Ein Hirntumor bei Katzen kann eine beängstigende Diagnose sein, aber es ist wichtig, sich mit den Fakten auseinanderzusetzen, um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Hirntumoren bei Katzen, einschließlich der Ursachen, Symptome, Diagnose, Behandlungsmöglichkeiten und der aktuellen Forschung.
Was sind Meningeome?
Meningeome sind Neoplasien der Hirnhäute, welche aus entarteten Arachnoidalzellen hervorgehen. Sie können im Gehirn wie auch im Bereich des Rückenmarks wachsen. Da sie von den umgebenden Hirnhäuten ausgehen, liegen sie ausserhalb des Nervengewebes (extraaxial bzw. intradural-extramedullär) und haben primär kompressive Effekte auf das angrenzende Gewebe. Meningeome sind die häufigsten primären Gehirntumoren bei Hund und Katze. Bei Katzen werden 56 - 59% der primären Gehirntumoren als Meningeome diagnostiziert. Multiple Meningeome sind insbesondere bei Katzen relativ häufig und kommen in 17% der felinen Patienten vor. Deutlich über 90% der intrakraniellen Meningeome wachsen im Bereich des Grosshirns. Ältere Katzen (> 10 Jahre) sind ebenfalls häufiger davon betroffen und seltener jüngere Tiere. Bei sehr jungen Tieren besteht ein gehäufter Zusammenhang mit einer Speicherkrankheit (Mukopolysaccharidose Typ 1).
Ursachen von Hirntumoren bei Katzen
Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Meningeoms sind nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen können, da bestimmte Rassen häufiger betroffen sind. Auch das Alter ist ein Risikofaktor, da Meningeome häufiger bei älteren Katzen auftreten. Bestimmte Chemikalien können die Bildung von Tumoren auch bei Tieren begünstigen. Katzen, die an Ohren, Augenlider und Nase weißes Fell und Haut haben, entwickeln dort beispielsweise sehr oft ein Plattenepithelkarzinom. Wiederholte Sonnenbrände und UV-Strahlung werden als Auslöser vermutet. Zu den bekannten Viren, die Krebs auslösen, gehört das feline Leukosevirus (FeLV). Katzen mit einer FeLV-Infektion leiden oft an einem malignen Lymphom. Bei manchen Rassen kann eine genetisch bedingte erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Tumorarten festgestellt werden. Ein Hauptrisikofaktor für eine Krebserkrankung ist bei Tier wie Mensch das Alter. Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.
Ein Meningeom entsteht, wenn Zellen in diesen Schichten beginnen, sich unkontrolliert zu vermehren, was zu einem Tumor führt. Bei Katzen sind Meningeome die häufigste Form von intrakraniellen Tumoren. Sie unterscheiden sich von anderen Tumorarten durch ihre Lage und ihre gutartige Natur.
Symptome von Hirntumoren bei Katzen
Die klinischen Symptome sind primär abhängig von der Lokalisation des Meningeoms und können daher nicht verallgemeinert werden. Da Meningeome am häufigsten supratentoriell wachsen, sind Grosshirnsymptome zu erwarten. Dazu gehören epileptische Anfälle, Verhaltensänderungen, Kreiswandern, Sehstörungen und Lethargie. Meningeome im Bereich der hinteren Schädelgrube (Hirnstamm und Kleinhirn) führen zu Gangstörungen (Tetraparese, Ataxie, Hypermetrie), Störungen des Bewusstseins (nur bei Meningeomen im Bereich bzw. Die Kompression des Rückenmarks durch spinale Meningeome führt je nach Lokalisation zu Lähmungserscheinungen aller vier Gliedmassen (Tetraparese), einer Seite (Hemiparese) oder nur der Hintergliedmassen (Paraparese).Orbitale Meningeome haben aufgrund der Kompression des N. Da es sich bei Meningeomen um meist langsam wachsende, von aussen komprimierende Tumoren handelt, sind auch die Symptome oft schleichend progressiv.
