Eingeklemmter Nerv und CRP-Wert: Ursachen, Diagnose und Behandlung von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind ein weit verbreitetes Gesundheitsproblem, das Menschen jeden Alters betrifft. Die Ursachen können vielfältig sein, von Muskelverspannungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen der Wirbelsäule. Ein wichtiger Aspekt bei der Diagnose und Behandlung von Rückenschmerzen ist die Unterscheidung zwischen spezifischen und unspezifischen Schmerzen sowie die Berücksichtigung von Entzündungszeichen wie dem CRP-Wert.

Einführung in Rückenschmerzen und Ischialgie

Rückenschmerzen sind ein globales Gesundheitsproblem, das oft durch mangelnde Information und Aufklärung verstärkt wird. Es ist wichtig, unnötige Behandlungen zu vermeiden und die Patienten bestmöglich zu versorgen.

Viele Menschen vermuten eine Ischialgie, wenn sie plötzlich von starken Schmerzen im unteren Rücken geplagt werden. Der Begriff "Ischias" ist jedoch umgangssprachlich und bezeichnet Beschwerden, die vom Ischiasnerv ausgehen. Medizinisch korrekt spricht man von Ischialgie.

Häufig steckt hinter diesen Schmerzen ein gereizter, eingeklemmter und/oder entzündeter Ischiasnerv. Es gibt jedoch auch andere Erkrankungen wie den Hexenschuss (Lumbago), die ähnliche Beschwerden verursachen können. Typisch für die Ischialgie ist ein ziehender oder reißender Rückenschmerz, der über das Gesäß und die Rückseite des Oberschenkels bis in die Kniekehle ausstrahlt. Empfindungsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit und auch Lähmungserscheinungen können die Ischiasschmerzen begleiten.

Ursachen von Ischialgie

Meist treten Ischiasbeschwerden plötzlich auf. Oft ist die Vorwölbung einer Bandscheibe im Bereich der unteren Lendenwirbel die Ursache. Die verrutschte Bandscheibe drückt dann auf die Wurzel des Ischiasnervs, was zu einer Reizung und Entzündung des Nervs führen kann. Eine Ischialgie kann aber auch durch Bakterien und Viren provoziert werden. Borrelien, die von Zecken übertragen werden, können den Ischiasnerv befallen und typische Ischiasbeschwerden hervorrufen. Wenn Ischiasbeschwerden nicht zügig nachlassen, sollte eine umfangreiche Diagnostik eingeleitet werden, um die Ursache zu finden.

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Bandscheiben-Vorwölbungen und -Vorfälle sind meist Verschleißerscheinungen. Faktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Haltungsfehler können diese Verschleißerscheinungen beschleunigen. Mit dem Alter lässt die Elastizität der Bandscheiben nach, und der Faserring, der den Gallertkern umschließt, kann Risse bekommen.

Es gibt aber auch Menschen, die immer wieder oder ständig mit einem schmerzenden Ischias zu kämpfen haben. In solchen Fällen können lädierte Bandscheiben dauerhaft ihre Position verändern und zu einer Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) führen. Auch "Auswüchse" an Wirbeln und Wirbelgelenken können chronische Nervenreizungen provozieren.

Weitere mögliche Ursachen für akute Ischiasprobleme sind Wirbelblockaden, Wirbelgleiten (Spondylolisthesis), Tumore oder Knochenmetastasen. Auch bestimmte Erreger wie Borrelien oder Herpes-zoster-Viren können den Ischiasnerv befallen und eine Entzündung der Nervenwurzel (Radikulitis) verursachen.

Diagnose von Ischialgie

Bei Verdacht auf eine Ischialgie befragt der Arzt den Patienten zunächst ausführlich (Anamnese). Auslöser, Dauer, Ort und Art der Schmerzen sowie Begleitsymptome sind für den Arzt sehr aufschlussreich. Die Anamnese liefert wichtige Hinweise, ob tatsächlich ein gereizter Ischiasnerv hinter den Kreuzschmerzen steckt oder nicht vielleicht eher ein Hexenschuss (Lumbago), der durch akute Muskelverspannungen verursacht wird.

