Die Trigeminusneuralgie ist eine Erkrankung, die von plötzlichen, heftigen Gesichtsschmerzen gekennzeichnet ist. Diese Schmerzattacken werden oft als "vernichtend" und "nicht auszuhaltend" beschrieben, sogar als intensiver als Geburtswehen. Die Krankheit verläuft unvorhersehbar und die Lebensqualität der Betroffenen leidet erheblich. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Trigeminusneuralgie, von den Symptomen und Ursachen bis hin zu den verfügbaren Behandlungsoptionen und den Erfahrungen von Betroffenen.
Was ist Trigeminusneuralgie?
Die Trigeminusneuralgie ist durch Schmerzattacken gekennzeichnet, die völlig unberechenbar aus dem Nichts kommen und mit einer Heftigkeit zuschlagen, die man kaum in Worte fassen kann. Die Entwicklung und das Fortschreiten der Krankheit sind unkalkulierbar, da man auch trotz diverser Behandlungen einen genauen Verlauf nicht vorhersagen kann. Je länger die Trigeminusneuralgie andauert und je mehr die Intensität des Schmerzes zunimmt, desto mehr leidet die gesamte Lebensqualität.
Symptome und Verlauf
Die Schmerzattacken der Trigeminusneuralgie treten plötzlich und mit überwältigender Intensität auf. Die Erkrankung verläuft unvorhersehbar, und trotz verschiedener Behandlungen ist eine genaue Prognose nicht möglich. Mit zunehmender Dauer und Intensität des Schmerzes leidet die Lebensqualität erheblich. Auch die Gefahr, dass sich ein Dauerschmerz entwickelt oder dass ein Sensibilitätsverlust in den betroffenen Gesichtsregionen auftritt, ist eine Perspektive, die vielen Betroffenen berechtigterweise Angst macht. Erschwerend kommt hinzu, dass bis zur "richtigen" Diagnose mitunter Jahre vergehen können. Langwierige Ärzteodysseen voller Nicht- bzw. Fehldiagnosen sind keine Seltenheit.
Ursachen und Risikofaktoren
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Trigeminusneuralgie zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter sehr deutlich an. Es fällt jedoch auf, dass immer häufiger auch Jugendliche an einer Trigeminusneuralgie erkranken.
Diagnose und Behandlung
Einige Verfahren aus Schul- und Alternativmedizin machen die Trigeminusneuralgie behandel- und durchaus heilbar. Doch welche Therapie ist die richtige? Nicht jede Behandlungsmethode greift schließlich bei jedem Betroffenen gleich gut.
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Schulmedizinische Ansätze
Ärzte können Krankheitsursachen erkennen und beseitigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten in der Schulmedizin, die sinnvoll genutzt werden können.
Alternative Behandlungsmethoden
Es gibt auch alternative Behandlungsmethoden, die helfen können, doch nicht jede Therapie wirkt bei jedem Patienten gleich gut.
Selbsthilfe und Eigeninitiative
Es ist wichtig, in aktiver Eigeninitiative etwas gegen die Trigeminusneuralgie zu tun.
Buchtipp: "Trigeminusneuralgie" von Sigrid Nesterenko
Dieser Selbsthilfe-Ratgeber stellt viele verschiedene Behandlungsmethoden vor und beschreibt, wodurch andere Betroffene endlich wieder schmerzfrei wurden. Erfahren Sie u.a., wie Ihr Arzt Krankheitsursachen erkennen und beseitigen kann. Entdecken Sie, welche Möglichkeiten Schul- und Umweltmedizin bieten und wie Sie diese sinnvoll nutzen können. Erfahren Sie, welche unbekannten Ursachen nicht selten übersehen werden und auch, was Sie in aktiver Eigeninitiative tun können, um der Trigeminusneuralgie offensiv entgegenzutreten. Dieser hilfreiche Ratgeber ist Pflichtlektüre für jeden Betroffenen und kann Ihnen zeigen, wie sich der lange Weg zu Beschwerdefreiheit und alter Lebensqualität möglicherweise deutlich abkürzen lässt.
Produktdetails
- Verlag: ERSA
- Artikelnr. des Verlages: 30049
- Seitenzahl: 199
Erfahrungen von Betroffenen
Viele Betroffene leiden unter der Unberechenbarkeit der Schmerzattacken und der damit verbundenen Einschränkung der Lebensqualität. Die Angst vor Dauerschmerz oder Sensibilitätsverlust in den betroffenen Gesichtszonen ist ein ständiger Begleiter. Es ist wichtig, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und von deren Erfahrungen zu lernen.
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Fallbeispiel Multiple Sklerose und Trigeminusneuralgie
Ein Beispiel aus dem Leben zeigt, wie eine Trigeminusneuralgie als Begleiterscheinung einer anderen schweren Erkrankung, der Multiplen Sklerose (MS), auftreten kann. Bei einem Patienten, der bereits an MS erkrankt war, wurde zusätzlich eine Trigeminusneuralgie diagnostiziert. Die Neurologin kommentierte dies mit den Worten: "Auch das noch". Die Trigeminusneuralgie verursachte sehr starke Schmerzen am Gesichtsnerv, die sich wie Stromschläge anfühlten.