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Die Symptome eines Meningeoms bei Katzen können je nach Lage und Größe des Tumors variieren. Häufige Anzeichen sind Verhaltensänderungen wie Aggressivität oder Apathie. Neurologische Symptome sind ebenfalls häufig, darunter Krampfanfälle, die bei Katzen oft in Form von Muskelzuckungen oder plötzlicher Steifheit auftreten. In einigen Fällen können auch Veränderungen im Sehvermögen auftreten, ebenso wie eine Neigung zu Stürzen oder ein unsicherer Gang. Diese Symptome sind das Ergebnis der Kompression von Nervenstrukturen durch den Tumor.
Ein Hirntumor macht sich bei Katzen meist durch eine Kombination aus Verhaltens- und Bewegungsauffälligkeiten bemerkbar. Viele Katzen zeigen zudem Gangstörungen: Sie taumeln, stolpern, laufen im Kreis, stoßen sich an Möbeln oder haben Schwierigkeiten beim Springen und Landen. Die ersten Warnzeichen eines Hirntumors sind oft unspezifisch und werden leicht mit Alter, Stress oder anderen Krankheiten verwechselt. Später kommen häufig neurologische Symptome wie Krampfanfälle oder eine schiefe Kopfhaltung dazu.
Andere neurologische Symptome bei Katzen
Neurologische Symptome bei Hund und Katze sind sehr vielfältig. Nicht immer muss das Nervensystem selbst der Auslöser dafür sein. Zum Nervensystem gehören neben dem Gehirn das Rückenmark, die Nerven und die Sinneszellen. Je nachdem, welcher Bereich gestört ist, sind die möglichen Erscheinungsbilder bei den Patienten sehr umfangreich. Veränderungen des Bewusstseins wie Teilnahmslosigkeit, Schläfrigkeit oder Koma (z.B. Desorientierung (z.B. Gleichgewichtsprobleme (z.B. Schmerzäußerung (z.B. Stolpern oder Lahmheit (z.B. Im Kreis laufen (z.B. Herunterhängen z.B. des Ohres, der Lippe (z.B. Schluck- oder Sehstörungen (z.B. Krampfhafte Anfälle (z.B.
Diagnose von Hirntumoren bei Katzen
Bei Tieren mit konstanten neurologischen Defiziten oder bei Hunden und Katzen mit Anfällen, welche älter als 6 Jahre sind und keine Auffälligkeiten in der Blutuntersuchung zeigen, empfiehlt sich eine weitere bildgebende Untersuchung. Die Bildgebung des Gehirns zeigt meist relativ typische Veränderungen bei Meningeomen. Dabei handelt es sich um: extraaxiale, raumfordernde Läsionen, die oft breitbasig dem Schädel anliegen. Da sie ausserhalb des Gehirns oder des Rückenmarks liegen, zeigen sie eine deutliche bis starke Kontrastmittel-Aufnahme mit Oedem des darumliegenden Nervengewebes. Vor allem bei Katzen ist der angrenzende Knochen oft verdickt (Hyperostose in 70% der Fälle) und seltener kommt es gleichzeitig zur Auflösung des Schädelknochens (Osteolyse).Auch flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (zystische Meningeome) und intratumorale Kalzifikationen werden gelegentlich gesehen. Spinale Meningeome können mittels MRT, CT und Myelographie dargestellt werden. Die Myelographie zeigt eine intradural-extramedulläre Veränderung, welche jedoch auch durch andere Ursachen, wie z.B. Zusätzlich zu den bildgebenden Verfahren kann eine Liquoruntersuchung die Diagnose unterstützen. Oft ist diese völlig unauffällig. Jedoch kann auch eine erhöhte Zellzahl (Pleozytose) vorhanden sein, welche generell auf eine Entzündungsreaktion hinweist. Insbesondere bei Meningeomen der hinteren Schädelgrube kann eine Erhöhung der neutrophilen Granulozyten gesehen werden. Bei fraglichen Befunden kann eine Probenentnahme zur definitiven Diagnose führen. Im Falle eines intrakraniellen Tumors kann dies mit einer offenen Biopsie mittels Eröffnung der Schädeldecke (Kraniotomie) oder mittels Nadelbiopsie (oft CT- oder MRT gesteuert) erfolgen. Da die radiologischen Befunde meist recht typisch sind wird im Falle einer gut zugänglichen Läsion jedoch eine direkte, vollständige Entfernung bevorzugt. Eine endgültige Diagnose kann nur mittels histopathologischer Analyse des Gewebes erfolgen. Dabei werden drei Grade (I - III) von Meningeomen unterschieden. Grad I Meningeome sind gutartige, gut abgegrenzte und langsam wachsende Tumoren ohne Anzeichen von Malignität oder Infiltration. Bei Grad II Meningeomen handelt es sich um sogenannt anaplastische Meningeome, welche Anzeichen von Malignität (≥ 4 Mitosen/10 HPF, Verlust der Architektur, hohes Zellkern : Zellverhältnis, Makronukleoli, Hyperzellularität, Nekrose) und Infiltration ins umliegende Gewebe zeigen. Bei den Grad III Meningeomen handelt es sich um aggressive Formen, welche viele Mitosen (≥ 20 Mitosen/10 HPF), Anaplasie und Infiltration des Nervengewebes zeigen.
