Die "Medical Tribune Neurologie • Psychiatrie" ist eine Fachzeitschrift, die sich speziell an Neurologen, Psychiater und Psychotherapeuten richtet. Sie bietet aktuelle Informationen zu Fortschritten in Diagnostik und Therapie, Highlights von nationalen und internationalen Kongressen sowie interdisziplinär relevante Themen. Ergänzt wird das Angebot durch fachgruppenspezifische Informationen aus Gesundheits- und Standespolitik sowie Wirtschaftsthemen. Die Redaktion wird bei der Erarbeitung der Themen durch einen wissenschaftlichen Beirat unterstützt.
Aktuelle Themen und Forschungsergebnisse
Die Zeitschrift greift eine Vielzahl von Themen auf, die für Neurologen im Praxisalltag relevant sind. Dazu gehören beispielsweise:
- Kardiovaskuläre Gesundheit: Eine aggressive lipidsenkende Therapie kann das Ausmaß von Plaques in den Koronararterien senken. Bei geringem rechnerischem Risiko für eine KHK kann eine Verschiebung invasiver Testung auf einen späteren Zeitpunkt sinnvoll sein. Die koronare Herzkrankheit (KHK) präsentiert sich bei der Frau anders als beim Mann.
- Schmerztherapie: Die Therapie des komplexen regionalen Schmerzsyndroms (CRPS) bereitet nach wie vor Probleme. Frauen erleben Schmerzen nicht nur häufiger und intensiver als Männer, sondern werden auch medizinisch benachteiligt.
- Infektionen und Immunsystem: Ob Infekt oder Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem verbraucht für beide reichlich Energie. Ein rezeptfreies Allergiespray mit Azelastin kann das Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion um fast 70 % reduzieren. Eine Antibiose im ersten Lebensjahr kann das Asthmarisiko verdoppeln.
- Neurologische Erkrankungen: Die Zeitschrift behandelt ein breites Spektrum neurologischer Erkrankungen, darunter Myasthenia gravis, Restless-Legs-Syndrom (RLS), Fibromyalgie und Schlafstörungen. Depression in restless legs syndrome. Increased muscle activity during rapid eye movement sleep correlates with decrease of striatal presynaptic dopamine transporters. Hypersomnia associated with bilateral posterior hypothalamic lesion. Reduced striatal dopamine transporters in idiopathic rapid eye movement sleep behaviour disorder. Obstructive sleep apnea syndrome. Reduced striatal dopamine transporters in idiopathic rapid eye movement sleep behaviour disorder. Die Gehirne von Patienten mit Fibromyalgie weisen strukturelle Veränderungen auf.
- Weitere medizinische Themen: Gastroenteropankreatische neuroendokrine Tumoren (GEP-NET) sind zwar selten. Kolonkarzinome haben eine Schwäche für Süßes: Sie bedienen sich an Fruktose und aktivieren darüber auch ihr Umfeld. Nach einer Nierentransplantation (NTX) bestehen für die Patientinnen und Patienten geschlechtsspezifische Risiken z.B. für Krebserkrankungen. Mehr Beachtung für die Nieren - das wünscht sich Professor Dr. Thomas Ebert, einer der Sprecher der AG Diabetes & Niere.
Fallbeispiele und klinische Herausforderungen
Die "Medical Tribune Neurologie" präsentiert auch Fallbeispiele und klinische Herausforderungen, die Ärzten im Alltag begegnen können. Ein 25-Jähriger wird mit zentraler Zyanose und Dyspnoe in die Notaufnahme gebracht.
Weiterbildung in der Neurologie am Diakonieklinikum
Ein Beispiel für eine umfassende Weiterbildung in der Neurologie bietet das Diakonieklinikum. Hier erfolgt die Weiterbildung zur Fachärztin/zum Facharzt für Neurologie sektorübergreifend in der Neurologischen Klinik und im Fachbereich Neurologie des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ). Durch die enge Verzahnung ambulanter und stationärer Strukturen wird eine umfassende Weiterbildung und Berufsexposition in der stationären und ambulanten Neurologie geboten.
Informationen zur Weiterbildungsstätte
Die Neurologische Klinik verfügt über 59 Betten und behandelt mehr als 3.000 Fälle pro Jahr. Als Abteilung der Spitzenversorgung werden sowohl häufige als auch seltene und spezialisierte Krankheitsbilder aus dem gesamten Fachgebiet behandelt.
