Marienhospital: Erfahrungen und Perspektiven im Überblick

Schmerzen sind ein vielschichtiges Problem, das Körper und Seele betrifft. Eine umfassende, multimodale Behandlung ist daher unerlässlich. Das Christliche Klinikum Soest Mitte bietet beispielsweise eine solche Therapieform an, bei der Experten verschiedener Fachrichtungen zusammenarbeiten, um Patienten eine ganzheitliche Versorgung zu gewährleisten. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen und Perspektiven im Zusammenhang mit dem Marienhospital, insbesondere im Hinblick auf neurologische Erkrankungen und Schmerztherapie, und gibt einen Einblick in die verschiedenen Aspekte der Patientenversorgung.

Multimodale Schmerztherapie im Christlichen Klinikum Soest Mitte

Das Christliche Klinikum Soest Mitte setzt auf eine multimodale und minimalinvasive Schmerztherapie unter einem Dach. Patientenzimmer und Therapieräume sind räumlich eng verbunden, um eine konzentrierte stationäre Behandlung zu ermöglichen. Ziel ist es, Patienten so zu schulen, dass sie die erlernten Schmerzbekämpfungsstrategien selbstständig zu Hause anwenden können. Die Therapie umfasst unter anderem Physiotherapie, psychologische Schmerztherapie, Entspannungsverfahren, Arbeitsplatz- und Alltagsbewältigung sowie Biofeedback.

Die Schmerz-Klinik im Dachgeschoss des Christlichen Klinikums Soest Mitte verfügt über 15 Betten. Besonderer Wert wird auf das Wohlbefinden der Patienten gelegt. Die ärztliche Leitung obliegt Dr. Dr. Peter Lierz M..

Neurologische Versorgung im Marienhospital Osnabrück und Düsseldorf

Die Klinik für Neurologie am Marienhospital Osnabrück, Standort Natruper Holz, unter der Leitung von Chefärztin Dr. med. Dipl. humbiol. Andrea Neundorf und Direktor PD Dr. med. Ralf Dittrich, sowie die Klinik für Neurologie am Marien Hospital Düsseldorf bieten eine umfassende stationäre und ambulante Versorgung sämtlicher Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie und Neuroradiologie stehen modernste Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Das neurologische Team besteht aus hochqualifizierten Ärzten mit Erfahrungen in der Betreuung von Patienten mit allen neurologischen Krankheitsbildern. Ein Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Bewegungsstörungen, wie beispielsweise Parkinson-Syndromen.

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Die Klinik für Neurologie am Marien Hospital Düsseldorf ist eine von drei neurologischen Akutkliniken an den Düsseldorfer Krankenhäusern und verfügt über 53 Betten. Unter der Leitung der Klinik finden fachübergreifende Diagnostik und Akutbehandlung im SchlaganfallZentrum mit Stroke Unit statt. Ein erfahrenes Team verbindet medizinische Kompetenz mit Patientennähe.

Behandlungsspektrum neurologischer Erkrankungen

In den Kliniken für Neurologie werden sämtliche neurologischen Erkrankungen diagnostiziert und behandelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Volkskrankheiten: Polyneuropathie, Kopfschmerzen (Migräne)
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Demenz, Morbus Parkinson
  • Weitere Erkrankungen: Multiple Sklerose, Erkrankungen von mit Nerven versorgten Organen wie Augen oder Muskeln

Fokus auf Geriatrische Patienten

Aufgrund des demografischen Wandels liegt ein besonderer Fokus auf der Versorgung und Behandlung geriatrischer Patienten. Dabei werden Multimorbidität und der Erhalt von Teilhabe und Autonomie berücksichtigt.

Erfahrungen von Patienten: Einblicke und Kritik

Die Erfahrungen von Patienten mit dem Marienhospital sind vielfältig und reichen von großer Zufriedenheit bis hin zu deutlicher Kritik. Einige Patienten berichten von einer herausragenden Betreuung durch das Pflegepersonal und die Ärzte, insbesondere in Notfallsituationen. Andere wiederum bemängeln lange Wartezeiten, mangelnde Kommunikation, unzureichende Organisation und unfreundliches Personal.

