Umfassendes Behandlungsspektrum der Neurologie im Johanniter Krankenhaus Oberhausen

Das Johanniter Krankenhaus Oberhausen bietet ein breites Spektrum an neurologischen Behandlungen an. Um die bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten, arbeiten verschiedene Fachbereiche eng zusammen. Im Folgenden werden die verschiedenen Aspekte des Behandlungsspektrums näher beleuchtet.

Radiologische Diagnostik und Therapie

Die zentrale Abteilung für Radiologie arbeitet eng mit allen Fachbereichen des Klinikums zusammen, um für jeden Patienten das qualifizierteste Untersuchungsverfahren auszuwählen. Die Diagnosestellung erfolgt anhand von Röntgenbildern, Schnittbildverfahren und computertomographisch-gesteuerter Gewebeentnahmen. Um dies zu gewährleisten, stehen modernste Untersuchungstechniken und Geräte zur Verfügung, darunter hochauflösende Computertomographen, Magnetresonanztomographen, Angiographiearbeitsplätze und Speicherfoliensysteme.

Interventionelle Radiologie

Die interventionelle Radiologie ist ein Teilgebiet, das sich auf aktive therapeutische Eingriffe unter radiologischer Bildsteuerung konzentriert. Dabei steht nicht die Diagnosefindung im Vordergrund, sondern die minimalinvasive Behandlung von Erkrankungen. Somit lassen sich im Einzelfall für Patienten belastende Operationen vermeiden.

Zum Behandlungsspektrum gehören u.a.:

  • Gewebeentnahmen: Entnahme von Gewebeproben aus den unterschiedlichsten Stellen des Körpers, Ultraschall-, CT- oder MRT-gesteuert.
  • Gefäßeröffnende Maßnahmen: Erweiterung von Gefäßen mit Ballonkatheter und Einbringung von Gefäßstützen (Stents).
  • Ausschaltung von Gefäßaussackungen: Minimalinvasive Einbringung von beschichteten Gefäßstützen oder Drahtspiralen zur Ausschaltung von Gefäßaussackungen (=Aneurysmen).

Die Abteilung hat erfolgreich am bundesweiten Qualitätssicherungsprogramm für radiologische und neuroradiologische Interventionen der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) teilgenommen.

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Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie

Die Klinik für Gynäkologie (Frauenheilkunde), Urogynäkologie und Gynäkologische Onkologie ist in das multiprofessionelle interdisziplinäre Expertennetzwerk des Onkologischen Kompetenzzentrums Niederrhein eingebunden. Die Klinik bietet eine umfassende Versorgung von Unterleibserkrankungen und nimmt sich empathisch der Sorgen der Patientinnen an.

Diagnostik in der Gynäkologie

Mit verschiedenen Methoden untersuchen die Fachärzte Vulva, Vagina, Gebärmutterhals, Gebärmutter, Adnexen (Eileiter und Eierstöcke), um Auffälligkeiten auszuschließen bzw. beurteilen zu können. Dafür steht beste Medizintechnologie zur Verfügung.

Behandlung von Beckenbodenproblemen

Beckenbodenprobleme bedürfen einer sorgsamen, systematischen und speziellen Diagnostik, denn deren Ursachen können sehr unterschiedlicher Genese sein. Zunächst stehen konservative Therapiemaßnahmen im Vordergrund.

Gynäkologisches Krebszentrum

Das gynäkologische Krebszentrum ist hochspezialisiert auf die komplexe Behandlung und Operationen aller Arten von Unterleibskrebs. Das Team arbeitet nach aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien und bietet eine individuelle, der Lebenssituation angepasste, optimale Behandlung an.

Behandlung von Gebärmutterkrebs

Eine unerwartete Blutung ist bei Frauen, die altersbedingt keine Periode mehr haben, häufig das erste Symptom einer bösartigen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut. Zur Sicherung der Diagnose werden eine Spiegelung der Gebärmutter und eine Ausschabung (Abrasio) durchgeführt. Bei Veränderungen mit einer sehr guten Prognose reicht die Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke über eine Bauchspiegelung aus. Häufig wird zur Sicherheit noch die Entfernung der Wächterlymphknoten im Beckenbereich empfohlen. Veränderungen mit einem höheren Risiko benötigen die Entfernung der Lymphknoten bis auf Höhe der Nieren.

