Spinalkanalstenose und Rheuma: Ein umfassender Überblick

Die Spinalkanalstenose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der sich der Wirbelkanal verengt und Druck auf das Rückenmark und die Nervenwurzeln ausübt. Rheuma hingegen ist ein Sammelbegriff für über 400 verschiedene Erkrankungen, die Gelenke, Muskeln, Knochen und Organe betreffen können. Obwohl beide Erkrankungen Schmerzen verursachen können, sind ihre Ursachen, Symptome und Behandlungen unterschiedlich.

Was ist Spinalkanalstenose?

Wenn mit zunehmendem Alter die Beine unter Belastung beim Stehen oder Gehen müde werden, kann es sich um eine sogenannte Spinalkanalstenose handeln. Bei dieser Erkrankung wird aufgrund von degenerativen Veränderungen der Wirbelkanal, in dem die Nerven laufen, im Laufe der Jahre langsam immer enger. Im Inneren der Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal (Spinalkanal). Hier verlaufen wie in einem Rohr geschützt die Nerven. Auf jeder Etage der Wirbelsäule treten Spinalnerven aus dem Wirbelkanal aus, werden zu peripheren Nerven und ziehen von hier in die Beine. Bei einer Spinalkanalverengung (Stenose) kommt es zu einer Einengung mit einer Kompression und Druck auf die Nerven innerhalb des Wirbelkanals.

Ursachen der Spinalkanalstenose

Die Spinalkanalstenose entsteht meist bei Älteren mit degenerativen Wirbelsäulenveränderungen oder als Langzeitfolge einer Verletzung oder eines Bandscheibenvorfalls. Im Verlauf des natürlichen Alterns kommt es auch an der Wirbelsäule zu degenerativen Veränderungen. Sie führen zu Verdickungen der Bänder und zu Knochenanbauten (Spondylophyten oder Knochensporne, z.B. bei Spondylose). Die Knochenanbauten können sowohl an den Wirbelgelenken als auch an den Wirbelbögen lokalisiert sein. Eine weitere Ursache für die Einengung des Spinalkanals sind degenerierte und dadurch instabile Bandscheiben. Durch Verschleiß und Wasserverlust verlieren die Bandscheiben deutlich an Höhe. Die Bandscheibenhülle (Anulus fibrosus) wölbt sich vor und kann durch eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Bandscheibenvorfall das Rückenmark im Spinalkanal schmerzhaft komprimieren. Aber auch Gleitwirbel (Spondylolisthesis) können dazu führen, dass der Wirbelkanal eingeengt wird. Und schließlich gibt es die angeborene Spinalkanalstenose. Bei ihr sind die Knochen zwischen Wirbelkörper und Facettengelenk (Wirbelgelenk) zu kurz. Dadurch wird der Spinalkanal enger.

Mögliche Ursachen für eine Einengung des Spinalkanals sind:

  • Durch Verschleiß entstehende Knochenzacken und Knochenanbauten an den Wirbeln. Diese Zacken und Anbauten ragen in den Spinalkanal.
  • Verdickte Bänder, durch Verschleißerscheinungen entlang der Wirbelsäule, die auf den Spinalkanal drücken.
  • Bandscheibenwölbungen, die von der anderen Seite aus zusätzlich zu den beiden genannten Ursachen den Spinalkanal verengen.
  • Wirbelgleiten

Meist bestehen alle oben beschriebenen Ursachen nebeneinander und gleichzeitig, weil sie alle mit der Abnutzung der Wirbelsäule zusammenhängen. Die Kombination verschiedener Ursachen macht dann den Wirbelkanal so eng, dass die Nervenfasern gequetscht werden.

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Bei der Spondylose entstehen knöcherne Auswüchse (Osteophyten) an den Wirbelkörpern, meist als Reaktion auf zunehmende Instabilität. Die Osteochondrose betrifft in erster Linie die Bandscheiben, die an Elastizität und Höhe verlieren. Dadurch wird die Pufferfunktion zwischen den Wirbeln beeinträchtigt, was umliegende Knochenstrukturen zusätzlich belastet. Die Hauptursache liegt in altersbedingten Abnutzungserscheinungen. Im Laufe der Zeit verlieren Bandscheiben und Wirbelkörper an Elastizität und Stabilität.