Die Diagnose eines Meningeoms beginnt mit einer gründlichen klinischen Untersuchung durch einen Tierarzt. Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Computertomographie (CT) sind entscheidend für die Diagnose eines Meningeoms. Diese Methoden ermöglichen es, die Lage, Größe und das Ausmaß des Tumors im Gehirn zu bestimmen. In einigen Fällen kann auch eine Biopsie des Tumorgewebes erforderlich sein, um die Diagnose zu bestätigen. Dies geschieht in der Regel während eines chirurgischen Eingriffs, bei dem der Tumor entfernt oder verkleinert wird.
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Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch über die beobachteten Symptome und eine gründliche neurologische Untersuchung. Besteht der Verdacht auf einen Hirntumor, sind bildgebende Verfahren wie CT oder MRT der entscheidende Schritt: Erst damit lässt sich erkennen, ob ein Tumor vorliegt, wo er sitzt und wie groß er ist. Blutwerte werden bei Verdacht auf einen Hirntumor fast immer kontrolliert, können den Tumor selbst aber in der Regel weder beweisen noch sicher ausschließen. Wichtig sind Blutwerte auch, um das Narkoserisiko für eine CT- oder MRT-Untersuchung sowie für eine mögliche Operation zu beurteilen.
Behandlung von Hirntumoren bei Katzen
Bei Meningeomen gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten. Eine palliative (untertützende) Therapie kann mittels Steroiden zur Behandlung des Gehirnoedems und in akuten Fällen mit Mannitol und mit Antiepileptika bei Tieren mit epileptischen Anfällen behandelt werden. Eine wirksame, spezifische Therapie bedingt bei Meningeomen in der Regel eine chirurgische Entfernung oder eine Strahlentherapie. Diese können auch in Kombination eingesetzt werden. Da Meningeome bei Katzen in der Regel gut abgegrenzt sind und das Gehirngewebe nicht infiltrieren, ist die chirurgische Entfernung nach Eröffnung der Schädeldecke die Methode der Wahl, wenn die Neoplasie an einem zugänglichen Ort im Bereich des Schädels liegt. Katzen mit Meningeomen im Bereich der hinteren Schädelgrube haben eine schlechtere Prognose und die Risiken von intraoperativen Komplikationen sind höher. In einer aktuellen Studie zeigten Katzen mit erfolgreicher chirurgischer Entfernung Überlebenszeiten von über 3 Jahren. Intraoperative Komplikationen sind bei geeigneter Stelle gering und betrugen in dieser Studie 6%. Die Chance eines erneuten Wachstums des Meningeoms ist je nach Studie sehr variabel und liegt zwischen 8-39%. Die chirurgische Entfernung bei caninen Meningeomen zeigt unterschiedliche Resultate und steht im Zusammenhang mit dem histologischen Grad des Tumors. Bei invasiven Meningeomen erscheint die Strahlentherapie das Mittel der Wahl. Eine Kombination von chirurgischer Dekompression mit anschliessender Bestrahlung zeigt Überlebenszeiten von durchschnittlich 18 Monaten. Beim Hund bestehen weiterhin Unklarheiten, bei welcher Methode es sich um die Behandlung der Wahl handelt. Je nach Studie werden ähnliche mittlere Überlebenszeiten von 1.5 Jahren mit Chirurgie, Strahlentherapie oder einer Kombination dieser beiden berichtet. Eine chemotherapeutische Behandlung von Meningeomen ist möglich, jedoch bestehen Unklarheiten über die Medikamente der Wahl. Hydroxyurea, Lomustine und Nitrosylcobalamin werden als mögliche Optionen beschrieben, wobei sie meist in Kombination mit Chirurgie oder Strahlentherapie eingesetzt wurden. Eine rein medikamentelle Therapie erscheint aktuell weniger effizient zu sein als die Behandlung mittels Strahlentherapie und/oder Chirurgie.
