Komisches Vibrieren im Unterleib: Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Ein ungewöhnliches Vibrieren im Unterleib kann beunruhigend sein. Es ist ein pulsierendes, pochendes oder zitterndes Gefühl im Bauchraum. Die Empfindung kann von kaum spürbar bis deutlich wahrnehmbar variieren, wobei Intensität und Dauer stark unterschiedlich sein können. Dieses Phänomen kann vielfältige Ursachen haben, von harmlosen Verdauungsprozessen bis hin zu hormonellen Veränderungen. Es ist wichtig, die Symptome ernst zu nehmen und bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um schwerwiegendere Ursachen auszuschließen.

Was ist Vibrieren im Unterleib?

Vibrieren im Unterleib beschreibt ein pulsierendes, pochendes oder zitterndes Gefühl im Bauchraum. Viele Frauen erleben diese Empfindung unterschiedlich stark - von kaum spürbar bis hin zu deutlich wahrnehmbar. Die Intensität und Dauer können stark variieren.

Typische Symptome

  • Pulsierendes, ziehendes Gefühl im Unterbauch
  • Rhythmisches Zittern oder Pochen
  • Dauer von wenigen Sekunden bis mehreren Minuten
  • Unterschiedliche Intensität je nach Person

Mögliche Ursachen für Vibrieren im Unterleib

Es gibt zahlreiche Ursachen für ein Vibrieren im Unterleib. Hier werden einige der häufigsten und wichtigsten Ursachen detailliert erläutert.

1. Verdauung und Darmtätigkeit

Eine der häufigsten Ursachen für Vibrationen im Bauch ist die normale Verdauung. Die Darmbewegungen (Peristaltik) können als rhythmisches Vibrieren wahrgenommen werden.

Auslöser:

  • Aktive Verdauung nach dem Essen
  • Gasansammlungen (Blähungen)
  • Darmgeräusche und deren Schwingungen

Viele Betroffene vermuten bei Verdauungsbeschwerden und leichten Schmerzen keine ernste Erkrankung, sondern eher, dass es am Essen liegt, da oft noch Blähungen hinzukommen. Selten denken Betroffene bei Verdauungsbeschwerden und leichten Schmerzen sofort an eine Darmerkrankung. Tatsächlich kann sich hinter diesen Symptomen aber eine Veränderung des Dickdarms, eine sogenannte Divertikulose, verbergen.

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Bei Divertikeln handelt es sich um Aussackungen in der Darmwand. In 90 Prozent der Fälle bilden sich die Divertikel auf der linken Seite des Dickdarms. Sie treten gehäuft ab dem 60. Lebensjahr auf. Etwa 30 Prozent der Senioren in diesem Alter sind davon betroffen. Ärzte vermuten, dass schwaches Bindegewebe und eine faserarme Ernährung die Erkrankung begünstigen. Solange die Aussackungen in der Darmwand keine Probleme bereiten, sprechen Experten von Divertikulose. Die ist zunächst einmal ungefährlich. Ärzte diagnostizieren die Ausstülpungen in der Darmwand mithilfe von Röntgenbildern, per Ultraschall oder Computertomographie. Auch eine Darmspiegelung kann häufig Hinweise auf die Schwachstellen geben.

Wenn Speisebrei oder kleine Kerne in den Divertikeln hängenbleiben, können sich die Aussackungen jedoch entzünden. Dann handelt es ich um eine Divertikulitis. Die Symptome ähneln denen einer Blinddarmentzündung, nur eben auf der linken Seite. Nehmen die Schmerzen zu oder treten Durchfälle oder Verstopfung - manchmal auch im Wechsel - auf, so gilt dies als Alarmsignal. Fieber, Erbrechen und in einigen Fällen Blut oder Schleim im Stuhl sind weitere Beschwerden, die einsetzen können. Dann sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Unbehandelt kann es sonst zu schwerwiegenden Komplikationen wie einem Darmverschluss oder einem Darmdurchbruch kommen. Beides ist lebensgefährlich.

Häufig muss der betroffene Darmabschnitt bei einer schweren Divertikulitis operativ entfernt werden. Dies versuchen die Chirurgen allerdings zu vermeiden, solange er stark entzündet ist. Besteht keine akute Lebensgefahr, bekommt der Patient daher zunächst Antibiotika. Das sorgt dafür, dass die Entzündung abklingt und vier bis sechs Wochen nach der akuten Phase operiert werden kann. Auch wenn eine Divertikulitis komplikationslos verläuft, muss bei starken Entzündungswerten ebenfalls stationär mit einer Antibiotikatherapie behandelt werden.