Symptome der Spinalkanalstenose

Betroffene sind in Ruhe weitgehend beschwerdefrei, klagen allerdings typischerweise über ausstrahlende Schmerzen im Gesäß und in den Beinen unter Belastung beim Stehen und Gehen. Die Gehstrecke ist zunehmend eingeschränkt, häufig einhergehend auch mit einer Gangunsicherheit. Taubheits- und/oder Kribbelgefühle können ebenfalls begleitend vorliegen. Unter Entlastung (Sitzen, Liegen) kommt es zu einer Beschwerdelinderung. Die Betroffenen müssen beim Gehen immer häufiger Pausen einlegen (sogenannte „Schaufensterkrankheit“).

Die Symptome einer Spinalkanalstenose können unterschiedlich sein. Bei einer Wirbelkanalverengung an der Lendenwirbelsäule (LWS) treten die Beschwerden in den Beinen in der Regel unter Belastung beim Stehen und Gehen auf, wohingegen die Betroffenen in Ruhe weitgehend beschwerdefrei sein. Die Beine fühlen sich beim Gehen schwer und müde an, eine Gangunsicherheit kann auftreten. Außerdem nehmen die Betroffene häufig eine gebückte und nach vorne geneigte Haltung ein (zum Beispiel Abstützen auf dem Einkaufswagen), da hierdurch der enge Wirbelkanal leicht aufgeweitet wird.

Das häufigste Symptom besteht aber in Schmerzen beim Laufen. Nach einer gewissen Gehstrecke beginnen die Beine zu kribbeln und werden manchmal taub. Nach einer kurzen Pause lassen die Schmerzen nach und man kann weiterlaufen. Das ist ganz ähnlich wie bei einer Verschlusskrankheit der Blutgefäße (AVK). Nur können Patienten mit einer Spinalkanalstenose besser bergauf oder treppauflaufen, weil sie sich dabei nach vorne beugen können. Beugt sich der Patient nämlich nach vorne, lassen die Schmerzen nach, weil sich hierdurch der Kanal erweitert und die Nerven wieder mehr Platz haben.

Je nachdem, an welchem Abschnitt der Wirbelsäule der Spinalkanal verengt wird, werden unterschiedliche Nervenfasern beeinträchtigt. In der Folge kommt es dann zu sehr unterschiedlichen Beschwerden. Das können Schmerzen, Taubheitsgefühle oder Lähmungen in den unterschiedlichsten Körperbereichen sein. Ganz typisch für eine Einengung des Spinalkanales ist, dass die Beschwerden schlimmer werden, wenn man längere Strecken läuft. Und sich bessern, wenn man sich nach vorne bückt. Viele Patienten berichten daher, dass sie mit einem Stock besser laufen und vor allem beim Bergauflaufen weniger Probleme haben als beim Bergabgehen, bei dem man sich ja nach hinten beugen muss.

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So seien Symptome an der Oberschenkelvorderseite Hinweis auf eine Verengung in Höhe des dritten Lendenwirbels. Bei Beschwerden an der Beinrückseite sitze die Stenose entsprechend den jeweiligen Leitmuskeln eher tiefer.

Auch Schmerzen, die von der Wirbelsäule her ausstrahlen - z. B. bei einer Spinalkanalstenose oder einem Bandscheibenvorfall - können Knieschmerzen in Ruhephasen auslösen.

Diagnose der Spinalkanalstenose

Zu Beginn jeder Diagnose steht das ausführliche Gespräch mit Ihnen. Anschließend führen wir eine sorgfältige körperliche Untersuchung durch. Das genaue Ausmaß sowie die Anzahl und Lokalisation der Spinalkanalverengungen sollte dann mit bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomografie (= Magnetresonanztomografie, MRT) weiter abgeklärt werden. Eine Verengung des Wirbelkanals lässt sich am besten mit der Magnetresonanztomografie (MRT) feststellen. Dieses Verfahren stellt den Spinalkanal und das darin verlaufende Rückenmark und die Nervenwurzeln dar. In einzelnen Fällen ergänzen wir die Diagnostik durch eine neurologische Untersuchung und ergänzend ebenfalls durch sog. elektrophysiologische Untersuchungen, die sog. Elektromyografie (EMG). Dabei wird die Stromleitgeschwindigkeit in den Nerven gemessen. Daraus können wir Rückschlüsse auf die Nervenaktivität ziehen.

