Eine Unterzuckerung, in der Fachsprache Hypoglykämie genannt, liegt vor, wenn der Blutzuckerspiegel unter die normalen Werte fällt. Gerade bei Menschen mit Diabetes kann dies als Nebenwirkung der Therapie auftreten. Aber auch Magen-Darm-Probleme können im Zusammenhang mit Diabetes und Nervenschädigungen (Neuropathie) eine Rolle spielen und indirekt Unterzuckerungen begünstigen.
Was ist eine Unterzuckerung (Hypoglykämie)?
Ärzt:innen sprechen von Hypoglykämie, wenn der Blutzuckerspiegel deutlich unter die Normwerte fällt. Die Angaben erfolgen meist in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) und Millimol pro Liter (mmol/l). Bei Menschen ohne Diabetes liegt der Normalwert in der Regel zwischen 70 und 140 mg/dl, je nachdem, wie lange die letzte Mahlzeit zurückliegt.
Ursachen einer Unterzuckerung
Bei Menschen mit Diabetes tritt eine Hypoglykämie häufig als Nebenwirkung der Therapie auf. Ist im Verhältnis zur Insulinmenge zu wenig Zucker im Blutkreislauf vorhanden, fällt der Blutzuckerspiegel rapide ab. Dieser Mechanismus ist bei Personen, die bei Diabetes Insulin bekommen oder bestimmte Tabletten einnehmen, häufig beeinträchtigt. Da oft noch Insulin in der Blutbahn zirkuliert, verzichtet die Leber darauf, Glukagon auszuschütten - den Gegenspieler des Insulins. Manchmal tritt eine Unterzuckerung auch bei Personen auf, die kurzzeitig eine gestörte Blutzuckerregulation haben. Das Hormon befördert den vorhandenen Zucker aus dem Blut in die Zielzellen, wodurch die Blutzuckerwerte sinken. Zu viel Insulin trägt dazu bei, dass der Körper den über die Nahrung aufgenommenen Zucker schneller als sonst verwertet und der Blutzucker damit zu niedrig ist.
Symptome einer Unterzuckerung
Die Anzeichen einer Unterzuckerung sind vielfältig. Sie treten weder in einer bestimmten Reihenfolge auf noch kommen immer alle vor. Auch ab welchem Blutzuckerspiegel welche Beschwerden einsetzen, unterscheidet sich von Person zu Person. Die typischen Symptome einer Hypoglykämie sind zwar lästig, doch sie können lebensrettend sein. Gelingt es dem Körper nicht, einer bevorstehenden Unterzuckerung entgegenzuwirken, schüttet er Stresshormone aus. Manchmal kündigt sich eine Unterzuckerung auch lediglich durch ein flaues Gefühl im Magen an. Gefährlich ist es, wenn der Körper keinen Alarm schlägt. Betroffene nehmen eine Hypoglykämie meist erst dann wahr, wenn bereits ein Glukosemangel im Gehirn entsteht. Sind Ihre Blutzuckerwerte zu niedrig, Ihr Körper steuert erfolglos dagegen an und Sie ergreifen keine Gegenmaßnahmen von außen, sinkt der Blutzuckerspiegel weiter. Es kommt möglicherweise zu einer Unterversorgung des Gehirns. Darauf können gehirnbedingte Anzeichen (sogenannte neuroglykopenische Symptome) aufmerksam machen. Auch die Denkleistung wird eingeschränkt.
