Maria-Holl-Methode: Ein Weg zur Linderung von Migräne und Kopfschmerzen

In Deutschland leiden etwa zehn Prozent der Bevölkerung an Migräne, während der Anteil der Menschen mit Spannungskopfschmerz noch höher ist. Diese weitverbreiteten Leiden beeinträchtigen das Leben vieler Menschen erheblich. Die Maria-Holl-Methode (MHM)®, ein eigens entwickeltes Therapieprogramm, bietet einen vielversprechenden Ansatz zur Bewältigung von Migräne und Kopfschmerzen. Dieser Artikel beleuchtet die Grundlagen der MHM, ihre Anwendungsbereiche und die Person hinter dieser Methode, Maria Holl.

Was ist Migräne?

Migräne ist mehr als nur ein starker Kopfschmerz. Zu den typischen Symptomen gehören regelmäßig wiederkehrende und pulsierende Kopfschmerzen, die oft von Übelkeit, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet werden. Migränebeschwerden können bereits in der Kindheit ab dem dritten Lebensjahr auftreten, setzen aber meist in der Pubertät ein.

Die Maria-Holl-Methode (MHM)®

Die Maria-Holl-Methode (MHM)® ist ein körperorientiertes Therapieprogramm, das von der Heilpraktikerin und Gesundheitsexpertin Maria Holl entwickelt wurde. Es zielt darauf ab, Betroffene bei der Bewältigung von Migräne und Kopfschmerzen zu unterstützen. Die MHM ist sowohl bei Migräne als auch bei "normalem" Kopfschmerz hochwirksam und eignet sich für Erwachsene, Kinder und Jugendliche gleichermaßen.

Bestandteile der MHM

Die MHM kombiniert verschiedene Elemente, um einen ganzheitlichen Ansatz zur Schmerzlinderung zu bieten:

  • Achtsamkeit: Die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers und der eigenen Gedanken spielt eine zentrale Rolle.
  • Angewandte Chinesische Gesundheitslehre: Dieses traditionelle System beinhaltet Konzepte wie Qi (Lebensenergie) und die Balance von Yin und Yang.
  • Selbstmassage: Durch gezielte Massagetechniken können Verspannungen gelöst und die Durchblutung gefördert werden.
  • Bioenergetische Analyse: Diese Methode zielt darauf ab, Blockaden im Energiefluss des Körpers aufzuspüren und zu lösen.

Wie die MHM wirkt

Die MHM wirkt vordergründig sehr einfach, da die Übungen am Anfang leicht umzusetzen sind. Der Körper kommt durch die Übungen wieder in Balance, und seine Selbstheilungskräfte werden aktiviert. Es beginnt damit, die oberen Schichten der körperlichen Verspannungen und Balancestörungen zu heilen. Auf Dauer dringen sie in tiefere Schichten vor, und die Tiefe des Menschen ist endlos. Die Übungen der Maria-Holl-Methode® erhöhen die Lebenskraft und sorgen gleichzeitig schrittweise dafür, dass das Qi im Körper wieder frei fließen und zirkulieren kann.

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Täglich kommt es zu Blockierungen und Verspannungen. Sie sind unsere Schutzmechanismen. Immer, wenn Sie sich erschrecken, sich unwohl fühlen, sich nicht entscheiden können oder wenn Sie irritiert sind, ziehen Sie sich zusammen. So entstehen Blockierungen und Verspannungen.

Anwendung der MHM

Für die Anwendung der Maria-Holl-Methode gibt es keine Voraussetzungen. Es kommt auf das ausdauernde und tägliche Üben an. Das Übungsprogramm verlangt mindestens 30 Minuten täglich konzentriertes Üben. Man kann aber auch gern mehr üben, was viele Betroffene auch tun, wenn die Schmerzen sehr stark sind. Falls man nicht so viel Zeit investieren möchte oder kann, wird geraten, mit fünfzehn Minuten täglich zu beginnen und die Zeitspanne des Übens kontinuierlich zu erhöhen.

Dieses Übungsprogramm ist sowohl für Erwachsene wie für Jugendliche und Kinder geeignet. Bei Kindern bis zu vierzehn Jahren wird empfohlen, die Übungen mit einem Erwachsenen zusammen durchzuführen. Falls Sie die Übungen als Erwachsener mit einem Partner zusammen machen, werden Sie feststellen, dass es gemeinsam viel besser und schneller geht, da man sich gegenseitig stärkt. Dieses Übungsprogramm ist einfach und überall durchzuführen. Nur die Entscheidung, mit dem Üben zu beginnen.