An erster Stelle stehen eine ausführliche Anamnese und eine gründliche Untersuchung des Patienten. Dabei kommen auch Vorerkrankungen zur Sprache. Seit wann bestehen die Schmerzen? Wo tut es weh? Welche Schmerzqualität liegt vor? Bestehen Lähmungen und Bewegungseinschränkungen? Eine neurologische Untersuchung ist ebenfalls Bestandteil der Diagnosestellung. Sie gibt Hinweise auf die Höhe und Lage der Spinalkanalstenose. Ein Beispiel für einen klinischen Test, der häufig zur Untersuchung von Spinalkanalstenosen im unteren Rücken zum Einsatz kommt, ist der Lasègue-Test. Ebenfalls aussagekräftig im Hinblick auf die befallenen Nerven ist die Prüfung der Reflexe.

Zusätzlich zur klinischen und neurologischen Untersuchung zieht der Rückenspezialist bildgebende Verfahren heran. Die MRT zeigt z. B. die einengenden Spondylophyten oder die Vorwölbung einer höhenverminderten, dehydrierten Bandscheibe in den Spinalkanal hinein. Manchmal sind auch mehrere Stenosen sichtbar. Nur durch genaue Abstimmung der radiologischen Befunde mit den Ergebnissen der neurologischen Untersuchung und der Beschwerden des Patienten lässt sich die klinische Relevanz der sichtbaren Engstellen deuten.

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Die Verdachtsdiagnose kann durch eine Kernspintomographie gesichert werden. Kliniken & FachbereicheOrthopädische FachklinikenWirbelsäulen- und SkoliosezentrumWirbelsäuleVerschleißerscheinungen an der WirbelsäuleSpinalkanalstenose Ursachen für eine Verengung des WirbelkanalsJeder Wirbel umschließt den so genannten Wirbelkanal oder auch Spinalkanal, in dem sich das Rückenmark mit den Nervenfasern befindet.

Die Diagnose beginnt mit einem Gespräch zur Erfassung der Beschwerden, gefolgt von einer körperlichen Untersuchung zur Überprüfung von Beweglichkeit, Muskulatur, Reflexen und Sensibilität. Röntgenaufnahmen zeigen knöcherne Veränderungen wie Osteophyten. Ergänzend liefert die Magnetresonanztomografie (MRT) Informationen über Bandscheiben, Weichteile und Nerven. Bei Bedarf kann eine Computertomografie (CT) zur detaillierten Darstellung knöcherner Strukturen eingesetzt werden. Neurologische Tests wie Elektromyografie (EMG) oder Nervenleitgeschwindigkeit kommen bei Verdacht auf Nervenbeteiligung zum Einsatz.

Um eine Spinalkanalstenose zu diagnostizieren, können folgende Verfahren eingesetzt werden:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte und untersucht den Patienten auf neurologische Ausfälle.
  • Bildgebende Verfahren:
    • Magnetresonanztomografie (MRT): Sie zeigt den Spinalkanal, das Rückenmark und die Nervenwurzeln.
    • Computertomografie (CT): Sie stellt knöcherne Strukturen detailliert dar.
    • Myelografie: Dabei wird Kontrastmittel in den Spinalkanal gespritzt, um die Nerven besser sichtbar zu machen.
  • Elektrophysiologische Untersuchungen: Elektromyografie (EMG) und Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) messen die Funktion der Nervenbahnen.

Behandlung der Spinalkanalstenose

Die Behandlung zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Häufig reicht eine konservative Therapie mit Physiotherapie, gezielten Übungen, Schmerzmitteln oder Wärme-/Kälteanwendungen aus. Bei stärkeren Beschwerden können Injektionen mit entzündungshemmenden Medikamenten helfen. Wenn konservative Maßnahmen keine ausreichende Wirkung zeigen oder neurologische Ausfälle auftreten, kann eine Operation notwendig sein. Dazu zählen die Entfernung von Bandscheibenteilen (Diskektomie), die Erweiterung des Wirbelkanals (Laminektomie) oder die Wirbelfusion zur Stabilisierung. Eine Rehabilitationsmaßnahme im Anschluss unterstützt den langfristigen Therapieerfolg.

