Das Thema Impfen ist in Deutschland ein heikles Thema. Die Zeiten, in denen Eltern der Wissenschaft dankbar waren, dass es gegen tödliche Erreger nun eine Waffe gibt, sind vorbei. Stattdessen hängen viele Menschen ganz anderen Ideologien an. An diesem Phänomen wird sich vermutlich so schnell nichts mehr ändern, trotz wieder steigender Masernfälle. Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat sich die Zahl der Maserninfektionen im Vergleich zu 2016 verdreifacht. Doch nicht nur die Masernimpfung kursiert in den Medien, sondern auch die gegen Meningokokken B. In Südhessen ist ein zweijähriges Kind an den Folgen einer Meningokokken-B-Infektion gestorben. Infektionen mit dem Bakterium sind in Deutschland selten, zumindest die dramatischen Fälle, invasive Meningokokken-Infektionen genannt, bei denen das Bakterium schwerste Hirnhautentzündungen hervorruft, ins Blut übertreten kann und eine Sepsis auslöst. In Deutschland erkrankten laut RKI in den Jahren 2013 bis 2016 im Mittel jährlich 315 Personen an invasiven Meningokokken-Infektionen, davon 211 an Infektionen durch Meningokokken der Serogruppe B. Rund fünf bis zehn Prozent dieser Infektionen verlaufen tödlich. Am häufigsten betroffen von dieser Erkrankung sind Kinder in den ersten Lebensjahren. Einen zweiten Gipfel gibt es bei Jugendlichen. Die Erkrankungsrate ist in den vergangenen Jahren aber rückläufig; warum und wie lange dieser Trend anhält, wissen auch Experten nicht.
Was sind Meningokokken und Meningitis B?
Meningokokken sind Bakterien, von denen verschiedene Serogruppen für den Menschen gefährlich sind (A, B, C, W und Y). Sie können verschiedene Krankheitsbilder auslösen. Etwa 10 Prozent der europäischen Bevölkerung trägt diese Bakterien im Nasenrachenraum, ohne dabei krank zu sein. Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch beim Anhusten, Niesen, aber auch Küssen übertragen. Sie heften sich mit Hilfe kleiner Fortsätze an die Schleimhäute des Nasenrachenraumes, wo sie wochen- oder monatelang bleiben können ohne Schaden anzurichten. Doch wenn das Immunsystem geschwächt ist, etwa durch andere Infektionen, können sich die Bakterien vermehren, die Schleimhäute durchdringen und Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftungen auslösen. Am stärksten gefährdet sind Kinder in den ersten Lebensjahren.
Eine Meningokokken-Infektion kann zu einem schweren Krankheitsverlauf führen, der in vielen Fällen mit einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder Blutvergiftung (Sepsis) einhergeht. Die Bakterien der Art "Neisseria meningitidis" können eine Blutvergiftung (Sepsis) oder eine Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen. Etwa acht Prozent der Erkrankten sterben an einer Infektion. Es gibt zwölf verschiedene Arten von Meningokokken - genannt Serotypen (Meningokokken A, B, C, E, H, I, K, L, W, X, Y, Z). Die einzelnen Serotypen kommen weltweit unterschiedlich häufig vor. In Deutschland gehen rund 60 Prozent der Erkrankungen auf den Typ B zurück. Zehn bis 15 Prozent jeweils auf die Serotypen C, W und Y. Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa vier Menschen pro einer Million Einwohner an Meningokokken. Von 2015 bis 2019 starben insgesamt 59 Menschen an der Infektion mit Meningokokken B.
