Maria von Welser, eine bekannte deutsche Journalistin und Fernsehmoderatorin, hat in ihrem Leben bereits viele Herausforderungen gemeistert. Seit ihrer ersten Diagnose im Jahr 2017 kämpft sie jedoch gegen eine besonders schwierige Krankheit: Hirntumore. Trotz mehrerer Operationen und Strahlentherapien hat sie ihre positive Lebenseinstellung bewahrt und inspiriert viele Menschen mit ihrer Stärke und ihrem Lebensmut.
Die Diagnose und die ersten Behandlungen
Im Jahr 2017 erhielt Maria von Welser im Alter von 78 Jahren die erschreckende Diagnose: Hirntumor. Dieser wurde operativ entfernt, doch in den folgenden Jahren waren weitere Eingriffe und Strahlentherapien notwendig. Im August 2024 wurde bereits das vierte Meningeom, ein gutartiger Hirntumor, entfernt.
"Meine Figuren sind unangenehm, erobern sich im Kopf viel Platz und beeinträchtigen sämtliche Fähigkeiten, die ein Mensch hat", beschrieb sie ihre Erkrankung.
Maria von Welsers positive Lebenseinstellung
Trotz der gesundheitlichen Rückschläge blickt Maria von Welser positiv in die Zukunft. Sie hat sich eine Bucket List erstellt und möchte noch viel lesen, schreiben, Spanisch lernen und eine Reise nach Alaska machen. Um sich fit zu halten, macht sie jeden Tag Yoga und geht eine Stunde lang spazieren.
"Wenn man sich entscheidet zu überleben, muss man auch kämpfen", erklärt sie in einem Interview. Negatives Denken ist für sie kein Thema: "Ich begebe mich bewusst nicht auf Gedankenpfade, die mich deprimieren. Depressionen kommen im Alter schon von allein."
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"Jammern hilft nicht"
Diese Einstellung zieht Maria von Welser konsequent durch. "Jammern hilft ja nicht. Wenn du dich entscheidest, leben zu wollen, musst du dich operieren lassen", sagte sie kurz nach ihrer letzten Operation. Sie hat bereits mehrere Operationen und Behandlungen hinter sich, will aber nicht jammern. Ihre Devise lautet einfach: Weiterkämpfen!
Umgang mit der Krankheit
Maria von Welser geht offen mit ihrer Krankheit um und scheut sich nicht, die Dinge beim Namen zu nennen. Sie hat sich dazu entschieden, sich nicht mehr im Kopf operieren zu lassen, da sie die Risiken eines weiteren Eingriffs scheut. Stattdessen setzt sie auf regelmäßige Kontrollen und versucht, ihr Leben so normal wie möglich zu gestalten.
"Ich würde mich gerne nur wieder mit dem Leben und nicht mehr mit meinem Kopf beschäftigen! Und es ist doch so: Alle Menschen haben irgendwo etwas, das kneift - ich hab’s nun mal im Kopf", sagt sie.
Unterstützung durch Familie und Freunde
In dieser schwierigen Zeit erfährt Maria von Welser viel Unterstützung durch ihre Familie und Freunde. Ihr Mann Klaus Häusler steht ihr zur Seite und kümmert sich liebevoll um sie. Auch ihre Söhne sind für sie da und geben ihr Kraft.
"Meine Söhne und mein Klaus kümmerten sich rührend um mich. Klaus blieb die kompletten elf Tage in der Klinik an meiner Seite. Er hielt meine Hand, gab mir Wasser, damit ich die Schmerztabletten besser schlucken kann. Manchmal schlief er auf dem harten Stuhl neben mir ein. Vor Erschöpfung. Ich bin so glücklich, dass mein lieber Mann bei mir ist. Auch meine Söhne hatten Angst um ihre Mami, einer kam in die Klinik, der andere rief jeden Tag an. Sie alle tragen mich mit ihrer Liebe, ihrer Fürsorge", erzählt sie.