Bestätigt sich der Verdacht auf eine Ischialgie, beginnt die Ursachenforschung. Auch dabei können Ihre Au… Das Restless Legs Syndrom (RLS) (auf Deutsch: Syndrom der ruhelosen Beine) ist eine chronische neurologische Erkrankung und damit eine Krankheit des Nervensystems. Sie zeigt sich mit Schmerzen, Kribbeln, Pochen und anderen unangenehmen Empfindungen in den Beinen, selten auch in den Armen. Morgens geht es dann wieder deutlich besser oder die Symptome sind sogar ganz weg. Oft besteht überdies ein kaum beherrschbarer Zwang, die Beine zu bewegen. Der gestörte Schlaf und die fehlende Erholung sind es dann auch, die zu einer stark eingeschränkten Lebensqualität der Betroffenen führen.

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Es gibt keinen medizinischen Test, den man machen könnte, um ein RLS eindeutig zu diagnostizieren. Die Anamnese ist entscheidend. Mit Hilfe von Labortests werden der Eisenstatus (Ferritin), sowie Vitamin B12, Folsäure und die Nieren- und Schilddrüsenwerte überprüft. Ausserdem werden mögliche Vitalstoffmängel erkannt bzw. Eine neurologische Untersuchung (Nervenuntersuchung) kann ferner eine Polyneuropathie ausschliessen. Und bei einer Untersuchung des Schlafs (Polysomnographie) werden auch andere Ursachen ausgeschlossen, die zu Schlafstörungen führen können, wie z. B.

Der CRP-Wert im Zusammenhang mit Rückenschmerzen

Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein Entzündungswert im Blut, der bei Entzündungen im Körper ansteigt. Bei Rückenschmerzen kann ein erhöhter CRP-Wert auf eine Entzündung im Bereich der Wirbelsäule hindeuten, beispielsweise bei einer Spondylodiszitis (Bandscheibenentzündung).

Bei Patienten mit Rückenschmerzen und Infekten in der Vorgeschichte, etwa kürzlich Harnwegsinfekten, Endokarditiden oder Divertikulitis, sollten Kollegen hellhörig werden. Entzündungszeichen wie eine erhöhte BSG, vor allem aber ein erhöhter CRP-Wert sei ein weiterer Hinweis auf eine Spondylodiszitis, sagte Dr. Bei einer normalen CRP sei dagegen eine Spondylodiszitis unwahrscheinlich, so Sobottke.

In einer Auswertung der Daten von 21 über 70-jährigen Patienten mit Spondylodiszitis - meist in der LWS - hatten 95 Prozent ein erhöhtes CRP, so Sobottke zur "Ärzte Zeitung". Eine Leukozytose hatten 24 Prozent. Bei der Konstellation Rückenschmerz, erhöhte CRP und Infekt in der Anamnese sollten schnellstmöglich Röntgenbilder des Wirbelsäulenabschnitts in zwei Ebenen veranlasst werden. Bei unklarem Röntgenbefund sei eine MRT nötig.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass ein erhöhter CRP-Wert nicht spezifisch für Rückenschmerzen ist und auch bei vielen anderen Erkrankungen auftreten kann. Daher ist es wichtig, den CRP-Wert im Zusammenhang mit anderen Untersuchungsergebnissen zu interpretieren.

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Muskelschmerzen als Ursache von Rückenschmerzen

Muskelschmerzen (Myalgie) sind plötzlich auftretende oder chronisch verlaufende Schmerzen im Bereich der Muskulatur. Akute Muskelschmerzen treten häufig bei harmlosen Verspannungen, Zerrungen oder Verletzungen auf. Ursachen für chronische Schmerzen in der Muskulatur sind oftmals Fehlhaltungen oder Überbeanspruchung. Seltener stecken hinter chronischen Muskelschmerzen ernsthafte Erkrankungen.

In den meisten Fällen sind Muskelschmerzen (etwa Muskelkater, -zerrungen oder -krämpfe) harmlos und lassen sich selbst behandeln. Sie heilen in der Regel aus, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen. Auch Muskelfaserrisse heilen von selbst, wenn man die Muskulatur ausreichend schont. Tut man das nicht, drohen allerdings Vernarbungen und dauerhafte Funktionsseinschränkungen.

Bei Muskelverspannungen, Muskelschmerzen unbekannter Ursache, Muskelschmerzen, die über einen längeren Zeitraum (mehrere Wochen) anhalten, und bei Verdacht auf einen Muskelfaser- oder Muskelriss ist ein Arztbesuch ratsam.

Der Arzt erhebt zunächst im Gespräch Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Informationen daraus sowie die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen helfen, die Ursache der Muskelschmerzen herauszufinden. So kann der Arzt dann eine passende Behandlung vorschlagen.