Symptome einer Meningokokken-Erkrankung
Zu den ersten Anzeichen einer Erkrankung zählen grippeähnliche Symptome:
- Hohes Fieber
- Schüttelfrost
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit bis hin zu Bewusstseinsstörungen
- Plötzlich schweres Krankheitsgefühl
- Lichtempfindlichkeit
- Gelenk- und Muskelschmerzen
- Erbrechen und Nackensteifigkeit (bei Hirnhautentzündung)
- Großflächige Hauteinblutungen (bei Sepsis)
- Beinschmerzen
- Kalte Hände und Füße
- Sehr blasse Haut
Ein wichtiges Warnsignal sind rot-violette Hautflecken. Diese Hautblutungen verschwinden nicht, wenn man mit einem Trinkglas dagegen drückt. Sie sind Zeichen einer Blutvergiftung. Diese Symptome müssen nicht alle gleichzeitig auftreten, sie können sich auch innerhalb weniger Stunden oder Tage entwickeln oder gar nicht.
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Die Meningokokken B-Impfung: Empfehlung und Kontroverse
Gegen den Meningokokken-C-Stamm gibt es schon seit 2006 eine für alle Kinder empfohlene Schutzimpfung, die auch in den offiziellen Impfkalender aufgenommen ist. Meningokokken des Stamms C verursachen aber in unseren Breiten nur rund 30 Prozent der Meningokokken-Infektionen, rund 70 Prozent werden durch den Stamm B ausgelöst. Eine zugelassene Impfung schützt Kinder vor einer solchen Infektion, trotzdem wird sie von der Ständigen Impfkommission (Stiko), allgemeine Impfempfehlungen auszusprechen, nicht für alle Kinder empfohlen, sondern nur für solche mit einem Immundefekt. Und auch in deutschen Kinderarztpraxen herrscht durchaus Zurückhaltung bei der Beratung der Eltern, ihr Kind gegen Meningokokken B impfen zu lassen, obwohl zahlreiche Krankenkassen die Impfung auch Kindern ohne Immundefekt bezahlen. Seit Januar 2024 rät die STIKO zu einer Impfung gegen Meningokokken B für alle Kinder ab zwei Monaten. Die Impfung sollte spätestens bis zum fünften Geburtstag nachgeholt werden.
Gründe für die Zurückhaltung gegenüber der Meningokokken B-Impfung
Die Zurückhaltung gegenüber der Impfung scheint eine Aneinanderkettung von Konflikten zu sein - das gilt für die Stiko, die Kinderärzte und am Ende auch für die Eltern. Als Kinder- und Jugendärzte vor Jahren davon gehört haben, dass es nun eine Impfung gegen Meningokokken B geben soll, waren alle ganz euphorisch. Jeder Kinder- und Jugendarzt hat in seiner Ausbildung auf Intensivstationen gearbeitet und schwerkranke Kinder mit einer Meningokokkeninfektion gesehen, da freut man sich, wenn das in Zukunft zu verhindern ist. Außerdem lebe man als Arzt immer mit der Angst, eine solche schwer verlaufende Infektion, die meist mit unspezifischen Symptomen wie Fieber, Unruhe und Übelkeit beginnt, einmal zu übersehen. Denn das Tückische an diesen Erkrankungen ist, dass sie sich rapide verschlimmern, also innerhalb weniger Stunden. Je früher mit einer Behandlung durch ein Antibiotikum begonnen wird, umso größer sind die Heilungschancen. Doch als der Impfstoff 2013 dann tatsächlich da war, „war die Euphorie doch etwas gedämpft, und das ist bis heute so“, sagt Mühlfeld.
Der Meningokokken-B-Impfstoff ist ein relativ neuer Impfstoff, etwa im Vergleich zum Masern-Impfstoff. In der Studienphase vor seiner Zulassung hat er zwar seine Wirksamkeit und Verträglichkeit gezeigt, aber trotzdem gibt es noch offene Fragen:
- Es ist nicht klar, wie lange der Impfstoff dem Geimpften tatsächlich Schutz bietet. Ausgegangen wird im Moment von nur rund zwei Jahren.
- Es fehlt an Erfahrung mit eventuellen Nebenwirkungen, die sich erst nach längerer Zeit zeigen können.
