Im Krankenhaus Gehrden wird ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen behandelt. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Diagnostik und Therapie von Gedächtnisstörungen, Gefäßerkrankungen und entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems.
Gedächtnisambulanz: Diagnostik und Therapie kognitiver Defizite
Im fortgeschrittenen Alter können Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit auftreten, die von Fachleuten als kognitive Defizite bezeichnet werden. Dazu gehören zunehmende Vergesslichkeit, Störungen der Auffassungsgabe, Wortfindungsstörungen, Verlust des Sprachverständnisses, Orientierungsstörungen und starke Konzentrationsstörungen.
Ursachenforschung und Diagnostik
Für diese Auffälligkeiten gibt es eine Vielzahl von Ursachen. Um den richtigen Therapieansatz zu finden, ist eine genaue Diagnostik sehr wichtig. Diese erfolgt in der Gedächtnisambulanz des Krankenhauses Gehrden. Ein hochqualifiziertes und multiprofessionelles Team, bestehend aus Fachärzten für Psychiatrie, Psychotherapeuten, Psychologen mit neuropsychologischer Erfahrung, medizinisch-technischen Assistenten und Fachpflegekräften, geht den Ursachen auf den Grund.
Die meisten notwendigen Untersuchungen zur Diagnostik werden ambulant in der Gedächtnisambulanz durchgeführt, in der Regel in drei aufeinander folgenden Terminen. Dabei werden vorhandene Vorbefunde gesichtet und im Rahmen eines Gespräches eine ausführliche Anamnese mit Einbeziehung der Angehörigen erstellt. Nach Auswertung der Krankheitssymptome und der vorliegenden Untersuchungsbefunde wird eine körperliche, neurologische und psychiatrische Untersuchung durchgeführt.
Testpsychologische Diagnostik
Ein wichtiger Bestandteil der Diagnostik ist die ausführliche testpsychologische Diagnostik. Diese Tests sind sehr zeitintensiv und können je nach Indikation 50 bis 120 Minuten dauern. Sie ermöglichen eine genaue und differenzierte Einschätzung der kognitiven Leistungsfähigkeit und zeigen auch eventuelle teilbereichsspezifische Defizite.
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Abschließendes Gespräch und Beratung
Nach Auswertung der Untersuchungen erfolgt ein abschließendes Gespräch mit dem Patienten und gegebenenfalls seinen Angehörigen. Es können auch weitere Beratungen vereinbart werden, zum Beispiel mit Einbeziehung eines Sozialarbeiters.
Spezialisierte Untersuchungen
Bei besonderen Fragestellungen können weitere spezialisierte Untersuchungen erforderlich sein. Dies könnte zum Beispiel eine Lumbalpunktion sein, eine Untersuchung des Nervenwassers, welche Aufschluss über mögliche Erkrankungen liefern kann. Dafür würde eine stationäre Aufnahme in der Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie erfolgen.
Weiterbetreuung
Wird eine Demenz oder eine andere seelische Erkrankung diagnostiziert und es besteht noch keine Anbindung an einen niedergelassenen Facharzt, kann nach Indikationsstellung die fachärztliche Weiterbetreuung in der Institutsambulanz erfolgen.
Information der Patienten
Bereits im Erstgespräch werden die Patienten und auch die Angehörigen ausführlich über die geplanten Untersuchungen informiert. Die Indikation für weitere ergänzende Untersuchungen wird gestellt und notwendige Überweisungen (z.B. für eine MRT Untersuchung) werden ausgehändigt.
Was ist zum Termin mitzubringen?
Zum Termin mitzubringen sind die elektronische Gesundheitskarte und eine Überweisung des Hausarztes oder Facharztes.
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Behandlung von Gefäßerkrankungen
Ein weiterer Schwerpunkt der Neurologie im Krankenhaus Gehrden ist die Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere Schlaganfällen. Nach einem Gefäßverschluss im Gehirn ist das Risiko sehr hoch, einen weiteren Hirnschlag zu erleiden. Mit geeigneter Vorbeugung kann das oft verhindert werden. Kardiologen sagen: Nach dem Schlaganfall ist vor dem Schlaganfall. Das gilt auch für eine transitorische ischämische Attacke, bei der die Blutversorgung vorübergehend gemindert ist - ein Mini-Schlaganfall, der keine sichtbaren Schäden hinterlässt.
Behandlung von entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems
Auch die Behandlung von entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, wie beispielsweise Multiple Sklerose, stellt einen wichtigen Behandlungsschwerpunkt dar. Die Neurologische Klinik Selzer, eines der ältesten Fachkrankenhäuser für Neurologie mit Schwerpunkt Multiple Sklerose, bietet modernste medizinische und therapeutische Verfahren zur Behandlung der Multiplen Sklerose, Morbus Parkinson, ALS und Migräne.
Weitere Informationen
Das Krankenhaus Gehrden ist Teil der Rhön-Klinikum AG, einem privaten Betreiber von Kliniken, Krankenhäusern und Medizinischen Versorgungszentren. Die Behandlungsschwerpunkte der Rhön-Kliniken sind unter anderem die Felder Herz- und Gefäßerkrankungen, Neurologie und Pneumologie. Neben regulärer medizinischer Grundversorgung gibt es auch Unikliniken, Suchtkliniken, Forensik- und Ferndiagnostik-Abteilungen. Der Bereich Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf Themen wie Digitalisierung, CT Technik, 3D Druck oder eine verbesserte Tumorerkennung.
Rehabilitation
Nach einem Schlaganfall oder einer schweren Operation ist die Rehabilitation ein wichtiger Schritt, um wieder ins Leben zurückzufinden. Die Waldklinik Jesteburg als integriertes "Zentrum für Rehabilitation" hilft ihren Patienten dabei, Schritt für Schritt wieder ins Leben zu finden und den Alltag selbstbestimmt zu meistern.
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