Trigeminusneuralgie Behandlung in Wuppertal: Ein umfassender Überblick

Die Trigeminusneuralgie ist eine äußerst schmerzhafte Erkrankung, die das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen kann. Jährlich erkranken laut einer Studie der amerikanischen Neurologenvereinigung etwa vier von 100.000 Menschen an dieser Erkrankung. In diesem Artikel werden die Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der Trigeminusneuralgie beleuchtet, insbesondere im Hinblick auf die Behandlungsmöglichkeiten in Wuppertal, insbesondere durch Dr. Thorsten Riethmann im Institut für Neuromodulation des Klinikverbunds St. Antonius und St. Josef GmbH.

Was ist Trigeminusneuralgie?

Trigeminusneuralgie äußert sich durch stechende, blitzartige Gesichtsschmerzen, die zu den stärksten überhaupt gehören. Viele Patienten verwechseln die Schmerzen zunächst mit Zahnschmerzen.

Dr. Thorsten Riethmann erklärt: "Betroffene leiden unter blitzartig einschießenden Schmerzen, die von wenigen Sekunden bis zwei Minuten andauern können. Wichtig ist für die Betroffenen, möglichst schnell eine richtige Diagnose zu stellen."

Der Trigeminusnerv, auch Drillingsnerv genannt, ist mit seinen drei Hauptästen für die Gefühlswahrnehmungen in Stirn, Kopf-, Augen- und Nasenbereich sowie der Kinn- und Kieferregion zuständig. Er ist auch für die Motorik der Schläfen- und Kaumuskulatur verantwortlich. Eine Schädigung dieses Nervs kann zu extremen Schmerzen führen, die oft mit Wehenschmerzen verglichen werden.

Symptome der Trigeminusneuralgie

Die Symptome der Trigeminusneuralgie sind charakteristisch und beeinträchtigen den Alltag der Patienten erheblich:

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  • Quälender Schmerz: Patienten leiden unter extrem heftigen, stechenden Gesichtsschmerzen, die blitzartig auftreten und zwischen wenigen Sekunden und zwei Minuten andauern.
  • Häufigkeit: Die Schmerzen können bis zu einhundertmal täglich spontan auftreten.
  • Einschränkungen im Alltag: Die Erkrankung schränkt Patienten sehr in ihrem Alltag ein. Häufig können sie kaum noch Nahrung zu sich nehmen.
  • Betroffene Gesichtshälfte: Studien zeigen, dass Betroffene den Schmerz meist in der rechten Gesichtshälfte verspüren.
  • Alter und Geschlecht: Die Erkrankung tritt vermehrt bei Frauen auf und beginnt meist ab dem 40. Lebensjahr.
  • Trigger: Geringfügige Reize wie Luftzug, Kauen oder Sprechen können die Schmerzen auslösen. Dies führt oft zu Schonhaltungen und Depressionen.

Ursachen der Trigeminusneuralgie

Mediziner unterscheiden zwischen zwei Hauptformen der Trigeminusneuralgie:

  • Idiopathische Trigeminusneuralgie (klassische Form): Diese tritt auf, wenn Blutgefäße in der Schädelbasis oder im Hirnstamm auf den Trigeminusnerv drücken. Dieser Druck beeinträchtigt die Schutzhüllen der Nerven, was zu einer Reizung führt.
  • Symptomatische Trigeminusneuralgie: Diese Form tritt in Verbindung mit einer anderen Krankheit auf. Ursachen können Tumore oder Multiple Sklerose sein, eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die ebenfalls den Gesichtsnerv irritieren kann.

Diagnostik der Trigeminusneuralgie

Die Diagnose der Trigeminusneuralgie kann eine Herausforderung sein, da die Symptome oft mit anderen Erkrankungen verwechselt werden:

  • Verwechslung mit Zahnschmerzen: Viele Patienten suchen zunächst einen Zahnarzt auf, da sie die Schmerzen als Zahnschmerzen fehlinterpretieren.
  • MRT-Scan: Können andere Ursachen für den Gesichtsschmerz ausgeschlossen werden, führt ein Neurologe MRT-Scans durch. Diese zeigen deutlich, ob Gefäße und Nerven sich berühren. Auch andere mögliche Faktoren wie Aneurysmen oder Tumore können auf dem MRT erkannt werden.

Dr. Riethmann betont: "Können wir andere Ursachen für den Gesichtsschmerz ausschließen, führen wir bei den Patienten einen MRT-Scan durch. Hier lässt sich deutlich erkennen, ob Gefäße und Nerven sich berühren. Darüber hinaus sehen wir auch weitere mögliche Faktoren wie Aneurysmen oder Tumore auf dem MRT."

