Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift bereitet sich auf die Zukunft vor und erweitert sein Leistungsspektrum, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die geplante Eröffnung des Integrierten Notfallzentrums im Sommer 2026. Im Zuge dieser Erweiterung wird das Krankenhaus Reinbek sein Leistungsspektrum vergrößern, um auch neurologische Patienten vor Ort versorgen zu können.
Neurologische Versorgung in Reinbek: Ein wichtiger Schritt für die Patientenversorgung
Die Erweiterung des Leistungsspektrums umfasst sowohl die Notfallversorgung neurologischer Patienten in der Notaufnahme als auch eine Reinbeker Neurologie mit Stroke-Unit und zusätzlichen stationären Betten. Diese Erweiterung ist im Krankenhausplan des Landes Schleswig-Holstein verzeichnet.
Start der Klinik für Neurologie und 24/7-Versorgung von Schlaganfallpatienten
Am 1. April 2026 startet die Klinik für Neurologie mit der 24/7-Versorgung von Schlaganfallpatienten. Alle Patienten mit plötzlich auftretenden neurologischen Symptomen können über die Notaufnahme vorstellig werden und bei Diagnosestellung eines Schlaganfalls auf der Schlaganfallstation, der Stroke Unit, behandelt werden.
Die Stroke Unit: Spezialisierte Versorgung für Schlaganfallpatienten
Die Stroke Unit ist eine spezialisierte Überwachungsstation, auf der im Team mit Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten sowie dem Sozialdienst gemeinsam die Diagnostik, Therapie, Weiterbehandlung und Empfehlungen erstellt werden. Das Konzept der Stroke Unit ist international im Einsatz und die Evidenz der verbesserten Erholung für Schlaganfallpatienten nach Behandlung auf der Stroke Unit ist vielfach gezeigt worden.
Mögliche neurologische Symptome eines Schlaganfalls
Bei plötzlich einsetzenden Symptomen einschließlich Lähmungen, Sprachstörungen, Sehstörungen, Empfindungsstörungen und Koordinationsstörungen sollte man an einen Schlaganfall denken. Auch spontan rückläufige Symptome sind keineswegs ein Zeichen der Entwarnung. In solchen Fällen ist es wichtig, sofort zu reagieren und den Notruf 112 zu wählen.
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Das Team der Neurologie: Werden Sie Teil davon!
In den nächsten Monaten wird ein ganz neues Team aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammengestellt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu bewerben und Teil dieses engagierten Teams zu werden. Mit der Gründung einer Fachabteilung für Neurologie wird auch ein Department für Neuroradiologie in der interventionellen Radiologie etabliert.
Ein besonderer Ort zum Gesundwerden: Reinbek und seine Umgebung
Reinbek bietet eine einzigartige Umgebung, die zur Genesung beiträgt. Die Stadt liegt idyllisch zwischen Stadt, Land und Fluss.
Wilhelmsburg: Stadt, Land, Fluss
Wilhelmsburg liegt zwischen zwei Elbarmen und damit mitten im Hamburger Hafen. Zu Wasser lässt sich Wilhelmsburg aber nicht nur mit Container- oder Kreuzfahrtriesen erreichen. Der Weg auf die Insel ist auch mit der öffentlichen Fähre möglich.
Wechsel in der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie
Neben der Erweiterung der Neurologie gibt es auch Veränderungen in der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie.
PD Dr. Hanno Ehlken übernimmt die Leitung
PD Dr. Hanno Ehlken übernimmt am 1. Januar 2026 die Leitung der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift. Der 48-Jährige folgt auf Prof. Stefan Jäckle, der zum Jahresende nach 25 Jahren in den Ruhestand geht. Der 66-jährige wird künftig gemeinsam mit seinem leitenden Oberarzt Dr. Jens Stahmer weiterhin Endoskopien im Elisabethinum MVZ im CCB Bergedorf durchführen.
