Neurologische Frührehabilitation im Klinikum Osnabrück: Umfassende Versorgung für Patienten mit neurologischen Erkrankungen

Einführung

Die neurologische Frührehabilitation ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgung von Patienten mit schweren neurologischen Erkrankungen. Das Klinikum Osnabrück bietet eine umfassende neurologische Frührehabilitation an, die auf über 30 Jahren Erfahrung basiert. Die Sektion Neurologische und fachübergreifende Frührehabilitation gehört damit zu den ersten Einrichtungen auf diesem Gebiet und bietet eine professionelle und vollumfassende Therapie von der Akutbehandlung bis zur Entlassung. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der neurologischen Frührehabilitation im Klinikum Osnabrück, von den angebotenen Leistungen über die Einrichtung bis hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit und den Möglichkeiten der Weiterversorgung.

Was ist neurologische Frührehabilitation?

Die Frührehabilitation ist ein integraler Bestandteil der akutstationären Krankenhausbehandlung. Ziel ist eine frühestmögliche Kombination aus rehabilitationsmedizinischer und akutmedizinischer Behandlung schwerstbetroffener Patienten aller Fachgebiete. Für die Rehabilitation neurologischer Erkrankungen wurde Anfang der 90er Jahre ein Phasenmodell der verschiedenen Behandlungsstufen geschaffen. Dieses Phasenmodell umfasst neben der Akutbehandlung (Phase A) die Phasen B-F.

Im Klinikum Osnabrück werden seit 1994 neben der neurologischen Akutbehandlung auch neurologische oder neurochirurgische Rehabilitationsbehandlungen der Phase B und C durchgeführt, z.B. bei Patienten mit Schlaganfällen, nach Gehirnblutungen, traumatischen Hirnverletzungen oder schweren Nervenentzündungen. Darüber hinaus werden regelmäßig schwer betroffene Patienten aus anderen Fachgebieten im Rahmen einer interdisziplinären und fachübergreifenden Frührehabilitation auf den Stationen behandelt.

Leistungen der Neurologischen Frührehabilitation im Klinikum Osnabrück

Die Sektion Neurologische und fachübergreifende Frührehabilitation des Klinikums Osnabrück stützt sich auf über 30 Jahre Behandlungserfahrung für die Region Osnabrück und weit darüber hinaus. Sie gehört damit zu den ersten Einrichtungen auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation und bietet eine professionelle und vollumfassende Therapie von der Akutbehandlung bis zur Entlassung. Die Aufenthaltsdauer in der Abteilung variiert zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten und wird immer auf die individuellen Bedürfnisse und Behandlungsergebnisse abgestimmt.

Das Leistungsspektrum umfasst:

Lesen Sie auch: Tagesklinik für Neurologie

  • Frühestmögliche Kombination aus rehabilitationsmedizinischer und akutmedizinischer Behandlung
  • Behandlung von Patienten in den Phasen B und C des neurologischen Rehabilitationsmodells
  • Interdisziplinäre und fachübergreifende Frührehabilitation
  • Individuelle Therapieplanung und -anpassung
  • Umfassende Beratung durch den Sozialdienst im Hinblick auf die nachstationäre Versorgung

Einrichtung der Neurologischen Frührehabilitation

Die Neurologische Frührehabilitation im Klinikum Osnabrück verfügt über:

  • 33 Normalbetten (Station 39)
  • 12 Überwachungsbetten (Station 09.2 IMC) für schwerstbetroffene Patienten
  • Ergänzend werden bis zu 3 Betten auf der neurologischen Intensivstation belegt

Durch diese Ausstattung hat die Neurologische Frührehabilitation auch einen überregionalen Stellenwert. Seit November 2014 befindet sich die Einrichtung in einem modernen Gebäude direkt am Standort Finkenhügel in unmittelbarer Nähe zur Akutneurologie sowie sämtlichen Einrichtungen des Klinikums Osnabrück. Dies ermöglicht eine enge Zusammenarbeit und einen schnellen Austausch zwischen den verschiedenen Fachbereichen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Neurologische Frührehabilitation im Klinikum Osnabrück legt großen Wert auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dies betrifft sowohl die Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen des Klinikums als auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Ein wichtiger Baustein ist die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft für neurologische Frührehabilitation Niedersachsen/Bremen“. Hierdurch besteht ein enger fachlicher Austausch von ärztlicher wie auch von pflegerischer Seite für die Entwicklung von Standards für die therapeutisch-rehabilitative Pflege.

Die Akademie des Klinikums Osnabrück fördert die Interprofessionalität in Medizin, Pflege, Therapie, Verwaltung und Technik.

Lesen Sie auch: Aktuelle Informationen zur Neurologie in Salzgitter

Physiotherapie in der Neurologischen Frührehabilitation

Ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Frührehabilitation ist die Physiotherapie. Im Klinikum Osnabrück werden Patienten mit Schlaganfall und Schädel-Hirnverletzungen speziell mit Hilfe der Physiotherapie darin unterstützt, wieder sitzen, stehen, laufen und sich physiologisch bewegen zu lernen.