Diagnose und Behandlung der Unterzuckerung
Wer regelmäßige Selbstkontrollen der Blutzuckerwerte durchführt, erkennt häufig selbst, wenn eine Hypo auftritt. Haben Sie nur die Vermutung, dass Sie unterzuckert sind und können bestehende Symptome nicht einordnen, hilft Ihre Hausarztpraxis weiter. Zwingend erforderlich ist ein Praxisbesuch, wenn Hypoglykämien wiederholt auftreten. Sprechen Sie bei erstmaligem Auftreten zum Beispiel zunächst mit Ihrem/Ihrer Hausärzt:in über mögliche Ursachen. Gegebenenfalls leitet er/sie Sie an eine:n Diabetolog:in weiter. Sich durch erste Symptome andeutende Hypoglykämien und generell leichte Formen von Unterzuckerungen lassen sich in der Regel gut behandeln. Kommt es jedoch zu einer schweren Hypoglykämie, sind die Betroffenen auf fremde Hilfe angewiesen. Bei Bewusstlosigkeit ist umgehend ein:e Notärzt:in zu verständigen, da es sich um einen Notfall handelt. Ein niedriger Blutzucker kann sehr plötzlich auftreten. Bei Verdacht auf eine Hypo sollten insbesondere Menschen mit Diabetes sofort handeln. Nehmen Sie rasch schnell wirkenden Zucker zu sich. Messen Sie nach 15 Minuten Ihren Blutzuckerspiegel. Ohne rechtzeitige Gegenmaßnahmen kann sich aus einer milden Hypoglykämie schnell eine schwere Unterzuckerung entwickeln. Menschen mit Diabetes sollten stets ein Glukagon-Notfallset bei sich tragen. Damit können Angehörige schnell auf eine Hypo reagieren, indem sie 1 Milligramm des Insulingegenspielers unter die Haut spritzen (in Fett- oder Muskelgewebe). So steigt der Blutzuckerspiegel innerhalb von kurzer Zeit an. Tritt dadurch keine Besserung der Symptome auf, sollten Sie den Notruf 112 wählen. Moderne Diabetes-Technik kann außerdem dazu beitragen, dass es seltener zu kritischen Unterzuckerungen und damit auch zu Störungen der Hypoglykämie-Wahrnehmung kommt. Auch Systeme, die beim Erreichen eines kritischen Schwellenwerts Alarm schlagen, können die Häufigkeit von Hypoglykämien deutlich senken. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Blutzuckerwerte mit einem Blutzuckermessgerät wie Accu-Chek Guide. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Diabetes-Team, wenn bei Ihnen eine Hypoglykämie auftritt. Unterzuckerungen können Menschen mit Diabetes direkt und indirekt auch andere gefährden. Zum einen ziehen sie das Gehirn in Mitleidenschaft, zum anderen erhöhen sie die Unfallgefahr, wie etwa beim Autofahren. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sollten Sie für einen Notfall immer Ihren persönlichen Diabetes-Ausweis bereithalten.
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Diabetes und Magen-Darm-Probleme
Menschen mit Diabetes haben häufiger Magen-Darm-Probleme als Gesunde. Ursache ist oft eine „autonome Neuropathie" - eine Störung des Nervensystems, verursacht durch den Diabetes. Magen-Darm-Probleme sollten behandelt werden, wenn sie belasten und länger als 4 Wochen auftreten. Für Menschen mit Diabetes ist dies besonders wichtig, so die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG): Die Störungen mindern nicht nur die Lebensqualität der Erkrankten, sondern können auch dazu führen, dass sich der Blutzucker schlecht einstellen lässt. Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes als Folge des Diabetes mellitus können in sämtlichen Bereichen auftreten. Typisch sind zum Beispiel Beweglichkeitsstörungen der Speiseröhre, die Schluckstörungen und Sodbrennen verursachen können. Auch Übelkeit, Bauchschmerzen oder Blähungen sind mögliche Folgen einer Neuropathie, wenn diese die Magenentleerung verlangsamt oder beschleunigt. Zudem leiden Menschen mit Diabetes gehäuft unter Verstopfungen und wiederkehrenden, oft nachts auftretenden Durchfällen.
