Knieschmerzen und Taubheitsgefühle im Kniebereich können viele Ursachen haben, die von lokalen Problemen im Kniegelenk bis hin zu Erkrankungen in benachbarten Körperregionen reichen. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten.
Ursachen von Knieschmerzen im Gelenkbereich
Meniskusschäden
Eine häufige Ursache für Knieschmerzen sind Meniskusschäden, insbesondere des Innenmeniskus. Die Schmerzen werden meist im inneren Gelenkbereich wahrgenommen und verstärken sich bei Belastung und Verdrehungen. Bei nicht allzu fortgeschrittener Arthrose kann eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) hier hilfreich sein. Bei Verdacht auf Verletzungen des Außenmeniskusses nach der klinischen Untersuchung sollte die Diagnose mittels MRT (Magnetresonanztomografie) gesichert werden.
Vorderer Knieschmerz (Patellofemoraler Schmerz)
Der vordere Knieschmerz, auch patellofemoraler Schmerz oder Chondropathia patellae genannt, äußert sich durch Schmerzen hinter der Kniescheibe, vor allem beim Treppensteigen, längerem Sitzen oder Autofahren. Betroffen sind häufig Jugendliche und junge Frauen. In jungen Jahren liegt meist kein Strukturschaden vor, da der Knorpel selbst nicht schmerzempfindlich ist. Physiotherapie kann hier oft helfen. Im Rahmen einer Kniegelenksarthrose kann es ebenfalls zur Abnutzung des Kniescheibengelenkes mit entsprechenden Beschwerden kommen.
Die Zugkraft des kräftigen Kniestreckers wird über die Kniescheibe und die Patellasehne umgeleitet. Dadurch wirkt bei Beugung unter Last (z.B. Steigen einer hohen Treppenstufe) das bis zu 8-fache des Körpergewichts auf die Kniescheibe.
Knochennekrose (Osteonekrose)
Durchblutungsstörungen können zu einer Knochennekrose führen. Dabei wird der Knochen nicht ausreichend mit Blut versorgt, was zur Ablösung von Knorpel- und Knochenteilen führen kann, meist an der inneren Oberschenkelrolle. Dies verursacht oft sehr starke Beschwerden.
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Entzündliche Erkrankungen
Auch entzündliche Erkrankungen können Knieschmerzen verursachen. Bakterielle Kniegelenksvereiterungen verlaufen besonders schmerzhaft und schnell. Sie sind durch plötzlich und sehr stark auftretende Schmerzen auch in Ruhe gekennzeichnet, und eine Blutuntersuchung zeigt erhöhte Entzündungswerte. Hier ist eine schnelle Behandlung notwendig, da die Bakterien den Gelenkknorpel zerstören können.
Die chronische Polyarthritis (rheumatoide Arthritis) betrifft häufig das Kniegelenk. Es handelt sich um eine Fehlregulation des Immunsystems, die mehrere Gelenke betrifft und schleichend einsetzt. Zu Beginn sind schmerzhafte Schwellungen vor allem an den Hand- und Fingergelenken typisch. Auch Gicht oder Pseudo-Gicht können das Kniegelenk betreffen und schmerzhafte Gelenkschwellungen verursachen, die manchmal wie eine eitrige Gelenkentzündung aussehen.
Kniegelenksarthrose (Gonarthrose)
Die Symptome der Kniearthrose sind eine Folge des Knorpelverschleißes im Gelenk. Neben Knieschmerzen nach Ruhephasen oder morgens nach dem Aufstehen treten vor allem in späteren Stadien auch belastungsabhängige Schmerzen auf. Stärke und Verlauf der Schmerzen bei Kniearthrose (Gonarthrose) ist bei jedem Patienten unterschiedlich. Viele Betroffene haben bis hin zu starken Knorpelschäden mit Grad 3 oder Grad 4 keine oder wenig Knieschmerzen. Auch die schmerzfreie Belastbarkeit des Knies etwa beim Wandern oder Sport treiben kann manchmal auch mit fortgeschrittener Kniearthrose noch gegeben sein.
