Ein Schlaganfall kann vielfältige Folgen haben, darunter auch Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten. Neben körperlichen Einschränkungen wie Lähmungen treten häufig Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie Gedächtnisstörungen auf. Dieser Artikel beleuchtet insbesondere die Kurzzeitgedächtnisstörung nach einem Schlaganfall, ihre Ursachen, Symptome und verfügbaren Therapieansätze.
Kognitive Beeinträchtigungen nach Schlaganfall: Ein Überblick
Kognitive Einschränkungen wie Gedächtnis-, Orientierungs- oder Aufmerksamkeitsstörungen betreffen einen erheblichen Teil der Schlaganfallpatienten. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sind häufige Folgen einer Hirnschädigung durch einen Schlaganfall. Betroffene benötigen mehr Zeit für Aufgaben, sind leicht ablenkbar und machen Fehler, insbesondere bei Multitasking. Schnelle Erschöpfung ist ein weiteres häufiges Symptom, weshalb regelmäßige Pausen wichtig sind.
Gedächtnisstörungen treten ebenfalls oft nach einem Schlaganfall auf. Während schwere Fälle neuropsychologische Behandlung benötigen, können leichtere Störungen mit speziellen Gedächtnisstrategien behandelt werden. Dazu gehören aufmerksames Wahrnehmen neuer Informationen, bildliche und sprachliche Erfassung von Dingen und die Verknüpfung neuen Wissens mit Bekanntem oder Emotionen. Notizen können ebenfalls hilfreich sein.
Eine weitere mögliche kognitive Einschränkung ist die Planungsstörung, bei der Betroffene Probleme mit vorausschauendem und problemlösendem Denken haben. Vorgeplante Abläufe, die gemeinsam mit Angehörigen erstellt werden, können im Alltag helfen. Wichtig ist, dass die Pläne ausreichend Pausen und Zeitpuffer beinhalten.
Ursachen von Gedächtnisstörungen nach Schlaganfall
Ein Schlaganfall kann zu plötzlichem Gedächtnisverlust führen, indem er spezifische Bereiche im Gehirn schädigt, die für das Speichern und Abrufen von Erinnerungen wichtig sind. Besonders betroffen sind häufig der Thalamus und der Hippocampus.
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- Thalamus: Der Thalamus dient als "Tor zum Bewusstsein". Informationen werden hier gefiltert und an andere Hirnregionen weitergeleitet. Eine Schädigung kann die Fähigkeit beeinträchtigen, neue Informationen bewusst aufzunehmen und zu speichern. Störungen im Kurzzeitgedächtnis nach Schlaganfall sind typisch für Thalamus-Infarkte.
- Hippocampus: Der Hippocampus ist für das Speichern von Erinnerungen wichtig und wandelt neue Informationen in das Langzeitgedächtnis um.
Zusätzlich kann ein Schlaganfall das Kurzzeitgedächtnis beeinflussen. Das Kurzzeitgedächtnis ist eng mit Aufmerksamkeit und Konzentration verbunden. Wenn die Aufmerksamkeit geschwächt ist, können Informationen schwerer verarbeitet und behalten werden. Nach einem Schlaganfall ist oft das Kurzzeitgedächtnis weg oder stark beeinträchtigt. Betroffene erleben, dass sie sich an alltägliche Dinge nur schwer erinnern können - manchmal scheint das Kurzzeitgedächtnis nach Schlaganfall nicht mehr vorhanden zu sein. Dieser Verlust des Kurzzeitgedächtnisses nach einer Hirnblutung oder Hirninfarkt kommt häufig vor und kann das Leben stark einschränken.
Bei einem Hirninfarkt wird durch ein Gerinnsel die Blutzufuhr unterbrochen und entsprechend den drei Hirnarterien, drei Stromgebiete unterschieden (ACA, ACM, ACP). Jedes Stromgebiet enthält spezifische Hirnareale, die für kognitive Fähigkeiten zuständig sind. Probleme im Antrieb und Aufmerksamkeit sind ein Kennzeichen für Schlaganfälle im Vorderlappen (ACA-Infarkt). Störungen im Kurzzeitgedächtnis nach Schlaganfall, typisch für Thalamus und/oder ACP Infarkte sind.