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Spezielle Einrichtungen und Angebote:
- Überregionale zertifizierte Schlaganfall-Spezialeinheit (Stroke Unit)
- Zertifiziertes Epilepsiezentrum mit EEG-Videomonitoringeinheit
- Interdisziplinäre Intensivstation mit neurologischen Betten
- Enge Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen (Neurochirurgie, Kardiologie, Intensivmedizin, Geriatrie, Psychiatrie, Gefäßchirurgie)
- Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderungen (MZEB)
Spezialisierte Sprechstunden:
- Epilepsie (zertifizierte Epilepsie-Ambulanz)
- Multiple Sklerose
- Neurovaskuläre Krankheiten
- Neuromuskuläre Krankheiten
- Bewegungsstörungen mit Botulinumtoxin-Sprechstunde
- Klinische Neurophysiologie
- Angebote für Menschen mit Demenz
Das Team
Das interdisziplinäre Team besteht aus 22 Medizinern, Pflegekräften, Logopäden, Ergotherapeuten, Krankengymnasten, Neuropsychologen, Sozialarbeitern, neurophysiologischen Assistenten, medizinischen Fachangestellten, Sekretären und einem Seelsorger.
Weiterbildungsermächtigung und Curriculum
Die volle Weiterbildungsermächtigung für 4 Jahre Neurologie liegt vor. Eine Rotation in die Psychiatrische Klinik für das Psychiatrische Pflichtjahr ist fest verankert. Die Ausbildung erfolgt nach einem festen Curriculum mit Rotationen in verschiedene Bereiche der Neurologie. Die EEG-Ausbildung erfolgt berufsbegleitend.
Ausbildungscurriculum:
- 6 Monate Stroke Unit und erweiterte Schlaganfallstation
- 12 Monate allgemeine Neurologie
- 6 Monate neurologische Ultraschalldiagnostik
- 6 Monate Stroke Unit und neurologische Intensivmedizin
- 6 Monate allgemeine Sprechstunde im MVZ, ergänzt durch Notaufnahmedienste
- 6 Monate EMG (50% neurophysiologische Sprechstunde im MVZ, 50% stationär)
- 6 Monate variabel
- Optional: einjähriges Weiterbildungssegment auf der epileptologischen Spezialstation und der Epilepsie-Monitoring-Einheit
Arbeitsorganisation und Arbeitszeiten
Die stationären Koordinations- und Organisationsaufgaben sowie Blutentnahmen werden weitgehend durch das Pflegepersonal übernommen. Die Kodierung wird ebenfalls weitgehend durch eine Kodierassistentin erledigt. Die Arbeitszeit ist konform mit dem Arbeitszeitgesetz geregelt. Die Neurologische Klinik arbeitet vollständig digital in einer komplett papierlosen Akte.
Evaluation der Weiterbildung
Bei der letzten Evaluation der Weiterbildung in Deutschland der Bundesärztekammer haben die Weiterbildungsassistenten ihrer Weiterbildungsstätte eine überdurchschnittliche Bewertung gegeben.
Weitere Themen aus der Neurologie und Medizin
Die "Medical Tribune Neurologie" berichtet auch über weitere relevante Themen aus der Neurologie und Medizin, wie zum Beispiel:
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- Diabetes: Bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes treten vaskuläre Komplikationen in ganz ähnlicher Weise auf. Gestationsdiabetes verdoppelt das Risiko für Bluthochdruck und steigert das Risiko für Herzkrankheiten noch Jahre nach der Geburt. Wie gut spricht das Gehirn auf Insulin an? Mehr Beachtung für die Nieren - das wünscht sich Professor Dr. Thomas Ebert, einer der Sprecher der AG Diabetes & Niere.
- Umweltfaktoren: Feinstaub in Innenräumen erhöht das Risiko für Hypertonie. Wie schadet Umgebungslärm der Gesundheit? Ein plötzlicher Kälteeinbruch kann den Blutdruck entgleisen lassen - besonders im Herbst und an Heiligabend.
- Allergien: Ein Teil der Gräserpollenallergiker reagiert nur auf Phl p 4 - doch Pricktests versagen bei diesen Personen in 82% der Fälle.
- Onkologie: Laut der INSEMA-Studie kann man bei frühem Brustkrebs und cN0-Status unter bestimmten Umständen auf eine SLNB verzichten. In der Studie FASCINATION werden bei CML verschiedene Kombinationen von Asciminib mit konventionellen TKI geprüft.
- Weitere: Kein Pregabalin für Suchtkranke! Pregabalin hat eine große therapeutische Breite. Wenn man nicht aufpasst, kann die Off-Label-Therapie z.B. Betagte Patienten sind meist vielseitig gesundheitlich eingeschränkt. Als Alternative zur Standardmedikation mit Mesalazin oder Immunsuppressiva setzen einige Colitis-Patienten auf Probiotika. Die Neurosonografie ist beim Karpaltunnel- und Sulcus-ulnaris-Syndrom bereits etabliert. Wird ein mikrobielles Ungleichgewicht im oberen Gastrointestinaltrakt zum Krebs-Treiber? Etwa 3-7 % der Erwachsenen haben ein unrupturiertes intrakranielles Aneurysma. Nur wenige Wochen nach Zulassung durch die Europäische Kommission ist Donanemab [1] seit Anfang November auch in Deutschland erhältlich. Finerenon kann bei Herzinsuffizienz mit reduzierter bzw.
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