2. Menstruationsbedingte Kontraktionen

Während der Periode ziehen sich die Gebärmuttermuskeln zusammen, um die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen. Diese Kontraktionen können als Vibrieren empfunden werden. Viele Frauen sind davon betroffen, und diese können oft von Krämpfen oder starken Schmerzen begleitet sein. In den meisten Fällen sind Zuckungen im Unterleib im Rahmen der Regelblutung harmlos. Für die betroffenen Frauen können diese jedoch sehr quälend sein.

Das kann man dagegen tun:

  • Wärmeanwendung (Wärmflasche, warmes Bad)
  • Entspannungsübungen
  • Leichte Bewegung

3. Beckenbodenverspannungen

Verspannte Beckenbodenmuskulatur kann Vibrationen oder ein pochendes Gefühl verursachen.

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Diese Beschwerden entstehen oft durch:

  • Langes Sitzen
  • Stress und Anspannung
  • Schwache Beckenbodenmuskulatur

Nach Lockerungsversuchen zum verspannten Beckenboden, die auch tatsächlich eine Verbesserung der Harninkontinenz brachten, kann ein neues Problem dazukommen.

4. Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Veränderungen beeinflussen die Muskulatur und können Vibrationen verursachen. Generell sind alle hormonellen Umstellungen des Körpers in der Lage, Unruhesymptome zu erzeugen. Dazu gehören auch Schwangerschaften und die Pubertät. In einigen Fällen hilft dann eine Umstellung der Lebensmittel-Auswahl. Die Nahrungsmittel, die Menschen essen, können erhebliche Auswirkungen auf ihr individuelles Wohlbefinden haben.

Betroffen sind:

  • Wechseljahre
  • Menstruationszyklus
  • Stress-Hormone

5. Vibrationen im Unterleib als Anzeichen einer Schwangerschaft

In der frühen Schwangerschaft können verschiedene Prozesse als Vibrieren wahrgenommen werden:

  • Einnistung der befruchteten Eizelle
  • Veränderungen der Gebärmutter
  • Erhöhte Durchblutung im Beckenbereich

Nach der Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium wandert diese entlang des Eileiters in die Gebärmutter und nistet sich dort in die Gebärmutterschleimhaut ein. So verbindet sich die befruchtete Eizelle mit dem Organismus der Mutter. Dies geschieht normalerweise ohne spürbare Anzeichen. Manche Frauen berichten jedoch, dass sie die Bewegungen des Eileiters beim Wandern der befruchteten Eizelle als Zucken wahrgenommen haben.

Anzeichen in der späten Schwangerschaft:

  • Kindsbewegungen
  • Ausdehnung der Gebärmutter
  • Druck auf Beckenorgane

Muskelzuckungen im Unterleib können in der Schwangerschaft häufiger auftreten. Die Ursache ist vor allem der gesteigerte Magnesiumbedarf. Wie bereits mehrfach erwähnt spielt Magnesium eine sehr große Rolle bei der Entstehung von Muskelzuckungen und Krämpfen. Daher ist gerade in der Schwangerschaft eine ausreichende Magnesiumzufuhr wichtig. Meistens reicht eine ausgewogene Ernährung nicht aus um den Magnesiumbedarf einer Schwangeren zu decken, daher ist eine Magnesiumeinnahme in Form von Tabletten oder Pulver empfohlen. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt sollten zudem erfolgen.

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6. Physische Einwirkungen

Physische Einwirkungen können vorübergehende Vibrationen auslösen:

  • Achterbahnfahrten
  • Schnelle Bewegungen oder Richtungswechsel
  • Schwerkraftveränderungen
  • Plötzliche Blutdruckschwankungen

7. Restless-Genital-Syndrom (RGS)

Menschen mit dem Restless-Genital-Syndrom - übersetzt: Rastloses-Genital-Syndrom, abgekürzt RGS - leiden unter einem ständigen sonderbaren, unkontrollierbaren Prickeln und Kitzeln im Intimbereich. Kleinste Berührungen, langes Sitzen, Unterwäsche oder enge Jeans zu tragen, können diese Empfindungen verstärken. Mit sexuellem Verlangen oder gar Sexsucht hat das nichts zu tun, denn diese „unangenehmen Sensationen im Genitalbereich“ bereiten den Erkrankten Unbehagen, sogar Schmerzen.