Untersuchungen bei Muskelschmerzen umfassen eine körperliche Untersuchung, Blutuntersuchungen, elektrophysiologische Untersuchungen (EMG), Ultraschalluntersuchung, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sowie eine Muskelbiopsie.

Vorbeugung von Muskelschmerzen und Rückenschmerzen

Mit einem gesunden Lebensstil können Sie aktiv etwas dafür tun, dass Muskelschmerzen gar nicht erst entstehen. Wichtige Tipps zur Vorbeugung sind:

  • Bewegung
  • Regelmäßige Entspannung
  • Magnesium: Das Spurenelement beugt Muskelkrämpfen vor.
  • Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport
  • Muskulatur nicht überfordern und sie langsam an neue Belastungen gewöhnen

Weitere Ursachen und Diagnose von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind bei jedem unterschiedlich. Wo genau schmerzt der Rücken? Wie stark ist der Schmerz? Tritt der Schmerz nur bei Belastung auf oder bereits in Ruhe? Rückenschmerzen sind in Deutschland enorm verbreitet, kommen in jedem Alter vor und haben die verschiedensten Ursachen. Sie machen sich nicht nur im gesamten Rücken vom Nacken bis ins Kreuz bemerkbar, sondern können auch bis in die Beine und Arme ausstrahlen.

Am häufigsten entstehen Rücken- oder Kreuzschmerzen durch Verspannungen und Fehlhaltungen, seltener durch Verschleiß (z. B. bei Spondylose) oder durch Abbau von Knochensubstanz. Hinter Rückenschmerzen stecken nur selten ernsthafte Erkrankungen. Meist sind verkrampfte oder verspannte Rückenmuskeln die Ursache der Beschwerden.

Spezifische Rückenschmerzen werden von Erkrankungen der Wirbelsäule verursacht. Rückenschmerzen können sich auf unterschiedlichste Weise äußern und verschiedene Bereiche der Wirbelsäule betreffen. Am häufigsten haben Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) ihren Ursprung, am zweithäufigsten sind Beschwerden der Halswirbelsäule (HWS).

Die Bandscheiben liegen als eine Art Puffer zwischen den einzelnen Wirbelkörpern unserer Wirbelsäule und gewährleisten die enorme Beweglichkeit und Belastbarkeit des Rückens. Beim Tragen und Heben von Gegenständen tragen die Bandscheiben oft ein Vielfaches unseres Körpergewichtes. Durchbricht der innen gelegene, gallertartige Kern der Bandscheibe seine bindegewebige Umhüllung, wölbt sich der Gallertkern in Richtung der Nervenbahnen des Rückenmarkes. Der Druck auf die Nerven des Zentralnervensystems löst beim Patienten starke Rückenschmerzen aus.

Ein plötzlich einschießender Schmerz im unteren Rücken wird als Hexenschuss oder Lumbago bezeichnet. Ein Hexenschuss ist meist harmlos und klingt in den meisten Fällen nach einiger Zeit wieder vollständig ab. Schmerzen im Lendenwirbelbereich werden umgangssprachlich als Kreuzschmerzen bezeichnet. Der untere Rückenbereich trägt die Hauptlast des Körpers und verursacht deswegen die meisten Probleme.

Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule und oberen Brustwirbelsäule werden von den Betroffenen als Nackenschmerzen wahrgenommen. Diese Schmerzen können bis in die Hände und Finger ausstrahlen und Kopfschmerzen verursachen.

Rückenschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule haben häufig ihre Ursache in degenerativen Verschleißerscheinungen an Bandscheiben oder Facettengelenken.

Ischiasschmerzen (Ischialgie) gehen vom Gesäß aus und strahlen an der Hinterseite des Oberschenkels bis ins Bein aus. Sie entstehen durch Einengung oder Quetschung des Ischiasnerven.

Bei einem Patienten, der sich wegen Rückenschmerzen in der Praxis vorstellt, ist ein detailliertes Gespräch mit dem behandelnden Arzt besonders wichtig, um ein Gesamtbild über alle Auslöser und bestehende Risikofaktoren zu erhalten.

Die klinische Untersuchung beim orthopädischen Facharzt beginnt mit der Inspektion (Betrachten) des Patienten. Dabei überprüft der Arzt die physiologischen Krümmungen der Wirbelsäule. Durch Abtasten (Palpation) der Dornfortsätze der Wirbelsäule testet der Untersucher, ob eine Stufenbildung wie beim Wirbelgleiten (Spondylolisthese) zu ertasten ist. Mit Hilfe verschiedener Funktionstests wird die Beweglichkeit der Wirbelsäule, die Funktion der Iliosakralgelenke sowie die Beweglichkeit der paarigen Wirbelgelenke und der Rippenwirbelgelenke untersucht. Eine Überprüfung der Nervenfunktion, beispielsweie durch den Nervdehnungstest am Bein geben dem Arzt Aufschluss über eine akute Einklemmung der Spinalnerven, z. B.