- Es ist noch nicht bewiesen, ob der Impfstoff im Sinne der Herdenimmunität nicht nur die Geimpften, sondern auch die Ungeimpften schützt. Damit würde man auch seine Übertragbarkeit bremsen.
- Die momentane Meningokokken-B- Impfung bietet vermutlich nur einen Teilschutz, bewahrt den Geimpften damit aber nicht vor allen Bakterien dieser Gattung.
Mit rechtlich meint sie: Ist eine Impfung nicht öffentlich empfohlen und es kommt (theoretisch) zu einem Impfschaden, hat der Betroffene keinen Anspruch auf Entschädigung. Auch das ist bei der Meningokokken-B-Impfung in Deutschland von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Sachsen und Bayern etwa ist diese Impfung von den Gesundheitsbehörden öffentlich empfohlen, damit besteht ein Recht auf Entschädigung. In Hessen etwa fehlt die Empfehlung.
Argumente für die Impfung
- Schutz vor einer schweren Erkrankung: Die Meningokokken-B-Infektion ist zwar selten, aber sie kann zu schweren Komplikationen wie Hirnhautentzündung, Sepsis, bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen. Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz vor dieser Erkrankung.
- Neue STIKO-Empfehlung: Seit Januar 2024 rät die STIKO zu einer Impfung gegen Meningokokken B für alle Kinder ab zwei Monaten. Die Impfung sollte spätestens bis zum fünften Geburtstag nachgeholt werden.
- Schutz für gefährdete Gruppen: Säuglinge und Kleinkinder haben das höchste Risiko, an Meningokokken B zu erkranken. Die Impfung schützt diese besonders gefährdete Gruppe.
- Gute Erfahrungen in anderen Ländern: In England, wo seit 2015 die meisten Säuglinge gegen Typ B-Meningokokken geimpft werden, werden gute Ergebnisse erzielt.
- Reduzierung der Krankheitslast: Jeder Fall, den wir tatsächlich vermeiden können, der entweder eine schwere Meningokokken-Meningitis oder Meningokokken-Sepsis entwickelt, ist ein guter Fall.
Argumente gegen die Impfung
- Seltene Erkrankung: Meningokokken-B-Infektionen sind in Deutschland sehr selten. Das Robert Koch-Institut nennt eine Meningokokken-Fallzahl von weniger als 0,4 pro 100.000 Einwohner in Deutschland.
- Unklare Schutzdauer: Es ist noch nicht klar, wie lange der Impfstoff dem Geimpften tatsächlich Schutz bietet. Ausgegangen wird im Moment von nur rund zwei Jahren.
- Mögliche Nebenwirkungen: Die Meningokokken-B-Impfung kann häufiger zu Fieber, Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle führen. In seltenen Fällen können auch schwerere Nebenwirkungen auftreten.
- Kein Herdenschutz: Die MenB-Impfung hat keinen Einfluss auf die Übertragung durch gesunde Träger, daher ist mit einem Herdenschutz nicht zu rechnen.
- Ethische Bedenken: Bei sehr niedrigen Krankheitszahlen geht es außerdem um die ethische Frage: Wie viele Kinder durch die Impfung gerettet werden müssen, damit eine allgemeine Empfehlung gerechtfertigt ist - eine Impfung ist schließlich weder für Eltern noch Kind ein Vergnügen.
Die neue STIKO-Empfehlung im Detail
Im Januar hat die ständige Impfkommission STIKO nun die Impf-Empfehlung für Meningokokken B ausgesprochen - für Kinder von zwei Monaten bis fünf Jahren. Eine Impf-Empfehlung gegen den selteneren Typ C gibt es schon seit 2006 - für Kinder ab zwölf Monaten. Seitdem infizieren sich laut RKI weitaus weniger Kleinkinder mit Meningokokken C. Der Impfstoff gegen Meningokokken B ist seit 2013 zugelassen.