Knieschmerzen bieten keine eindeutigen Hinweise auf die Situation der Knorpelflächen im Knie. Andererseits beginnt der Orthopäde auf Grund radiologischer Befunde keine medizinische Behandlung. Mikroskopische Aufnahme von hyalinem Knorpel. Gelenkknorpel enthält weder Blutgefäße noch Schmerzfühler. Knorpelabbau ist daher erst schmerzhaft, wenn die Erkrankung den Knochen unter dem Gelenk erreicht. Der Grund für die lange Schmerzfreiheit des Knorpelabbaus liegt im Aufbau des Knorpelgewebes: Gelenkknorpel enthält keine Nervenzellen oder Schmerzfühler. Erst der Knochen unterhalb der Knorpelschicht kann Schmerzsignale aussenden. Daher leiden Patienten mit Kniearthrose erst am Ende des Verschleißprozesses, wenn die Knorpelschicht bis auf den Knochen abgetragen ist, unter Knieschmerzen.
Belastungsschmerzen im Knie, die nach körperlicher Aktivität auftreten, sind typische Symptome einer beginnenden Kniearthrose. Knieschmerzen können sich auch nach längerem Gehen oder Stehen ausbilden. Belastungsschmerzen können nach dem Überwinden der morgendlichen Anlaufschmerzen nach längeren Gehstrecken im Verlauf des Tages auftauchen. Je weiter die Kniearthrose fortgeschritten ist, um so schneller treten diese Belastungsschmerzen auf. Sie begrenzen den täglichen Aktionsradius der Betroffenen. Man spricht auch von der maximalen Gehstrecke. Eines der Kriterien für eine erfolgreiche Behandlung der Kniearthrose ist die Vergrößerung der maximalen Gehstrecke.
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Knieschmerzen in der Nacht oder in Ruhe treten typischerweise in einem fortgeschrittenen Stadium der Kniearthrose auf. Manche Patienten beschreiben diese Schmerzen als stechend, was auf eine entzündlich aktivierte Arthrose deutet. Ein typisches Symptom der Arthrose ist der Anlaufschmerz: Das Gelenk benötigt bei Patienten mit Kniearthrose einige Schritte oder Minuten um sich "warmzulaufen". Dann verschwindet der Schmerz und die Morgensteifigkeit wieder, häufig für den Rest des Tages. Dieser Anlaufschmerz beruht darauf, dass die Knorploberfläche bereits nicht mehr glatt ist und zu wenig Gelenkflüssigkeit (Synovia) gebildet wird.
Patienten mit Kniearthrose erleben zunehmende Störungen der Koordination und des Gleichgewichts im Kniegelenk. Sie sind kraftloser als früher, ermüden schneller und verlieren leichter das Gleichgewicht. Das Gehen fühlt sich staksig und unsicher an. Betroffene empfinden ihr Knie als instabil und müssen über jeden ihrer Schritte nachdenken, da sie sich nicht mehr auf ihr Knie verlassen können. Die Kniearthrose schränkt den Bewegungsradius des Kniegelenks ein. Streckbewegungen und Anwinkeln des Kniegelenks können durch Kniearthrose eingeschränkt sein. Aus diesem Grund sind Patienten mit Kniearthrose in Alltag und Beruf körperlich zunehmend eingeschränkt: Knien, Hocken, Sitzen, Treppen steigen fallen immer schwerer und viele gymnastische Übungen werden schmerzhaft.
Auf Grund der Belastungsschmerzen haben viele Patienten mit Gonarthrose eine reduzierte maximale Gehstrecke. Sie können nicht mehr so weit wie früher laufen und viele Tätigkeiten des Alltags wie einkaufen und spazierengehen sind für sie schmerzfrei nicht mehr möglich. Bei Patienten über 65 Jahren ist eine Kniearthrose die häufigste Ursache von Gehbehinderungen.