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Behandlung von Vulvakarzinom

Das Vulvakarzinom, also die bösartige Veränderung der Haut im Bereich der Schamlippen, war früher meist die Erkrankung der älteren Frau. Heute ist aufgrund der fortschreitenden HPV-Infektionen das Erkrankungsalter deutlich niedriger. Mittels Lasertherapie oder mit kleinen operativen Eingriffen können diese Hautveränderungen sicher entfernt werden.

Behandlung von Eierstockkrebs

Eierstockkrebs, auch bekannt als Ovarialkarzinom, ist ein bösartiger Tumor, der sich in den Eierstöcken, den Eileitern oder dem Bauchfell entwickeln kann. Die erste Verdachtsdiagnose kann mittels Ultraschalluntersuchung erfolgen und wird durch weitere Untersuchungen wie CT-Scans und Bluttests verifiziert. Bei bestätigtem Ovarialkarzinom wird in der Regel die Operation per Bauchschnitt weitergeführt, um alle sichtbare Tumoranteile zu entfernen. Nach der Operation ist in den meisten Fällen eine systemische Therapie in Form von Chemotherapie erforderlich, um die Stabilisierung und Heilung zu unterstützen.

Dysplasie-Sprechstunde

Wurden bei Ihrem Zellabstrich Auffälligkeiten und/oder Veränderungen festgestellt, ist eine weitere frühzeitige Abklärung in der Dysplasie-Sprechstunde zu empfehlen. Mittels eines hochmodernen Aufsichtsmikroskops (Kolposkop) können Millimeter für Millimeter der Gewebeoberfläche optimal angeschaut und beurteilt werden.

Behandlung von Blasenschwäche

Bei der Belastungsinkontinenz kommt es zu ungewollten Urinverlust im Rahmen einer körperlichen Belastung wie Husten, Niesen, Lachen oder Sport. Manchmal gelingt es schon, durch Änderung des Lebensstils - wie Gewichtsreduktion und Reduktion des Zigarettenkonsums - sowie durch Beckenbodentraining die Situation deutlich zu verbessern. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, können wir durch operative Maßnahmen bei der Belastungsinkontinenz das fehlende Widerlager der Harnröhre erneuern. Bei der Behandlung der überaktiven Blase steht die leider oft nebenwirkungsreiche medikamentöse Therapie der Blase im Vordergrund. Sind die Nebenwirkungen zu beeinträchtigend oder die Medikamente helfen nicht, können andere Therapieoptionen angeboten werden.

Behandlung von Myomen

Die Sonata-Behandlung ist eine extrem schonende minimalinvasive Behandlungsmethode von Myomen, die es ermöglicht, dass die Gebärmutter erhalten bleibt. Eine andere Möglichkeit ist die Entfernung der Myome über eine konventionelle minimal-invasive Bauchspiegelung. Bei abgeschlossener Familienplanung und Wunsch nach einer endgültigen Lösung besteht auch die Möglichkeit der Gebärmutterentfernung.

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Behandlung von starken Monatsblutungen

Starke Monatsblutungen deren Ursache nicht Myome, oder gut behandelbare hormonelle Störungen sind, können durch eine operative Behandlung der Gebärmutterschleimhaut therapiert werden. Das Novasure®, ein Goldnetz mit dem wir die Gebärmutterschleimhaut veröden, ist die eine Möglichkeit. Alternativ kann ebenfalls ambulant die Gebärmutterschleimhaut während einer Gebärmutterspiegelung mit einer elektrischen Schlinge abgetragen werden.

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie widmet sich dem gesamten Spektrum der Chirurgie - von der allgemeinchirurgischen Regelversorgung bis hin zur komplexen onkologischen Roboter-Chirurgie.

Adipositas-Chirurgie

Die Klinik betreut und behandelt Menschen mit krankhaftem Übergewicht sowie übergewichtige Patienten mit schlecht einstellbarem Diabetes mellitus Typ II. Dazu wurde mit verschiedenen Kooperationspartnern ein Stufenkonzept eingeführt.