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Maria von Welsers Glaube
Neben der Unterstützung durch ihre Familie und Freunde gibt Maria von Welser auch ihr tiefer Glaube Kraft. "Es lohnt sich immer, eine solche Krankheit zu bekämpfen. Man kann gewinnen. Ich bin das beste Beispiel dafür", sagt sie.
Meningeome: Gutartige Hirntumore
Meningeome sind in der Regel gutartige Tumore, die von den Hirnhäuten ausgehen. Sie wachsen langsam und verursachen oft erst spät Beschwerden. Je nach Größe und Lage können sie jedoch zu neurologischen Ausfällen wie Lähmungen, Sehschwäche oder Schwindel führen. Die Behandlung von Meningeomen besteht in der Regel aus einer Operation, bei der der Tumor möglichst vollständig entfernt wird. In manchen Fällen kann auch eine Strahlentherapie erforderlich sein.
Das Onkologische Zentrum Göppingen
Das Pankreaskarzinomzentrum vereint verschiedene medizinische Fachabteilungen des ALB FILS KLINIKUMS sowie einige externe Kooperationspartner zur Sicherstellung einer hohen Behandlungsqualität.
Folgende Kliniken und Institute sind beteiligt:
- Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Neurologie und Rehabilitation Christophsbad GmbH& Co. Fachkrankenhaus KGRudolf Schnauhuber
- Comprehensiv Cancer Center Ulm (CCCU) Tumorzentrum Alb-Allgäu-BodenseeIntegratives Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen FakultätProf. Dr. med. med. Karin Scharffetter-Kochanek
- medius KLINIK OSTFILDERN-RUIT Klinik für NuklearmedizinDr. med. univ. Szeged Sttila Szikszai edelfinger Str.
- Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und DiabetologieDr. med. Klaus Metter
- Gynäkologie - DysplasiesprechstundeProf. Dr. med. Falk Thiel
- Klinik für Hämatologie, Onkologie und InfektionskrankheitenProf. Dr. med. Martin Bommer
- Institut für Laboratoriumsmedizin mit LaborpraxisDr. med. Lutz Zabel
- Klinik für Nieren-, Hochdruck- und AutoimmunerkrankungenProf. Dr. med. Martin Kimmel
- Institut für Diagnostische und Interventionelle RadiologieProf. Dr. med. Stephan Zangos
- Palliativmedizin - Palliativstation GöppingenProf. Dr. med. Martin Bommer
- Klinik für Pneumologie und BeatmungsmedizinDr. med. Timo Deininger
- Urologische KlinikProf. Dr. med. Rainer Küfer
- Klinik für Allgemein- und ViszeralchirurgieProf. Dr. med. Stefan Riedl M.Sc.
- Orthopädisch-Unfallchirurgisches ZentrumProf. Dr. med. René Schmidt
- MVZ für Gynäkologie
- MVZ für Hämatologie und internistische Onkologie
- MVZ für Mund-, Kiefer und plastische Gesichtschirurgie
- MVZ für Gefäßchirugie
- Urologisches Zentrum GöppingenDr. med. Martin Barth Prof. Dr. med. Rainer Küfer Dr. med. Axel Pfund Gartenstr.
- Lungenzentrum Ulm Pneumologische GemeinschaftspraxisDr. med. Volker Töpfer Dr. med. Holger Woehrle Olgastr.
- Radioonkologicum GöppingenDr. med. Dr. phil. med. Daniel Wegener
- Radiochirurgicum GmbH CyberKnife SüdwestDr. Marc Walser
Psychoonkologische Betreuung
Die Diagnose Krebs kann das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen stark verändern. Neben den körperlichen Beeinträchtigungen kann es auch zu seelischen Belastungen kommen. Psychoonkologen bieten in dieser Situation Unterstützung und Begleitung an. Sie helfen den Betroffenen, die Krebserkrankung zu verstehen und zu bewältigen, und entwickeln gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen und Lebensperspektiven.