Die Physiotherapie analysiert auf Basis einer differenzierten Befundaufnahme vorhandene Haltungs- und Bewegungsabweichungen. Gemeinsam mit dem Patienten werden dann individuelle Zielsetzungen und Lösungsstrategien erarbeitet, um in der Behandlung die motorisch-funktionellen Fähigkeiten wieder zu erlernen. Selbsthilfe und Selbständigkeit des Patienten bei höchstmöglicher Lebensqualität stehen im Vordergrund.

Die physiotherapeutische Behandlung auf neurophysiologischer Grundlage orientiert sich dabei an der „Normalen Bewegung“ und berücksichtigt immer den aktuellen Zustand der Patienten z.Bsp. Koma- oder Rollstuhlpatienten. Es werden Behandlungskonzepte wie Bobath, PNF, FBL, Craniosacrale Therapie, Kinästhetik, Manuelle Therapie und repetetives Basistraining in einzeltherapeutischer Behandlung 1-2mal täglich angewendet. Besonders zur Mobilisation der Patienten wird nicht selten ein Co-Therapeut mit eingebunden.

Zur Ergänzung der Therapie stehen etliche Therapiegeräte und Mobilisationshilfen zur Verfügung. Sowohl Patienten als auch Therapeuten profitieren enorm von der engen Kooperation mit der klinikeigenen Fortbildungs-Akademie.

Sinnvoll ergänzt wird die Behandlung häufig mit Anwendungen der physikalischen Therapie wie Massagen, Lymphdrainagen, Akupunktmassagen, Wärmeanwendungen, Elektrotherapie, medizinische Bäder oder Aromatherapie. Bei Bedarf werden Patienten in bewährter Zusammenarbeit mit bestimmten Orthopädietechnikern mit individuell angepassten Orthesen und anderen Hilfsmitteln versorgt.

Lesen Sie auch: Das Klinikum Bremerhaven-Reinkenheide als Zentrum für Neurologie.

Weitere Angebote der Neurologischen Klinik im Klinikum Osnabrück

Die Neurologische Klinik im Klinikum Osnabrück bietet neben der Frührehabilitation ein breites Spektrum an weiteren Leistungen an, darunter:

  • Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation: Am Finkenhügel 1, 49076 Osnabrück
  • Sekretariat Neurologie: Telefon: 0541 405-6500 (Ziffer 3) (PD Dr. Kellinghaus, Prof. Dr. Dziewas, Prof. Dr. Dr. Dziewas: Schwerpunkt neurovaskuläre Erkrankungen und Schluckstörungen)
  • Terminvereinbarung: 0541 405-6500 (Ziffer 1)
  • Privatambulanz PD Dr. Kellinghaus: Schwerpunkt Epilepsie und andere Anfallserkrankungen, Terminvereinbarung: 0541 405-6555 (MVZ Neurologie)
  • Sprechstunde Neuroimmunologie / Multiple Sklerose: (Dr. med. Susanne Windhagen, Dr. med. Bettina Gräfe)
  • Sprechstunde Parkinson-Syndrome und andere Bewegungsstörungen: (Dr. med. Michael Nagel)
  • Sprechstunde Neurovaskuläre Erkrankungen: (Dr. med. Lars Krause)
  • Sprechstunde Neuroonkologie: in Kooperation mit Klinik für Neurochirurgie
  • Neuromuskuläre Sprechstunde: (Ermächtigungsambulanz Dr. med. Frank Neumann), 0541 405-6500 (Ziffer 1)
  • Schluckambulanz: (Ermächtigungsambulanz Prof. Dr. Dziewas), Terminvereinbarung: 0541 405-6552 Dienstag und Donnerstag 15:00 - 16:00 Uhr
  • Ambulanz für Neuroinfektiologie: (Ermächtigungsambulanz Dr. Prof. Dr. med. Dr. M.S.c. Pflegerische Fachexpertise)

Nach der Rehabilitation

Der Sozialdienst des Klinikums Osnabrück berät Patienten und ihre Angehörigen umfassend, insbesondere im Hinblick auf die nachstationäre Versorgung. In der Region Osnabrück besuchen Mitarbeiter der Ergotherapie zusammen mit dem Patienten die Wohnung, um zusammen mit den nahen Angehörigen die Entlassung nach Hause so gut wie nur möglich vorzubereiten.

Ausbildung und Weiterbildung

Das Klinikum Osnabrück engagiert sich stark in der Ausbildung und Weiterbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen. Neben der dualen Pflegausbildung und der generalistischen Pflegeausbildung bietet das Klinikum auch Ausbildungen zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) und Hebammen an. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein duales Studium im Bereich Pflege (Bachelor of Science) zu absolvieren. Die Akademie des Klinikums Osnabrück ist die innovative Antwort auf die Entwicklungen im Gesundheitswesen wie die Förderung der Interprofessionalität in Medizin, Pflege, Therapie, Verwaltung und Technik, als auch auf die sich ständig verändernde Arbeitssituationen der Praxis.

tags: #klinikum #osnabruck #neurologische #fruhrehabilitation #erfahrungen