Die konservativen Maßnahmen können die eigentliche Ursache, d. h. die Einengung des Rückenmarks durch meist knöcherne Elemente, nicht beseitigen. Vor allem bei einer stark ausgeprägten Stenose stoßen sie deshalb relativ schnell an ihre Grenzen. Um dauerhafte Schäden zu vermeiden, gilt: Wenn nach mehr als 12 Wochen die konservative Therapie keinerlei Schmerzlinderung bringt, sollte eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden. In manchen Situationen muss eine Operation der Stenose sofort erfolgen.

Am Anfang der konservativen Therapie steht die Aufklärung und Information der Patienten über die Befunde und die Prognose ihrer Erkrankung. Dabei erörtert der Rückenspezialist die Lebensumstände und empfiehlt konkrete Maßnahmen, um den Verlauf der Spinalkanalstenose zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise die Gewichtskontrolle bzw. die Reduktion von Übergewicht. Bewegung. Langes Sitzen und Liegen schwächt Muskulatur und Knochen und verschlimmert die Problematik häufig. Soweit es die Beschwerden erlauben, sollte man den normalen Alltagstätigkeiten weiter nachgehen. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist auch Sport möglich, vor allem Sportarten, bei denen der Oberkörper leicht nach vorne geneigt ist. Dazu gehören Fahrradfahren oder Laufbandtraining. Gut organisiert ist auch Wandern erlaubt: z.

Konservative Behandlung:

  • Physiotherapie: Spezielle Übungen sollen die Muskeln stärken und dem Hohlkreuz entgegenwirken.
  • Medikamente: Gegen akute Schmerzen helfen entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Diclofenac oder Ibuprofen. Sie sollten allerdings aufgrund ihrer möglichen Nebenwirkungen (z. B. Magengeschwüre) nur begrenzt angewendet werden. Zusätzlich können muskelentspannende Wirkstoffe die Beschwerden lindern.
  • Injektionen: Kortison oder örtliche Betäubungsmittel können in die unmittelbare Nähe der Verengung gespritzt werden.
  • Weitere Maßnahmen: Physikalische Therapie (Massagen, Wärme), Akupunktur und das Tragen eines Korsetts können ebenfalls zur Linderung beitragen.

Operative Behandlung:

Mithilfe eines speziellen Operationsmikroskops kann der Wirbelsäulenchirurg störendes Gewebe im Spinalkanal genau identifizieren und mit feinsten Instrumenten entfernen.

Ist der Rückenmarkskanal schon wesentlich verengt, wird in der Regel zu einer Operation geraten. Diese Operation fällt je nach Ursache der Beschwerden verschieden aus. Hat etwa ein Bandscheibenvorfall den Rückenmarkskanal verengt, so wird es voraussichtlich reichen nur den Vorfall zu beheben (Bandscheibenoperationen). Haben gleitende Wirbel den Kanal verengt, ist meist eine Stabilisierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts vonnöten.Häufig ist noch keine ausgeprägte Abnutzung und Instabilität an der Wirbelsäule vorhanden. In diesem Fall reicht es aus, den Spinalkanal von hinten zu erweitern (Dekompression). Hier entfernt der Operateur jedoch sehr viel Knochen, weshalb eventuell zusätzlich eine Stabilisierung mit Schrauben notwendig ist.

Mögliche operative Eingriffe sind:

  • Laminektomie: Erweiterung des Wirbelkanals durch Entfernung von Knochengewebe.
  • Diskektomie: Entfernung von Bandscheibengewebe, das auf die Nerven drückt.
  • Wirbelfusion: Stabilisierung der Wirbelsäule durch Verbindung von Wirbeln.

