Der Schlaganfall ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die jeden treffen kann. In diesem Artikel werden wir uns mit den Ursachen, der Behandlung und der Prävention von Schlaganfällen befassen, wobei wir auch die Rolle von Persönlichkeiten wie Karin Prien und den medizinischen Fortschritt in diesem Bereich berücksichtigen.
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall tritt auf, wenn die Blutversorgung des Gehirns unterbrochen wird. Dies kann entweder durch ein blockiertes Blutgefäß (ischämischer Schlaganfall) oder durch ein gerissenes Blutgefäß (hämorrhagischer Schlaganfall) verursacht werden. In beiden Fällen werden die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was zu Schäden führen kann.
Dr. Georgios Ntoulias, Chefarzt der Neurochirurgischen Klinik, erklärt, dass ein Schlaganfall nicht nur durch den Verschluss eines Blutgefäßes (ischämischer Schlaganfall) verursacht wird, sondern in 15 Prozent der Fälle auch durch den Einriss eines Blutgefäßes (hämorrhagischer Schlaganfall).
Ursachen und Risikofaktoren
Die Ursachen für einen Schlaganfall sind vielfältig. Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:
- Bluthochdruck: Erhöhter Blutdruck schädigt die Blutgefäße und erhöht das Risiko von Blutgerinnseln und Gefäßrissen.
- Hohe Cholesterinwerte: Hohe Cholesterinwerte können zur Bildung von Plaques in den Arterien führen, die den Blutfluss behindern.
- Diabetes mellitus: Diabetes kann die Blutgefäße schädigen und das Risiko von Blutgerinnseln erhöhen.
- Rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht den Blutdruck.
- Übermäßiger Alkoholkonsum: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen und das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen.
- Mangelnde körperliche Betätigung: Mangelnde Bewegung erhöht das Risiko von Übergewicht, Bluthochdruck und hohen Cholesterinwerten.
- Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern): Vorhofflimmern ist eine häufige Herzrhythmusstörung, die das Risiko von Blutgerinnseln im Herzen erhöht. Diese Gerinnsel können sich lösen und ins Gehirn wandern, wo sie einen Schlaganfall verursachen können.
Es gilt also, bevor ein Schlaganfall auftritt, eine Herzrhythmusstörung zu identifizieren. Bei der immer älter werdenden Gesellschaft ist das sogenannte Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung des alternden Menschens, gewissermaßen eine Volkskrankheit und der häufigste Auslöser für einen embolischen Schlaganfall.
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Symptome eines Schlaganfalls
Die Symptome eines Schlaganfalls treten plötzlich auf und können je nach betroffenem Hirnbereich variieren. Häufige Symptome sind:
- Seh-, Sprachstörungen
- Lähmungen
- Taubheitsgefühle
- Schwindel
- Gangunsicherheit
- Sehr starke Kopfschmerzen
Der FAST-Test:
Um einen Schlaganfall schnell zu erkennen, kann der FAST-Test durchgeführt werden:
- Face (Gesicht): Bitten Sie die Person zu lächeln. Hängt ein Mundwinkel herab?
- Arms (Arme): Bitten Sie die Person, beide Arme nach vorne zu strecken und die Handflächen nach oben zu drehen. Kann die Person beide Arme gleichmäßig heben?
- Speech (Sprache): Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist die Sprache verwaschen oder unverständlich?
- Time (Zeit): Wenn eines dieser Symptome auftritt, wählen Sie sofort den Notruf.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung eines Schlaganfalls hängt von der Art und Schwere des Schlaganfalls ab.
Ischämischer Schlaganfall:
- Thrombolyse (Lysetherapie): Bei einem ischämischen Schlaganfall kann eine Thrombolyse durchgeführt werden, um das Blutgerinnsel aufzulösen. Diese Behandlung muss so schnell wie möglich nach dem Auftreten der Symptome erfolgen.
- Thrombektomie: Bei einer Thrombektomie wird das Blutgerinnsel mechanisch aus dem Blutgefäß entfernt. Dieses Verfahren wird in spezialisierten Zentren durchgeführt.