Multiple Sklerose: Eine Begleiterkrankung
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die körpereigenen Abwehrstoffe erfüllen nicht mehr ihre eigentliche Aufgabe und greifen die eigenen Nervenzellen an. Durch die Vernarbungen der Nervenfasern werden Nervenimpulse nur noch verlangsamt oder gar nicht mehr weitergeleitet. Die Folgen sind körperliche Beschwerden, durch die selbst die einfachsten Tätigkeiten unmöglich werden.
Ursachen und Symptome der MS
Es gibt keine eindeutige Erklärung, wodurch MS ausgelöst wird. Wie Sigrid Nesterenko in ihrem Buch „Multiple Sklerose“ erläutert, wäre eine Therapie erfolgreicher, wenn man gezielt gegen die Ursachen vorgehen könnte. Oftmals wird nur symptomatisch behandelt, wodurch nach Abschluss der Therapie die Symptome wiederkehren. Die Ursachen werden viel diskutiert und erforscht. Denkbar ist eine Kombination mehrerer Einflüsse, die zur Entstehung der Multiplen Sklerose führen. Auslöser könnten beispielsweise Infektionen sein, die durch Viren und Bakterien ausgelöst werden, wie zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus oder Borrelien. Auch Umweltschadstoffe könnten mit der Krankheit in Verbindung stehen.
Kaum eine Krankheit ist so facettenreich wie die Multiple Sklerose, denn je nach Lage der betroffenen Nervenfasern und Ausprägung der Nervenschäden kommt es zu äußerst unterschiedlichen Krankheitsbildern. Es gibt daher kein bestimmtes Symptom oder einen bestimmten Krankheitsverlauf, der auf MS hinweist. Da die Symptome im Anfangsstadium oft als eher harmlose Beeinträchtigungen angesehen werden, denkt man nicht direkt an eine so schwerwiegende Krankheit. Sehstörungen, Fatigue, Zittern, Spastiken, Muskelschwäche, Taubheitsgefühle, Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen, Trigeminusneuralgie, Geschmacksstörungen, Depressionen, Sprechstörungen und Blasenfunktionsstörungen sind mögliche Symptome.
Verlauf und Diagnose der MS
Die Krankheitszeichen treten oftmals unvermittelt, völlig überraschend und bei sonstiger Gesundheit auf, halten einige Zeit an, verschwinden wieder und kommen unregelmäßig wieder. Alle Beschwerden, die in diesem Zyklus bei der Multiple Sklerose auftreten, werden auch Schub genannt.
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Multiple Sklerose zu diagnostizieren ist schwierig, da die vielfältigen Symptome oft auch für andere Krankheiten zutreffen und die Erkrankten an sehr unterschiedlichen Beschwerden leiden. Daher kann es eine längere Zeit bis zur Diagnose dauern. Zu dieser gehört neben der Anamnese, also der Erhebung der Krankengeschichte, auch ein klinischer Befund mit Blut- und Urinprobe sowie die sogenannte Lumbalpunktion, also eine Nervenwasserentnahme. Außerdem ist die Magnetresonanztomographie (MRT) eine unverzichtbare Untersuchung, um Entzündungen im Gehirn und Rückenmark festzustellen. Des Weiteren werden neurologische Untersuchungen durchgeführt, um die Gehirn- sowie Nervenfunktionen zu prüfen.
Therapie und Umgang mit MS
Multiple Sklerose ist bis heute nicht heilbar, da die klaren Ursachen der Krankheit noch nicht bekannt sind. Die Therapie des akuten Schubs kann aus einer Kortison-Stoß-Therapie bestehen, bei der mithilfe einer intravenösen Infusion die Entzündungsprozesse gehemmt werden. Falls dies nicht wirkt, gibt es noch die Plasmapherese. Die verlaufsmodifizierende Therapie dient der langfristigen Behandlung und somit der Vorbeugung und Minderung von Schüben. Bei der Immunmodulation wird die Immunantwort umprogrammiert, um das Gleichgewicht zwischen stimulierenden und dämpfenden Immunmechanismen wiederherzustellen. Bei der Immunsuppression wird die Funktion der Immunzellen unterdrückt, um den Angriff auf eigene Zellen vorzubeugen. Die symptomatische Therapie zielt darauf ab, die Symptome zu verbessern.
Leben mit MS: Ein persönlicher Bericht
Ein persönlicher Bericht schildert den Umgang mit MS innerhalb einer Familie. Der Betroffene entwickelte im Laufe der Jahre immer mehr Beschwerden und war schließlich auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotz der Herausforderungen unternahm die Familie weiterhin Urlaube und passte die Wohnung an die Bedürfnisse des Betroffenen an. Die Partnerin musste vieles entbehren und Sehnsüchte unterdrücken, fand aber einen Weg, mit der Situation umzugehen und das Beste daraus zu machen.
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