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PD Dr. Hanno Ehlken: Ein Experte mit vielfältigen Schwerpunkten
Der gebürtige Hamburger Ehlken hat in Heidelberg Medizin studiert. Seit 2013 ist er als Dozent im Medizinstudium der Universität Hamburg tätig und leitet das Wahlfachmodul Minimalinvasive Medizin. Hinzu kommen Fortbildungen für die Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe (DEGEA) sowie als Gastroenterologie-Dozent im Physician Assistant-Studiengang in Köthen. Die Venia Legendi für das Fach Innere Medizin erhielt er 2018. Forschungsschwerpunkte sind neben Fragestellungen zu Erkennung und Behandlung von Frühformen des Speiseröhrenkrebs die Sicherheit in der Endoskopie und Verbesserung der Lehre mit neuen Techniken.
Prof. Dr. Stefan Jäckle: Das Ende einer Ära
Prof. Dr. Stefan Jäckle kam 2001 als Chefarzt der Medizinischen Klinik ans Krankenhaus Reinbek und wurde 2008 zum Ärztlichen Direktor des St. Adolf-Stiftes berufen. In dieser Funktion war er 17 Jahre im Vorstand des Fördervereins des Krankenhauses und daran beteiligt, Spenden für besondere Anschaffungen und Mitarbeiterworkshops einzuwerben. Seit 2009 hat Jäckle außerdem das Magazin „Neues aus dem Stift“ herausgegeben, um regelmäßig das Leistungsspektrum des Krankenhauses für niedergelassene Ärzte in der Region transparent zu machen.
Anerkennung für Prof. Dr. Stefan Jäckle
Klinik-Geschäftsführer Fabian Linke sagte laut einer Pressemitteilung über Jäckle: „Als Zentrumsleiter des Darmkrebs- und des Bauchspeicheldrüsenzentrums setzte Prof. Jäckle Maßstäbe in Qualität und Versorgung, die durch die regelmäßigen Zertifizierungen der Deutschen Krebsgesellschaft eindrucksvoll bestätigt wurden. Auch auf gesundheitspolitischer Ebene war Prof. Jäckle ein verlässlicher und hochgeschätzter Gesprächspartner. In zahlreichen Terminen mit Ministerien setzte er entscheidende Impulse für die Zukunftssicherung des St. Adolf-Stiftes. Der 66-Jährige geht nach 25 Jahren am Krankenhaus Reinbek Ende Dezember in den wohlverdienten Ruhestand. Er wird jedoch weiterhin Endoskopien im Elisabethinum MVZ im CCB Bergedorf durchführen.
Nachfolger Ehlken ist ein breit aufgestellter Internist mit Schwerpunkt Endoskopie
Hanno Ehlken ist in Hamburg geboren und in Cuxhaven aufgewachsen. Nach seinem Abitur studierte er in Heidelberg Humanmedizin. Während des Studiums interessierte er sich schnell für den Bereich Onkologie, aber auch für Neurologie und Kinderheilkunde. Aufgrund seines großen Engagements erhielt er ein Stipendium der Universität Heidelberg für ein PJ-Studium am Baylor College of Medicine in Houston (USA) und entschied sich dann für die Innere Medizin.
Zusammenarbeit und Expertise
„Unser Glück“, sagt Prof. Jäckle. „PD Ehlken ist ein fachlich breit aufgestellter Internist, der schon lange in der interventionellen Endoskopie des UKE tätig ist und sich seit vielen Jahren auf die Tumormedizin spezialisiert hat. Er ist der ideale Chefarzt für unsere Internistische Klinik mit einem großen gastroenterologischen Schwerpunkt.“
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Die Bedeutung der Gastroenterologie
Das Fach der Gastroenterologie hat nach Meinung Ehlkens immer mehr an Bedeutung gewonnen: „Wir sehen in der Endoskopie ein sehr breites Spektrum: von der Krebsvorsorge bis zu Palliativmaßnahmen. Oft entdecken wir den Krebs auch noch früh, so dass Therapieoptionen für eine Heilung mittels minimalinvasiver endoskopischer Techniken in Frage kommen.“ Neben seinem Interesse an onkologischen Fragestellungen liegt Ehlkens klinischer Schwerpunkt auf diagnostischen und therapeutischen Eingriffen an Speiseröhre, Gallengängen und Bauchspeicheldrüse.
