Kim Gloss: Ein Sportunfall deckt einen Hirntumor auf – Eine Geschichte von Schicksalsschlägen, Hoffnung und Babyglück

Die Geschichte von Kim Gloss, der ehemaligen DSDS-Kandidatin und Reality-TV-Teilnehmerin, ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Sie ist geprägt von Schicksalsschlägen, einer überraschenden Diagnose, einer Operation und letztendlich von der Freude über die Geburt ihres dritten Kindes. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Phasen dieser bewegenden Geschichte, von der zufälligen Entdeckung des Hirntumors bis hin zum späten Babyglück.

Die zufällige Entdeckung: Ein Sportunfall als Glücksfall

Anfang Juni erschütterte Kim Gloss ihre Fans mit der Nachricht, dass sie sich aufgrund eines Hirntumors einer Operation unterziehen musste. Die Diagnose kam überraschend, als Folge eines Sportunfalls. Kim Gloss war eine 20 Kilogramm schwere Langhantel ins Gesicht gefallen, woraufhin ihr Auge anschwoll und sich blau verfärbte. Im Krankenhaus wurde ein CT angeordnet, um Hirnblutungen auszuschließen. Dabei entdeckten die Ärzte eine Auffälligkeit. Ein weiteres CT bestätigte den Verdacht: Kim Gloss hatte ein Meningeom, einen meist gutartigen Hirntumor.

Im RTL-Interview mit "Exclusiv"-Moderatorin Frauke Ludowig verriet Gloss, dass bei ihr ein Meningeom diagnostiziert worden war. Die Diagnose habe sie lange für sich behalten: "Tatsächlich wussten es nicht mal meine engsten Freunde."

Obwohl Gloss' Mutter "genau dasselbe Meningeom" hatte, wurde der Tumor bei der Sängerin und Influencerin eher durch Zufall entdeckt.

Die Diagnose und ihre Folgen

Die Diagnose war zunächst kein Schock für Kim Gloss, sondern eher eine Erleichterung. "Meine Mutter hatte genau dasselbe Meningeom. Das ist ein gutartiger Tumor, das weiß man", erklärte die 31-Jährige. "Ich habe das irgendwie locker aufgenommen. Ich war einfach froh, dass ich gehen kann." Die Ärzte rieten ihr, einmal jährlich ein MRT durchführen zu lassen, um das Wachstum des Tumors zu überwachen.

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Kim Gloss stellte nach der Diagnose ihr Leben um, machte mehr Sport, ernährte sich gesünder und verzichtete weitestgehend auf Zucker.

Die Entscheidung zur Operation

Etwa zehn Monate später, nach einer Kontrolluntersuchung, erhielt Kim Gloss jedoch beunruhigende Nachrichten. Der Tumor war minimal gewachsen und befand sich in gefährlicher Nähe zu einer wichtigen Vene. Die Ärzte rieten ihr zu einer Operation, da sonst die Gefahr einer Thrombose bestand. "Es wurde mir gesagt: 'Sie entscheiden am Ende des Tages, Sie sind jung. Wir können aber nicht sagen, was in ein paar Monaten ist. OP: Ja oder nein?'", erinnerte sich Gloss an das Gespräch mit den Ärzten.

Die 31-Jährige, die bereits zwei leibliche Kinder und einen Stiefsohn hat, entschied sich für den Eingriff. Sie wollte ihren Kindern die Ängste ersparen, die sie selbst als Kind erlebt hatte, als ihre Mutter ebenfalls an einem Meningeom erkrankte. "Meine Familie hat es damals falsch gemacht", so Kim Gloss. Ihr sei mitgeteilt worden, es sei nicht sicher, ob und in welchem Zustand ihre Mutter nach der OP aufwachen würde. „Das hat sich so eingebrannt“, sagt Kim Gloss. Ihre Kinder hätten bis zuletzt nichts gewusst.