Symptome der Kurzzeitgedächtnisstörung
Nach einem Schlaganfall ist oft das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigt. Betroffene haben Schwierigkeiten, sich an alltägliche Dinge zu erinnern. Dies kann sich in verschiedenen Situationen äußern:
- Schwierigkeiten, sich an kürzlich geführte Gespräche zu erinnern
- Vergessen von Terminen oder Aufgaben
- Probleme, sich an den Inhalt von gelesenen Texten zu erinnern
- Verlegen von Gegenständen
- Schwierigkeiten, neuen Informationen zu folgen
Diagnose von Gedächtnisstörungen nach Schlaganfall
In der Rehaklinik führen Neuropsychologen in der Regel eine neuropsychologische Testung durch, bei der sie unter anderem die kognitiven Fähigkeiten überprüfen. Neuropsychologen können Zusammenhänge zwischen Aufmerksamkeit und Gedächtnis durch Testungen diagnostizieren.
Ein gängiges Screeningverfahren zur Vorhersage des Demenzrisikos nach Schlaganfall ist das Montreal Cognitive Assessment (MoCA). Patienten, die hier weniger als 26 Punkte erzielen, haben ein fünffach höheres Risiko für Demenz und funktionelle Abhängigkeit. Der MoCA Test ist laut Studien der zuverlässigste und alltagstauglichste Gedächtnistest nach Schlaganfall. Beim Test kann man maximal 30 Punkte erreichen und unter 26 Punkte wird als Gedächtnisstörung bezeichnet. In einer Studie wurde gezeigt, dass sogar bei leichten Schlaganfällen ohne Einschränkung der Selbständigkeit (NIHSS von 5 Punkten) oder bei einer TIA, dass der MoCA Test bei über 60% auffällig ist.
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Therapieansätze zur Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses
Die gute Nachricht ist, dass sich Gedächtnisstörungen nach einem Schlaganfall oft verbessern lassen. Die Neuroplastizität des Gehirns ermöglicht es, dass sich Gehirnzellen neu vernetzen und geschädigte Hirnareale ersetzen. Es gibt verschiedene Therapieansätze, die zur Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses eingesetzt werden können.
Kognitive Rehabilitation
Forschungen zeigen, dass die kognitive Rehabilitation die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses nach einem Schlaganfall erhöhen kann. Ein Logopäde oder Sprachtherapeut kann bei der kognitiven Rehabilitation nach einem Schlaganfall helfen. Logopäden und Sprachtherapeuten sind Experten für Kommunikation. Das Gehirn hat eine unglaubliche Fähigkeit, sich nach einer Verletzung zu heilen und neu zu vernetzen. Die Neuroplastizität wird durch ein intensives Training aktiviert, das das Üben einer Fähigkeit mit einer hohen Frequenz und einer hohen Wiederholungsrate beinhaltet.
Durch tägliche Durchführung kognitiver Rehabilitationsübungen können Sie Ihr Gehirn dazu auffordern, sich auch über die akuten Stadien der Genesung hinaus weiter zu verbessern. Der beste Weg zur Verbesserung des Gedächtnisses ist die Ausübung von gedächtnisintensiven kognitiven Rehabilitationsübungen. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie mit einem Sprachtherapeuten oder Logopäden zusammenarbeiten und zusätzlich eine häusliche kognitive Rehabilitation konsequent durchführen. Obgleich es zu einer spontanen Genesung kommen kann, die die Gedächtnisfunktion verbessert, ist die Rehabilitation der beste Weg, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
- Ergotherapie: Zur Wiederherstellung des Gedächtnisses kann man Ergotherapie sowohl zu Hause durchführen als auch Ergotherapie in Ordinationen erhalten. An wichtigsten ist eine Ergotherapie die kognitive Therapie mit dem Alltag verbindet, danach eine spezifische Neuropsychologische Therapie.
