Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg: Ein umfassender Überblick

Die Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg ist ein wichtiger Bestandteil des Universitätsklinikums Heidelberg und bietet ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Abteilung, einschließlich der angebotenen Leistungen, des multidisziplinären Teams und der Patientenerfahrungen.

Einführung in die Neurologie der Kopfklinik Heidelberg

Die Neurologische Klinik der Kopfklinik Heidelberg ist eine führende Einrichtung für die Behandlung neurologischer Erkrankungen. Sie bietet ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Die Klinik ist in verschiedene Bereiche unterteilt, darunter die allgemeine Neurologie, die Stroke Unit, die Intensivstation und die Frührehabilitation.

Schwerpunkte und Spezialisierungen

Die Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg zeichnet sich durch mehrere Schwerpunkte und Spezialisierungen aus:

  • Stroke Unit: Die Stroke Unit ist eine Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfallpatienten in der Akutphase. Sie wurde 1998 als eine der ersten Spezialstationen dieser Art in Baden-Württemberg eröffnet und im Laufe der Jahre auf 20 Überwachungsbetten ausgebaut. Auf der Stroke Unit werden Schlaganfallpatienten umfassend betreut, wobei die ätiologisch orientierte Akuttherapie, die Sekundärprävention, die Vermeidung bzw. adäquate Behandlung potentieller Komplikationen und eine individuell abgestimmte frühzeitige Rehabilitation im Vordergrund stehen.

  • Neuroonkologie: Die Klinik verfügt über einen Lehrstuhl für Neurologie mit dem Schwerpunkt Neuroonkologie. Hier werden Patienten mit Tumoren des Gehirns, des Schädels und des Rückenmarks behandelt. Die Klinik arbeitet eng mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) zusammen, um innovative Therapien zu entwickeln und anzubieten. Professor Wolfgang Wick, Geschäftsführender Direktor der Neurologischen Klinik, ist ein international renommierter Neuroonkologe und hat den Lehrstuhl für Neurologie mit dem Schwerpunkt Neuroonkologie an der Universität Heidelberg inne. Er ist auch Sprecher des Sonderforschungsbereichs 1389 UNITE Glioblastoma.

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  • Bewegungsstörungen: Die Klinik bietet spezialisierte Diagnostik und Therapie für Patienten mit Bewegungsstörungen, insbesondere mit Parkinson- und Tremor-Syndromen. Im SRH Kurpfalzkrankenhaus wird das MobilityLab® genutzt, ein tragbares System zur objektivierten Bestimmung von dynamischen Bewegungsabläufen samt Aufzeichnung in Echtzeit.

  • Schluckstörungen: Die Behandlung neurologischer Schluckstörungen nach Schlaganfällen oder bei Erkrankungen von Nerven und Muskeln in der Frührehabilitation oder bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson-Syndromen gehört zum klinischen Alltag. Mithilfe eines dünnen Fiberendoskops kann der Schluckakt der Patienten durch die Nase mit Blick auf den Kehlkopf eingesehen werden, um eine detaillierte Analyse des Schluckaktes durchzuführen.

  • Intensivmedizinische Versorgung: Nach der akuten Versorgung ernster neurologischer Erkrankungen wird auf der Intensivstation die anspruchsvolle Behandlung mit hochqualifiziertem Fachpersonal und modernster Gerätschaft fortgeführt. Ein motiviertes Team aus Intensivmedizinern und Intensivpflegekräften, speziell geschulten Therapeuten aus Physiotherapie, Logopädie und Psychologie begleitet die Patienten auf dem Weg zurück zur eigenständigen Atmung und legt damit den Grundstein für eine bestmögliche neurologische Rehabilitation.

  • Frührehabilitation: Die Klinik bietet eine komplexe Strategie der neurologischen Frührehabilitation, in dessen Mittelpunkt immer der Patient mit seiner Erkrankung in seinem sozialen Umfeld steht. Dieses bio-psycho-soziale Modell wurde in den letzten Jahren durch die Mitarbeiter in die Frührehabilitation integriert.