Forschung und Lehre
Genau wie bei Prof. Jäckle sind die Forschung und akademische Lehre für Ehlken eine Herzensangelegenheit. Seit 2013 ist er als Dozent im Humanmedizinstudium der Universität Hamburg tätig und leitet das Wahlfachmodul Minimalinvasive Medizin. Hinzu kommen Fortbildungen für die Deutsche Gesellschaft für Endoskopiefachberufe (DEGEA) sowie als Gastroenterologie-Dozent im Physician Assistant-Studiengang in Köthen. Die Venia Legendi für das Fach Innere Medizin erhielt er 2018. Forschungsschwerpunkte sind neben Fragestellungen zu Erkennung und Behandlung von Frühformen des Speiseröhrenkrebs die Sicherheit in der Endoskopie und Verbesserung der Lehre mit neuen Techniken.
KI-basierte Systeme werden die Endoskopie in den nächsten Jahren stark verändern
Ehlken: „KI-basierte Systeme können heute schon sehr viel. Es wird sich für Studierende, Ärztinnen und Ärzte sehr viel in den nächsten Jahren verändern, was das Lernen im Bereich Gastroenterologie und Endoskopie angeht.“
Hintergrundinformationen zu Prof. Dr. Stefan Jäckle
Der gebürtige Badener Stefan Jäckle hat 1978 -1983 an der Universität Freiburg Medizin studiert und im Anschluss sein Praktisches Jahr im Kantonsspital (Universitätsklinik) Basel absolviert. 1984 erfolgte die Promotion in Freiburg. 1986 bis 1989 absolvierte er ein Research Fellowship am Cardiovascular Research Institute der University of California San Francisco. Zurück in Deutschland zog es ihn in den hohen Norden als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Medizinischen Kernklinik und Poliklinik des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf. Während dieser Zeit verfasste er 1993 seine Habilitation, für die er die Venia legendi für das Fach Innere Medizin erhielt, also die Berechtigung zur Lehre. 1999 folgte zunächst eine Professur als Privatdozent und 2001 die Berufung auf eine Professur für „Innere Medizin“ auf Lebenszeit (C3), zu diesem Zeitpunkt war er bereits Oberarzt an der Medizinischen Klinik des UKE sowie der Klinik für Interdisziplinäre Endoskopie bei Prof. Soehendra, einer weltweiten Koryphäe in der Gastroenterologie.
Das Leistungsspektrum des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift
Das Leistungsspektrum der Medizinischen Klinik umfasst neben einer Abteilung für Allgemeine Innere Medizin die Gastroenterologie, die Onkologie und Palliativmedizin, eine Stroke Unit gegen Schlaganfälle sowie einer Nephrologie. In der Klinik für Kardiologie gibt es eine Herzschrittmacherambulanz, ein Herzkatheterlabor sowie eine Rhythmologie.
Zur Chirurgischen Klinik gehören neben der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie mit onkologischem Schwerpunkt die Abteilung für Gefäßchirurgie sowie die Abteilung für Urologie. Besondere Schwerpunkte der Chirurgischen Klinik sind die Speiseröhrenchirurgie, die Leber- und Gallenwegschirurgie, endokrine Chirurgie, die Koloproktologie und die Shunt-Chirurgie.
In der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie werden alle Operationen angeboten, ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Rheumapatienten und der Endoprothetik von Hüfte- und Kniegelenken.
Die Frauenklinik setzt sich aus der Gynäkologischen und Geburtshilflichen Abteilung zusammen. Für die Mitarbeiter der Medizinischen Klinik steht der Mensch mit allen körperlichen und psychischen Problemen im Mittelpunkt der Behandlung. Notwendiges Spezialwissen und Expertise ersetzen dabei nicht Zuwendung, Fürsorge, Geduld und ein abgewogenes Gesamturteil.