Als Ursache stehen laut Mathis einerseits vergrößerte Venen, eine Art Krampfadern im Körper zur Diskussion. Noch viel wahrscheinlicher handele es sich um eine Polyneuropathie der genitalen Nerven: Sie spielen verrückt. „Man vermutet, dass in diesen Fällen auch das früher schon vorhandene Restless-Legs oder die überaktive Blase durch diese Polyneuropathie mitverursacht wird“. Die Ursache dieser Polyneuropathie bliebe meistens unklar.

Die übliche Therapie von RGS ähnele der Therapie bei anderen Formen von Polyneuropathie. Wie Mathis vom Universitätsspital in Bern berichtet, versuche der Arzt die Beschwerden seines Patienten mit Medikamenten aus der Gruppe der Anti-Epileptika oder mit Opiaten und Anti-Depressiva zu lindern.

Einen systematischen Therapie-Effekt habe der niederländische Kollege Waldinger mit der sogenannten Transkutanen Elektro-Neurostimulation (TENS) erzielt, bei der Elektroden elektrische Impulse auf die Haut übertragen.

8. Innere Unruhe

Die meisten Menschen erleben im Laufe ihres Lebens eine innerliche Aufgeregtheit. Sie äußert sich durch eine mehr oder weniger starke Anspannung, die als sehr belastend empfunden wird. Oft, aber nicht immer, lässt sich kein eindeutiger Auslöser ausmachen. Taucht die innere Unruhe ständig auf und wird diese als leidvoll wahrgenommen, sollten sich Betroffene zeitnah an einen Arzt oder eine Ärztin wenden. Bei der inneren Unruhe handelt es sich um eine Stressreaktion. Stress kann als positiv oder negativ empfunden werden, doch bei der inneren Unruhe fühlen sich die Betroffenen häufig sehr unwohl. Sie ist in der Regel nur von kurzer Dauer und legt sich schnell wieder. Es ist jedoch auch möglich, dass die innere Unruhe länger anhält oder regelmäßig wiederkehrt, zum Teil ohne erkennbaren Auslöser.

Einige Betroffene berichten zudem von einem inneren Kribbeln oder Vibrieren in Bauch, Kopf und Beinen. Die Anspannung kann sich jedoch auch auf die Psyche auswirken. Dann leiden die Betroffenen unter anderem unter rasenden Gedanken oder einem Grübelzwang. In vielen Fällen treten sogar Angstgefühle auf. Diese können auch durch Symptome wie Schwindel oder Herzrasen zurückgehen. Da Angstgefühle weiteren Stress verursacht, kann mit der Zeit ein Teufelskreis entstehen, wodurch die Intensität des Erlebens noch weiter zunimmt.

Viele innerlich unruhige Menschen sind darüber hinaus von Schlaf- oder Konzentrationsstörungen betroffen. Um die Anspannung zumindest körperlich zu lindern, kommt es zum Teil zu einem starken Bewegungsdrang. Die Betroffenen laufen dann viel umher, wackeln im Sitzen mit den Füßen oder trommeln mit den Fingern auf eine Oberfläche (wie einem Tisch).

Innere Unruhezustände können aufgrund zahlreicher Ursachen entstehen. Das erklärt, warum so viele Menschen im Laufe ihres Lebens selbst einmal oder sogar mehrmals betroffen sind. Die meisten Menschen erleben sie im Rahmen einer anhaltenden Prüfungsphase, die aus mehreren als anspruchsvoll oder schwer wahrgenommenen Prüfungen besteht. Das trifft unter anderem auf Schüler und Studenten zu. Doch auch Auszubildende können am Ende Ihrer Lehrzeit innerlich unruhig werden. Berufstätige und Selbstständige sind ebenfalls häufig von starkem Stress im Alltag betroffen, der sich auf diese Art auswirken kann.

In vielen Fällen ist der Lebensstil verantwortlich für das Auftreten der inneren Unruhe. Die meisten Menschen konsumieren regelmäßig koffeinhaltigen Kaffee, Tee oder Energydrinks. Eine zu hohe Dosis von Koffein am Tag und eine Unverträglichkeit führen häufig ebenfalls zur inneren Unruhe. Betroffene berichten dann kurz nach dem Koffeinkonsum über ein inneres Kribbeln und einen starken Bewegungsdrang. Es sind darüber hinaus weitere Substanzen denkbar, die als Ursache in Frage kommen. Darunter befinden sich auch einige gängige Drogen sowie bestimmte Lebensmittel und Zusatzstoffe im Essen. Auslöser wie diese lassen sich schnell aufdecken, denn bei einem vollständigen Verzicht endet die Unruhe schnell wieder.

