Die neurologische Versorgung in Berlin-Tegel wird durch eine Vielzahl von Fachärzten sichergestellt. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die ansässigen Neurologen, ihre Behandlungsschwerpunkte und wichtige Informationen für Patienten.
Einführung in die Neurologie
Die Neurologie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Nervensystems befasst. Dazu gehören das Gehirn, das Rückenmark, die peripheren Nerven und die Muskeln. Neurologen behandeln ein breites Spektrum von Erkrankungen, von Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu komplexen neurologischen Leiden wie Schlaganfall, Epilepsie und Multipler Sklerose.
Neurologen in Berlin-Tegel und Umgebung
In Berlin-Tegel und den umliegenden Bezirken gibt es eine Reihe von niedergelassenen Neurologen und neurologischen Praxen. Hier ist eine Übersicht einiger Ärzte und ihrer Standorte (Die Liste ist möglicherweise nicht vollständig und dient nur zur Orientierung):
- Bachus-Banaschak Dr.med. Schildhornstr.
- Dr. med. Knesebeckstr.
- Dr. med. Knesebeckstr.
- Martin Meinke (Neurologe und Chiropraktiker): Reinickendorfer Str.
- Kantstr.
- Schlote Michaela Dr. Schildhornstr.
- Wildensteiner Str.
- Knesebeckstr.
- Kröller Jürgen Prof. Dr. med. Friedrichstr.
- Jendroska Klaus Prof. Dr. med. Voxstr.
- Schielke Eva Priv.Doz.Dr.med u. Klaffke Stefanie Dr. med. u. Flach Ulrike Dr. Friedrichstr.
- Kollwitzstr.
- Schlüterstr.
- Rigas Nikolaos Dr. Paulsborner Str.
- Thaerstr.
- Zossener Str.
- Heidenblut-Schmidt Gabriele Dr. Gleditschstr.
- Manfred-von-Richthofen-Str.
- Plenio P. Keck Merle Dr. Christburger Str.
- Matthiasstr.
- Kupsch Andreas Prof. Dr. Bismarckstr.
- Wolf Maike Dr. Jung Sabine Dr. Leonorenstr.
- Geßler Annette Dr.med. Rasch Nasrin Dr. Joachim-Friedrich-Str.
- Kettler Richard Dr. Schade Manuela Dr. Landauer Str.
- Franzen Stephan Dr. Friedrich-Wilhelm-Str.
- Pannwitz Wolfram von Dr.med. Neurologie u. Schloßstr.
- Abraham Alexej Dr.med. Schloßstr.
- Nohr Roland Dr. Schloßstr.
- Breite Str.
- Tuschy Gerhard Dr. Douglasstr.
- Paetzmann Sabine Dr. med. Hortensienstr.
- Distl Roland Dr. Rummelsburger Str.
- Brunowstr.
- Privatpraxis Dr. Jörn L. Wildensteiner Str.
Es ist ratsam, vorab die jeweiligen Schwerpunkte und angebotenen Leistungen der einzelnen Praxen zu prüfen.
Facharzt für Neurologie in Berlin-Tegel
Ein Beispiel für die neurologische Versorgung in Tegel ist die Praxis eines niedergelassenen Facharztes für Neurologie. Dieser Arzt bietet eine wohnortnahe Grundversorgung auf seinem Fachgebiet an. Als Einzelpraxis wird Wert darauf gelegt, dass Patienten keine wechselnden Ansprechpartner haben. Es besteht eine enge Kooperation mit benachbarten Haus- und Fachärzten. Auf kurze Wartezeiten wird viel Wert gelegt.
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Terminvereinbarung
Um einen Termin zu vereinbaren, können Patienten die Praxis telefonisch kontaktieren oder während der Sprechstunde persönlich vorbeikommen. Es ist hilfreich, bei der Terminvereinbarung kurz die Beschwerden oder den Untersuchungsauftrag zu schildern, damit die Arzthelferin den Besuch richtig zuordnen kann. Notfälle werden selbstverständlich umgehend behandelt.
Was zum Arzttermin mitzubringen ist
Um den Arztbesuch so effektiv wie möglich zu gestalten, sollten Patienten folgende Dinge mitbringen:
- Gesundheitskarte (Chipkarte)
- Überweisungsschein (jedes Quartal)
- Wichtige Erkrankungen, Operationen oder Unfälle in der Vorgeschichte notieren
- Möglichst alle Unterlagen (Arztbriefe, Laborwerte und Röntgenaufnahmen) zum Termin mitbringen
- Namen und Adresse des Hausarztes bei der Anmeldung angeben, damit dieser einen Arztbrief erhält
- Ggf. eine Liste der Medikamente, die eingenommen werden
Für die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA), den elektronischen Medikationsplan sowie die Notfalldaten benötigen Patienten den PIN ihrer Gesundheitskarte und eine Freischaltung der Praxis auf ihrer ePA.
Rezeptabholung
Wenn Patienten bereits in der Praxis behandelt werden, erhalten sie in der Regel während des Arztbesuches ein Rezept, welches diejenige Menge an Medikamenten enthält, die sie bis zum nächsten Termin benötigen. In jedem Fall liegt das Rezept dann am Folgetag zur Abholung bereit.