Behandlung von Gallenblasenerkrankungen

Eine Gallenblasenentzündung wird meist durch Gallenblasensteine verursacht. In der Regel sollte bei symptomatischen Patienten die Entfernung der Gallenblase erfolgen. In mehr als 90% der Fälle erfolgt dies durch eine „Schlüsselloch-Technik“. Bösartige Erkrankungen der Gallenblase bzw. Gallengänge sind sehr selten.

Hernienchirurgie

Eine Hernie ist ein Bruch im Bereich der Bauchwand und gekennzeichnet durch ein Heraustreten von Baucheingeweiden mit umgebenden Bauchfell (Bruchsack) durch eine Lücke (Bruchpforte) in der Bauchwand. Die Klinik ist ein zertifiziertes Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie. Im Ev. Klinikum Niederrhein werden jährlich über 400 Hernienoperationen durchgeführt.

Behandlung von Hernien

Die Diagnosestellung erfolgt meist nur über eine körperliche Untersuchung. Bei Bedarf kommen Computertomographie oder Magnetresonanztomographie hinzu. Bei Beschwerden sollte immer eine operative Therapie erfolgen. Liegen keine schweren Begleiterkrankungen vor, werden Leisten- und Nabelbrüche ambulant operiert.

OP-Verfahren bei Nabelhernien

  • Präperitoneale umbilikale Netzplastik (PUMP): Offenes Verfahren zur operativen Versorgung mittelgroßer Nabelhernien.
  • Sublay-Technik: Dieses offene Verfahren ist für große Nabelhernien geeignet.
  • IPOM-Technik (Intraperitoneales Onlay-Mesh): Diese Technik lässt sich offen oder laparoskopisch (Bauchspiegelung) durchführen.
  • LEESS-Technik (laparoscopic extraperitoneal endoscopic staple based sublay): Minimal-invasive Technik, bei der größere Nabelhernien, kombiniert mit einer Rektusdiastase, netzartig versorgt werden.

Behandlung von Narbenhernien

Narbenhernien sind erworbene Schwächen im Bereich der Operationsnarbe, die nach operativen Eingriffen am Bauch entstehen. Als OP-Verfahren kommen offene Netztechniken zum Einsatz, die sich in ihrer Lage innerhalb der Bauchdecke unterscheiden (siehe Sublay- und IPOM-Technik).

Behandlung von Hiatushernien

Es handelt sich um einen Durchtritt von Bauchorganen in die Brusthöhle durch eine Erweiterung der Zwerchfellspalte (Hiatus). Ist eine Operation erforderlich, besteht das Operationsprinzip in einer Verengung der Zwerchfellspalte (hintere Hiatoplastik). Dies wird in bestimmten Fällen mit einer Netzimplantation zur Stabilisierung kombiniert. Zusätzlich wird aus dem oberen Teil des Magens (Fundus) eine Manschette geformt, die um den unteren Teil der Speiseröhre gelegt wird, um zu verhindern, dass der saure Magensaft in die Speiseröhre zurückfließt (360°-Fundoplikatio nach Nissen).

Orthopädie und Unfallchirurgie

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie bietet ein breites Spektrum moderner operativer und konservativer Therapiemaßnahmen zur erfolgreichen Behandlung bei Erkrankungen und Verletzungen des Bewegungsapparates (Gelenke, Knochen, Bänder, Sehnen, Muskeln, Wirbelsäule).

Endoprothetikzentrum

Der operative Gelenkersatz stellt einen besonderen Schwerpunkt der orthopädischen Klinik dar. Die exakte präoperative Planung erfolgt mit Hilfe einer speziellen Computersoftware. Auch beim operativen Gelenkersatz wird besonderer Wert auf minimal-invasive und muskelschonende Operationstechniken für Ihre schnelle Genesung gelegt.

Arthroskopische Operationen

Arthroskopische Operationen werden auch als „Schlüssellochchirurgie“ bezeichnet. Hierbei werden die Gelenke (insbesondere Knie-, Schulter-, Sprung- und Ellenbogengelenke) mit speziellen optischen Instrumenten gewebefreundlich und schonend durch kleine Öffnungen gespiegelt.

