsetzt. Diese Herde lassen sich auch dann erkennen, wenn sich die MS noch im Anfangsstadium befindet und der Betroffene selbst noch keine Krankheitsanzeichen hat. Eine MRT-Aufnahme macht neben den entzündlichen Veränderungen auch abgestorbene Nervenzellen bzw. Um die entzündlichen Herde sichtbar zu machen, kann es notwendig sein, ein Kontrastmittel (Gadolinium) zu verabreichen. Dieses reichert sich dann in den aktiven MS-Herden an. Ja, denn mit einer MRT-Untersuchung lässt sich mit sehr hoher Sicherheit eine Entzündung im Gehirn und Rückenmark nachweisen. Nicht jeder Entzündungsherd macht sich klinisch durch Beschwerden bemerkbar. Die MRT ist ein zentrales Diagnoseinstrument bei MS. Sie ermöglicht die Darstellung von Entzündungsherden und Schädigungen im Gehirn und Rückenmark, die typisch für MS sind. Durch die Verwendung von Kontrastmitteln können aktive Entzündungen sichtbar gemacht werden.

Das radiologisch isolierte Syndrom (RIS) und das klinisch isolierte Syndrom (KIS)

Das radiologisch isolierte Syndrom (RIS): Es sind in der MRT-Untersuchung Entzündungsherde sichtbar, die auch bei einer MS zu finden sind. Meist handelt es sich hierbei um einen Zufallsbefund. Das klinisch isolierte Syndrom (KIS): Es tritt eine Episode von neurologischen Beschwerden auf, zum Beispiel eine Sehnervenentzündung, die mindestens 24 Stunden andauert. Bei etwa 50-60% der Betroffenen geht das RIS oder KIS im Verlauf in eine MS über. Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Durch regelmäßige Verlaufskontrollen und eine engmaschige Beobachtung kann ein Fortschreiten oder der Übergang in eine MS frühzeitig entdeckt und entsprechend behandelt werden.

Liquoruntersuchung (Lumbalpunktion)

Für einen gesicherten Befund der Multiple Sklerose ist die Untersuchung des Liquors wichtig - also des Nervenwassers, das Gehirn und Rückenmark umfließt. Um Nervenwasser zu gewinnen, führt die Ärztin oder der Arzt eine sogenannte Lumbalpunktion durch. Aktuell wird weiterhin empfohlen eine Lumbalpunktion bei Verdacht auf MS durchzuführen. Studien haben gezeigt, dass ohne eine Liquoruntersuchung falsche Diagnosen häufiger sind. Bei einer MS zeigen sich spezielle autoimmune Zellen, sogenannte oligoklonale Banden, die im Liquor nachgewiesen werden können. Bei einer Lumbalpunktion wird Nervenwasser (Liquor) aus dem Rückenmark entnommen und auf bestimmte Marker untersucht, die bei MS häufig vorkommen, wie oligoklonale Banden. Diese Marker deuten auf eine entzündliche Krankheitsaktivität im zentralen Nervensystem hin.

Vorbereitung und Durchführung der Lumbalpunktion

Vor der Untersuchung prüft die Ärztin oder der Arzt, ob die Blutgerinnung normal ist. Teile ihm unbedingt mit, wenn du Medikamente einnimmst, die die Blutgerinnung fördern oder hemmen. Nur so ist es möglich, Blutungen vorzubeugen, die die Nerven im Bereich der Einstichstelle schädigen könnten. Hattest du bereits eine Lumbalpunktion? Informiere deine Ärztin oder deinen Arzt, falls es bei der vorangegangenen Nervenwasserentnahme Besonderheiten gegeben hat. Teile deiner Ärztin oder deinem Arzt mit, wenn du eine Wirbelsäulenverletzung oder -operation hattest oder Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule vorliegen. Denn Verwachsungen und Vernarbungen können das Einführen der Nadel erschweren oder sogar unmöglich machen. Liegt ein Hirntumor vor? Hattest du bereits früher eine Erkrankung des Gehirns? Informiere Deinen Neurologen auch über vorliegende Erkrankungen, die mit einem erhöhten Hirndruck einhergehen. Die Lumbalpunktion wird im Sitzen oder Liegen durchgeführt. Zunächst findet eine örtliche Betäubung statt, und die Einstichstelle wird desinfiziert. Anschließend sucht die Ärztin oder der Arzt eine Stelle zwischen zwei Wirbelkörpern der Lendenwirbelsäule. In Höhe des zweiten/dritten oder des dritten/vierten Lendenwirbels schiebt er eine spezielle Hohlnadel bis in den Wirbelkanal vor. Dann entnimmt er eine kleine Menge Nervenwasser aus dem Rückenmarkskanal. Mit dem Nervenwasser wird auch eine aktuelle Blutprobe ins Labor geschickt, da die Liquor-Werte nur in Zusammenhang mit den Blutwerten richtig beurteilt werden können.

