Donald Trumps Gesundheit im Fokus: Spekulationen und Fakten

In den US-amerikanischen Medien und der Öffentlichkeit wird der Gesundheitszustand von Politikern, insbesondere des Präsidenten, traditionell aufmerksam verfolgt und diskutiert. Dies gilt auch für Donald Trump, dessen Gesundheit in den letzten Jahren immer wieder Gegenstand von Spekulationen war. Dieser Artikel beleuchtet die Fakten und Gerüchte rund um Trumps Gesundheitszustand, wobei sowohl offizielle Angaben als auch mediale Berichte berücksichtigt werden.

Chronische Veneninsuffizienz und weitere Gesundheitsprobleme

Das Weiße Haus gab bekannt, dass bei Donald Trump eine chronische Veneninsuffizienz diagnostiziert wurde. Diese Diagnose erfolgte, nachdem Fotos und Videoaufnahmen geschwollene Fußgelenke zeigten. Laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt seien die geschwollenen Fußgelenke auf "häufiges Händeschütteln" zurückzuführen. Zudem wurden blaue Flecken auf Trumps Händen thematisiert, die laut Leavitt eine Nebenwirkung der Einnahme von Aspirin sein könnten. Trump nehme den Entzündungshemmer zur Vorsorge gegen Herzerkrankungen ein, so die Sprecherin unter Berufung auf Trumps Leibarzt. Es wurde betont, dass es "keine Hinweise auf eine tiefe Venenthrombose oder arterielle Erkrankungen" gebe.

Trumps angebliche "märchenhafte Gesundheit"

Während seiner Amtszeit wurde Trumps Gesundheit von seinem damaligen Leibarzt als "geradezu märchenhaft" beschrieben. Trump selbst lobte seine "unglaubliche Fitness" und seine "ebenso unglaublichen Gene". Allerdings ist bekannt, dass seine Ernährung nicht optimal ist und sein Übergewicht möglicherweise mit ungünstigen Cholesterinwerten einhergeht. Positiv hervorzuheben ist, dass Trump keinen Alkohol trinkt und nicht raucht.

Das Muster der Verschleierung?

Die Kongressabgeordnete Jasmine Crockett (Texas), bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber Trump, vermutet ein "Muster der Verschleierung" bezüglich seines Gesundheitszustandes. Sie verweist auf Trumps "seltsames Verhalten" in Reden und Interviews, bei denen er "Dinge hinzufügt, die nicht passiert sind". Als Beispiel nannte sie Trumps Behauptung, sein Onkel habe den Unabomber Ted Kaczynski am MIT unterrichtet, obwohl dies nicht den Tatsachen entspricht.

Crockett sandte einen Fragenkatalog an Trumps Arzt, Dr. Barbabella, in dem sie unter anderem fragte, ob Trump in den letzten 15 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten habe, ob gesundheitliche Probleme seine Amtsfähigkeit beeinträchtigen, ob er Hilfsmittel wie einen Gehstock benutzt und was die Ursache für "wiederholte Gesichtslähmungen" und "auffällige Bewegungsprobleme" sei.

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Zweifel an Trumps mentaler Fitness

Schon während seiner ersten Präsidentschaft gab es Zweifel an Trumps mentaler Fitness. Der Professor für klinische Psychiatrie an der Cornell-Universität, Richard A. Friedman, attestierte Trump "verbale Inkohärenz", "tangentiales Denken" und sich ständig wiederholende Äußerungen, die einer "gründlichen neuropsychiatrischen Untersuchung" bedürften, "um eine kognitive Erkrankung auszuschließen".

Trumps Reaktion auf Bidens Gesundheitszustand

Im Wahlkampf bezeichnete Trump Joe Biden oftmals als "sleepy Joe" und stellte dessen geistige Fähigkeiten infrage. Anfang Juni ordnete Trump sogar eine Untersuchung gegen Bidens Umfeld an, um aufzudecken, "ob bestimmte Personen sich verschworen haben, die Öffentlichkeit über Bidens Geisteszustand zu belügen".

Nach Bekanntwerden von Joe Bidens Prostatakrebs-Diagnose sprach Trump seinem Amtsvorgänger Genesungswünsche aus, deutete aber gleichzeitig eine mögliche Vertuschung der Krebserkrankung an. Er verlangte Aufklärung, ob es sich bei Bidens behandelndem Arzt um denselben Mediziner handele, der dem Demokraten zuvor volle kognitive Leistungsfähigkeit bescheinigt habe.

Gesundheitliche Transparenz vs. Staatsgeheimnis

In den USA hat sich im Laufe der Jahre ein Ritual entwickelt, bei dem Präsidenten regelmäßig öffentlich Auskunft über ihren Gesundheitszustand geben. Dies ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Früher wurde die Gesundheit der US-Präsidenten eher als Staatsgeheimnis behandelt. Ein Wendepunkt war die Präsidentschaft von John F. Kennedy, der sich als jugendlich vitaler Ritter von Camelot inszenierte, während seine umfangreiche Anamnese erst posthum bekannt wurde und einen Schock auslöste.

Joe Biden: Parkinson-Spekulationen und offizielle Dementis

Auch um Joe Biden ranken sich Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. Insbesondere wurde spekuliert, ob er an Parkinson erkrankt sei. Diese Spekulationen wurden durch seinen unsicheren Gang, Orientierungsprobleme, Wortverwechslungen und das Einschlafen bei Gesprächen befeuert. Einige Neurologen attestierten Biden öffentlich Parkinson-ähnliche Symptome.

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Das Weiße Haus dementierte jedoch, dass Biden wegen Parkinson behandelt werde oder Medikamente gegen die Krankheit einnehme. Bidens Leibarzt veröffentlichte einen Brief, in dem er weitere Details öffentlich machte. Er bestätigte, dass Biden im Rahmen seiner jährlichen Untersuchung dreimal einen Neurologen konsultiert habe, nannte aber keine Namen von Spezialisten.

Parkinson: Symptome und Behandlung

Die Parkinson-Erkrankung, umgangssprachlich auch Schüttel-Lähmung genannt, ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Zu den typischen Symptomen gehören Zittern, Steifheit der Muskeln, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsstörungen. In erster Linie wird Parkinson mit Medikamenten behandelt, um den Dopaminmangel auszugleichen. Manchmal kann auch ein hirnchirurgischer Eingriff sinnvoll sein. Daneben können Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und gegebenenfalls Psychotherapie ergänzend helfen.

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