Wetterumschwünge und vor allem Kälte könne bei machen Menschen Knieschmerzen auslösen. In vielen Fällen werden Schmerzen aufgrund einer Kniearthrose durch Feuchtigkeit und Kälte verstärkt. Daher könne warme Basenwickel die Situation im Kniegelenk verbessern und schmerzlindernd wirken. Bei entzündlich aktivierter Arthrose mit Schwellung und Überwärmung kann dagegen Kühlen helfen.
Wenn Patienten mit Kniearthrose das Knie bewegen, hören sie häufig ein Kirschen oder Knacken im Kniegelenk. Medizinisch spricht man von Krepitationen. Beim Aufstehen oder Ausstrecken des Beines sind meist ebenfalls Geräusche im Kniegelenk hörbar und auch spürbar. Häufig wird Kniearthrose durch Fehlstellungen im Knie ausgelöst. Dazu zählen X-Beine, die zu einer Valgusgonarthrose führen können und O-Beine, die Ursache für eine Varusgonarthrose sind. Die lokale Überlastung des jeweiligen Gelenkabschnittes führt an dieser Stelle zu Gelenkverschleiß und der Gelenkknorpel vermindert sich hier besonders stark: Bei einem X-Bein verschmälert sich der äußere (laterale) Gelenkspalt, beim O-Bein der innere (mediale) Gelenkspalt.
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Nicht alle von Kniearthrose ausgelösten Beschwerden sind im Gelenk lokalisiert. Häufig überwiegen ausstrahlende myofasziale Schmerzen in den das Knie umgebenden Muskeln und Sehnen, die wesentlich stärker sein können als die Knieschmerzen aufgrund der Arthrose. Die Schmerzen fühlen die Betroffenen bei Kniearthrose meist direkt im Gelenkspalt, entweder innen, außen oder vorne an der Kniescheibe. Bei lateraler Gonarthrose - Arthrose im äußeren Abschnitt des Knies - tritt der Knieschmerz außen am Kniegelenk auf. Bei fortgeschrittener Kniearthrose mit großflächigem Knorpelverlust im gesamten Knie spricht man von Pangonarthrose. Hier kann der Gelenkschmerz rund um das gesamte Knie auftreten. Knieschmerzen vorne unter der Kniescheibe deuten auf einen Knorpelverschleiß im Gelenk zwischen dem Oberschenkelknochen (Femur) und der Kniescheibe (Patella) hin.
Stadien der Kniearthrose
- Stadium I: Die Patienten schildern das Gefühl, nach dem morgendlichen Aufstehen im Knie “eingerostet” zu sein. Beim Loslaufen nach längerem Sitzen - vor allem mit stark gebeugten Knien - kommt es zu sogenannten Anlaufschmerzen.
- Stadium II: Patienten leiden bereits nach kurzen Belastungsphasen unter Schmerzen, die stärker sind als im Stadium I.
- Stadium III: Die Schmerzen sind sehr stark und die Patienten haben kaum noch schmerzfreie Phasen. Zusätzlich zum Belastungs- und Bewegungsschmerz leiden sie jetzt auch unter Knieschmerzen in Ruhe.
Patienten mit chronischen Schmerzen wie zum Beispiel bei Kniearthrose berichten häufig davon, dass sich ihre Beschwerden bei nasskaltem Wetter verschlimmern. Einen wissenschaftlichen Beleg gibt dafür bisher nicht. Dennoch scheinen Veränderungen von Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck unser Schmerzempfinden zu beeinflussen. Bei Kälte und regnerischem Wetter empfinden viele Patienten wärmende Maßnahmen durch Kleidung, Wärmepackungen und Bewegung als wohltuend und hilfreich gegen ihre chronischen Schmerzen. Eventuell muss der Arzt in den Wintermonaten die Schmerzmedikation vorübergehend anpassen.