Die Behandlung eines Meningeoms bei Katzen hängt von der Größe und Lage des Tumors sowie vom allgemeinen Gesundheitszustand der Katze ab. Die chirurgische Entfernung des Tumors ist die bevorzugte Behandlungsmethode, da sie die beste Chance auf eine vollständige Genesung bietet. In Situationen, in denen eine vollständige Entfernung des Tumors nicht möglich ist, kann eine partielle Resektion durchgeführt werden, um den Druck auf das Gehirn zu verringern. Ergänzend zur Chirurgie kann eine Strahlentherapie eingesetzt werden. In einigen Fällen, insbesondere bei älteren Katzen oder wenn der Tumor an einer schwer zugänglichen Stelle liegt, kann eine palliative Behandlung angebracht sein. Diese kann die Verabreichung von Medikamenten zur Kontrolle von Schmerzen und Krampfanfällen umfassen.
Eine Operation kommt vor allem dann infrage, wenn der Tumor gut zugänglich ist, nicht zu groß erscheint und deine Katze insgesamt stabil genug für eine größere Narkose und Nachsorge wirkt. Gleichzeitig ist jeder Eingriff am Gehirn mit Risiken verbunden - dazu gehören Blutungen, Infektionen, neurologische Verschlechterungen und hohe Kosten.
Prognose und Nachsorge
Die Prognose für Katzen mit einem Meningeom ist in der Regel gut, insbesondere wenn der Tumor frühzeitig erkannt und erfolgreich chirurgisch entfernt wird. Allerdings hängt die Langzeitprognose von mehreren Faktoren ab, darunter das Alter der Katze, die vollständige Entfernung des Tumors und das Vorhandensein von Begleiterkrankungen. In einigen Fällen kann der Tumor zurückkehren. Bei Katzen, die nicht operiert werden können oder bei denen der Tumor nicht vollständig entfernt werden kann, ist die Prognose vorsichtiger.
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Die Lebenserwartung bei einem Hirntumor ist sehr unterschiedlich und hängt von Tumorart, Lage, Wachstumsverhalten, Behandlung und Allgemeinzustand ab. Mit gut eingestellter, palliativer Behandlung (zum Beispiel Cortison und Antiepileptika) kann die Zeit mit stabiler Lebensqualität manchmal deutlich verlängert werden. Bei gut zugänglichen Tumoren, die erfolgreich operiert und gegebenenfalls bestrahlt werden, können einzelne Katzen noch lange - zum Teil über Jahre - mit guter Lebensqualität leben.
Lebensqualität sichern
Im Alltag geht es vor allem darum, Sicherheit und Ruhe zu schaffen. Sichere Treppen, Balkon und Fenster, entferne Stolperfallen und lege bei Bedarf Teppiche auf rutschige Böden. Füttere leicht erreichbares, hochwertiges Futter, verteile Wasserstellen und halte die Medikamentengabe so regelmäßig wie möglich. Besprich mit deiner Tierarztpraxis einen Notfallplan für Krampfanfälle und kontrolliere in regelmäßigen Abständen, wie es deiner Katze geht.
