Husten ist ein weit verbreitetes Symptom, das viele Ursachen haben kann. Während ein gelegentlicher Husten harmlos ist, kann chronischer oder starker Husten eine Reihe negativer Auswirkungen auf den Körper haben. Die Frage, ob Husten zum Absterben von Gehirnzellen führen kann, ist komplex und erfordert eine differenzierte Betrachtung verschiedener Faktoren.
Auswirkungen von Husten auf den Körper
Husten kann eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden verursachen, die von leichten bis hin zu schwerwiegenden reichen. Frauen scheinen stärker betroffen zu sein als Männer. Hier sind einige der häufigsten Auswirkungen:
- Soziale Auswirkungen: Ständiges Husten kann zu Reizbarkeit und Nervosität bei anderen führen.
- Körperliche Auswirkungen:
- Stechende Brustschmerzen und Kopfschmerzen
- Nasenbluten
- Einblutungen in Haut oder Schleimhäute
- Heiserkeit (oft in Verbindung mit Rachen- oder Kehlkopfentzündung)
- Harninkontinenz (besonders bei Frauen)
- Asthmaanfälle (bei Asthma-Patienten)
- Gastroösophagealer Reflux (Sodbrennen und Husten)
- Brüche des Zwerchfells oder der Leiste
- Hustensynkope (Ohnmachtsanfälle durch Zwerchfellverkrampfung und Sauerstoffmangel im Gehirn)
- Mediastinal-Emphysem (selten, Luftansammlung im Mittelfellraum mit potenziell starken Schmerzen und Atemnot)
Hustensynkope: Ein möglicher Zusammenhang zum Gehirn
Die Hustensynkope ist ein Zustand, bei dem starker Husten zu einer kurzzeitigen Bewusstlosigkeit führt. Dies geschieht, weil das Zwerchfell sich verkrampft und den Rückstrom des Blutes zum Herzen behindert. Infolgedessen wird das Gehirn vorübergehend mit zu wenig Sauerstoff und Glukose versorgt. Obwohl die Bewusstlosigkeit nur kurz andauert, wirft sie die Frage auf, ob diese vorübergehende Sauerstoffunterversorgung potenziell schädlich für Gehirnzellen sein kann.
Hypoxischer Hirnschaden: Sauerstoffmangel als Risikofaktor
Ein hypoxischer Hirnschaden (hypoxisch-ischämische Enzephalopathie, HIE) entsteht durch einen schweren Sauerstoffmangel im Gehirn (Hypoxie). Dies kann beispielsweise nach einem Kreislaufstillstand mit erfolgreicher Wiederbelebung auftreten. Die Nervenzellen des Gehirns, insbesondere die empfindlichen Zellen an der Oberfläche des Großhirns, sterben aufgrund des Sauerstoffmangels innerhalb weniger Minuten ab. Da sich diese Nervenzellen nicht wieder nachbilden, kann das Gehirn irreparabel geschädigt werden.
Das Ausmaß des hypoxischen Hirnschadens hängt davon ab, wie lange die Sauerstoffversorgung des Gehirns unterbrochen war. Eine kurze Unterversorgung kann zu Koordinations-, Wahrnehmungs- oder Gedächtnisstörungen führen, die sich in der Regel wieder zurückbilden. Eine längere Unterversorgung von mehr als fünf Minuten kann jedoch zu tiefer Bewusstlosigkeit (Koma) führen.
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Husten und Sauerstoffmangel: Eine potenzielle Gefahr?
Obwohl Husten selbst nicht direkt zu einem hypoxischen Hirnschaden führt, kann er in bestimmten Situationen zu Sauerstoffmangel im Gehirn beitragen. Dies gilt insbesondere für Menschen mit bereits bestehenden Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD. Starker und anhaltender Husten kann die Atmung erschweren und die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigen. In seltenen Fällen kann dies zu einer Hypoxie führen, die potenziell schädlich für Gehirnzellen sein kann.
Coronaviren und das Nervensystem
Studien haben gezeigt, dass Coronaviren, einschließlich SARS-CoV-2, in das zentrale Nervensystem und das Gehirn eindringen können. Dies kann zu neurologischen Symptomen wie Riechstörungen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Bewusstseinsstörungen und Delir führen. In einigen Fällen wurde auch ein erhöhtes Schlaganfallrisiko beobachtet.