Im Anfangsstadium verspüren die Patienten oftmals nur eine gewisse Steifheit oder ein Spannungsgefühl im entsprechenden Gelenk. Nicht immer müssen zu Beginn einer Arthrose Schmerzen oder schmerzhafte Entzündungen im Kniegelenk auftreten. Die Abnutzung der Knorpelschicht im Kniegelenk stellt einen normalen Alterungsprozess dar und keine Erkrankung im engeren Sinn. Eine Krankheit besteht erst dann, wenn die Betroffenen unter Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit leiden.
Mögliche Störungen in der Nachbarschaft des Kniegelenkes
Veränderungen in Körperregionen, die dem Kniegelenk benachbart sind, können ausstrahlende Schmerzen verursachen, die einer Kniegelenksarthrose ähneln.
Proximales Tibio-Fibular-Gelenk
Störungen des oberen Schienbein-Wadenbein-Gelenkes (proximales Tibio-Fibular-Gelenk) können sich in einem Schmerz auf der Knieaußenseite äußern.
Sehnenansatzentzündungen
Überlastungsbedingte Sehnenansatzentzündungen (Patellasehne, Tractus iliotibialis) können zu Schmerzen führen. Lateraler Kniegelenksschmerz wird häufig durch eine Überlastung und Entzündung des Tractus iliotibialis (sog. Schenkelbinde) verursacht.
Hüft- und Lendenwirbelsäulenerkrankungen
Bei Hüfterkrankungen können Schmerzen über die Muskulatur bis zum Knie ausstrahlen. Auch Erkrankungen der Lendenwirbelsäule können zu ausstrahlenden Schmerzen bis zum Knie führen.
Tumorerkrankungen
Sehr selten, aber umso gefährlicher sind Tumorerkrankungen im Kniebereich. Zum Ausschluss dieser ist zu Beginn der Behandlung von Kniebeschwerden eine Röntgenaufnahme umso wichtiger.
Äußere Knieschmerzen
Bei Knieschmerzen an der Außenseite des Knies handelt es sich meist um belastungsabhängige Schmerzen im äußeren Bereich des Knies. Schmerzen sind häufig belastungsabhängig und treten besonders bei starker Beanspruchung wie Treppensteigen in Erscheinung.
Ursachen für äußere Knieschmerzen
- Knorpelschäden der äußeren Gelenkfläche (z. B. Fehlstellungen)
- Verletzung oder Reizung der Hamstring-Muskulatur
- Verspannungen oder Zerrungen der Muskeln an der Oberschenkelaußenseite (besonders des M. biceps femoris)
- Verletzungen durch Stürze oder Unfälle
- Direkter Schlag oder Trauma an der Außenseite des Knies, z.B. einer Knieverstauchung
Außenbandriss
Das Außenband (ligamentum collaterale laterale) verläuft an der Außenseite des Knies vom Oberschenkel zum Wadenbein (Fibula). können in Abhängigkeit des Verletzungsausmaßes auftreten. Bei Verdacht auf einen Außenbandriss sollte eine MRT-Bildgebung (Magnetresonanztomographie) erfolgen, um das genaue Verletzungsausmaß bestimmen zu können, da auch die Therapieentscheidung davon abhängig ist.
Tractus iliotibialis Syndrom
Der Tractus iliotibialis ist ein Faszienstreifen der vom Darmbeinkamm entlang der Oberschenkelaußenseite zum Schienbein zieht und wichtige Funktionen im normalen Bewegungsablauf und aufrechten Gang übernimmt. Beim Gehen und Joggen kommt es zu einem Scheuern des Tractus an der Außenseite des Oberschenkelknochens (lateraler Femurkondylus). Reizergüsse können die Folge sein. Die Therapie erfolgt fast immer konservativ.
Sehnenentzündung
Bei einer Sehnenentzündung kommt es vor allem unter Belastung zu Schmerzen, die meist in Ruhe oder bei Schonung wieder nachlassen. In der Regel treten die Schmerzen an der Innenseite des Knies auf.