Prävention von Hirntumoren bei Katzen
Leider gibt es spezifisch für das Auftreten von Meningeomen bei Katzen keine bekannten Präventionsmaßnahmen, da die genauen Ursachen dieser Tumore nicht vollständig verstanden sind. Eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend, da sie das Immunsystem stärkt und die allgemeine Gesundheit unterstützt. Katzen sollten regelmäßig tierärztlich untersucht werden, um mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Diese Routineuntersuchungen ermöglichen eine frühzeitige Diagnose. Umweltfaktoren könnten ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von Tumoren spielen. Daher ist es wichtig, die Katze in einer sicheren, sauberen und stressfreien Umgebung zu halten. Obwohl es keine gezielte Prävention gibt, kann eine allgemeine Gesundheitsvorsorge das Risiko von Erkrankungen verringern.
Aktuelle Forschung zu Hirntumoren bei Katzen
Die Forschung zu Meningeomen bei Katzen hat in den letzten Jahren zugenommen, da das Verständnis für Tumore bei Haustieren insgesamt gewachsen ist. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich darauf, genetische Faktoren zu identifizieren, die zur Entstehung von Meningeomen beitragen könnten. Wissenschaftler untersuchen spezifische genetische Marker und Mutationen, die bei betroffenen Katzen häufiger vorkommen, um mögliche erbliche Komponenten zu identifizieren.
Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Verbesserung der diagnostischen Bildgebungstechniken. Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) sind wertvolle Werkzeuge zur Diagnose von Meningeomen, aber die Forschung versucht, die Genauigkeit und Auflösung dieser Technologien weiter zu verbessern.
Zusätzlich wird an der Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze geforscht. Während chirurgische Entfernung und Strahlentherapie die Hauptbehandlungsoptionen bleiben, untersuchen Wissenschaftler alternative Ansätze wie die gezielte Therapie mit Medikamenten, die auf molekularer Ebene wirken.
Ein weiterer interessanter Forschungsbereich ist die Untersuchung der Immunologie von Meningeomen. Forscher versuchen zu verstehen, wie das Immunsystem von Katzen auf diese Tumore reagiert und ob Immuntherapien, die bei anderen Tumorarten bereits erfolgreich sind, auch bei Meningeomen wirksam sein könnten. Diese Forschungen könnten neue Behandlungsansätze eröffnen, die das körpereigene Immunsystem der Katze nutzen, um den Tumor zu bekämpfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Forschung zu Meningeomen bei Katzen ein dynamisches und wachsendes Feld ist. Die Fortschritte in der genetischen Forschung, Bildgebungstechnologie und Therapieentwicklung haben das Potenzial, die Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung in Zukunft deutlich zu verbessern.
Wann sollte man eine Katze mit Hirntumor einschläfern?
Die Frage „Hirntumor Katze - wann einschläfern?“ lässt sich nicht an einem festen Zeitpunkt oder einer Zahl festmachen. Warnsignale für eine sehr eingeschränkte Lebensqualität sind zum Beispiel häufige, schwere Krampfanfälle, deutliches Leiden oder Schmerzen trotz Therapie, kaum noch Fressen oder Trinken sowie fehlendes Interesse an dir und der Umgebung.
Krebs bei Katzen erkennen
Krebs ist eine heimtückische Krankheit, weil man ihn meist nicht sofort erkennt. Und leider bleiben auch unsere Katzen nicht vor einem Tumor verschont. Umso wichtiger, dass Sie wissen, woran Sie Krebs bei Ihrer Katze erkennen können - denn je früher Sie Symptome entdecken, desto besser.
Krebs ist bei Katzen weit verbreitet. Wie beim Menschen handelt es sich auch beim bösartigen Katzen-Krebs allgemein formuliert um das unkontrollierte Wachstum entarteter Zellen. Statistiken zeigen, dass 50 Prozent aller Katzen über zehn Jahre an Krebs erkranken - aber auch jüngere Katzen können an Krebserkrankungen leiden. Daher werden viele Katzenhalter mit Krebs bei ihren Tieren konfrontiert. Doch nur die wenigsten sehen im Verhalten ihrer Katze die ersten Anzeichen der Krankheit. Dabei kennen Sie Ihr Tier am besten, Ihnen fallen Veränderungen schnell auf. Sobald Sie eine der nachfolgenden Symptome erkennen, suchen Sie Ihren Tierarzt auf. Bei der Behandlung von Krebs ist Zeit besonders wertvoll - deshalb ist es besser, etwas zu vorsichtig zu sein als zu lange abzuwarten.