Um so einen Gefäßverschluss wieder zu eröffnen, arbeitet das eingespielte Team eng zusammen. Zunächst erfolgt sofort eine medikamentöse Therapie (Lysetherapie) zur Auflösung des Gerinnsels. Ganz entscheidend ist allerdings, dass das Gefäß mittels neuroradiologischer Methode eröffnet wird: die mechanische Thrombektomie.
Hämorrhagischer Schlaganfall:
- Konservative Behandlung: Bei einer Hirnblutung kann eine konservative Behandlung mit intensivmedizinischer Überwachung der Vitalparameter erfolgen.
- Operative Behandlung: Bei einer schweren Hirnblutung kann eine Operation erforderlich sein, um den Druck im Gehirn zu entlasten.
Die akute Versorgung einer Hirnblutung, als Folge eines eingerissenen Blutgefäßes, kann entweder konservativ oder operativ verlaufen. Die Entscheidung zur operativen Behandlung einer Hirnblutung wird interdisziplinär, gemeinsam mit den Kollegen der Neurologie getroffen.
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Prävention
Es gibt viele Möglichkeiten, das Risiko eines Schlaganfalls zu reduzieren:
- Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten hilft, den Blutdruck und die Cholesterinwerte zu senken.
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßige Bewegung hilft, das Gewicht zu kontrollieren, den Blutdruck zu senken und die Cholesterinwerte zu verbessern.
- Nichtrauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht das Risiko eines Schlaganfalls.
- Mäßiger Alkoholkonsum: Übermäßiger Alkoholkonsum kann den Blutdruck erhöhen und das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöhen.
- Kontrolle von Risikofaktoren: Lassen Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, Ihre Cholesterinwerte und Ihren Blutzucker überprüfen und behandeln Sie diese, falls erforderlich.
Schlaganfallversorgung in Rosenheim
Die Schlaganfallversorgung am RoMed Klinikum in Rosenheim wurde erweitert. Wichtigster Baustein ist die Schlaganfallstation der Neurologischen Klinik, die von der Deutschen Schlaganfallgesellschaft mit neun Betten zertifiziert ist. Mit jährlich ca. 1.000 Schlaganfallpatienten ist das Klinikum einer der größten Versorger von akut neurologischen Erkrankungen in der Region.
Fallbeispiel
Eine 74-jährige Patientin brach während der Gartenarbeit zusammen und zeigte Symptome eines Schlaganfalls. Dank des schnellen Handelns ihrer Enkeltochter und des Notarztes konnte sie umgehend in das RoMed Klinikum Rosenheim gebracht und behandelt werden.
Schlaganfall und Prominente
Auch Prominente sind vor Schlaganfällen nicht gefeit. Ariel Scharon, der ehemalige israelische Ministerpräsident, erlitt mehrere Schlaganfälle und wurde von einem Team von Ärzten, darunter der Neurochirurg José Cohen, behandelt.
Karin Prien und Gesundheitspolitik
Karin Prien, die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, hat sich auch zu Gesundheitsthemen geäußert. In der Corona-Pandemie betonte sie die Bedeutung von Differenzierung bei der Betrachtung von Todesfällen im Zusammenhang mit COVID-19 bei Kindern.
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Die Rolle der Forschung
Die Forschung spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Schlaganfallversorgung. So könnte die Leistung von Windkraftanlagen der 10-Megawattklasse um vier Prozent gesteigert werden, was indirekt auch positive Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung haben könnte, da mehr Energie für medizinische Geräte und Behandlungen zur Verfügung steht.
Schlaganfall im Kontext aktueller Nachrichten
In den Nachrichten aus Schleswig-Holstein vom 4. Februar wurde über verschiedene Themen berichtet, darunter auch über Einschränkungen im öffentlichen Dienst aufgrund eines Warnstreiks. Solche Ereignisse können indirekt auch die Gesundheitsversorgung beeinträchtigen.
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