Diabetische Gastroparese und ihre Auswirkungen auf den Blutzucker
Unabhängig von einer autonomen Neuropathie gilt für alle Diabetiker: Hohe Blutzuckerwerte beschleunigen die Magenentleerung, zu niedrige Werte verzögern sie. Ebenso verzögert auch längere Muskelarbeit die Magenentleerung. Tritt eine Magenentleerungsstörung gleichzeitig mit einer Motilitätsstörung im Ösophagus auf, steigt das Risiko einer Refluxerkrankung. Diabetespatienten haben ein fünffach höheres Risiko als Stoffwechselgesunde. Bis zu 30 Prozent der Patienten mit einem langjährigen Diabetes leiden an einer gestörten Magenentleerung für feste Speisen. Meist ist die Entleerung verzögert, deutlich seltener ist sie beschleunigt (3). Besonders tückisch ist es, wenn der Magen die aufgenommene Nahrung nur mit stundenlanger Verspätung resorbiert. Dann können unter einer blutzuckersenkenden Therapie, zum Beispiel mit Sulfonylharnstoffen und Gliniden, die die Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse verstärken, ebenso wie unter kurz wirksamen Insulinen schwere Unterzuckerungen trotz Nahrungsaufnahme eintreten. Der Grund: Das freigesetzte oder gespritzte Insulin gelangt schneller in die Blutbahn als die Kohlenhydrate aus der Nahrung resorbiert werden.
Diagnose der diabetischen Gastroparese
Beim Verdacht auf eine diabetische Gastroparese kann der Hausarzt die Diagnostik mit einfachen Methoden in seiner Praxis beginnen. Der seit mindestens zwölf Stunden nüchterne Patient bekommt einen standardisierten Brei aus 30 g Haferflocken in 100 ml Wasser. Zuvor wird der Blutzucker bestimmt, der im normoglykämischen Bereich zwischen 80 und 115 mg/dl liegen sollte. Kommt es innerhalb von 20 Minuten (zweite Messung) nicht zu einem Blutzuckeranstieg von größer/gleich 20 mg/dl, könne der Arzt von einer Hypomotilität des Magens ausgehen, berichtete Dr. Rolf Renner vom Endokrinologikum München bei einer Fortbildung für Diabetologen in Feldafing bei München. Eine weitere Möglichkeit zur Erfassung einer gestörten Magenentleerung für feste Speisen bietet der 13C-Oktan-Atemtest. Mit dem 13C-Acetat-Atemtest kann eine Entleerungsstörung für Flüssigkeiten nachgewiesen werden. Dazu bekommt der Patient eine normierte feste oder flüssige Testmahlzeit, die als radioaktive Markierung 13C-Kohlenstoffisotope enthält. Nach dem Verlassen des Magens wird die Markersubstanz im Duodenum resorbiert, in der Leber zu Kohlendioxid abgebaut und durch die Lunge abgeatmet. Endoskopien des Magen-Darm-Trakts haben gezeigt, dass sich auch nach zwölfstündiger echter Nahrungskarenz oft noch Reste von Mahlzeiten im oberen Gastrointestinaltrakt befinden. Bevor dies bekannt war, wurden Patienten mit diabetischer Gastroparese teilweise von den Ärzten verdächtigt, die geforderte Nahrungskarenz nicht eingehalten zu haben. Die verzögerte Magenentleerung führt bei einigen Patienten dazu, dass die Mahlzeiten des gesamten Tages bis in die Abendstunden im oberen Gastrointestinaltrakt verbleiben und die Resorption in den Abend- und Nachtstunden erfolgt.