Positive Erfahrungen:

  • Kompetente und engagierte Ärzte: Einige Patienten loben die fachliche Kompetenz und das Engagement der Ärzte, die sich Zeit nehmen, um Fragen zu beantworten und Behandlungen zu erklären.
  • Gute pflegerische Betreuung: Viele Patienten berichten von freundlichem und hilfsbereitem Pflegepersonal, das sich um ihre Bedürfnisse kümmert.
  • Schnelle und professionelle Notfallversorgung: In Notfallsituationen wird die zügige und kompetente Versorgung positiv hervorgehoben.
  • Erfolgreiche Operationen und Therapien: Einige Patienten berichten von erfolgreichen Operationen und Therapien, die zu einer deutlichen Verbesserung ihres Gesundheitszustands geführt haben.

Negative Erfahrungen:

  • Lange Wartezeiten: Lange Wartezeiten in der Notaufnahme und bei Untersuchungen werden häufig kritisiert.
  • Mangelnde Kommunikation: Einige Patienten bemängeln die mangelnde Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten sowie den Mangel an klaren Erklärungen zu Behandlungen und Befunden.
  • Organisationsmängel: Probleme bei der Organisation von Verlegungen, dem Umgang mit Unterlagen und der Koordination von Terminen werden angeführt.
  • Unfreundliches Personal: Einige Patienten berichten von unfreundlichem und wenig einfühlsamem Personal, insbesondere in der Notaufnahme und auf bestimmten Stationen.
  • Mängel bei der Versorgung: In Einzelfällen werden Mängel bei der Versorgung, wie beispielsweise verwechselte Medikamente oder unzureichende Mobilisierung, genannt.
  • Essen: Die Qualität des Essens wird häufig kritisiert.

Fallbeispiele und spezielle Therapieansätze

Einige Patientenberichte geben Einblicke in die Behandlung spezifischer Erkrankungen und Therapieansätze im Marienhospital:

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  • Polyneuropathie: Ein Patient berichtet von einer erfolgreichen Behandlung seiner Polyneuropathie Borreliose in der Neurologie des Marienhospitals Euskirchen. Durch eine rasche Diagnose und die Einleitung geeigneter therapeutischer Maßnahmen konnten die Schmerzen gelindert und Lähmungssymptome verbessert werden.
  • Schlaganfall: Mehrere Patienten wurden mit Verdacht auf Schlaganfall eingeliefert und loben die schnelle und kompetente Versorgung in der Stroke Unit.
  • Pudendale Neuralgie: Die Abteilung für Neuro-Urologie hat sich auf die Diagnose und Therapie der Pudendus-Neuralgie spezialisiert und bietet neben der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit die diagnostische als auch therapeutische Infiltration des Nervens an. Die pudendale Neuromodulation (PNM) wird als etabliertes Routine-Verfahren durchgeführt.

Pudendale Neuromodulation (PNM)

Die pudendale Neuromodulation (PNM) ist ein noch junges Therapieverfahren zur neuromodulativen Behandlung chronischer Erkrankungen der Harnblase und des Beckens und wird überwiegend bei dortigen Schmerzsyndromen und v.a. der pudendalen Neuralgie eingesetzt. Hierbei wird eine dauerhafte Schmerzlinderung durch elektrisch herbeigeführte Veränderung und Unterbrechung der Schmerzempfindung und -weiterleitung über den Schamnerven erzielt. Da die Platzierung der Stimulationselektroden am Schamnerv operationstechnisch anspruchsvoll ist und hohe operative Erfahrung erfordert wird die PNM bislang in Deutschland nur in wenigen spezialisierten Zentren angewandt. Durch die Entwicklung eigener, optimierter Operationstechniken wird die PNM in der Abteilung für Neuro-Urologie inzwischen als etabliertes Routine-Verfahren durchgeführt.

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