Eine Beteiligung des Hirnstamms, der wichtige Vitalfunktionen wie Atmung steuert, könnte eine Rolle bei Atemstillstand spielen. Es gibt Hinweise darauf, dass Coronaviren über die Nasenschleimhaut und freie Nervenendigungen bis zum Gehirn gelangen können.
Verschleppte Erkältung und ihre Folgen
Eine Erkältung mit Husten, Schnupfen und Müdigkeit ist oft harmlos, kann aber bei mangelnder Schonung zu Komplikationen führen. Eine verschleppte Erkältung kann zu einer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Bronchitis oder Lungenentzündung führen. In seltenen Fällen kann die Entzündung mit dem Blut in Herz oder Gehirn wandern und eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Hirnhautentzündung verursachen.
Neurologische Symptome bei COVID-19
COVID-19 kann verschiedene neurologische Symptome verursachen, darunter:
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- Riechstörungen (häufig)
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen
- Bewusstseinsstörungen und Delir (bei schweren Verläufen)
- Erhöhtes Schlaganfallrisiko
- Entzündungen des Gehirns und Rückenmarks
- Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
Viele dieser Symptome klingen wieder ab, aber einige Betroffene leiden unter anhaltenden Riechstörungen, Muskelschmerzen oder Schwäche. Schlaganfälle und entzündliche Komplikationen können lebenslange Folgen haben.
Infektionen und ihre Auswirkungen auf das Gehirn
Infektionen können das Gehirn beeinflussen, auch wenn die Krankheitserreger nicht direkt im Gehirn vorhanden sind. Die Reaktion des Immunsystems kann negative Auswirkungen auf die Denkleistung und das Gedächtnis haben. Abwehrzellen des Körpers können fälschlicherweise gesunde Gehirnzellen angreifen.
Schwere Infektionen wie die Grippe (Influenza) können das Lernen und das Erinnerungsvermögen beeinträchtigen. Krankheiten, die das Gehirn direkt betreffen, wie eine Hirnhautentzündung, haben größere Auswirkungen als andere Erkrankungen. Auch die Häufigkeit stationärer Behandlungen aufgrund von Infektionen kann mit einem niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) zusammenhängen.
COPD und das Gehirn
Aktuelle Forschung deutet darauf hin, dass die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) zu Veränderungen im Gehirn führen kann. COPD ist häufig mit Ängsten und der Vermeidung von körperlicher Aktivität verbunden.
Was passiert beim Sterben?
In der Sterbephase fährt der Körper langsam herunter. Organe wie Niere, Leber, Lunge und Herz schränken ihre Funktion ein. Das Bewusstsein trübt sich ein, der Sterbende wirkt verwirrt und desorientiert. Sterbende verspüren meist keinen Hunger oder Durst mehr und trocknen aus, was zur Ausschüttung schmerzlindernder Endorphine führt.
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Kurz vor dem Tod erlischt der Atem und das Herz hört auf zu schlagen. Die Nervenzellen im Gehirn zünden ein letztes Feuerwerk und fluten das Gehirn mit Hormonen.
Schutzmaßnahmen und Vorbeugung
Um das Risiko von Komplikationen durch Husten und Infektionen zu minimieren, sind folgende Maßnahmen wichtig:
- Ausreichende Schonung bei Erkältungen: Dem Körper genügend Ruhe und Regenerationszeit gönnen, um eine Verschleppung der Erkältung zu vermeiden.
- Stärkung des Immunsystems: Auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung achten.
- Hygiene: Häufiges Händewaschen und Vermeidung von Kontakten mit kranken Menschen.
- Impfungen: Gegen Grippe (Influenza) impfen lassen.
- Ärztliche Untersuchung bei anhaltenden oder schweren Symptomen: Insbesondere bei Verdacht auf eine Herzmuskelentzündung oder andere Komplikationen.
- Frühe Erkennung und Behandlung von COVID-19: Bei Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 frühzeitig einen Arzt aufsuchen und sich testen lassen.
- Behandlung von Grunderkrankungen: Asthma, COPD und andere Atemwegserkrankungen sollten optimal behandelt werden, um Hustenanfälle zu reduzieren und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.
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