Therapie der diabetischen Gastroparese
Erster Therapieschritt bei einer Magenentleerungsstörung ist die Umstellung auf mehrere kleinere Mahlzeiten. Der Patient sollte vorwiegend langsam resorbierbare Kohlenhydrate zu sich nehmen. Ein gewisser Effekt kann auch durch die Gabe passierter Kost erzielt werden. Wenn eine medikamentöse Therapie erforderlich ist, stehen derzeit nur die Prokinetika Metoclopramid und Domperidon zur Verfügung, die die Symptomatik signifikant verbessern (2). Bedauerlicherweise löst der zentrale Dopamin-Antagonist Metoclopramid eine Tachyphylaxie aus, sodass zwischendurch Therapiepausen eingelegt werden sollten. Alternativ kann der peripher wirksame Dopamin-Antagonist Domperidon zum Einsatz kommen. Eine weitere Option bietet die Gabe von Erythromycin (Makrolid-Antibiotikum und Motilin-Rezeptoragonist). Diese Therapie ist längerfristig sehr kostspielig und ein Off-Label-Use.
Diabetische Neuropathie und ihre Auswirkungen auf den Verdauungstrakt
Ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht, kann sich eine diabetische Neuropathie entwickeln. Durch Schäden an den Nerven, vor allem in den Füßen, kommt es zu Schmerzen oder einer gestörten Reizempfindung.
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Was ist eine diabetische Neuropathie?
Mit dem Begriff diabetische Neuropathie fassen Medizinerinnen und Mediziner unterschiedliche Beschwerden bei Diabetes mellitus zusammen, die durch Nervenschäden entstehen. Bei der diabetischen Neuropathie sind die Nerven des peripheren Nervensystems geschädigt - das sind die Nerven, die sich außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks befinden. Dazu gehören die Nerven, die für Empfindungen und Bewegung zuständig sind. Entstehen Schäden an diesen Nerven, ist das Empfinden von Berührungen, Schmerzen und Temperaturen beeinträchtigt. Man spricht dann von einer sensomotorischen Neuropathie. Außerdem können Lähmungserscheinungen vorkommen. Auch das vegetative Nervensystem, das als Teil des peripheren Nervensystems die Organfunktionen steuert, kann geschädigt sein.
Symptome der diabetischen Neuropathie
Sind die Nerven, die das Reizempfinden und die Bewegung steuern, geschädigt, kommt es typischerweise zu Schmerzen, Kribbeln, Brennen und Taubheit in den Füßen. Auch die Hände, Unterarme und Unterschenkel sind häufig betroffen. Oft sind die Schmerzen nachts schlimmer als tagsüber. Schon eine Berührung mit der Bettdecke oder mit Socken kann schwer zu ertragen sein. Zudem bereiten die Schmerzen und Taubheitsgefühle Schwierigkeiten beim Gehen, sodass es leichter zu Stürzen kommt. Schäden an den Nerven, die für die Organfunktionen wichtig sind, verursachen beispielsweise folgende Beschwerden: niedriger Blutdruck, Benommenheit, Schluckstörungen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Schwierigkeiten, die Blase zu entleeren, extremes Schwitzen, Erektionsstörungen. Ungefähr die Hälfte der Menschen mit einer diabetischen Neuropathie hat jedoch keine Beschwerden. Bei ihnen können trotzdem das Empfindungsvermögen und Muskelreflexe vermindert sein oder fehlen. Auch haben sie oft einen unsicheren Gang und stürzen leichter. Ebenso bleiben Fußverletzungen häufig unbemerkt, weil sie nicht schmerzen. Wichtig zu wissen: Viele Menschen mit Diabetes haben Übung darin, Anzeichen einer Unterzuckerung zu erkennen - beispielsweise Schwitzen, Zittern, Herzklopfen oder Heißhunger. Aber nicht allen gelingt das.
Ursachen und Häufigkeit der diabetischen Neuropathie
Die Nervenschäden bei einer diabetischen Neuropathie entstehen durch mehrere Faktoren. Ungefähr die Hälfte der Menschen mit einem Diabetes Typ 1 und Typ 2 entwickelt im Lauf des Lebens eine Neuropathie. Das Risiko steigt mit der Erkrankungsdauer. Auch ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel begünstigt Nervenschäden.