In manchen Fällen liegt der inneren Unruhe jedoch eine ernstzunehmende Erkrankung zugrunde. PatientInnen mit einer Schilddrüsenerkrankung wie der Unterfunktion berichten häufig von einem starken Unruhe-Erleben, das sie quält, sofern sie medikamentös noch nicht richtig eingestellt sind. Wer eine Unterzuckerung oder Hypoglykämie erlebt, bemerkt das Symptom ebenfalls sehr häufig. Eigentlich handelt es sich bei niedrigem Blutdruck nicht um eine Erkrankung, doch auch Betroffene der Hypotonie nehmen manchmal eine starke Unruhe in sich wahr. Niedriger Blutdruck ist nur in seltenen Fällen gefährlich. Doch wenn die Symptome als belastend erlebt werden, ist es sinnvoll, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen. Möglicherweise besteht durch einige Maßnahmen eine Besserung.

Auch die Wechseljahre zählen nicht als Krankheit, sondern als Übergang zwischen zwei Lebensphasen. Die Frauen sind für eine längere Zeit von hormonellen Umstellungen betroffen, die bei ihnen innere Unruhe begünstigen oder auslösen können. Doch sogar Männer in diesem Alter können Symptome der Wechseljahre inklusive einer starken inneren Unruhe spüren.

Neben einer Therapie mit Übungen zur Achtsamkeit sind häufig auch Medikamente sinnvoll. Nicht zuletzt sind psychische Erkrankungen ein bekannter Auslöser für innere Unruhe. Besonders stark betroffen sind Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung. Bei ihnen tritt ständig eine extrem starke innere Anspannung auf, die auch als eines der Kernsymptome der Erkrankung gilt. Studien zu Folge leiden Borderline-Betroffene deutlich stärker unter Stress als Nicht-Betroffene. Selbst wenn die Stressoren dieselben sind, erleben die Borderline-PatientInnen viel früher, stärker und länger anhaltend die innere Unruhe. Im Rahmen einer Therapie lassen sich diese oft als unerträglich erlebten Anspannungszustände jedoch lindern, sodass ein Leben in Ruhe wieder möglich ist. Dazu erlernen die Betroffenen Skills und nehmen an Trainings zur Achtsamkeit teil. Neben der Borderline-Persönlichkeitsstörung sind weitere psychische Erkrankungen dafür bekannt, innere Zustände der Unruhe zu verursachen. So können die Betroffenen aller anderen Persönlichkeitsstörungen darunter leiden.

Innere Zustände der Unruhe sind nicht nur sehr lästig und unangenehm bis qualvoll. Wer dauerhaft unter ihr leidet, bekommt es in vielen Fällen mit zusätzlichen Problemen zu tun, die ohne die Unruhe nicht unbedingt aufgetreten wären. Es gibt einige Wechselwirkungen mit Körper und Psyche. Außerdem sind viele problematische Auswirkungen auf Gesundheit, Beziehungen und das Berufsleben denkbar.

Treten die Stunden der Unruhe vor allem in der Nacht auf, führt das Symptom zu erheblichen Schlafstörungen. Die innere Anspannung lässt es nicht zu, dass Körper und Geist zur Ruhe kommen können. Die Betroffenen liegen dann stundenlang wach und können nicht einschlafen. Oder sie wachen nachts immer wieder für längere Phasen auf. Am nächsten Tag sind sie aufgrund des deutlichen Mangels an Schlaf schließlich wie gerädert und können weder ihre beste Leistung zeigen noch verfügen sie über eine gute Achtsamkeit für die Gefahren des Alltags, zum Beispiel im Straßenverkehr. Schlafentzug ist gemeinhin auch als Foltermethode bekannt. Das zeigt, welche enormen Belastungen die Betroffenen zu ertragen haben, vor allem wenn sie dauerhaft mit der Unruhe kämpfen.

Unabhängig davon, ob die Unruhezustände zu Schlafstörungen führen oder nicht, können sie massive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Die Unruhe ist eine Stressreaktion, doch der Körper kann mit dauerhaftem Stress nicht gut umgehen. Stress ist eng mit Stresshormonen verbunden, die im Körper regelmäßig wieder abgebaut werden müssen. Passiert das nicht in ausreichendem Maße, steigt unter anderem das Risiko für Bluthochdruck und andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Außerdem sind Folgeerkrankungen wie Magengeschwüre, Krebs und Depressionen wahrscheinlicher als bei ausreichender Entspannung im Alltag.

