Jean Reno: Ein Leben im Film – zwischen Herzinfarktgerüchten und Altersweisheit

Der französische Schauspieler Jean Reno, bekannt für seine Rollen in Filmen wie "Léon - Der Profi" und "The Da Vinci Code", ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im internationalen Kino. Sein Talent, seine Vielseitigkeit und seine charismatische Leinwandpräsenz haben ihm eine treue Fangemeinde eingebracht. Doch wie bei jedem Star gibt es auch um Jean Reno immer wieder Schlagzeilen, die nicht immer der Wahrheit entsprechen. Dieser Artikel beleuchtet das Leben und die Karriere von Jean Reno, geht auf die kursierenden Gerüchte um seine Gesundheit ein und wirft einen Blick auf seine persönlichen Ansichten über das Alter und die Liebe.

Dementi von Herzinfarktgerüchten

Anfang 2019 machten Berichte die Runde, Jean Reno habe in der Karibik einen Herzinfarkt erlitten und liege im Krankenhaus. Seine Sprecherin Christina Papadopoulos wies diese Meldungen jedoch entschieden zurück. Sie erklärte gegenüber der US-Sendung "Entertainment Tonight", dass Reno lediglich wegen Sodbrennen und Magenbeschwerden vorsichtshalber eine Klinik aufgesucht habe. "Absolut falsch" seien die Herzinfarktgerüchte, fügte sie hinzu und scherzte, dass er vermutlich zu viele scharfe Sachen gegessen habe. Die französische Presse hatte zuvor berichtet, der Schauspieler liege mit Herzproblemen auf der Intensivstation.

Eine beeindruckende Karriere

Jean Reno, der mit bürgerlichem Namen Juan Moreno y Herrera-Jiménez heißt, wurde in Casablanca, Marokko, geboren. Seine spanischen Eltern waren vor der Franco-Diktatur dorthin geflohen. Erst mit 17 Jahren zog er nach Frankreich. Seine Filmkarriere begann vergleichsweise spät, im Jahr 1978, mit einer Rolle in dem Experimentalfilm "L'Hypothèse du tableau volé". Der Durchbruch gelang ihm jedoch erst durch die Zusammenarbeit mit dem französischen Regisseur Luc Besson.

Die Zusammenarbeit mit Luc Besson

Besson erkannte Renos Talent früh und besetzte ihn in fast all seinen Filmen. Kritikerlob und erste Auszeichnungs-Nominierungen erhielt Reno für seine Rolle in Bessons "Im Rausch der Tiefe", in dem er sich als Enzo Molinari einen verhängnisvollen Wettbewerb im Apnoetauchen liefert. Der anschließende Film "Nikita" lieferte die Vorlage zu Renos wohl bekanntester Rolle: dem Auftragskiller Léon in "Léon - Der Profi". An der Seite von Natalie Portman und Gary Oldman wuchs Reno in dieser Rolle über sich hinaus und erlangte internationale Anerkennung.

Vielfältige Rollen

Nach dem Erfolg von "Léon - Der Profi" öffnete sich für Reno die internationale Filmbühne. Er spielte in Komödien wie "French Kiss", Actionfilmen wie dem ersten Teil der "Mission: Impossible"-Reihe und Roland Emmerichs "Godzilla" sowie in Thrillern wie "Ronin" an der Seite von Stars wie Meg Ryan, Tom Cruise und Robert De Niro. Im französischen Kino etablierte er sich zudem als Comedy-Talent, insbesondere durch seine Rolle als zeitreisender Ritter in "Die Besucher". Darüber hinaus lieh er in der französischen Vertonung von "Der König der Löwen" Simbas Vater Mufasa seine Stimme.

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Eine verpasste Chance

Obwohl Jean Reno eine beeindruckende Karriere vorweisen kann, hätte sie möglicherweise noch erfolgreicher verlaufen können. Berichten zufolge wurde ihm einst die Rolle des Agent Smith in der "Matrix"-Trilogie angeboten, die er jedoch ablehnte, da die Dreharbeiten in Australien stattfanden.

Jean Reno über das Alter

Jean Reno ist sich seines Alters bewusst und spricht offen darüber. In einem Interview mit dem "Playboy" sagte er: "Und wie, mir tut alles weh. Aber wenn du 60 bist und keinen Schmerz spürst, bedeutet das bloß, dass du tot bist." Er gab auch zu, dass er im Alter Höhenangst bekommen habe, etwas, das ihm in jungen Jahren nichts ausgemacht habe.

Altersweisheit statt Jugendwahn

Anders als manche andere Männer seiner Generation will sich Reno nicht mit jungen, hübschen Frauen an seiner Seite schmücken. Er würde zwar gerne ein Drehbuch für einen Film mit ihm und Vanessa Paradis schreiben, auf Liebesszenen mit der 39-Jährigen würde er aber verzichten: "Ich bin doch für sie viel zu alt. Außerdem mag ich ältere Frauen lieber", sagte Reno.

Persönliches Leben

Jean Reno war dreimal verheiratet. Bei seiner jüngsten Eheschließung im Jahr 2006 mit dem wesentlich jüngeren Model Zofia Borucka fungierte der spätere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy als Trauzeuge.

Weitere Schlagzeilen und Engagements

Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit engagiert sich Jean Reno auch in anderen Bereichen. Im Jahr 2020 wurde er Gemeinderat in Les Baux de Provence. Zudem machte er sich als Romanautor einen Namen. Sein erster Roman mit dem Titel "Emma" erschien im Mai 2020 und ist eine Mischung aus Spannung, Spionage und Liebe.

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Der Verlust der Eltern

In Interviews sprach Jean Reno offen über den Verlust seiner Eltern. Er gestand, dass der Tod seiner Mutter, als er 17 Jahre alt war, eine Wunde hinterlassen hat, die ihn sein Leben lang begleitet. Auch der Tod seines Vaters vor einigen Jahren hat ihn sehr berührt. Er hätte sich gewünscht, dass sein Vater die Veröffentlichung seines ersten Romans noch erlebt hätte.

Apnoetauchen: Faszination und Risiko

Ein weiterer Aspekt, der mit Jean Reno in Verbindung gebracht wird, ist das Apnoetauchen, insbesondere durch seine Rolle in "Im Rausch der Tiefe". Der Film thematisiert die Faszination und die Risiken dieser Sportart. Apnoetauchen, das Tauchen ohne Sauerstoffflasche, gilt als älteste Form des Tauchens überhaupt. Studien zufolge gab es Schwamm- und Perlentaucher vor den Küsten Griechenlands bereits vor 2500 Jahren.

Die Gefahren des Apnoetauchens

Wissenschaftler warnen vor den Gefahren des Apnoetauchens. Die hohen Druckunterschiede beim Auf- und Abtauchen können dazu führen, dass sich Gasblasen im Blut bilden, was Lähmungen und eine Art Schlaganfall zur Folge haben kann. Auch die Schluckbewegung, die zusätzliche Luft in die Lunge presst, kann problematisch sein, da sich das Organ überdehnen kann.

Benjamin Franz: Ein tragisches Beispiel

Ein tragisches Beispiel für die Risiken des Apnoetauchens ist der Fall von Benjamin Franz. Dem Apnoetaucher gelangen fünf Weltrekorde. Im Jahr 2002 erlitt er jedoch bei einem Tauchgang einen Schlaganfall.

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