Diagnostische Verfahren

Die Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg bietet ein breites Spektrum an diagnostischen Verfahren an, um neurologische Erkrankungen präzise zu bestimmen:

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  • Messung der Nervenleitgeschwindigkeit
  • Messung der elektrischen Potenziale aus der Muskulatur
  • Messung der Gehirnströme (EEG)
  • Ultraschalldiagnostik mit modernsten Geräten
  • Fiberendoskopische Schluckaktuntersuchung
  • Nervenwasseruntersuchung (Liquordiagnostik)
  • MRT vom Kopf

Das multidisziplinäre Team

Ein engagiertes, multiprofessionelles Team ist notwendig, um den Leistungsanspruch an die Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg zu erfüllen. Das Team besteht aus:

  • Ärzten verschiedener Fachdisziplinen
  • Pflegemitarbeitern
  • Physiotherapeuten
  • Logopäden
  • Ergotherapeuten
  • Psychologen
  • Sozialarbeitern
  • Versorgungsassistenten
  • Patiententransportdienst

Durch interne und externe Weiterbildungen wird ein hohes Wissensniveau erzeugt und erhalten. Die individuelle Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt durch ein qualifiziertes Praxisanleiterteam und erfahrene Mitarbeiter.

Innovation und interprofessionelle Zusammenarbeit

Die Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg legt großen Wert auf Innovation und interprofessionelle Zusammenarbeit. Dies zeigt sich in verschiedenen Projekten und Initiativen:

  • Innovationsräume Pflege: Die Stroke Unit Neurologie 5 gehört seit Anfang des Jahres zu einem von drei sogenannten Innovationsräumen Pflege an der Uniklinik Heidelberg. Vor dem Hintergrund des weiter zunehmenden Fachkräftemangels, der anstehenden Krankenhausreform mit der geplanten Zentralisierung und Spezialisierung sowie der parallel laufenden Ambulantisierung und vermutlichen Etablierung von kleineren Gesundheitszentren ist diese Initiative zu betrachten.

  • Projektarbeit: Das Team der Stroke Unit tauscht sich regelmäßig über gewünschte und bereits laufende Projekte aus, die den Arbeitsalltag erleichtern, Prozesse und Zeitabläufe optimieren sowie die Patientenversorgung verbessern sollen. Jeder, der eine Idee hat, darf diese direkt einbringen.

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  • Kommunikation auf Augenhöhe: In den Innovationsräumen Pflege wird großen Wert auf die Kommunikation auf Augenhöhe gelegt. Die Pflegedienstleitung ist der ärztlichen Leitung beispielsweise gleichgestellt. Bezeichnend sind zudem sehr flache Hierarchien.

  • Autonome Dienstplangestaltung: Auf der Neurologie 6 wurde das Projekt der autonomen Dienstplangestaltung entwickelt, bei dem jede Pflegefachkraft ihren eigenen Wunschdienstplan schreiben kann. Dies führt zu mehr Zufriedenheit beim Personal und einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Patientenerfahrungen

Die Patientenerfahrungen in der Neurologie im 3. Stock der Kopfklinik Heidelberg sind vielfältig. Einige Patienten berichten von sehr positiven Erfahrungen, während andere Kritik äußern.

Positive Erfahrungen:

  • Viele Patienten loben die ausgezeichnete Versorgung und Betreuung durch das Pflegepersonal und die Ärzte.
  • Die Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft des Personals werden häufig hervorgehoben.
  • Die moderne Ausstattung und Sauberkeit der Zimmer werden positiv bewertet.
  • Einige Patienten berichten von erfolgreichen Operationen und einer guten Nachsorge.
  • Die interprofessionelle Zusammenarbeit und die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Patienten werden geschätzt.

Negative Erfahrungen:

  • Einige Patienten berichten von langen Wartezeiten in der Notaufnahme.
  • Kritik wird an der unfreundlichen Behandlung durch einzelne Mitarbeiter geäußert.
  • Einige Patienten bemängeln die mangelnde Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten und die fehlende Zeit für Gespräche mit den Ärzten.
  • In Einzelfällen wird von Fehlentscheidungen und einer unzureichenden Berücksichtigung der Krankheitsgeschichte berichtet.
  • Das Essen wird von einigen Patienten als schlecht bewertet.

Es ist wichtig zu beachten, dass es sich bei den Patientenerfahrungen um subjektive Eindrücke handelt, die nicht verallgemeinert werden können.

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