Prävention:

Durch Krankengymnastik und spezielle Mieder kann die Wirbelsäule etwas aufgerichtet werden, so dass die Nervenwurzeln wieder mehr Platz haben. Begleitend sollte immer versucht werden, die Rücken- und Bauchmuslulatur zu kräftigen.

Um einer Spinalkanalstenose vorzubeugen, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Regelmäßige Bewegung und Sport, um die Muskulatur zu stärken.
  • Vermeidung von Übergewicht, um die Wirbelsäule nicht zusätzlich zu belasten.
  • Ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, um Fehlhaltungen zu vermeiden.

Was ist Rheuma?

Rheuma hat viele Gesichter - es ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Über 400 verschiedene Erkrankungen gehören zum sogenannten rheumatischen Formenkreis. Darunter fallen nicht nur Schmerzen des Bewegungsapparates - nahezu alle Gelenke und Organe des menschlichen Körpers können von Rheuma betroffen sein.

Vor allem bei entzündlichen Prozessen im Bereich der Synovialis (Gelenkschleimhaut) spricht man häufig von Rheuma. Doch nicht nur knöcherne Strukturen können von „Krankheiten des rheumatischen Formenkreises“, wie es medizinisch korrekt heißt, betroffen sein. Rheuma kann fast alle Gelenke und Organe des menschlichen Körpers befallen und in jedem Lebensalter auftreten. Die Entzündungen sind Folge von Immunreaktionen, die sich fälschlicherweise gegen den eigenen Körper richten und aus diesem Grund Autoimmunreaktionen heißen. Aus welchem Grund das Immunsystem die Entzündungsprozesse aktiviert, ist noch weitgehend unbekannt. Eine Heilung rheumatischer Erkrankungen ist bislang nicht möglich, allerdings können bestimmte Behandlungen den Prozess verlangsamen und Schmerzen lindern.

Der Verlauf einer Rheumaerkrankung hängt stark von der Intensität und Qualität der Versorgung ab. Entscheidend sind die frühzeitige Diagnose und die konsequente Behandlung. Die optimale Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden Maßnahmen erfordert spezielle Kenntnisse und Erfahrungen des behandelnden Arztes.

Ursachen von Rheuma

Experten gehen davon aus, dass es nicht eine einzelne Ursache für Rheuma gibt, sondern viele Faktoren daran beteiligt sind. Ob Gelenke, Muskeln, Haut oder innere Organe: Bei entzündlichem Rheuma zerstören chronische Prozesse das Gewebe. Heute nimmt man an, dass durch einen unbekannten Auslöser zunächst eine Entzündung des Gewebes angestoßen wird. Im Fall der rheumatoiden Arthritis kann dies ein z. B. Hinzu kommen weitere Faktoren wie Umwelteinflüsse, Rauchen oder die genetische Veranlagung. Auch Alter und Geschlecht spielen eine Rolle.

Wie eigentlich allen autoimmunen Erkrankungen liegt auch der rheumatoiden Arthritis ein multifaktorielles Geschehen zugrunde. krankhaften, gegen Gelenkstrukturen gerichtete Entzündungen führen. Beteiligt sind dabei sowohl entzündungsfördernde Botenstoffen (z. B.

Ein harmloser Atemwegsinfekt kann Rheuma anstoßen.

Die Ursachen für Rheuma sind vielfältig und oft nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass eine Kombination aus genetischen, umweltbedingten und immunologischen Faktoren eine Rolle spielt.

Symptome von Rheuma

Ob Schulter, Hände, Wirbelsäule, Knie, Hüfte oder Sprunggelenk - rheumatische Erkrankungen können den Körper von Kopf bis Fuß befallen.

Arthritis ist die Entzündung eines Gelenks, wobei vom Kiefer bis zur kleinen Zehe jedes Gelenk im Körper betroffen sein kann. Sie geht in der Regel mit Schmerzen, Überwärmung, Rötung und Schwellung einher. diese Anzeichen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Arthritis ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, die zur Schädigung der Gelenkflächen führen kann. Sie ist abzugrenzen von der Arthrose, einer degenerativen Gelenkerkrankung.