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Weitere Unterstützungsangebote
Neben der psychoonkologischen Betreuung gibt es noch weitere Unterstützungsangebote für Krebspatienten und ihre Angehörigen:
- Lymphdrainage: Bei Lymphödemen kann die Lymphdrainage helfen, die Beschwerden zu lindern.
- Logopädie: Bei Stimm-, Schluck- und Sprachstörungen kann die Logopädie helfen.
- Sozialdienst: Der Sozialdienst unterstützt Patienten und Angehörige bei Fragen im Zusammenhang mit der Erkrankung und deren sozialen und persönlichen Folgen.
- Klinik-Seelsorge: Die Klinik-Seelsorge bietet Patienten und Angehörigen in schwierigen Situationen Gespräche, Gebete und religiöse Rituale an.
- Ernährungsberatung: Eine bedarfsgerechte Ernährung kann die Therapiewirkung verbessern und die Lebensqualität erhöhen.
- Genetische Beratung: In einer genetischen Beratung kann geklärt werden, ob es Hinweise auf eine erbliche Krebserkrankung gibt.
- Apotheke: Die Apotheke des ALB FILS KLINIKUMS versorgt die Patienten mit Medikamenten und berät sie zu deren Anwendung.
- Hospiz: Das Hospiz im Landkreis Göppingen bietet schwer kranken Menschen eine würdevolle Begleitung in der letzten Lebensphase.
- Stomatherapie: Die Stomatherapie unterstützt Patienten mit einem Stoma bei der Versorgung und Pflege.
- Selbsthilfegruppen: In Selbsthilfegruppen können sich Betroffene austauschen und gegenseitig unterstützen.
- Sport-nach-Krebs-Gruppen: Sport und Bewegung können helfen, Nebenwirkungen einer Krebstherapie abzumildern und die Lebensqualität zu verbessern.
- Brückenpflege: Die Brückenpflege berät Patienten und Angehörige bei allen Fragen und Problemen, die im Zusammenhang mit der Krebserkrankung stehen.
- Aromaexperten: Ausgebildete Aromaexperten nutzen die Wirkung von rein pflanzlichen ätherischen Ölen zur Unterstützung von Therapien.
Maria von Welsers Vermächtnis
Maria von Welser ist ein Vorbild für viele Menschen. Sie hat gezeigt, dass man auch in schwierigen Zeiten positiv bleiben und kämpfen kann. Ihre Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit ihrer Krankheit machen sie zu einer wichtigen Stimme für Krebspatienten und ihre Angehörigen.
Epilepsie in der Literatur
Das Thema Krankheit und Leid findet sich häufig in der Literatur verschiedener Epochen. Auch die Epilepsie, eine neurologische Erkrankung, die mit Anfällen einhergeht, wurde von vielen Autoren thematisiert.
Epilepsie und Prophetie
Auffällig ist, dass in der Literatur Epilepsie oft in die Nähe von Prophetie gerückt wird. So wird beispielsweise im Alten Testament der Seher Bileam immer wieder als "fallend" bezeichnet. Auch in Aischylos' Orestie werden Kassandras prophetische Aussagen von den Phänomenen Schaum, Krampf und Ausspucken von Blut begleitet.
Beispiele aus der Literatur
- Antike: Plautus, Xenophon von Ephesos, Apuleius von Madaura
- Mittelalter: Anonymer Autor von Aucassin und Nicolette, Dante Alighieri
- Neuzeit: William Shakespeare, Fjodor M. Dostojewskij, Thomas Mann, Franz Werfel, Christa Wolf, Umberto Eco
Dostojewskij und die Epilepsie
Fjodor M. Dostojewskij, der selbst an Epilepsie litt, hat die Krankheit in vielen seiner Romane thematisiert. So beispielsweise in "Erniedrigte und Beleidigte", "Der Idiot", "Die Dämonen" und "Die Brüder Karamasow".
Selbsterfahrungsliteratur
In den letzten Jahrzehnten hat die Selbsterfahrungsliteratur, in der Betroffene oder Angehörige ihre Erfahrungen mit Epilepsie schildern, deutlich zugenommen.