Häufige neurologische Erkrankungen und Behandlungsschwerpunkte
Neurologen behandeln eine Vielzahl von Erkrankungen des Nervensystems. Zu den häufigsten gehören:
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- Epilepsie: Wiederkehrende Krampfanfälle, aber auch nur kurze Abwesenheitszustände oder rhythmische Zuckungen der Muskulatur sind verschiedene Symptome der Epilepsie. Es handelt sich dabei um ein „elektrisches Gewitter“ im Gehirn.
- Multiple Sklerose (MS): Autoimmunerkrankung, bei der wiederholte Entzündungen im Sehnerv, Gehirn und Rückenmark auftreten.
- Parkinson-Syndrom: Ein Mangel eines Botenstoffes im Gehirn (Dopamin) führt zu erschwerten und langsamen Bewegungen, Zittern und Stürzen. Durch Medikamente kann die Beweglichkeit wieder gebessert werden.
- Nervenkompressionssyndrome: Wenn Nerven durch vorgefallene Bandscheiben im Bereich der Wirbelsäule und an engen Stellen (Karpaltunnel, Ellenbogen, Wadenbein) gedrückt werden, kann dies Schmerzen und Kribbeln, in schweren Fällen auch zu Lähmungen und Gefühlsstörungen führen.
- Periphere Neuropathien: Lähmungen und Gefühlsstörungen an den Beinen (teilweise auch den Händen) können durch Erkrankungen oder Entzündungen der peripheren Nerven verursacht werden.
- Kopfschmerzen: Kopfschmerzen können die Lebensqualität deutlich einschränken. Zunächst sollte die Ursache geklärt werden, bevor eine Therapie eingeleitet wird.
- Schwindel: Schwindel kommt sehr häufig vor. Es muss unterschieden werden, ob es sich nur um ein Unwohlsein, einen Drehschwindel wie im Karussell, Gleichgewichtsstörungen oder um eine Gangunsicherheit handelt.
- Bewegungs- und Gangstörungen: Das Gehirn steuert unsere Bewegungen und den Gang. Eine Vielzahl von Erkrankungen des ZNS können zu Bewegungs- und Gangstörungen führen (Normaldruckhydrophalus, Multisystematrophie, Dystonie, Chorea Huntington).
- Narkolepsie: Es handelt sich um eine seltene Erkrankung, deren Ursache ein gestörter Nachtschlaf ist. Am Tage schlafen die Patienten unverhofft ein oder es versagen ihnen beim Lachen plötzlich die Beine.
- Muskelerkrankungen: Muskelschwäche und Muskelschmerzen können Ausdruck einer Muskelerkrankung sein. Zunächst erfolgt die gezielte Befragung und körperliche Untersuchung, dann Laboruntersuchungen und das EMG.
- Schlaganfall: Der akute Schlaganfall ist ein Notfall. Die ambulante Weiterbehandlung kümmert sich sowohl um die Verhütung erneuter Schlaganfälle als auch um die Folgen (Sprachstörungen, Lähmungen, Spastik, Gangstörung). Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten.
- Gedächtnisstörungen: Die Lebenserwartung steigt stetig an. Gedächtnisstörungen können im Alter die Lebensqualität deutlich einschränken und sind häufig Grund für eine Heimunterbringung.
- Hirntumore und Gefäßmissbildungen: In Gehirn und Rückenmark können gut- oder bösartige Krebsarten wie auch Gefäßmißbildungen vorkommen.
Diagnostische Verfahren in der Neurologie
Zur Diagnostik neurologischer Erkrankungen stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, darunter:
- Elektroenzephalographie (EEG): Messung der Hirnströme zur Diagnose von Epilepsie und anderen Hirnerkrankungen.
- Elektromyographie (EMG): Untersuchung der Muskelaktivität zur Diagnose von Muskelerkrankungen und Nervenschäden.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gehirn, Rückenmark und Nerven.
- Computertomographie (CT): Bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Gehirn und Schädel.
- Lumbalpunktion: Entnahme von Nervenwasser zur Untersuchung auf Entzündungen und andere Erkrankungen des Nervensystems.
- Doppler-Sonographie: Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße zur Beurteilung der Hirndurchblutung.
Die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit
Die Behandlung neurologischer Erkrankungen erfordert oft eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen. Neurologen arbeiten häufig mit Hausärzten, Radiologen, Neurochirurgen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden zusammen, um eine umfassende Versorgung der Patienten zu gewährleisten.
Die Herausforderungen der ambulanten neurologischen Versorgung
Ein niedergelassener Neurologe beschreibt die Herausforderungen der ambulanten Versorgung am Beispiel einer Kantine: Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) ist der Hauptkunde, aber die Ressourcen sind begrenzt. Die Einführung der Neupatientenregelung sollte die Versorgung verbessern, wurde aber wieder abgeschafft. Dies führt zu Problemen bei der Zuteilung von Terminen und der Versorgung neuer Patienten. Die Regelung der Hausarztvermittlung, die vorsieht, dass Patienten zuerst ihren Hausarzt kontaktieren müssen, um einen Termin beim Facharzt zu erhalten, erschwert den Zugang zur ambulanten Facharztbehandlung. Dies könnte dazu führen, dass Patienten vermehrt die Rettungsstellen aufsuchen, die bereits jetzt überlastet sind.
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