Am Tag der Operation nahm Kim Gloss die Welt um sich herum intensiver wahr. "Ich habe die Farbe der Blätter anders wahrgenommen, ich habe die Luft anders gespürt. Ich habe diesen Tag gelebt, als ob es mein letzter wäre, obwohl ich es nicht wollte", schilderte sie später.

Die erfolgreiche Operation und die Zeit danach

Die Operation verlief erfolgreich, und Kim Gloss erholte sich gut. "Es wird sich so liebevoll um mich gekümmert und mein Mann ist eine sehr große Unterstützung in dieser Zeit. Es ist so schön zu Hause zu sein und es geht mir von Tag zu Tag besser", schrieb Kim kurz nach ihrer Entlassung aus der Klinik in einer Instagram-Story.

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Sie appellierte an Menschen mit ähnlichen Symptomen, wie Kopfschmerzen oder Sehstörungen, sich unbedingt untersuchen zu lassen. „Zur Sicherheit ein MRT machen!“

Ihr Mann Alexander Beliaikin stand ihr in dieser schweren Zeit zur Seite. „Ich bin so froh, ihn zu haben“, schwärmte Kim. „Das alles hat unsere Beziehung gestärkt. (…) Wir lieben uns.“

Fehlgeburten und späte Babyglück

Nach der Hirn-OP offenbarte Kim Gloss eine weitere schmerzhafte Wahrheit: Vor dem Eingriff hatte sie zwei Fehlgeburten erlitten. "Was viele auch nicht wussten, (…) dass ich vor der OP auch zweimal schwanger war und dass das dann nicht geklappt hat", erzählte sie mit Tränen in den Augen. Trotz gründlicher medizinischer Untersuchungen konnten die Ärzte keine Ursache finden.

Kim Gloss glaubt heute, dass es nicht sein sollte, dass sie zu diesem Zeitpunkt schwanger war. Sie vermutet, dass die Wachstumshormone während der Schwangerschaft den Tumor hätten wachsen lassen und sie die Operation möglicherweise nicht mehr hätte durchführen können.

Nur zwei Monate nach der Operation wurde Kim Gloss erneut schwanger - und diesmal verlief alles gut. Doch die Angst begleitete sie während der gesamten Schwangerschaft. "Jedes Mal, wenn ich auf Toilette gegangen bin, hatte ich Angst, dass das wieder vorbei ist."

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Im Oktober 2024 verkündete Kim Gloss schließlich die freudige Nachricht: Sie erwartet ihr drittes Kind. Im März 2025 kam ihre Tochter Rosa zur Welt. "Willkommen Rosa", schrieb sie zu einem Schwarz-Weiß-Foto ihres Babys auf Instagram.

Ein neues Kapitel

Für Kim Gloss und ihre Familie beginnt nun ein neues, schönes Kapitel. Nach den gesundheitlichen Sorgen und den Fehlgeburten ist die Freude über die Geburt ihrer Tochter Rosa umso größer. Kim Gloss hat bewiesen, dass sie eine Kämpferin ist und sich von Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt. Ihre Geschichte ist ein Beispiel für Hoffnung, Mut und die Kraft der Familie.

Kim Gloss: Eine öffentliche Person im Wandel

Kim Gloss wurde durch ihre Teilnahme an der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" bekannt. Später nahm sie an der Reality-Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" teil. Sie etablierte sich als Influencerin und teilte ihr Leben mit ihren Followern. Die Offenheit, mit der sie über ihre Krankheit und ihre persönlichen Schicksalsschläge sprach, hat sie noch nahbarer und authentischer gemacht. Sie ermutigt andere, auf ihren Körper zu hören und medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie Auffälligkeiten bemerken.

Die Bedeutung von Vorsorge und Unterstützung

Die Geschichte von Kim Gloss unterstreicht die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen. Durch den zufälligen Fund des Tumors konnte dieser rechtzeitig behandelt werden. Ebenso wichtig ist die Unterstützung durch Familie und Freunde in schwierigen Zeiten. Kim Gloss betonte mehrfach, wie wichtig ihr Mann Alexander Beliaikin für sie war.

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