Kim Gloss: Kampf gegen den Hirntumor, späte Babyfreuden und ein neues Kapitel

Kim Gloss, bekannt durch ihre Teilnahme an "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) und "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", hat in den letzten Jahren sowohl schwere gesundheitliche Herausforderungen als auch wundervolle Glücksmomente erlebt. Im Mittelpunkt stand dabei ein gutartiger Hirntumor, der ihr Leben veränderte. Dieser Artikel beleuchtet ihre Erfahrungen, von der Diagnose über die Operation bis hin zur Freude über ein neues Baby.

Die Diagnose: Ein Zufallsfund nach einem Sportunfall

Alles begann am 17. Juli 2023 mit einem Sportunfall. Eine zehn Kilogramm schwere Hantel fiel Kim Gloss ins Gesicht. Bei den anschließenden Untersuchungen im Krankenhaus, die eigentlich Hirnblutungen ausschließen sollten, entdeckten die Ärzte ein Meningeom in ihrem Kopf. Ein Meningeom ist ein meist gutartiger, langsam wachsender Hirntumor.

Obwohl auch ihre Mutter ein Meningeom hatte, war die Diagnose für Kim Gloss zunächst ein Schock. "Die erste Person, die ich angerufen habe, war nicht mein Mann, dem wollte ich es persönlich sagen, sondern meine Mutter. Sie war natürlich sprachlos", so Kim Gloss. Dennoch nahm sie die Diagnose zunächst relativ gelassen auf: „Ich hab’ das irgendwie locker aufgenommen“, sagte Gloss. „Ich war einfach froh, dass ich gehen kann.“

Die Entwicklung des Tumors und die Entscheidung zur Operation

Kim Gloss stellte nach der Diagnose ihr Leben um, achtete auf eine gesunde Ernährung und trieb mehr Sport. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen, insbesondere MRTs, wurden vereinbart, um das Wachstum des Tumors zu überwachen.

Rund zehn Monate später, nach einem Kontroll-MRT-Termin, folgte jedoch die beunruhigende Nachricht: Der Tumor war minimal gewachsen und lag gefährlich nah an einer wichtigen Vene. "Nach meinem Kontroll-MRT-Termin wurde mir gesagt, es ist minimal gewachsen und es ist sehr gefährlich nah an der wichtigsten Vene", erinnert sich Kim Gloss zurück. "Da hat es dann Klick gemacht." Die Ärzte rieten zu einer Operation, da der Tumor sonst weiterwachsen, inoperabel werden und die Vene schädigen könnte. Im schlimmsten Fall hätte dies zu einer Thrombose führen können.

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Die Entscheidung für den Eingriff fiel Kim Gloss nicht leicht, insbesondere im Hinblick auf ihre Kinder. "Mir wurde ganz schlecht", so die Sängerin. "Ich habe wirklich erstmal das Schlimmste befürchtet. Und mein Neurologe hat mir dann erklärt, wie gefährlich es werden kann. Und das war schon ein Schock." Vor allem der Gedanke an ihre Kinder beunruhigte sie. Kim Gloss hat zwei leibliche Kinder, ihre jüngste Tochter wird in wenigen Wochen zwei Jahre alt. Zudem brachte ihr Ehemann einen Sohn mit in die Beziehung.

Die Operation und die Zeit danach

Anfang Juni wurde Kim Gloss schließlich am Kopf operiert. "Aufgrund eines Hirntumors musste ich am Kopf operiert werden", teilte sie damals in ihrer Instagram-Story mit. Sie beschreibt den Tag der Operation als sehr intensiv: „Dieser Tag, dieser Sonntag, ich habe die Farben der Blätter anders wahrgenommen. Ich habe diese Luft anders gespürt. Ich habe diesen Tag einfach gelebt, als ob’s mein letzter wär, obwohl ich’s nicht wollte. Aber man hat am Ende des Tages doch Riesenangst vor so einer OP.“

Die Operation verlief erfolgreich, und Kim Gloss erholte sich gut. Ihr Mann, Alexander Beliaikin, war in dieser schweren Zeit eine große Stütze für sie. "Es wird sich so liebevoll um mich gekümmert und mein Mann ist eine sehr große Unterstützung in dieser Zeit. Es ist so schön zu Hause zu sein und es geht mir von Tag zu Tag besser", schrieb Kim kurz nach ihrer Entlassung aus der Klinik in einer Instagram-Story.

Fehlgeburten und das späte Babyglück

Vor der Hirn-OP erlebte Kim Gloss eine weitere schmerzhafte Erfahrung: Sie hatte zwei Fehlgeburten in kurzer Zeit. "Was viele auch nicht wussten, (…) dass ich vor der OP auch zweimal schwanger war und dass das dann nicht geklappt hat", erzählte sie gegenüber RTL. Trotz gründlicher medizinischer Untersuchungen konnten die Ärzte keine Ursache finden.

Im Rückblick sieht Kim Gloss auch in diesen schweren Momenten etwas Positives. Sie glaubt, dass die Fehlgeburten möglicherweise verhindert haben, dass der Tumor schneller wächst. "Es sollte nicht so sein zu diesem Zeitpunkt. Ich dachte dann, ich wäre schwanger und dann diese Wachstumshormone hätten vielleicht das oben auch wachsen lassen und dann hätte ich dann vielleicht die OP nicht mehr machen können."

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Nur zwei Monate nach der Operation wurde Kim Gloss erneut schwanger - und diesmal verlief alles gut. Mitte Oktober 2024 verkündete sie auf Instagram ihre Schwangerschaft. Am 20. März 2025 kam ihre Tochter Rosa zur Welt. "Willkommen Rosa", schrieb sie zu einem Schwarz-Weiß-Foto ihres Babys.

Ein neues Kapitel

Die Geburt von Rosa markiert für Kim Gloss ein neues Kapitel in ihrem Leben. Nach den gesundheitlichen Sorgen und den Fehlgeburten kann sie nun das Glück einer wachsenden Familie genießen. Mit Ehemann Alexander Beliaikin hat sie bereits Tochter Golda (2). Ihr Mann brachte einen Sohn mit in die Ehe. Kim selbst hat zudem Tochter Amelia (11) aus ihrer Beziehung mit Rocco Stark (38). Insgesamt ist die Patchwork-Familie damit zu sechst.

Kim Gloss möchte ihre Erfahrungen nutzen, um andere Menschen zu ermutigen, auf ihre Gesundheit zu achten und bei Auffälligkeiten einen Arzt aufzusuchen. „Zur Sicherheit ein MRT machen!“, appelliert sie.

Kim Gloss: Eine starke Frau, die Mut macht

Kim Gloss hat in ihrem Leben bereits viele Herausforderungen gemeistert. Sie hat eine erfolgreiche Karriere als Sängerin und Influencerin aufgebaut, eine Familie gegründet und einen Hirntumor besiegt. Ihre Geschichte ist ein Beweis für ihre Stärke, ihren Mut und ihre Lebensfreude. Sie ist ein Vorbild für viele Menschen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Ihre Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit ihrer Erkrankung und ihren persönlichen Schicksalsschlägen machen sie zu einer authentischen und glaubwürdigen Persönlichkeit. Kim Gloss zeigt, dass es auch nach schweren Zeiten immer wieder Hoffnung und Glück gibt.

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