Da das St. Adolf-Stift schon lange große Expertise in der Diagnose und Operation von Tumorerkrankungen hat, wurde in den letzten Jahren eine Abteilung für Onkologie, Palliativmedizin und Schmerztherapie aufgebaut, die 2018 mit eigenem Chefarzt weiterentwickelt wurde. Durch die Integration der Nephrologie in die Medizinische Klinik des St. Adolf-Stiftes im Jahr 2012 ist die fachspezifische Behandlung von nierenkranken Patienten auf allen Stationen des Krankenhauses gewährleistet.
Mit rund 10.000 Endoskopien im Jahr ist die Gastroenterologie ein überregional anerkanntes Zentrum, in dem ausschließlich Experten tätig sind. Da wir über das gesamte Spektrum der Endoskopie verfügen, können alle gängigen Verfahren eingesetzt werden.
Ein erfahrenes Team von Neurologen betreut gemeinsam mit Internisten Patienten mit Schlaganfällen, die auf der Stroke Unit überwacht werden. Eine telemedizinische Vernetzung mit der Neuroradiologie des UKE erlaubt einen sofortigen Austausch über CT- oder MRT-Bilder, um gemeinsam die Therapie zu planen. Die Prognose von Patienten mit Schlaganfällen hat sich durch eine umgehende Überwachung auf einer Stoke Unit deutlich verbessert. Seit 2021 existiert zusätzlich eine teleneurologische Verbindung mit dem UKE aufgebaut, um ohne zeitliche Verzögerung Patienten dem Neurologen-Team des UKE vorstellen zu können und ggf. die Indikation zur Lyse oder Thrombektomie stellen zu können. Von Seiten des UKE wird die Zusammenarbeit federführend durch Prof. Gerloff und Prof. Thomalla geleitet. Das St.
Notfall- und Intensivmedizin sind ein wesentlicher Teil eines Krankenhauses, das an der Versorgung von Notfallpatienten teilnimmt. In der Zentralen Notaufnahme und der fachübergreifenden Intensivstation werden Patienten rund um die Uhr vom gesamten Expertenteam des St. Adolf-Stiftes behandelt.
Kopfschmerzen und Schwindel gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden überhaupt. Vielfach liegen die Ursachen im neurologischen Bereich. Die Häufigkeit ist auch durch die Vielzahl unterschiedlicher Ursachen bedingt. Unbedingte Voraussetzung für die richtige Behandlung ist das Erkennen der jeweiligen Ursache. Es ist von besonderer Bedeutung, rasch behandlungsbedürftige Ursachen zu identifizieren. An diese ist unter anderem zu denken, wenn die Symptome akut auftreten und/oder von anderen Symptomen wie Übelkeit, Sehstörungen oder Gleichgewichtsstörungen begleitet sind. Aber auch chronische Beschwerden können schwierig in der Ursachenklärung und der Behandlung sein. Ob akut oder chronisch - gerne bieten wir unsere Hilfe an. Wir stehen bei akuten Problemen in der Notaufnahme sowie bei chronischen Beschwerden z.B. im Rahmen eines stationären Aufenthaltes zur Verfügung. Sprechen Sie ggf.