Mögliche Anzeichen für Krebs bei Katzen
- Schwellungen, Tumore und Ausfluss: Das wohl bekannteste Anzeichen für eine Krebs-Erkrankung sind Schwellungen und Tumore. Wenn beispielsweise Schwellungen nicht innerhalb einiger Tage zurückgehen oder Sie gar bemerken, dass eine Umfangsvermehrung immer weiter wächst, sollten Sie aufmerksam werden. Tumore lassen sich allerdings nicht immer mit bloßem Auge erkennen oder ertasten - manchmal ist dafür ein bildgebendes Verfahren (Röntgen, Ultraschall, MRT oder CT) nötig. Vorsicht: Tumore können sich auch durch Blutungen oder Ausfluss aus der Nase, den Ohren, oder in Speichel, Kot und Scheidenausfluss äußern. Auch Hautveränderungen, neurologische Symptome (Taumeln, Blindheit), Lahmheit etc. sind möglich. Ob es sich tatsächlich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor und gefährliches Gewebe handelt, kann allerdings nur mittels Biopsie oder Feinnadelaspiration durch Ihren Tierarzt ermittelt werden.
- Veränderungen rund ums Futter: Neben den recht bekannten und äußerlich sichtbaren Anzeichen gibt es zahlreiche Symptome, die man nicht direkt mit Krebs in Verbindung bringen würde oder sogar als harmlos abtut. Dazu gehören unter anderem Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Einseitiges Kauen und auffälliges Schlucken können genau wie Aggressionen beim Fressen oder das Herausnehmen und Fallenlassen von Futter aus dem Napf weitere Symptome für eine Krebserkrankung bei Ihrer Katze sein. Diese Auffälligkeiten können aber auch auf völlig andere gesundheitliche Ursachen hindeuten. Dass eine Katze nicht frisst, kann beispielsweise am Futter liegen.
- Veränderungen beim Kot- und Harnabsatz: Hat Ihre Katze zwar keine Probleme bei der Futteraufnahme, wohl aber beim Kot- oder Harnabsatz, ist auch dies eine Möglichkeit, wie sich Krebs äußern kann. Hat sie also Schmerzen beim Toilettengang, sucht besonders oft das Katzenklo auf oder ist plötzlich inkontinent, sollten Sie genauer hinsehen. Trotzdem können dies ebenso Anzeichen für eine Blasenentzündung oder eine ähnliche Erkrankung sein.
- Schlecht heilende Verletzungen: Ein weiteres, eher unspezifisches Anzeichen sind schlecht heilende Verletzungen. Sie können auf Hautkrebs verweisen.
- Unangenehmer Körpergeruch: Unangenehmer Körpergeruch, zum Beispiel Ammoniakgeruch aus dem Maul, kann ebenfalls auf Krebs hindeuten - allerdings auch auf Nierenkrankheiten.
- Lahmheit oder Steifheit: Als weiteres Merkmal gilt eine anhaltende Lahmheit oder generelle Steifheit Ihrer Katze. Sie sind zwar häufig Anzeichen für Arthrosen, können aber in Zusammenhang mit Knochenkrebs stehen.
- Bewegungsunlust und erhöhtes Schlafbedürfnis: Bewegungsunlust, erhöhtes Schlafbedürfnis und mangelnde Ausdauer können ebenfalls auf eine Krebserkrankung verweisen.
Viele Symptome teilt sich die Krankheit mit anderen Beschwerden, sie sind nicht eindeutig und werden häufig als etwas anderes gelesen, als sie sind. Sie können für eine Krebserkrankung stehen, müssen es aber nicht. Deshalb ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Katze im Auge behalten und mindestens einmal im Jahr, bei älteren Katzen eher zweimal im Jahr, Ihrem Tierarzt zum Gesundheitscheck vorstellen. So kann eine Krebserkrankung im Zweifel frühzeitig erkannt und ggf. behandelt werden.
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