Die Gesundheit unserer Kinder liegt uns allen am Herzen. Wenn es um spezielle medizinische Bedürfnisse geht, wie beispielsweise Epilepsie, ist es wichtig, einen kompetenten und erfahrenen Kinderarzt oder Spezialisten zu finden. Dieser Artikel bietet einen Überblick über Kinderärzte und Epilepsie-Spezialisten in Chemnitz und Umgebung, um Eltern bei der Suche nach der bestmöglichen Versorgung zu unterstützen.
Kinderärztliche Versorgung in Chemnitz und Umgebung
In Chemnitz und den umliegenden Regionen Thüringen (Landkreis Altenburger Land), Sachsen (Erzgebirgskreis) und Sachsen-Anhalt (Zeitz) gibt es eine Vielzahl von Kinderarztpraxen, die eine umfassende medizinische Betreuung für Kinder und Jugendliche anbieten.
Einige der genannten Kinderarztpraxen in der Region sind:
- Dr. med. Kerstin Pauli: Johann-Sebastian-Bach-Str.
- Dr. med. Susanne Schneider: Gößnitzer Str.
- Dr. med. Susanne Lau: Bahnhofstr.
- Dipl. med. Cornelia Schmidt: Flemmingstr.
- Dr. med.: Heinestr.
- Dr. med.: August-Bebel-Str.
- Dr. med.: Lauterbacher Str.
Es ist ratsam, sich im Vorfeld über die jeweiligen Schwerpunkte und Spezialisierungen der einzelnen Praxen zu informieren, um den passenden Ansprechpartner für die individuellen Bedürfnisse Ihres Kindes zu finden.
Wichtige Information für Patienten der Kinderarztpraxis Dr. med. univ. Matthias Buchner
Ab dem 1. Januar 2026 wird Herr Dr. med. univ. Matthias Buchner die Kinderarztpraxis weiterführen. Der Standort und die Telefonnummern bleiben unverändert. Die Homepage der Kinderarztpraxis von Dr. med. univ. Buchner finden Sie unter folgendem Link: kinderarztpraxis-buchner.de. Die Praxis befindet sich noch bis 4. Januar 2026 im Urlaub. Ab dem 5. Januar 2026 ist die Kinderarztpraxis Buchner für Sie da. Die Sprechzeiten sind Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 - 12 Uhr und 15 - 17 Uhr, Mittwoch von 8 - 12 Uhr und Freitag von 8 - 12 Uhr sowie nach Vereinbarung. Um die Wartezeiten möglichst gering zu halten, werden an alle Patienten Termine vergeben.
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Spezialisierte Versorgung bei Epilepsie
Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederholte Anfälle gekennzeichnet ist. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um die Lebensqualität der betroffenen Kinder zu verbessern.
Diagnostik und Behandlung von Epilepsie
Die Diagnose von Epilepsie erfolgt in der Regel durch eine ausführliche Anamnese, eine neurologische Untersuchung und eine Elektroenzephalografie (EEG). Das EEG misst die elektrische Aktivität des Gehirns und kann helfen, epileptische Entladungen zu identifizieren.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bietet die EEG-Untersuchung an, um veränderte Muster der Hirnaktivität, z. B. Epilepsien, Bewusstseinsstörungen oder hirnorganischen Veränderungen nachzuweisen. In der Einrichtung stehen 2 moderne Video-EEG-Geräte zur Verfügung, mit denen die Möglichkeit besteht neben der EEG-Untersuchung das Kind im Video zu beobachten und eventuelle Anfälle gleichzeitig aufzuzeichnen.
Die Behandlung von Epilepsie umfasst in der Regel die medikamentöse Therapie mit Antiepileptika. Ziel der Behandlung ist es, die Anfälle zu kontrollieren und die Lebensqualität des Kindes zu verbessern. In einigen Fällen kann auch eine Operation oder eine spezielle Diät (ketogene Diät) in Erwägung gezogen werden.