Die Untersuchung des Blutes liefert dem Arzt wichtige Erkenntnisse z. B. bei Verdacht auf Entzündungen, Infektionen oder Tumorerkrankungen. Degenerative Verschleißerscheinungen mit Abbau der Knochensubstanz (Osteoporose) lassen sich über die Bestimmung des Kalzium- und Phosphatspiegels, der Vitamin D-Konzentration und der Spiegel von Schilddrüsen- und Sexualhormonen nachweisen. Liegt die Ursache der Rückenschmerzen in einer Entzündung begründet (z. B. Strahlt ein bisher unbemerkt gebliebener Herzinfarkt bis in den Rückenbereich aus, sind u. a.

Bei der neurologischen oder neurochirurgischen Untersuchung prüft der Arzt die Sensibilität des Patienten im gesamten Körper. Er testet dabei das Berührungs-, Schmerz-, Temperatur- und Vibrationsempfinden sowie die Reaktion des Patienten auf Lageveränderungen. Der Arzt untersucht Muskelkraft und Motorik und kann damit Rückschlüsse auf Lähmungen (Paresen) und Muskelverkrampfungen ziehen.

Die MRT stellt Gewebe, Organe und Gelenke detailliert dar. Das Röntgen ist eine weit verbreitete medizinische Untersuchungsmethode, mit der Knochen, Gefäße und Organe bildlich dargestellt werden.

In der Gelenk-Klinik bieten wir unseren Patienten eine dynamische Ganganalyse an, die den Zusammenhang zwischen Bewegung, Haltung und Rückenschmerzen herstellt. Die Untersuchung des Gangbildes und des Bewegungsapparates dauert nur wenige Minuten, ist vollständig strahlungsfrei und gibt Auskunft über zahlreiche orthopädische Probleme, die alle bei den Patienten Rückenschmerzen auslösen können: Fehlstellungen der Beinachse, Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschiede oder Haltungsfehler.

Die 3D-Wirbelsäulenmessung ist ein optisches Verfahren ohne belastende Röntgenstrahlen und ohne Nebenwirkungen. Es werden lediglich Linien auf den Rücken projiziert. Mit der Wirbelsäulenmessung bestimmt der Arzt die Statik des Beckens und der Wirbelsäule und deckt Fehlhaltungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule auf.

Die menschliche Wirbelsäule setzt sich aus den knöchernen Wirbelkörpern, den knorpeligen Bandscheiben und bindegewebigen Bändern und Sehnen zusammen. Die Bandscheiben besitzen einen gallertigen Kern und dienen als Stoßdämpfer. Bewegliche Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln, die sogenannten Facettengelenke, sind ein weiterer Faktor für die hohe Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Spondylodiszitis (Bandscheibenentzündung)

Spondylodiszitis (Bandscheibenentzündung) ist eine schmerzhafte Infektion der Wirbelsäule. Sie befällt die Bandscheiben und die jeweils angrenzenden Wirbelkörper. Fast die Hälfte aller Entzündungen spielt sich in der Lendenwirbelsäule ab, gefolgt von Brust- (35 Prozent) und Halswirbelsäule (15 Prozent). Die eher seltene Erkrankung sollte frühzeitig therapiert werden, um eine Ausbreitung der Infektion auf benachbarte Körperbereiche und starke Eiterbildung zu vermeiden.

Meist handelt es sich bei einer Spondylodiszitis um eine bakterielle Infektion, ausgelöst durch den Erreger Staphylococcus aureus. Aber auch zahlreiche andere Keime, Pilze oder (selten!) Parasiten können sie verursachen.

Eine nicht frühzeitig therapierte Infektion kann die Wirbelkörper und Bandscheiben schwer schädigen und deren Stabilität schwächen. Gefährlich ist darüber hinaus eine Ausbreitung des Infekts auf benachbarte Organe und Körperstrukturen - beispielsweise auf das Rückenmark, das Gehirn, weitere Wirbel und Bandscheiben oder die Lymphgefäße und die Bauchschlagader. Auch Abszesse können sich bilden, unter anderem im Bereich der Rückenmuskulatur und des Rückenmarkkanals.