Behandlungsmöglichkeiten der Trigeminusneuralgie

Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um die Symptome der Trigeminusneuralgie zu lindern:

  • Medikamentöse Behandlung: Patienten erhalten zunächst meist Natriumkanalblocker, eine Medikamentenart, die auch bei Epilepsie Anwendung findet. Diese Medikamente können jedoch Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel oder kognitive Einschränkungen verursachen. Zudem tritt oft ein Gewöhnungseffekt auf, der zu immer höheren Dosierungen führt.
  • Mikrovaskuläre Dekompression: Bei der klassischen Trigeminusneuralgie besteht die Möglichkeit der mikrovaskulären Dekompression. Dabei öffnen Mediziner den Schädel für wenige Zentimeter und fügen ein kleines Polster zwischen Trigeminusnerv und Blutgefäß ein, sodass sich diese nicht mehr berühren können.
  • Behandlung der Grunderkrankung: Leiden Patienten unter einer symptomatischen Trigeminusneuralgie, muss die ursprüngliche Krankheit behandelt werden.
  • Thermokoagulation: "Als sanfte Alternative führen wir auch die sogenannte Thermokoagulation durch", so Dr. Riethmann. Zunächst führt der Neurologe unter örtlicher Betäubung die Thermokoagulationsnadel bis zur Trigeminuswurzel ein. Erreicht die Nadel die gewünschte Position, erhält der Patient eine Kurznarkose. Dann wird der Nerv durch eine Radiofrequenzsonde durch Wärme von 60, 70 oder 90 Grad punktuell verödet. Dieses Verfahren kann bei Bedarf auch mehrfach hintereinander durchgeführt werden, bis sich das ideale Ergebnis einstellt.

Thermokoagulation im Detail

Die Thermokoagulation ist ein minimalinvasives Verfahren, das im Institut für Neuromodulation des Klinikverbunds St. Antonius und St. Josef in Wuppertal angeboten wird. Dr. Riethmann erklärt das Verfahren in drei Schritten:

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  1. Positionierung der Nadel: Unter örtlicher Betäubung wird eine spezielle Nadel bis zur Trigeminuswurzel eingeführt.
  2. Kurznarkose: Sobald die Nadel korrekt positioniert ist, erhält der Patient eine kurze Narkose.
  3. Verödung des Nervs: Durch eine Radiofrequenzsonde wird der Nerv punktuell mit Wärme (60-90 Grad) verödet.

Dieses Verfahren kann bei Bedarf wiederholt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef GmbH

Der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef GmbH ist ein überregional tätiger Gesundheitsverbund der Hospitalvereinigung St. Marien GmbH, die wiederum in die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria eingebunden ist. Zum Klinikverbund gehören das Petrus-Krankenhaus, das Krankenhaus St. Josef sowie die St. Anna-Klinik.

Das Petrus-Krankenhaus hat sich aus seinen christlichen Wurzeln heraus zu einer überregional tätigen Akutklinik fortentwickelt und bietet ein breit aufgestelltes Spektrum an Fachrichtungen. Zu den renommierten Abteilungen des Petrus-Krankenhauses gehören unter anderem die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, die Klinik für Geriatrie, die Klinik für Kardiologie und Rhythmologie mit einem großen kardiovaskulären Interventionszentrum, die Klinik für Nephrologie, das Onkologische Zentrum (Onkologie, Gastroenterologie, Pneumologie, Viszeral- und Thoraxchirurgie) für eine komplexe Therapie krebserkrankter Menschen sowie die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, in der alle Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates behandelt werden. 2016 haben die Fachrichtungen Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie Geriatrie ein AltersTrauma-Zentrum (ATZ) eröffnet, das als eines von insgesamt 40 Zentren dieser Art in Deutschland zertifiziert ist.

Erfahrungen von Patienten

Viele Patienten haben positive Erfahrungen mit der Behandlung im Petrus-Krankenhaus gemacht. Hier einige Beispiele:

  • Ein Patient berichtet nach einer Facettendenervation durch Dr. Riethmann von einem neuen Körpergefühl und gesteigerter Lebensqualität: "Ich war enorm eingeschränkt in meinen Bewegungen. Kein Schmerzmittel, keine Physio half. Dank Dr. Riethmann erlebe ich nun ein neues Körpergefühl! Ich habe wieder Lebensqualität und es geht mir auch psychisch deutlich besser!"
  • Ein anderer Patient lobt die professionelle und freundliche Betreuung durch das gesamte Team: "Ich war äußerst zufrieden mit meinem Aufenthalt im Krankenhaus. Das gesamte Personal - von den Pflegekräften bis zu den Ärztinnen und Ärzten - war kompetent, freundlich und stets hilfsbereit."
  • Ein Patient mit Trigeminusneuralgie wurde durch eine Thermokoagulation behandelt und berichtet: "Der operative Eingriff wurde sehr professionell durchgeführt, so dass es nach auch nach wenigen Tagen keinerlei Schmerzen im Gesicht gab."
  • Ein Patient, der sich wegen Hämorrhoiden in Behandlung befand, lobt die Organisation und Verfahrensweise bis zur OP: "Hier zeigte sich die hohe Professionalität in der Organisation und Verfahrensweise bis zur OP. Innerhalb von 4.Tagen lag ich schon von der 1. Vorstellung bis zur OP auf Station."
  • Ein Patient, der einen Schmerzschrittmacher von Dr. Riethmann implantiert bekommen hat, berichtet: "Seitdem ich im Februar 2024 bei Dr. Riethmann in der Behandlung war und ein Schmerzschrittmacher erfolgreich implantiert wurde, hatte ich mein altes "Leben" wieder."

Diese Erfahrungsberichte spiegeln die hohe Qualität der medizinischen Versorgung und die patientenorientierte Betreuung im Petrus-Krankenhaus wider.

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