- Neuropsychologische Therapie: Eine spezifische neuropsychologische Therapie kann ebenfalls hilfreich sein.
Gedächtnisstrategien und Kompensationsmechanismen
Neben der Rehabilitation können auch verschiedene Gedächtnisstrategien und Kompensationsmechanismen eingesetzt werden, um den Alltag besser zu bewältigen:
- Aufmerksamkeit: Neuen Informationen mit besonderer Aufmerksamkeit begegnen, sich mehr Zeit nehmen und für möglichst geringe Ablenkung sorgen.
- Verknüpfung: Neues Wissen mit bereits bekanntem Wissen oder Emotionen verknüpfen.
- Notizen: Sich Dinge zur Entlastung notieren. Allerdings raten Neuropsychologen ab von einer „Zettelwirtschaft“, bei der Notizen an Spiegeln, Kühlschränken und anderen Möbeln kleben. Sie trügen eher zur Verwirrung bei.
- Routinen: Eine Routine für wichtige Aktivitäten wie die Einnahme von Medikamenten entwickeln. Wenn möglich, können Sie versuchen, Ihre Medikamenteneinnahme mit etwas anderem zu verbinden, das Sie täglich tun, wie zum Beispiel das Frühstückessen. Wenn Sie Ihre Medikamente jeden Tag zum Frühstück einnehmen, werden Sie die Einnahme weniger wahrscheinlich vergessen. Da Medikamente wichtig sind, können Sie zusätzlich für eine Erinnerung sorgen, indem Sie einen Alarm auf Ihrem Handy programmieren.
- Vereinfachung: Die Vereinfachung gängiger Aktivitäten wie Kochen kann zum Ausgleich von Gedächtnisdefiziten beitragen. Anstatt beispielsweise Mahlzeiten mit einer langen Liste von Zutaten und vielen Schritten zuzubereiten, sollten Sie erwägen, weniger komplizierte Lebensmittel zuzubereiten oder vorgefertigtes Obst und Gemüse zu verwenden.
- Listen: Hinsichtlich der Wiederherstellung des Gedächtnisses nach einem Schlaganfall gibt es einige gute Nachrichten: Mitunter können Gedächtnisstörungen sich von selbst verbessern. Die spontane Genesung erfolgt in der Regel während der akuten (frühen) rehabilitativen Stadien nach einem Schlaganfall. Obgleich die Idee der spontanen Genesung Hoffnung macht, sollte man sich nicht auf sie verlassen. Stattdessen ist ein proaktiver Ansatz am besten.
- Erinnerungs-Apps: Probieren Sie eine Erinnerungs-App auf Ihrem Smartphone für wichtige Ereignisse wie das Füttern eines Haustiers oder Therapietermine aus. Versuchen Sie, Ihr Smartphone stets am selben Ort aufzubewahren - idealerweise an einem zentralen Ort, an dem Sie es von den meisten Räumen aus hören können.
- Kalender: Kalender, Erinnerungs-Apps und Notizen können helfen, den Alltag zu strukturieren.
Gedächtnisübungen
Es gibt verschiedene Arten von Gedächtnisübungen für Schlaganfallpatienten, die Sie ausprobieren können. Rehabilitationsübungen fördern die Neuroplastizität und verbessern Ihre kognitiven Fähigkeiten.
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- Memory: Dieses Kartenspiel ist eine großartige gedächtnisintensive Übung. Legen Sie mehrere Paare von Spielkarten verdeckt ab, und drehen Sie dann zwei Karten auf einmal um. Wenn Sie zwei passende Karten finden, können Sie sie offen liegen lassen. Durch eine geringere oder höhere Anzahl der verwendeten Kartenpaare können Sie die Übung einfacher oder schwieriger gestalten.
- Senso oder Simon: Senso oder Simon ist ein interaktives Spiel, bei dem Sequenzen auswendig gelernt werden. Bei diesem Spiel leuchten Farben in bestimmten Reihenfolgen auf, was visuelle Gedächtnisfähigkeiten erfordert.