Fallbeispiel Maxim: Frühe Diagnose und Behandlung von Epilepsie
Ein Beispiel für eine erfolgreiche Diagnose und Behandlung von Epilepsie ist der Fall von Maxim aus Annaberg. Bei ihm wurden kurz nach der Geburt gutartige Tumoren am Herzen entdeckt. Einige Monate später bemerkten Maxims Eltern, wie sein Kopf beim Sitzen am Esstisch plötzlich nach vorne fiel und er für kurze Zeit das Bewusstsein verlor. Eine Elektroenzephalografie (EEG) bestätigte die vermutete Diagnose: Maxim leidet an „stiller“ Epilepsie. Die Kinderärzte erkannten, dass die genetisch bedingte Krankheit Tuberöse Sklerose Complex (TSC) die Ursache für Maxims komplexe Symptome ist. Dank der Medikamente geht es ihm gut, im Alltag hat er keine Beschwerden.
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Tuberöse Sklerose Complex (TSC)
Die Tuberöse Sklerose Complex (TSC) ist eine seltene Erkrankung, die zu Fehlbildungen und Tumoren in nahezu allen Organsystemen, epileptischen Anfällen, Hautveränderungen und kognitiven Einschränkungen führen kann. Etwa eines von 5.000 bis 10.000 Neugeborenen ist betroffen. Epilepsie ist oft das erste Anzeichen, das schon im ersten Lebensjahr auftritt. Die meisten Erkrankten haben eine normale Lebenserwartung.
Die Kinderklinik wurde vom Tuberöse Sklerose Deutschland e. V. als TSC-Ambulanz anerkannt und behandelt derzeit vier Patienten mit dieser Erkrankung. Im Zentrum arbeiten Spezialisten verschiedener Fachrichtungen wie Neuropädiatrie, Kardiologie und Radiologie eng zusammen.
Spezialzentren und Anlaufstellen in Chemnitz
In Chemnitz gibt es mehrere spezialisierte Zentren und Anlaufstellen, die sich auf die Behandlung von Kindern mit Epilepsie und anderen neurologischen Erkrankungen konzentrieren.
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) ist eine ambulante, kinderärztlich geleitete und überregionale Einrichtung mit dem Ziel, drohende und manifeste Entwicklungsstörungen, Behinderungen und chronische Erkrankungen von Kindern (von der Geburt bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) zu diagnostizieren und zu behandeln. Das Team setzt sich aus Ärzten, Psychologen, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Logopäden, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern zusammen.
In der ärztlichen Sprechstunde erfolgt zunächst eine Anamneseerhebung. Wir verschaffen uns ein Bild über die bisherige Entwicklung des Kindes, die Schwangerschaft und Geburt sowie die bereits vorhandenen medizinischen Befunde. Ein weiterer Bestandteil unserer Sprechstunde ist die neuropädiatrische- und HNO-ärztliche Untersuchung des Kindes. Aus der Gesamtsicht der erhobenen Befunde wird ein Plan für die notwendige Diagnostik und Therapie Ihres Kindes erstellt. Einleitung weiterer notwendiger Untersuchungen (z. B.
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Das SPZ bietet unter anderem folgende Leistungen an:
- Diagnostik und Therapie von Entwicklungsstörungen und Behinderungen
- Heilpädagogische Förderung
- Logopädie
- Ergotherapie
- Physiotherapie
- Psychologische Beratung
- Sozialberatung
- Musiktherapie
Das SPZ arbeitet eng mit anderen Einrichtungen und Therapeuten zusammen, um eine umfassende Versorgung der Kinder und ihrer Familien zu gewährleisten.
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin behandelt jährlich mehr als 2000 Kinder und Jugendliche. Dabei ist es uns wichtig, jedem Patienten eine Therapie zu bieten, die auf sein Krankheitsbild zugeschnitten ist und die die Möglichkeiten der Medizin und Erkenntnisse der Wissenschaft ausschöpft. Gleichzeitig wollen wir unseren Patienten und deren Eltern ein persönliches, offenes Umfeld schaffen, das den Genesungsprozess unterstützt.
Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin behandelt Kinder und Jugendliche mit akuten und chronischen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der Bauchspeicheldrüse behandelt. Diagnostik und Therapie können ambulant, tagesklinisch und stationär erfolgen. Schwerpunkte sind die Beratung und Betreuung von Patient*innen und ihren Familien mit chronischen Erkrankungen (zum Beispiel chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, chronische Leberentzündungen, Zoeliakie) wie auch die Abklärung von Bauchschmerzen, Gedeih- und Ernährungsstörungen, sowie Verdauungsbeschwerden.
Leistungen:
- Diagnostische Magen- und Darmspiegelung (Gastroskopie, Koloskopie)
- Leberbiopsie
- Impedanz-pH-Metrie
- Perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG)
- Sonographische und radiologische Diagnostik (Röntgen, MRT)
- H2-Atemteste
Endoskopische Untersuchungen werden von den Kindergastroenterolog*innen Dr. med. Niko Lorenzen und Dr. med. Anja Neumann in Zusammenarbeit mit der Endoskopieabteilung der 3. Medizinischen Klinik durchgeführt. Wir arbeiten eng mit der Ambulanz für Ernährungsberatung und dem psychosozialen Team der Klinik zusammen.
Sprechstundenzeiten für die Kindergastro-Ambulanz sind Montag von 13:00-16:00 Uhr, Dienstag von 13:00-16:00 Uhr.
Für die Vorstellung in unserer Kindergastroenterologischen Ambulanz oder zur stationären Abklärung ist eine vorherige Anmeldung und Überweisung durch dendie behandelnden Kinderarzt*Kinderärztin mit Anmeldeformular und allen Vorbefunden (Arztbriefe, Laborwerte, Perzentilen, et cetera) erforderlich.
Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Neben der neurologischen Behandlung von Epilepsie ist es wichtig, auch die psychischen und sozialen Aspekte der Erkrankung zu berücksichtigen. Kinder und Jugendliche mit Epilepsie können unter Ängsten, Depressionen oder Verhaltensauffälligkeiten leiden. In solchen Fällen ist eine kinder- und jugendpsychiatrische oder -psychotherapeutische Behandlung sinnvoll.
Ein Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie behandelt Kinder und Jugendliche mit Störungen in der seelisch-emotionalen Entwicklung oder im Verhalten. Er ist zum Beispiel Ansprechpartner bei Ängsten, Depressionen, Essstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Süchten, Zwängen oder Auffälligkeiten im Sozialverhalten. Die Behandlung geschieht oft durch Medikamente (Pharmakotherapie), wobei spezielle Merkmale der Arzneimittelwirkung bei Kindern berücksichtigt werden. Eine wichtige Rolle spielt auch die auf Gesprächen und Verhaltensübungen basierende Psychotherapie.
Im Kindesalter können eine ganze Reihe von Krankheiten auftreten, die durch einen Kinderpsychologen behandelt werden können - Neurosen, Schizophrenie, Epilepsie, exogene Hirnschäden. Obwohl die wichtigsten diagnostischen Merkmale dieser Krankheiten in jedem Alter offensichtlich sind, unterscheiden sich die Symptome bei Kindern leicht von denen bei Erwachsenen. Es gibt jedoch eine Reihe von Erkrankungen, die spezifisch für das Kleinkindalter sind, obwohl einige das ganze Leben lang andauern können. Ein Kinderpsychiater wird oft um Hilfe gebeten, wenn es um eine bestehende angeborene Pathologie oder Erbkrankheit geht. Neben den Erscheinungsformen angeborener Anomalien ist der Psychiater, der mit Kindern arbeitet, mit Krankheiten und Anomalien konfrontiert, die während des Wachstums des Kindes erworben wurden. Viele Probleme werden durch die Erziehung von Kindern verursacht, was oft zu den schwerwiegendsten Störungen in der Pubertät führt.
Weitere Anlaufstellen und Informationen
- Klinikum Chemnitz: Das Klinikum Chemnitz bietet eine Vielzahl von Fachbereichen und Spezialsprechstunden für Kinder und Jugendliche an.
- Tuberöse Sklerose Deutschland e. V.: Der Verein Tuberöse Sklerose Deutschland e. V. bietet Informationen und Unterstützung für Betroffene und ihre Familien.
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