Leidet die Psyche unter innerer Unruhe, können auch die sozialen Beziehungen in Mitleidenschaft gezogen werden. Da die meisten Menschen ständig unter Strom stehen, wünschen sie sich häufig, ihre Freizeit bevorzugt mit entspannten Menschen zu verbringen. Unruhige Menschen werden eher als störend wahrgenommen, wodurch diese stärker davon bedroht sind, ausgeschlossen und abgewiesen zu werden. Hält die innere Unruhe dauerhaft an, unterliegen auch Familien und Partnerschaften einer erhöhten Belastung. Es ist daher wichtig, die Aufmerksamkeit für das Problem zu steigern und im Fall einer persönlichen Betroffenheit im privaten Umfeld nach Lösungen zu suchen und diese zeitnah umzusetzen.

Nicht zuletzt hat die innere Unruhe auch Auswirkungen auf die Berufstätigkeit. Das Symptom tritt auch im Zusammenhang mit dem Burnout-Syndrom auf. Dieses kann dafür sorgen, dass Betroffene monate- oder sogar jahrelang nicht mehr arbeiten können.

Was tun bei Vibrieren im Unterleib?

Grundsätzlich solltest du, wenn du ein solches Gefühl in deinem Körper bemerkst, auch immer in Betracht ziehen, zum Frauenarzt zu gehen. Denn egal, welche der nachfolgenden Ursachen das Vibrieren oder Ziehen in deinem Unterleib hat, es bringt nichts, die Schmerzen im Bauch auszuhalten, da am Ende auch schwerwiegendere Gründe dahinterstecken können. Anhaltende Schmerzen, Blutungen oder sich verschlimmernde Symptome solltest du also immer sofort ärztlich abklären lassen.

Auf jeden Fall ist es wichtig, die Ursache für das Vibrieren zu finden. Ein Arztbesuch kann helfen, ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Je nach Ursache gibt es verschiedene Ansätze zur Behandlung und Linderung der Beschwerden.

Behandlung von innerer Unruhe

Auf jeden Fall sollte am Anfang der Behandlung eine professionell erstellte Diagnose stehen, die erst nach einer gründlichen Untersuchen erfolgen kann. Dabei wird festgestellt, welche Ursache für die Unruhe verantwortlich ist. Manche Erkrankungen wie eine Unterfunktion der Schilddrüse oder psychische Erkrankungen wie die Depression lassen sich relativ gut behandeln. Dann steht mitunter nicht die innere Unruhe im Fokus, sondern die Grunderkrankung.

In den Oberberg Kliniken finden Betroffene hervorragende Bedingungen vor, um das Symptom unter Kontrolle zu bekommen und bald wieder entspannt und optimistisch auf den Alltag zu blicken. Bei uns können sie nicht nur die innere Unruhe therapieren lassen, sondern auch allgemein an ihrem Wohlbefinden arbeiten. In den Oberberg Kliniken werden jedoch nicht nur Symptome behandelt: Zu unserem Leistungssprektrum zählt auch die Behandlung einiger Erkrankungen, die innere Anspannungszustände auslösen können. So bieten wir Therapien unter anderem für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen sowie Depressionen an. Der Aufenthalt in einer Oberberg Klinik ist für Betroffene oft eine Wohltat. Dazu tragen unter anderem unsere kompetenten und empathischen MitarbeiterInnen und Fachkräfte bei sowie die gelungene Auswahl an wirksamen Therapien und Behandlungen. Die Einrichtungen liegen außerdem oft mitten im Grünen, sodass auch die Natur ihre positive Wirkung auf unruhige Patienten entfalten kann. Nervosität, Anspannung und Angstgefühle lassen sich des Weiteren durch eine Auswahl hochwertiger Lebensmittel reduzieren. Essen von Qualität ist voller Nährstoffe und sehr gesund. Das spüren unsere PatientInnen, denn in unseren Häusern bieten wir eine erstklassige Versorgung an.