- Merkspiele: Merkspiele wie „Ich packe meinen Koffer“ oder das Nachsprechen von Wortreihen trainieren die Merkfähigkeit.
- Gedächtnistraining mit Listen: Einkaufslisten oder To-Do-Listen im Kopf durchzugehen, ist eine gute Übung, um das Gedächtnis zu fordern.
Weitere unterstützende Maßnahmen
- Physiotherapie: Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass körperliche Rehabilitationsübungen nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch das Gedächtnis verbessern. Da Ihr physiotherapeutisches Rehabilitationsprogramm sich auch auf Ihre kognitive Rehabilitation auswirkt, lohnt es sich, es konsequent durchzuführen.
- Technologiebasierte Therapiegeräte: Technologiebasierte Therapiegeräte können auch in der kognitiven Rehabilitation eingesetzt werden. Myro ist ein sensorbasiertes Therapiegerät, welches zur Therapie von kognitiven und motorischen Funktionen eingesetzt werden kann.
- Musik hören: Das Hören von Musik ist ein unterschätztes Gedächtnistraining. Versuchen Sie die Strophen in Gedanken oder auch laut mitzusingen! Sie trainieren damit Ihr Gedächtnis und die Fähigkeit Gehörtes wiederzugeben.
- Lesen: Das Lesen oder Hören eines Romans trainiert das Gehirn aufmerksam zu sein und sich wichtige Details zu merken. Lautes Vorlesen kann helfen, die Aussprache nach einem Schlaganfall zu verbessern.
- Spiele: Spiele können helfen, die geistigen Fähigkeiten nach einem Schlaganfall zu verbessern und Gedächtnisverlust zu verhindern. Brettspiele wie Monopoly trainieren das Lösen von Problemen und das Entwickeln von Strategien. Mittlerweile finden sich im Internet zahlreiche Gehirnjogging-Apps und -Spiele. Diese können am Laptop, Smartphone oder Tablet gespielt werden.
- Regelmäßiger Schlaf: Regelmäßiger Schlaf ist von zentraler Bedeutung für die Erholung des Gehirns. Die MediClin Fachklinik Rhein-Ruhr in Essen schuf als erste Rehaklinik in Deutschland eine eigene Station für Patienten mit Aufmerksamkeitsstörungen. Der zentrale Therapieraum der „Attention Lounge“ ist mit einem speziellen Lichtsystem mit einer Beleuchtungsstärke von bis zu 12.000 Lux ausgestattet. Die Lichttherapie hat einen antidepressiven Effekt, unterstützt einen normalen Schlaf-/Wachrhythmus und verbessert die Konzentrationsfähigkeit.
- Unterstützung für Angehörige: Auch wenn es klar ist, dass das Gedächtnis bei der zu pflegenden Person als Folge eines Schlaganfalls gestört ist, ist es normal oft die Nerven zu verlieren und sich aufzuregen. Umso wichtiger ist es als Angehörige, Unterstützung (z.B. Routinen und geregelte Zeiten für Essen, Morgenpflege oder Freizeitaktivitäten sind wichtig, damit der/die Betroffene gewohnte Handlungsabläufe ohne Angst und Stress abrufen kann.
Medikamentöse Unterstützung
Aus eigenen Erfahrungen gibt es paar Patienten die von gewissen Medikamenten profitieren. Madopar verbessert nicht nur manchmal die sprachliche Entwicklung, sondern auch manchmal den Antrieb sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen. Antidepressive Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) stimulieren Schlaganfall-Patienten mit mehr Hirnbotenstoffe und können nicht nur bei einer Depression eingesetzt werden.