Risiken und Nachwirkungen

Die Lumbalpunktion ist ein Routine-Eingriff. Entgegen häufigen Ängsten kann es bei einer fachgerechten Durchführung nicht zu einer Verletzung des Rückenmarks kommen. Der Grund: Das Rückenmark endet bei Erwachsenen bereits in Höhe des ersten Lendenwirbelkörpers - also oberhalb der Stelle, an der die Nadel in den Wirbelkanal eingeführt wird. Die Lumbalpunktion dauert nur wenige Minuten und ist oft nicht unangenehmer als eine Blutabnahme. Vereinzelt kommt es zu einem kurzen Schmerz, wenn die Nadel Nervenfasern streift. Im Anschluss an die Untersuchung kann das sogenannte postpunktionelle Syndrom auftreten. Dabei kommt es zu Kopfschmerzen und Übelkeit. Ursache ist der Verlust von Nervenwasser: Neben der entnommenen Menge Nervenwasser sickert durch die kleine Verletzung auch im Anschluss an die Lumbalpunktion noch ein wenig Liquor ins Gewebe nach, so dass ein vorübergehender "Mangel" entsteht. Du kannst das Risiko von Nebenwirkungen senken, indem du nach der Punktion für einige Stunden ruhig und möglichst flach auf dem Rücken liegen bleibst und ausreichend trinkst.

Blutuntersuchungen

Bei Verdacht auf Multiple Sklerose ist der Nachweis bestimmter Blutwerte notwendig, um andere Krankheiten mit den gleichen Symptomen auszuschließen (Differenzialdiagnose). Bis heute steht Ärzten kein Bluttest zur Verfügung, der eine MS nachweisen kann. Forscher arbeiten jedoch an einem Bluttest, der die Diagnose schneller und einfacher macht. Sie haben im Blut von Betroffenen, die gerade einen MS-Schub erleiden, einen Biomarker für MS gefunden - sogenannte Autoantikörper. Dies sind Antikörper, die körpereigenes Gewebe angreifen. In diesem Bluttest sehen Mediziner einen besonderen Fortschritt bei der Diagnose von Multiple Sklerose. Nach einem MS-Schub verschwinden allerdings diese spezifischen Autoantikörper meistens aus dem Blut, so dass die Erkrankung mit diesem Test nur während eines Schubes sicher diagnostiziert werden kann. Der Test befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Gleichwohl können über Untersuchungen des Blutes andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Auch können Standardbluttests, beispielsweisedie Leber-, Nieren- oder Schilddrüsenwerte prüfen und Hinweise auf andere Erkrankung als MS geben.