Die große Gruppe der neuromuskulären Erkrankungen betrifft die Nerven, die Muskulatur sowie die Verbindungsstelle zwischen diesen Strukturen („motorische Endplatte“). Es kann zu Funktionsstörungen mit Einschränkungen der Kraftentwicklung und/oder Empfindungsstörungen einschließlich Schmerzen führen. Bei den sogenannten Polyneuropathien stehen die Füße und Hände mit Empfindungsstörungen, Schmerzen und Lähmungserscheinungen im Vordergrund. Das Ausmaß reicht von einem leichten Kribbeln der Fußspitzen bis zu schweren Beeinträchtigungen beim Stehen und Gehen. Gerade bei im Verlauf zunehmenden Beschwerden ist eine intensive Abklärung möglicher Ursachen erforderlich. Bei vielen Patient:innen finden sich keine Hinweise auf eine Zuckererkrankungen oder chronischen Alkoholkonsum als die häufigsten Ursachen dieser Erkrankung. Gerade dann ist das Erkennen der Ursache von Bedeutung, da sich ganz erhebliche Behandlungskonsequenzen ergeben können. In einem ersten Schritt ist die genaue Art der Schädigung durch Nerven- und Muskelmessungen (Elektroneuroraphie und Elektromyographie) zu charakterisieren. Unterstützend können hier Ultraschalluntersuchungen der Nerven zum Einsatz kommen. Im Anschluss sind dann häufig ausführliche Blutuntersuchungen sowie die Suche nach möglichen Begleiterkrankungen erforderlich. Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor) können zur Klärung beitragen. Gerade das Erkennen einer entzündlichen Ursache der Polyneuropathie, z.B. einer chronisch entzündliche, demyelinisierenden Polyneuropathie (CIDP) ist von hoher Bedeutung wegen der unterschiedlichen und häufig sehr langfristigen Behandlungsoptionen. Die Diagnostik und Therapie von Muskelerkrankungen hat in unserer Klinik ebenfalls einen hohen Stellenwert. Als Partner im Neuromuskulären Zentrum Hamburg können wir hier auf sämtliche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zurückgreifen. Wir haben die Möglichkeit zu einer differenzierten neurophysiologischen und sonographischen Untersuchung der Muskulatur und lassen bei Bedarf die Entnahme von Muskelgewebe (Muskelbiopsien) in unserer Klinik durchführen. Die Möglichkeiten zur genetischen Diagnostik haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und wir können sämtliche Analysen im Rahmen einer Humangenetischen Beratung in Kooperation mit der Gemeinschaftspraxis für Humangenetik & Genetische Labore (Dres.
Bewegungsstörungen zählen zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, wobei nach Ursachen und Art der Symptome unterschiedliche Formen zu unterscheiden sind. Die häufigste Erkrankung ist hierbei der Morbus Parkinson. Bei dieser Erkrankung stehen eine Bewegungsarmut (Brady- bzw. Hypokinese), ein Zittern vornehmlich der Hände (Tremor), eine Veränderung der Muskelspannung (Rigor) sowie Schwierigkeiten bei der Stabilität des Stehens und Gehens (posturale Instabilität) im Vordergrund. Darüber hinaus stellen viele andere Symptome in Abhängigkeit vom Stadium der Erkrankung eine deutliche Belastung für die Betroffenen dar. Hierzu zählen Schmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Schwierigkeiten mit der Verdauung und der Blasenentleerung sowie Gedächtnisstörungen. Wie bei allen Bewegungsstörungen kommt auch beim Morbus Parkinson der Beurteilung der einzelnen Symptome und deren Zusammenführung zu einem Syndrom eine besondere Bedeutung zu. Hierauf basiert die Diagnose sämtlicher Bewegungsstörungen in der Neurologie ganz wesentlich. Unterstützend kommen überwiegend Verfahren der Bildgebung zum Einsatz. Einfach in der Anwendung ist der in unserer Klinik durchgeführte Ultraschall des Hirnparenchyms. Der Nachweis von Veränderungen im Bereich der Substantia nigra kann neben Verfahren der strukturellen Bildgebung (MRT) die diagnostische Sicherheit erhöhen. Wichtig ist die Abgrenzung gegenüber anderen Parkinsonsyndromen neben dem Morbus Parkinson (sogenannte „atypische Parkinsonsyndrome“). Die Therapie des Morbus Parkinson beinhaltet die medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie sowohl der Leitsymptome als auch der zahlreichen und häufig sehr einschränkenden Begleitsymptome. Im Rahmes eines stationären Aufenthaltes in unserer Klinik bieten wir Unterstützung bei diagnostischen Fragestellungen sowie Möglichkeiten zur Therapieoptimierung an. Neben der Überprüfung medikamentöser Behandlungen stehen die therapeutischen Leistungen aus den Bereichen der Physiotherapie, physikalischer Therapie, Ergotherapie und Logopädie im Vordergrund. Der Morbus Parkinson gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Bei dieser Erkrankung stehen eine Bewegungsarmut (Brady- bzw. Hypokinese), ein Zittern vornehmlich der Hände (Tremor), eine Veränderung der Muskelspannung (Rigor) sowie eine Instabilität des Stehens und Gehens (posturale Instabilität) im Vordergrund. Die Diagnose erfolgt durch die klinische Untersuchung, v.a. mittels bildgebender Diagnostik (Sonographie, MRT, ggf. nuklearmedizinische Untesuchungen) ermöglichen wir die Abgrenzung gegenüber „atypischen Parkinsonsyndromen“ und anderen ursächlichen Erkrankungen. Aufgrund des chronisch fortschreitenden Krankheitsverlaufs und der regelhaft auftretenden Begleitsymptome kann die Therapieoptimierung im ambulanten Bereich erschwert bis unmöglich sein. In diesen Fällen bieten wir die Parkinson Komplexbehandlung an: Hier steht das multiprofessionelle Konzept, welches eine enge Zusammenarbeit neurologischer Fachärzt:innen mit unseren Therapeut:innen (Physio-, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie) vorsieht, im Mittelpunkt. Im Rahmen der Komplexbehandlung ist es uns möglich, einerseits eine deutlich intensivere therapeutische Behandlung mit mindestens 7.5 Therapiestunden pro Woche und andererseits eine längere stationäre Behandlung (in der Regel 2 Wochen) anzubieten, um den parkinsonbedingten Beschwerden vollends gerecht zu werden. In diesem Zeitraum erfolgt die Optimierung der Beweglichkeit durch Einstellung der medikamentösen Therapie -ggf. auch mit Pumpensystemen-, aber auch die Behandlung von nicht-motorischen Symptomen (z.B.
Die Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei einem schubförmigem oder chronisch progredientem Verlauf können sehr unterschiedliche Symptome im Verlauf der Erkrankung auftreten. Häufig sind hierbei Sehstörungen, Empfindungsstörungen, Koordinationsstörungen oder Lähmungserscheinungen. Die Diagnosestellung beinhaltet neben der gründlichen Befragung der Patient:innen bezüglich aktueller und zurückliegender Symptome eine klinische Untersuchung zur Erfassung bestehender Funktionseinschränkungen sowie zusätzliche diagnostische Maßnahmen, zu denen vornehmlich die Bildgebung (Kernspintomographie), Messungen spezifischer Nervenbahnen (sog. evozierte Potentiale) und die Untersuchung des Nervenwassers (Liquorpunktion) zu zählen sind. Mit Hilfe dieser Untersuchungen erfolgt auch die Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen zum Zeitpunkt der Diagnosestellung. Die zunehmenden therapeutischen Möglichkeiten gehen einher mit komplexeren Therapienentscheidungen unter besonderer Berücksichtigung des Nutzens und des spezifischen Risikos der jeweiligen Therapie. Gerade in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung sind hier zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen. Ziel einer medikamentösen Therapie der Multiplen Sklerose ist heute die Verhinderung einer anhaltenden Krankheitsaktivität, die vornehmlich über Entwicklung neuer Symptome bzw. eine Verschlechterung bestehender Symptome sowie unterstützend durch die Bildgebung des Gehirns, (Kernspintomographie) gemessen wird, welche unverzichtbarer Bestandteil des Therapiemonitorings ist. Auch erfordern viele der heute zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen weitere