Zur Unterstützung des Übungsprogramms wird empfohlen, ein Tagebuch zu führen und einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen. Als Erstes formuliert man sein persönliches Ziel. Danach wählt man aus seiner Familie oder seinem Freundeskreis einen Motivationscoach, mit dem man am Anfang zweimal wöchentlich telefoniert und berichtet, ob man geübt hat und welche Erfahrungen man beim Üben hatte.

Maria Holl: Die Person hinter der Methode

Maria Holl (geb. 1953) ist Diplom-Sozialarbeiterin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Seit 1981 arbeitet sie in eigener Praxis als Psychotherapeutin, Coach und Meditationslehrerin in Aachen. Sie ist Expertin im Bereich Schmerzmanagement und Patientenedukation. Mit einem Fokus auf evidenzbasierte Praxis verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit pragmatischen Lösungswegen, die im Alltag funktionieren.

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Weitere Entwicklungen von Maria Holl

1995 entwickelte sie die Tinnitus-Atemtherapie nach Holl® (TAT), deren Wirksamkeit durch eine wissenschaftliche Studie der Universität Regensburg bestätigt wurde. Sie bildet Therapeuten in dieser Methode aus und veröffentlichte mehrere Bücher und Audio-CDs zur Behandlung psychosomatischer Beschwerden.

"Gewitter im Kopf": Ein Selbsthilfe-Buch von Maria Holl

"Gewitter im Kopf" ist ein Selbsthilfe-Buch von Maria Holl, das sich an Menschen richtet, die unter Migräne und Kopfschmerzen leiden. Es ist ein praxisnaher Leitfaden, der Betroffenen zeigt, wie sie chronische Kopfschmerzen und Migräne umfassend verstehen, bewerten und nachweislich lindern können. Das Werk verortet sich in einem interdisziplinären Spannungsfeld aus medizinischer Evidence, ganzheitlichen Ansätzen und Alltagsstrategien und liefert klare Schritte von der ersten Orientierung bis zur nachhaltigen Veränderung.

Inhalt und Schwerpunkte des Buches

Leserinnen und Leser erhalten sowohl Hintergrundwissen zu Ursachen, Triggern und Diagnosen als auch konkrete Handlungsoptionen, die im Alltag umsetzbar sind. Das Werk bietet eine gründliche Auseinandersetzung mit dem Phänomen Migräne und wiederkehrender Kopfschmerzen und richtet den Blick auf nachhaltige, alltagstaugliche Strategien statt rein kurzfristiger Linderungsversprechen.

Es erläutert die häufigsten Auslöser - von Lebensstil und Ernährung bis hin zu Schlafrhythmen - und zeigt, wie man individuelle Triggerprofile erstellt. Neben medizinischen Grundlagen wird Wert gelegt auf Prävention, Stressmanagement, Bewegung, Entspannungstechniken und eine sensible Selbstbeobachtung. Der Leser erhält praxisnahe Pläne, wie eine Migräne- oder Kopfschmerzphase frühzeitig erkannt, kontrolliert und, wenn möglich, langfristig reduziert werden kann.

Kritik und Anmerkungen zum Buch

Einige Leser bemängeln, dass die im Buch beschriebenen Übungen zeitaufwendig sind und viel Disziplin erfordern. Es wird empfohlen, täglich zwischen 30 Minuten und einer Stunde zu üben, um nachhaltige positive Effekte zu erzielen. Dies kann für Menschen mit einem vollen Terminkalender eine Herausforderung darstellen. Andererseits wird die Verständlichkeit und Detailgenauigkeit der Erklärungen gelobt, ebenso wie die Einbeziehung der psychischen Aspekte von Schmerz.

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Evidenzbasierte Praxis und ganzheitlicher Ansatz

Maria Holl verbindet in ihrer Arbeit wissenschaftliche Erkenntnisse mit pragmatischen Lösungswegen, die im Alltag funktionieren. Sie legt Wert auf eine evidenzbasierte Praxis und integriert gleichzeitig ganzheitliche Ansätze, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachten. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Ursachen von Migräne und Kopfschmerzen auf verschiedenen Ebenen anzugehen und nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Kreatives Potenzial von Menschen mit Migräne

Menschen mit Migräne besitzen in der Regel ein hohes Maß an Energie und großes kreatives Potenzial. Die MHM kann dazu beitragen, dieses Potenzial freizusetzen, indem sie den energetischen Zustand des Körpers in Balance bringt und entfährtigende Gedanken verwandelt.

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