Fußchirurgie

Aufgabe der modernen Fußchirurgie ist es, Störungen im Bereich des Fußskeletts durch geeignete Verfahren zu korrigieren. Ziel ist die Wiederherstellung der normalen Funktion und schmerzfreien Belastbarkeit des Fußes.

Unfallchirurgie

Im unfallchirurgischen Spektrum kommen alle modernen Methoden für die Wiederherstellung nach einem Unfall zum Einsatz. Zur Unterstützung der eigenen Knochenheilung bei Knochenbrüchen werden innere und äußere Stabilisierungssysteme verwendet.

Behandlung von Rückenschmerzen

So vielfältig wie die Ursachen für Rückenschmerzen sind, so vielfältig sind auch die Methoden zu ihrer Behandlung. Ist keine Operation notwendig, kann eine Schmerztherapie über ein minimal-invasives Verfahren erfolgen. Sowohl Bandscheibenvorfälle als auch Verschleißerkrankungen werden häufig mit einem komplexen Programm der Mikrotherapie erfolgreich behandelt.

Physiotherapie und physikalische Therapie

Der Klinik angegliedert ist die große Abteilung der Physiotherapie und physikalischen Therapie mit speziell ausgebildeten Physiotherapeutinnen und -therapeuten sowie Masseure und Masseurinnen. Sie führen die Behandlungen entsprechend dem individuellen Therapiekonzept durch, damit eine ungestörte und rasche Rehabilitation gewährleistet ist.

Psychiatrie

Die Klinik hat eine spezielle Station für Akut- und Notfallpsychiatrie. Das Team ist zuständig bei schweren seelischen Krisen und psychiatrischen Notfällen. Station 15 ist die Psychotherapiestation für Störungen der Affektivität und Persönlichkeit. Station 13 ist die Schwerpunktstation für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol und Medikamenten sowie für komorbide Störungen. Station 14 ist die zentrale Anlaufstelle für ältere Menschen mit psychischen Störungen.

Wahlleistungsbereich

Im Wahlleistungsbereich werden neben den allgemeinen Krankenhausleistungen ein umfassendes Komfort- und Servicepaket angeboten. Dazu gehört die kognitiv-verhaltenstherapeutische Gruppenpsychotherapie, bei der Gedanken und Einstellungen im Vordergrund stehen. Ergänzt wird dies durch psychoedukative Gruppen wie Depressionsbehandlung, soziales Kompetenztraining und emotionales Kompetenztraining. Achtsamkeitsübungen und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie fördern Ihre psychische Flexibilität und Ihr Wohlbefinden. Für einen ganzheitlichen Ansatz bieten wir auch Bewegungstherapie, Ergotherapie, Musiktherapie und spezielle Workshops an.

Gerontopsychiatrische Beratungsstelle

In der Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle (GPB) erhalten Sie individuelle Beratung zu psychischen Erkrankungen im Alter sowie Unterstützung bei der Koordination von Hilfsangeboten. Für Angehörige wird eine spezielle Gruppe angeboten, die dabei hilft, die Situation der Betroffenen besser zu verstehen und gleichzeitig den eigenen Belastungen vorzubeugen. Der Integrationsfachdienst (IFD) berät umfassend zu Arbeitsplatzsicherung und Übergängen im beruflichen Kontext.

Weitere Fachabteilungen

Das AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen verfügt über folgende Fachabteilungen:

  • Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Gastroenterologie
  • Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
  • Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Klinik für Gefäßchirurgie
  • Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie

Ausstattung und Services

Das AMEOS Klinikum St. Clemens Oberhausen bietet folgende Ausstattung und Services:

  • Einzelzimmer mit eigenem Bad
  • Rooming-in
  • Unterbringung von Begleitpersonen
  • Barrierefreiheit
  • Zimmerausstattung mit rollstuhlgerechten Sanitäranlagen
  • Rollstuhlgerechter Zugang zu Serviceeinrichtungen
  • Service für Patienten aus dem Ausland

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