Neben einem allgemeinen Krankheitsgefühl, eventuell mit Fieber und Schüttelfrost, sind starke Rückenschmerzen das Hauptsymptom einer Spondylodiszitis. Besonders heftig treten sie beim Vorbeugen und Aufrichten des Körpers auf. Bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf strahlen die Schmerzen bis in die Arme oder Beine aus.

Bei Verdacht auf eine Spondylodiszitis werden verschiedene diagnostische Verfahren herangezogen. Denn neben der Frage, ob tatsächlich eine Infektion der Wirbelsäule vorliegt oder ob die Beschwerden auf eine andere Erkrankung zurückgehen, müssen zwei weitere wichtige Fragen geklärt werden: Ist die Entzündung exogen oder endogen bedingt?

Anamnese und körperliche Untersuchung: Nach der Erhebung der Vorgeschichte und der aktuellen Beschwerden wird der von den Betroffenen meist als „dumpf“ geschilderte Schmerz durch vorsichtiges Abklopfen der Wirbelsäule genauer lokalisiert. Hilfreich ist der sogenannte Fersenfalltest, mit dem sich der Schmerz gezielt auslösen lässt.

Blutuntersuchung: Eine entnommene Blutprobe wird im Labor auf Entzündungswerte untersucht. Vor allem ein erhöhter CRP-Wert (CRP = C-reaktives Protein = ein Eiweißstoff, der von der Leber bei Entzündungen produziert wird) und eine erhöhte Blutsenkungsgeschwindigkeit sind wichtige Hinweise auf Entzündungsprozesse im Körper. Bei erhöhten Werten müssen andere mögliche Ursachen einer Entzündung ausgeschlossen werden (Harnwegsinfekt, Infektion der Atemwege et cetera).

Magnetresonanztomografie: Mit diesem bildgebenden Verfahren können Schäden an den Wirbelkörpern festgestellt werden.

Eine Säule in der Behandlung der Spondylodiszitis ist die Antibiotikatherapie. Für die höchstmögliche Wirkung der Mittel ist es aber wichtig, zuvor die ursächlichen Erreger zu identifizieren.

C-reaktives Protein im Blut: Was es heißt, wenn der CRP-Wert erhöht ist

Das C-reaktive Protein, kurz CRP, ist ein Abwehr-Eiweiß, das bei Entzündungen im Körper vermehrt gebildet wird. Das CRP wirkt an der sogenannten Akute-Phase-Reaktion mit. Diese heißt so, weil sie bei einer akuten Bedrohung sofort - früher als andere Abwehrmechanismen des Körpers - einsetzt: Die CRP-Konzentration steigt schon innerhalb von sechs bis zwölf Stunden nach dem auslösenden Ereignis (etwa der Infektion) an, was sich durch eine Blutuntersuchung feststellen lässt. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einem erhöhten CRP-Wert.

Bei der Diagnose ist der CRP-Wert also nur ein Puzzlestein im Gesamtbild der Untersuchungsergebnisse. Welche Erkrankung hinter einem erhöhten CRP-Wert steckt, kann die Ärztin oder der Arzt erst nach Auswertung aller Befunde beurteilen. Oft steckt eine der folgenden Ursachen dahinter, wenn der Wert des C-reaktiven Proteins im Blut zu hoch ist:

  • Infektionen
  • Rheuma (genauer gesagt entzündliche Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, zum Beispiel rheumatoide Arthritis)
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn
  • größere Operationen
  • Krebserkrankungen

Wenn eine Person mit deutlichen Symptomen für einen Infekt zur Ärztin oder zum Arzt geht, kann der CRP-Wert einen ersten Hinweis auf die Art des Erregers liefern: Steckt ein Virus hinter den Beschwerden, steigt der CRP-Wert in der Regel nicht oder kaum an. Ein hoher CRP-Wert ist eher für durch Bakterien verursachte Infektionen typisch.

Ein zu hoher CRP-Wert ist nicht zwangsläufig ein Anzeichen für einen Infekt. Denn neben Krankheitserregern gibt es noch andere Gründe für Entzündungen im Körper, etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, größere Verletzungen und chirurgische Eingriffe, Knochenmarkstransplantationen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, entzündliche Formen von Rheuma, etwa die rheumatoide Arthritis.

Grundsätzlich sind sehr hohe CRP-Werte eher ein Anzeichen für schwere, durch Infekte bedingte Erkrankungen. Daher kann die Höhe des CRP-Werts einen ersten Hinweis auf das zugrunde liegende gesundheitliche Problem liefern.

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