Folgen der diabetischen Neuropathie
Menschen mit diabetischer Neuropathie sind anfällig für Infektionen und Geschwüre an den Füßen. Geschwüre und Verletzungen werden manchmal nicht wahrgenommen und zu spät behandelt, wenn sie nicht schmerzen. Auch Schäden an Knochen und Gelenken können eine Folge der diabetischen Neuropathie sein.
Vorbeugung und Diagnose der diabetischen Neuropathie
Wer nicht raucht und auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichtet, senkt sein Risiko für Folgeerkrankungen. Für Menschen mit Diabetes sind regelmäßige Termine bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt sinnvoll. Denn Routineuntersuchungen helfen, eine diabetische Neuropathie frühzeitig zu entdecken. Dabei fragt die Ärztin oder der Arzt nach Beschwerden wie Schmerzen und Taubheitsgefühlen und untersucht die Hände und Füße. Warme und trockene Füße sowie Verletzungen oder Geschwüre weisen auf eine Neuropathie hin. Bei der Untersuchung wird außerdem überprüft, ob man in der Lage ist, sehr leichte Berührungen und Vibrationen wahrzunehmen und ob die Muskelreflexe funktionieren: Ein schwacher Achillessehnenreflex weist auf eine Nervenschädigung hin. Bei Verdacht auf eine Neuropathie werden zusätzlich Schmerz- und Kälteempfinden überprüft. Die Ärztin oder der Arzt erkundigt sich auch gezielt nach Symptomen wie Benommenheit oder Magen-Darm-Beschwerden. Manchmal sind weiterführende Untersuchungen nötig, etwa bei untypischen Symptomen oder um andere Erkrankungen auszuschließen.
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Behandlung der diabetischen Neuropathie
Eine diabetische Neuropathie ist nicht heilbar. Das Ziel der Therapie ist daher, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen und Komplikationen wie ein Fußgeschwür zu verhindern. Eine optimale und stabile Blutzuckerkontrolle ist wichtig, um eine diabetische Neuropathie möglichst lange aufzuhalten - besonders bei Menschen mit Typ-1-Diabetes. Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickeln seltener eine diabetische Neuropathie. Wer daran erkrankt ist, kann besonders darauf achten, sich gesund zu ernähren und viel zu bewegen, um so die Blutfette, den Blutdruck, das Körpergewicht und den Blutzucker zu normalisieren. Schmerzen werden oft mit Medikamenten gelindert, die üblicherweise bei Depressionen und Epilepsie zum Einsatz kommen. Sie hemmen die Weiterleitung der Schmerzreize an das Gehirn und können bei diabetischer Neuropathie helfen. Wichtig zu wissen: Es gibt Alternativen zur medikamentösen Schmerztherapie, wie die elektrische Nervenstimulation (TENS) und Akupunktur.
Was hilft bei einer diabetischen Neuropathie im Alltag?
Für Menschen mit einer diabetischen Neuropathie ist es sinnvoll, täglich die Füße zu untersuchen und dabei auf trockene oder rissige Haut sowie entzündete, gerötete Stellen zwischen den Zehen und Nägeln zu achten. Dies ist wichtig, um Geschwüre, Hautinfektionen und Verletzungen frühzeitig zu erkennen. Sollte das allein schwer fallen, kann man die Füße regelmäßig von Angehörigen oder durch eine medizinische Fußpflege untersuchen und pflegen lassen. Zudem ist es wichtig, im Alltag selbstständig zu bleiben. Eine Physiotherapie kann dabei helfen, die körperliche Fitness zu verbessern und so auch Stürzen und Verletzungen vorzubeugen. Bei einer Ergotherapie lernt man, mit körperlichen Einschränkungen zurechtzukommen. Außerdem gibt es Möglichkeiten, die Sicherheit zu Hause zu verbessern und so die Sturzgefahr zu senken: etwa durch Haltegriffe im Bad oder durch Nachtlichter in der Wohnung. Verletzungen können auch durch zu heißes Wasser entstehen.
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