Begleitsymptome bei äußeren Knieschmerzen
Gemeinsam mit Schmerzen an der Außenseite des Knies kann es zu Schwellungen kommen. und das Knie gekühlt werden. Zum Kühlen können Kühlkompressen oder Eispacks verwendet werden. Beide sollten nicht direkt auf die Haut aufgelegt werden und nach 10-15 Minuten wieder entfernt werden. Leider kann eine Schwellung viele Ursachen haben.
Schmerzen ohne Schwellung
Schmerzen an der Außenseite des Knies ohne sichtbare Schwellung können durch verschiedene Ursachen bedingt sein, oft durch Überlastungen oder mechanische Reizungen.
Weitere Ursachen für Taubheitsgefühle und Schmerzen
- Bandscheibenvorfall der LWS: Hier sind meist auch untere Rückenschmerzen oder Schmerzen im Oberschenkel vorhanden. Besonders wenn die Nervenwurzel L5 gequetscht wurde.
- Meralgia paraesthetica: Hier wird der Oberschenkel außen taub / kribbeln und kann teilweise bis zur Knieaußenseite ziehen.
- Multiple Sklerose (MS): Sehr seltene Ursache für ein Taubheitsgefühl am Knie außen.
- Polyneuropathie: Der Zusatz „Poly“ drückt aus, dass nicht nur ein einzelner Nerv, sondern mehrere Nerven oder ganze Nervenstrukturen geschädigt sind. Dadurch werden bei Betroffenen Reize zwischen Nerven, Rückenmark und Gehirn nicht mehr richtig weitergeleitet.
- Diabetische Polyneuropathie: Ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel schädigt die Nerven und führt zu den Beschwerden.
- Guillain-Barré-Syndrom: Die Taubheitsgefühle entstehen bei dieser Erkrankung durch einen Schädigung der peripheren Nerven. Grund dafür ist eine Autoimmunreaktion.
- Restless-Legs-Syndrom: Treten Taubheitsgefühle, ein Kribbeln oder auch leichte Schmerzen an Beinen und Füßen auf, kann dies auf das Restless-Legs-Syndrom hindeuten.
Diagnose
Um die Ursache von Knieschmerzen und Taubheitsgefühlen zu finden, sind verschiedene diagnostische Maßnahmen notwendig.
Anamnese
Zu Beginn steht eine detaillierte Krankenbefragung (Anamnese), in der die Beschwerden und Auslöser möglichst genau geschildert werden sollten.
Körperliche Untersuchung
Der Arzt untersucht das Kniegelenk auf Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzpunkte.
Bildgebende Verfahren
- Röntgenuntersuchung: Zum Ausschluss knöcherner Verletzungen.
- Ultraschalluntersuchung (Sonographie): Der Schallkopf, der vom Arzt auf die Haut aufgelegt wird, leitet Ultraschallwellen -welche weder gehört oder gespürt noch gesehen werden können- in das Gewebe und empfängt deren Reflexion.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Hier können sowohl Knochen als auch Weichteile als hochaufgelöste Schnittbilder dargestellt werden. Mit Hilfe der MRT können kleinste Wassereinlagerungen als Hinweis auf stattgehabte Verletzungen sichtbar gemacht werden und Sehnen, Menisken und Bänder genauestens dargestellt werden.
Weitere Untersuchungen bei Taubheitsgefühlen
- Neurologische Untersuchung: Um Nervenschädigungen festzustellen.
- Elektroneurographie: Bei der Elektroneurographie wird ein Elektrodenset im Gebiet des Nervenverlaufs auf die Haut geklebt - so lassen sich die elektrischen Impulse der Nerven messen.
- Elektromyographie: Macht deutlich, ob und wie stark die Muskeln auf die Nervensignale ansprechen.
- Untersuchungen von Urin, Gehirnwasser, Blut oder Gewebeproben sowie genetische Tests und bildgebende Verfahren: Diese Methoden sind sinnvoll, wenn etwa Diabetes und Alkoholkrankheit als Ursache unwahrscheinlich sind und das Beschwerdebild sowie elektrophysiologische Untersuchungsbefunde weiteren Abklärungsbedarf ergeben.