Kontrollen insbesondere verschiedener Blutwerte. Schließlich ist der suffiziente Umgang mit Nebenwirkungen in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Medikamentengabe von Bedeutung. Neben dem Angebot einer umfassenden differentialdiagnostischen Abklärung besteht in unserer Klinik die Möglichkeit zur Schubtherapie, in Kooperation einschließlich der Durchführung einer Blutwäsche (Plasmapherese) bei schweren Schüben, die auf die übliche Behandlung mit Steroiden nicht ansprechen. Zudem kann nach Zuweisung durch niedergelassene Neurologen eine Evaluation Ihrer bestehenden Therapie erfolgen und ggf. Infusionstherapien durchgeführt werden. Für die Linderung der unterschiedlichen Krankheitssymptome der Multiplen Sklerose stehen außerhalb der verlaufsmodifizierenden Therapie zahlreiche Behandlungsoptionen zur Verfügung. Bei einer Epilepsie besteht eine erhöhte angeborene oder erworbene Bereitschaft des Gehirns zur unkontrollierten Entladung von Nervenzellen bzw. Nervenzellverbänden, was sich bei Auftreten epileptischer Anfälle unter anderem durch rhythmische Bewegungen der Extremitäten (Kloni) und Bewusstseinsstörungen äußern kann. Neben der Klassifikation der Epilepsie nach Anfallstyp und Ursache auch in Kenntnis spezifischer epileptischer Syndrome steht die medikamentöse Behandlung im Zentrum. Die medikamentösen Strategien erfordern nach initialer Monotherapie bei einem nicht ausreichenden therapeutischen Ansprechen häufig Überlegungen bzgl. eines möglichen Präparatewechsel oder einer Kombinationstherapie unter Berücksichtigung der verschiedenen Wirkmechanismen der einzelnen in der Behandlung der Epilepsie zugelassenen Substanzen, möglicher Nebenwirkungen und relevanter Interaktionen mit einer möglichen Begleitmedikation. Bei medikamentöser Behandlungsresistenz einer Epilepsie, die sich über das fortbestehende Auftreten epileptischer Anfälle trotz des Einsatzes von mindestens zwei ausreichend dosierten Medikamenten definiert, sind bei einigen Formen der Epilepsie ggf. diagnostischen Maßnahmen mit Blick auf eine mögliches chirurgisches Vorgehen („Epilepsiechirurgie“) zu prüfen. Von hoher Relevanz sind bei der Erkrankung aufgrund der potentiellen Gefährdung beim Auftreten epileptischer Anfälle auch Fragen zu Ausbildung und Beruf sowie Kraftfahreignung. Bei einer geplanten Schwangerschaft ergeben sich häufig Fragen im Kontext der medikamentösen Therapie. Die Diagnose und genaue Ursachenabklärung einer Epilepsie erfordert häufig neben Befunden der Bildgebung (Kernspintomographie) eine differenzierte neurophysiologische Diagnostik (Elektroenzephalogramm, EEG), zu der auch unterschiedliche Provokationsmethoden gehören (Hyperventilation, Flickerlicht, Schlafentzug), wodurch sich die Aussagekraft der Untersuchung im Einzelfall erhöhen kann. Bei einigen Patient:innen kann für die Diagnose ein Abgrenzung zu anderen anfallsartigen Erkrankungen mit Bewusstlosigkeit (Synkopen) erforderlich sein. Hier müssen dann zusätzliche diagnostische Maßnahmen insbesondere zur Beurteilung von Herz- und Kreislauffunktionen zum Einsatz kommen. Hierzu zählen Langzeitmessungen von Blutdruck und Herzrhythmus (EKG). Bei Bedarf kan…
Wechsel in der Gefäßchirurgie
Stephanie Dick und Dr. Sebastian Bertschat übernehmen ab ersten Oktober die Chefarztposition in der Abteilung für Gefäßchirurgie im Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift. Die bisherige Chefärztin Dr. Bertschat arbeitet seit 2012 und Dick seit 2017 im Reinbeker Krankenhaus in Oberarzt-Funktion. Zum Leistungsspektrum gehören u.a. Operationen an der verengten Halsschlagader, dem lebensbedrohlichen Riss der Bauchschlagader und die Versorgung von chronischen Wunden oder Gefäßverkalkung in den Arterien. Die Gefäßchirurgie verfügt auch über eine Ermächtigung der KV für eine wöchentliche Wundsprechstunde.
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