Nicht in jedem Fall ist eine Behandlung in einer Klinik nötig, wenn ein Mensch unter innerer Unruhe leidet. Zu Hause kann jeder selbst etwas dafür tun, dass Anspannungszustände nicht mehr so häufig auftreten oder deutlich milder ausfallen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gegen den Stress zählt das regelmäßige bewusste Entspannen. Der Mensch braucht Anspannung und Entspannung gleichermaßen, doch das Verhältnis sollte ausgeglichen sein. Es gibt zahlreiche Methoden, um sich vom Stress zu lösen. Für manche sind Sport oder Kontakte die beste Wahl, andere profitieren eher von kreativen Hobbys, Meditation und autogenem Training. Auch die Welt der Wissenschaft hat einige interessante Methoden entdeckt, die bei innerer Unruhe weiterhelfen können. Dazu zählt zum Beispiel der Einsatz von Lavendel-Öl. Dieses ätherische Öl duftet nicht nur angenehm, sondern wirkt sich auch entspannend auf das zentrale Nervensystem aus, das häufig an der Entstehung der inneren Unruhe beteiligt ist. Des Weiteren wird inzwischen auch eine Stimulation des Vagusnervs empfohlen, um Anspannungszustände zu lindern. Das funktioniert durch eine eher skurril anmutende Methode, bei der es sich jedoch lohnen kann, sie auszuprobieren: Knurren.

Wer aufgrund der inneren Unruhe unter Bewegungsdrang leidet, sollte für sportlichen Ausgleich und Bewegung sorgen. Häufig helfen bereits Spaziergänge oder ein regelmäßiges Training. Anspannung in den Händen lässt sich auch mit einem Knautschball bewältigen.

Maßnahmen zur Linderung

  • Entspannungstechniken: Yoga, Meditation, Atemübungen können helfen, Stress abzubauen und die Beckenbodenmuskulatur zu entspannen.
  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann Verdauungsbeschwerden reduzieren. Ballaststoffreiche Kost und ausreichend Flüssigkeit sind wichtig. Vermeiden Sie Lebensmittel, die innere Unruhe begünstigen. Dazu gehören Produkte mit Einfachzucker (viele Süßigkeiten) und Speisen mit schnellen Kohlenhydraten wie Weißbrot und Weißmehl-Pasta. Diese Speisen lassen den Blutzuckergehalt schnell ansteigen und ihn kurze Zeit später ebenso schnell wieder abfallen. Die Folge ist ein plötzlicher Energieabfall, der mit Unruhe, Nervosität und innerlichem Zittern im Körper einhergeht.
  • Magnesium: Bei Verdacht auf Magnesiummangel kann die Einnahme von Magnesiumpräparaten helfen, Muskelzuckungen und Verspannungen zu reduzieren. Magnesium kann zudem in Tabletten oder Pulverform zugeführt werden. Auch hier bessert sich das Muskelzucken meist nach kurzer Zeit.
  • Wärme: Wärmeanwendungen wie Wärmflaschen oder warme Bäder können bei menstruationsbedingten Beschwerden und Muskelverspannungen lindernd wirken.
  • Bewegung: Regelmäßige Bewegung kann helfen, Stress abzubauen und die Durchblutung im Beckenbereich zu fördern. Gerade gegen die Bewältigung von Stress ist körperliche Aktivität eine sehr hilfreiche Methode. Dabei setzt Ihr Gehirn nämlich Endorphine frei, die zu den sogenannten „Glückshormonen“ gehören und Stress effektiv abbauen. Außerdem bekommen Sie durch die Endorphin-Ausschüttung eine bessere Stimmung, sind ausgeglichener und glücklicher. Das Durchführen von sehr anstrengenden Sportarten ist dafür weder nötig noch nützlich. Wählen Sie stattdessen die Ausdauer fördernde Aktivitäten wie Schwimmen, Laufen oder Radfahren aus.
  • Vermeiden Sie Genussmittel: Genussmittel wie Kaffee, Energy-Drinks, Zigaretten und Alkohol bedeuten für den Körper großen Stress.
  • Pflanzliche Mittel: Bestimmte Wirkstoffe dienen der Nervenberuhigung und der Entspannung. Setzen Sie sie bei nervöser Unruhe und innerlichem Zittern ein, um besser entspannen zu können und leichter in den Schlaf zu finden. Pflanzliche Beruhigungsmittel kommen häufig ohne Nebenwirkungen aus. Trotzdem sollten Sie sie nicht dauerhaft einnehmen, sondern mit der Zeit lernen, auch ohne medizinische Hilfsmittel Wege zu finden, Ihre Unruhe zu reduzieren. Prüfen Sie stets eventuell vorhandene Warnhinweise der Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel und sprechen die Einnahme sicherheitshalber mit Ihrem Arzt ab.

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