Behandlung
Die Behandlung von Knieschmerzen und Taubheitsgefühlen richtet sich nach der Ursache.
Konservative Behandlung
- Schmerzlinderung: Bei stärkeren Schmerzen kann die Einnahme von NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) wie Ibuprofen oder Diclofenac erforderlich sein.
- Kühlung: Bei Schwellungen und Entzündungen.
- Physiotherapie: Kräftigung der Muskulatur, Dehnübungen und Verbesserung der Koordination.
- Kinesiotaping: Kinesiotapes sind hochelastische, selbstklebende, bunte Baumwolltapes, die direkt auf die Haut aufgeklebt werden.
- Übungen: Übungen gegen Ihre Knieschmerzen sind die wertvollste Therapiemaßnahme von allen. Welche Übungen in Ihrem Fall die "Besten" sind, kann man leider nicht pauschal sagen, da alle Übungen individuell auf die Ursache und muskulärer Statik abgestimmt werden muss.
Operative Behandlung
- Arthroskopie (Kniespiegelung): Kann im Rahmen einer Kniespiegelung minimalinvasiv durchgeführt werden.
- Weitere operative Eingriffe: Je nach Ursache der Beschwerden.
Behandlung von Polyneuropathie
- Auslöser vermeiden und behandeln: Um weitere Schäden zu verhindern und um die Beschwerden zu lindern, wird die zugrunde liegende Ursache beseitigt oder behandelt. Liegt etwa eine unbehandelte Diabeteserkrankung vor, muss der Blutzucker richtig eingestellt werden. Alkoholabhängige Menschen profitieren von einer Suchttherapie. Bei einem Vitaminmangel können Betroffene durch Ernährungsumstellungen einen Ausgleich schaffen. Führen Infektionen oder Entzündungen zu den Nervenschäden, können Antibiotika oder Kortison sinnvoll sein.
- Schmerzen lindern: Eine begleitende Schmerztherapie verschafft Betroffenen Linderung. Zum Einsatz kommen Antidepressiva und bestimmte Medikamente, die ursprünglich für Epilepsien entwickelt wurden (Antikonvulsiva). Durch die Einnahme von Antidepressiva produziert der Körper vermehrt Botenstoffe - diese dämpfen die Weiterleitung von Schmerzsignalen. Antikonvulsiva sind meist die erste Wahl, sie bremsen die Erregbarkeit der Nerven, was schmerzlindernd wirkt. Bei ausgeprägten Schmerzen sind womöglich Opioide angezeigt.
- Begleitende Therapien: Je nach vorliegender Nervenschädigung können weitere Behandlungsansätze hilfreich sein, etwa Physio- oder Ergotherapie. Spezielle Schienen, sogenannte Orthesen, helfen Betroffenen mit Muskellähmungen dabei, Hände und Füße beweglich zuhalten.
Dauer der Knieschmerzen
Die Dauer von Knieschmerzen an der Außenseite ist nicht pauschal prognostizierbar, da sie von Faktoren wie genauer Diagnose, Befolgen von Handlungsanweisungen der behandelnden Ärzte, eingeleiteter Therapie und individuellen Heilungstendenzen abhängen. Jedoch ist bei Knieschmerzen an der Außenseite, die konservativ behandelt werden können damit zu rechnen, dass die Beschwerden meist innerhalb von Tagen oder zumindest weniger Wochen behoben sein kann.
Prävention
- Aufwärmen und Dehnen: Vor sportlichen Aktivitäten.
- Ausgewogenes Training: Mit Übungen zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur.
- Starke Oberschenkelmuskulatur: Mit ausgeprägten stabilisierenden Strukturen wie Bändern.
- Richtige Technik: Bei sportlichen Aktivitäten und Übungen, um Verletzungen zu vermeiden.
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