Diagnosekriterien und Krankheitsverlauf

Die Diagnose MS muss nachgewiesen werden, dass die krankheitsbedingten Störungen sowohl an verschiedenen Stellen des zentralen Nervensystems (sog. „Herde“) als auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten (sog. „Schübe“) auftreten. Ein Schub wird als objektiv erfassbarer, neu auftretender neurologischer Ausfall oder als eine gravierende Verschlechterung eines bereits bestehenden Ausfalls für die Dauer von mindestens 24 Stunden definiert. Schübe zeichnen sich durch Symptome wie Gangunsicherheiten, Gefühlsstörungen oder Sehverschlechterungen aus. Eine gesicherte MS liegt beispielsweise vor, wenn zeitlich und räumlich getrennt mindestens zwei Schübe und zwei Herde im ZNS nachgewiesen werden können oder wenn sich statt eines zweiten Schubes in einer MRT-Untersuchung im Vergleich zur Voruntersuchung ein oder mehrere neue Herde zeigen. In der neuesten Fassung von 2017 wurden die Diagnose-Kriterien verfeinert und vereinfacht, sodass eine Multiple Sklerose nun bereits nach dem ersten Schub diagnostiziert werden kann. Die aktuell gültigen Kriterien sind die McDonald-Kriterien in der Revision von 2017. Es gibt zwar einige Symptome, die sehr verdächtig für eine Multiple Sklerose (MS) sind, aber kein eindeutiges Zeichen. Auch der zeitliche Verlauf ist nur schwer vorherzusagen. Manche Symptome bestehen nur eine Zeit lang und verschwinden bis zu einem gewissen Grad oder vollständig.

Differenzialdiagnostik

Da die Symptome bei MS oft unspezifisch sind, sind weitere Untersuchungen und Labortests notwendig, um eine sichere Diagnose zu stellen. Eine andere Ursache der beklagten Beschwerden, wie z.B. eine Borreliose oder andere autoimmune Erkrankungen müssen vor Diagnosestellung ausgeschlossen worden sein. Zudem muss eine Einordnung des Krankheitsstadiums innerhalb des Formenkreises der Multiplen Sklerose erfolgen. Zusätzlich gibt es ein breites Spektrum seltenerer Erkrankungen des zentralen Nervensystems. ZNS-Beteiligung von Kollagenosen und rheumatologischen Erkrankungen (z.B.

Therapie und Verlaufskontrolle

Innerhalb der letzten Jahre hat sich das Therapiespektrum der Multiplen Sklerose deutlich erweitert und es steht nun eine Reihe von neuen immunmodulatorischen Therapien zur Verfügung. Damit einhergehend ist allerdings auch der Beratungs- und Betreuungsbedarf zur Auswahl und Überwachung einer geeigneten Therapieoption gestiegen. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle ist sinnvoll und notwendig, damit frühzeitig therapeutische Maßnahmen mit Ihnen besprochen werden können, um den natürlichen Verlauf der Erkrankung bestmöglich zu hemmen. Dabei informieren wir Sie gerne über neue Entwicklungen im Bereich der Multiplen Sklerose. Neben einer interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb der Universitätsmedizin (z.B.

Multiple Sklerose bei Kindern und Jugendlichen

Multiple Sklerose wird immer häufiger bei Kindern und Jugendlichen diagnostiziert. MS beginnt in rund 3 bis 5 Prozent aller Fälle bereits vor dem 17. Für Kinder- und Jugendliche ist der schubförmige Multiple Sklerose-Verlauf typisch. Allerdings haben sie einen anderen Krankheitsverlauf als Erwachsene. Sie weisen eine höhere Schubrate auf als Erwachsene mit MS, und in ihrem MRT sind mehr Entzündungsherde zu sehen.

Leben mit Multipler Sklerose

Die Diagnose Multiple Sklerose heißt nicht, dass Sie Ihren Alltag komplett umstellen müssen. Das wichtigste ist, dass Sie Neuerungen im Alltag gut für sich annehmen können und kontinuierlich umsetzen. Besonders wichtig sollte Ihnen sein auf sich selbst und das eigene Befinden noch mehr zu achten und Ihre Bedürfnisse entsprechend anzupassen. Multiple Sklerose (MS) ist mehr als nur eine Diagnose - sie stellt für Betroffene und deren Angehörige eine tiefgreifende Veränderung im Leben dar, denn die chronische Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems kann sich durch vielfältige Symptome im Alltag bemerkbar machen. Die wichtigsten Informationen rund um das Leben mit MS finden Sie in unseren Broschüren, die Ihnen auch als Download zur Verfügung stehen. Suchen Sie regelmäßig Ihren Arzt auf. Denn regelmäßige körperliche Untersuchungen zur Überprüfung des Gesundheitszustandes sind bei der Erkrankung von großer Wichtigkeit.

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