Verlauf und Prognose
Wie sehr sich nach einem Schlaganfall die geistigen Fähigkeiten verschlechtern, hängt auch von der kognitiven Reserve des Patienten ab. Die kognitive Leistungsfähigkeit kann sich nach Apoplex deutlich verschlechtern - bis hin zur Post-Schlaganfall-Demenz. Der Verlauf ist aber höchst variabel, erklärte Professor Dr. Marko Düring vom Klinikum der Universität München. Relativ selten kommt es zum strategischen Hirninfarkt, bei dem der Schlaganfall unmittelbar zur Demenz führt. Ein wahrscheinlicherer Verlauf ist die Multiinfarkt-Demenz, bei der wiederholte Schlaganfälle ein ums andere Mal zu nicht komplett reversiblen kognitiven Einbußen führen, die letzten Endes in eine Demenz münden. Für beide Formen gilt: Je höher das kognitive Ausgangsniveau liegt und je größer die Resilienz, umso später entwickeln Betroffene tatsächlich eine Demenz. Die kognitiven Fähigkeiten können aber auch erst im Langzeitverlauf nach Schlaganfall abnehmen. Diese verzögerte progressive Störung ist auf eine sekundäre Neurodegeneration außerhalb des eigentlichen Infarktgebietes zurückzuführen, oft auch auf eine begleitende Mikroangiopathie.
Ob das Gedächtnis nach Schlaganfall wieder kommt auf die Schlaganfallgröße, Vorschädigungen des Gehirn sowie Alter des Patienten an. Generell gilt umso kleiner der Schlaganfall, umso leichter können andere Gehirnareale den Gedächtnisverlust nach Schlaganfall kompensieren. Außerdem sind in den ersten drei Monaten bei jedem Symptom, auch bei Gedächtnisstörungen nach Schlaganfall, die größten Fortschritte möglich. Die Erholung des Gedächtnisses nach dem Schlaganfall ist sehr schwer einzuschätzen. Generell gilt umso großer der Hirnschlag umso schlechter ist die Erholung. Außerdem erholen sich Hirnblutungen besser von Hirninfarkten.
Es dauert durchschnittlich 18 bis 36 Monate, bis die Betroffenen sich wieder mit voller Aufmerksamkeit ihrer Arbeit oder den Dingen des Alltags widmen können. Manche leiden länger, einige fortwährend. Am schwierigsten ist es, bei der sogenannten geteilten Aufmerksamkeit wieder die volle Leistungsfähigkeit zu erreichen. Die meisten Patienten mit Aufmerksamkeitsstörungen können sich im ersten halben Jahr nach dem Schlaganfall nicht länger als 20 Minuten auf etwas konzentrieren, manche sogar kürzer. Die Neuropsychologin Dr. Caroline Kuhn rät, Smartphone oder Wecker so zu stellen, dass sie einen jeweils fünf Minuten vor der Erschöpfung an eine rechtzeitige Pause erinnern.
Unterschätztes Warnzeichen: Gedächtnisstörungen als Vorbote eines Schlaganfalls
Neben Sehstörungen und einem vorübergehenden Taubheitsgefühl können auch Gedächtnisstörungen Vorboten für einen Schlaganfall sein. Das haben chinesische Neurologen vom Chang Gung Memorial Hospital in Chiayi in einer Meta-Studie herausgefunden.
Unter Berücksichtigung von Faktoren wie erhöhtes Lebensalter, Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht zeigte sich, dass bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen oder Demenz die Schlaganfallrate um 40 Prozent höher lag als bei denjenigen, die keine Gedächtnisprobleme hatten.
Das Risiko, eine transitorische ischämische Attacke (TIA) zu bekommen, erhöhe sich bei Patienten mit geistigen Defiziten sogar um 65 Prozent. Bei einer TIA handelt es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn, eine Art "Mini-Hirninfarkt", auf den nach einiger Zeit häufig ein echter Hirnschlag folgt.
Um das Risiko für einen Schlaganfall zu minimieren, kann jeder selbst aktiv werden. Viele Risikofaktoren lassen sich nämlich beeinflussen. Hierzu gehören Bluthochdruck, Rauchen, ein dicker Bauch, ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel.
Fazit
Eine Kurzzeitgedächtnisstörung nach einem Schlaganfall kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Durch gezielte Rehabilitation, Gedächtnisstrategien und unterstützende Maßnahmen können Betroffene jedoch ihre Gedächtnisleistung verbessern und ihre Lebensqualität steigern. Es ist wichtig, frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen und aktiv an der Rehabilitation teilzunehmen.
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