Die Symptome von Rheuma sind vielfältig und hängen von der spezifischen Erkrankung ab. Häufige Symptome sind:

  • Gelenkschmerzen und -schwellungen
  • Morgensteifigkeit
  • Bewegungseinschränkungen
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Hautausschläge
  • Augenentzündungen
  • Organbeteiligung

Diagnose von Rheuma

Vor allem im Frühstadium sind rheumatische Erkrankungen für den Arzt oft schwierig zu diagnostizieren. Basis dafür sind ein ausführliches Arzt-Patientengespräch, die gründliche klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren und vor allem spezielle Laboruntersuchungen.

Mit einer Ultraschalluntersuchung kann der Arzt Entzündungen und Ergüsse in den Hand- und Fingergelenken gut nachweisen.

Um eine rheumatische Erkrankung zu diagnostizieren, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung: Der Arzt erfragt die Krankengeschichte und untersucht den Patienten auf typische Symptome.
  • Blutuntersuchungen: Bestimmte Blutwerte, wie z. B. der Rheumafaktor oderAntikörper, können auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen.
  • Bildgebende Verfahren: Röntgen, Ultraschall oder MRT können Veränderungen an Gelenken und Organen zeigen.

Behandlung von Rheuma

Zentraler Bestandteil der antirheumatischen Therapie sind antientzündliche und schmerzstillende Medikamente. Ohne Medikamente lassen sich die entzündlichen Vorgänge bei rheumatischen Erkrankungen nicht eindämmen. Eigenübungen und Physiotherapie helfen, die Beweglichkeit zu erhalten oder sogar zu verbessern.

Trotz guter Krankheitskontrolle durch die modernen antirheumatischen Medikamente sprechen nicht alle Patienten zufriedenstellend auf die konservative Therapie an. Vorbeugung weiterer Gelenkzerstörungen sind die Experten für operative Gelenkchirurgie gefragt.

Eine Heilung rheumatischer Erkrankungen ist bislang nicht möglich, allerdings können bestimmte Behandlungen den Prozess verlangsamen und Schmerzen lindern. So helfen beispielsweise entzündungshemmende Medikamente (nichtsteroidale Antirheumatika) in Kombination mit physikalischen (z. B. Kälte- und Wärmetherapie) und physiotherapeutischen Anwendungen (z. B.

Die Behandlung von Rheuma zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und dieFunktion der Gelenke und Organe zu erhalten. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig und hängen von der spezifischen Erkrankung ab:

  • Medikamente:
    • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend.
    • Kortikosteroide: Sie wirken stark entzündungshemmend und werden oft bei akuten Schüben eingesetzt.
    • Basismedikamente: Sie greifen in das Immunsystem ein und können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
    • Biologika: Sie sind gentechnisch hergestellte Medikamente, die gezielt bestimmteEntzündungsbotenstoffe blockieren.
  • Physiotherapie und Ergotherapie: Sie helfen, die Beweglichkeit zu erhalten und die Muskulatur zu stärken.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Omega-3-Fettsäuren kannEntzündungen reduzieren.
  • Operationen: In manchen Fällen können operative Eingriffe erforderlich sein, um Gelenke zu reparieren oder zu ersetzen.

Spinalkanalstenose und Rheuma: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Obwohl sowohl die Spinalkanalstenose als auch Rheuma Schmerzen verursachen können, sind es unterschiedliche Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen. Die Spinalkanalstenose ist eine mechanische Erkrankung, die durch die Verengung des Wirbelkanals verursacht wird, während Rheuma eineAutoimmunerkrankung ist, die Entzündungen im ganzen Körper verursacht.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Spinalkanalstenose und Rheuma liegt in der Art der Schmerzen. Bei Spinalkanalstenose treten die Schmerzen typischerweise bei Belastung auf und werden durchEntlastung besser, während die Schmerzen bei Rheuma oft unabhängig von der Belastung auftreten und vonEntzündungen begleitet sind.

Es ist wichtig zu beachten, dass es auch Überschneidungen zwischen den beiden Erkrankungen geben kann. Zum Beispiel können rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis die Wirbelsäule betreffen und zu einer Spinalkanalstenose beitragen. In solchen Fällen ist eine sorgfältige Diagnose und ein individuellerBehandlungsplan erforderlich.

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