Männer ohne Nerven: Eine Reise in die Welt des Slapstick-Humors der 70er Jahre

Einführung

Die Fernsehserie "Männer ohne Nerven" erfreute sich in den 1970er Jahren großer Beliebtheit im deutschen Fernsehen. Als Teil des Vorabendprogramms des ZDF bot sie dem Publikum eine Dosis Slapstick-Humor, der vor allem durch Stummfilme der 1920er Jahre geprägt war. Die Serie reihte sich ein in eine Reihe ähnlicher Formate wie "Dick und Doof", "Spaß mit Charlie" und "Väter der Klamotte", die alle von demselben Team bearbeitet wurden.

Die Konzeption der Serie

"Männer ohne Nerven" folgte einem ähnlichen Konzept wie die anderen genannten Serien. Es wurden vor allem kurze Stummfilme gezeigt, die in den meisten Fällen leicht gekürzt wurden, da man hier nur die Hälfte der Sendezeit, also 10 bis 15 Minuten, zur Verfügung hatte. Im Gegensatz zu "Dick und Doof", wo oft zwei Kurzstummfilme zusammengefügt wurden, konzentrierte man sich bei "Männer ohne Nerven" auf die Präsentation einzelner, pointierter Slapstick-Episoden.

Die Protagonisten und ihre Rollen

In den einzelnen Folgen von "Männer ohne Nerven" traten verschiedene Komiker der Stummfilmära in wechselnden Rollen auf. Zu den Stars der Serie gehörten unter anderem:

  • Stan Laurel
  • Oliver Hardy
  • Larry Semon
  • Snub Pollard
  • Neal Burns
  • Bobby Vernon
  • Dorothy Devore
  • Jack Duffy
  • Billy West

Oftmals waren es Stan Laurel, James Finlayson und Oliver Hardy, die in den Filmen zu sehen waren. Larry Semon trat ebenfalls in einigen Folgen auf, oft in Begleitung von Oliver Hardy.

Die deutsche Bearbeitung und ihre Besonderheiten

Die deutsche Bearbeitung von "Männer ohne Nerven" lag in den Händen von Hanns Dieter Hüsch und Heinz Caloué, die bereits für ihre Arbeit an "Dick und Doof" bekannt waren. Sprecher der Serie war meistens Hans Jürgen Diedrich, gelegentlich auch Hanns Dieter Hüsch. Die deutsche Fassung zeichnete sich durch ihren speziellen Humor und die komödiantische Sprachakrobatik von Hanns Dieter Hüsch aus.

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Ausstrahlung und Sendeplatz

"Männer ohne Nerven" wurde in Kombination mit anderen Serien wie "Zwei Herren dick und doof", "Meisterszenen", "Meisterszenen der Klamotte" und kurzen Folgen der "Väter der Klamotte" freitags um 18.20 Uhr bzw. 18:40 Uhr in den Jahren 1975 bis 1979 in Erstausstrahlung und bis 1981 als Wiederholung im ZDF ausgestrahlt. Die Serie erfreute sich großer Beliebtheit und trug maßgeblich zum Erfolg des Vorabendprogramms bei.

Der Vorspann

Der Vorspann von "Männer ohne Nerven" war ebenso kultig wie die Serie selbst. Er bestand aus kurzen, irrwitzigen Stummfilmszenen, die durch Schrifttafeln mit den Begriffen "Drama", "Liebe" und "Wahnsinn" unterbrochen wurden. Alleine beim Betrachten der einzelnen Slapstick-Einlagen im Vorspann kamen bei vielen Zuschauern starke Erinnerungen an ihre Kindheit auf.

Nostalgie und Erinnerungen

Für viele Zuschauer, die in den 1970er Jahren aufgewachsen sind, ist "Männer ohne Nerven" ein fester Bestandteil ihrer Kindheitserinnerungen. Die Serie verkörperte den typischen "Torte ins Gesicht"-Humor, der bei Kindern besonders gut ankam. Für viele war die Show ein echtes Highlight am Freitag im Vorabendprogramm des ZDF.

Norbert Aping und sein Buch über deutsche Slapstickserien

Norbert Aping hat ein Buch mit dem Titel "Es darf gelacht werden" über deutsche Slapstickserien wie "Väter der Klamotte" oder "Männer ohne Nerven" veröffentlicht. Dieses Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte und Bedeutung dieser Serien und würdigt die Arbeit der beteiligten Künstler.

Die DVD-Veröffentlichung

Es gibt Pläne, die komplette Serie "Männer ohne Nerven" auf DVD zu veröffentlichen. Eine Box mit allen 81 Folgen auf 6 DVDs soll demnach für ca. 60 Euro erhältlich sein. Dies ist eine erfreuliche Nachricht für alle Fans der Serie, die sich die Slapstick-Klassiker gerne wieder ansehen möchten.

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Das Schicksal der Originalfassungen

Es gibt Berichte darüber, dass bei der Erstellung der deutschen Fassungen von "Dick und Doof" und möglicherweise auch "Männer ohne Nerven" keine Sicherheitskopien gemacht wurden. Dies könnte bedeuten, dass bei der Kürzung der Filme für das vorgegebene TV-Format auch die Vorlagen zerstört wurden. Dies wäre ein großer Verlust für die Filmgeschichte.

Alternativen zu "Männer ohne Nerven"

Wer auf der Suche nach ähnlichen Serien ist, kann sich nach Alternativen im Bereich der Stummfilmslapstickfilme umsehen. Neben "Dick und Doof", "Spaß mit Charlie" und "Väter der Klamotte" gibt es auch andere sehenswerte Produktionen wie "Pat und Patachon" oder die Filme von Buster Keaton.

Die Bedeutung von "Männer ohne Nerven" für die deutsche Fernsehgeschichte

"Männer ohne Nerven" ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Fernsehgeschichte. Die Serie hat Generationen von Zuschauern mit ihrem Slapstick-Humor begeistert und einen wichtigen Beitrag zur Popularisierung des Stummfilms geleistet. Auch heute noch erfreut sich die Serie großer Beliebtheit und wird von vielen Menschen gerne in Erinnerung gerufen.

"Stark Raving Mad" - Eine US-amerikanische Serie mit dem Titel "Männer ohne Nerven"

Es gibt auch eine US-amerikanische Sitcom mit dem Titel "Stark Raving Mad", die in Deutschland ebenfalls unter dem Titel "Männer ohne Nerven" ausgestrahlt wurde. Die Serie handelt von zwei gegensätzlichen Männern, die sich anfangs nicht leiden können, aber im Laufe der Zeit Freunde werden. Die Hauptrollen spielten Tony Shalhoub und Neil Patrick Harris.

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