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Die klinische Wirksamkeit der Impfung liegt bei etwa 85 Prozent. Die Impf-Empfehlung schließe nun eine Impflücke, findet Prof. Kinderarzt Prof. "In Bezug auf die Null- bis Zwei-Jährigen ist die Datenlage sehr gering. Wir haben keine großen randomisierten, kontrollierten Studien, die zeigen, wie sehr man mit dieser Impfung die Todesfälle oder Erkrankungen vermindern kann. Und deshalb basiert diese Empfehlung an der Stelle auf Modellen.
Eine Schwierigkeit bei der Auswertung der Effektivität der Impfung besteht darin, dass die Zahlen für Meningokokken-B-Erkrankungen in den vergangenen Jahren variiert haben. "Die Erkrankung ist in den letzten Jahren zurückgegangen, war dann sehr niedrig in der Pandemie-Zeit und hat 2022 wieder ein bisschen zugenommen. Aber im Allgemeinen geht sie weltweit zurück. Und deshalb finde ich es so wichtig, dass wir eine randomisierte, kontrollierte Studie machen, um zu wissen: Was macht die Impfung zusätzlich für einen Unterschied? Einerseits. Und andererseits: Wie sicher ist sie über die nächsten zehn, 20 Jahre in Bezug auf chronische Erkrankungen und so weiter. Es geht um eine lebenslange Beeinflussung des Immunsystems. Das wollen wir ja.
Wissenschaftlich gibt es noch keine genaue Erklärung dafür, warum die Infektions-Zahl variiert, sagt auch Prof. Bogdan. "Wir haben ohne eine spezifische Impfung gegen Meningokokken B, sondern nur gegen Meningokokken C, insgesamt gesehen, dass die Zahl der Fälle rückläufig ist. Wir wissen nicht, woran das liegt. Und trotzdem muss man natürlich sagen: Schwere Infektionen, die zu Amputationen führen können, zu bleibenden neurologischen Schäden - das ist schon ein deutliches Argument dafür, dass man dagegen impft, wenn denn ein sicherer und wirksamer Impfstoff vorhanden ist.
Wie lange der Schutz der Impfung anhält, dazu gibt es noch keine Daten. Diese zu erfassen, fordert Prof. "Wir blicken auf zehn Jahre zurück, aber nicht auf zehn Jahre randomisierte, kontrollierte Studien in einem Umfang, der uns etwas über seltene Langzeitfolgen sagen kann. Wir wissen von den Daten von Millionen von Kindern, dass wir keine hochgefährlichen Signale haben. Und deshalb ist die Impfung auch in Deutschland empfohlen. Diese Frage könnte man aber wissenschaftlich angehen, um sie richtig auch für die nächsten Generationen zu beantworten.
Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Meningokokken B für Säuglinge ab zwei Monaten - gemeinsam mit der 6-fach Impfung und der Impfung gegen Pneumokokken. Ein Grund: Die Kinder sollen so früh wie möglich geschützt sein. "Es ging um die Frage: Wie kann man die Impfung in den Impfkalender integrieren, ohne zusätzliche Impfzeitpunkte zu generieren? Es ist kein Problem, zwei oder drei Impfungen gleichzeitig zu geben. Man könnte das theoretisch auch noch um jeweils eine Woche verschieben.
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Kinderärztin Dr. Dilek Önaldi-Gildein empfiehlt ihren Patienten schon seit Jahren die Impfung gegen Meningokokken B. Bisher hat sie die Säuglinge allerdings etwas später geimpft - mit drei Monaten. "Die drei Impfungen an einem Tag, das macht für die Kinder keinen Unterschied. Es ist vielleicht psychologisch für die Eltern ein bisschen einfacher, wenn sie nur eine Impfung haben. Weil ich viele Eltern habe, die dann fragen: Wird das nicht zu viel für die Kinder?
Sobald die STIKO-Empfehlung vom gemeinsamen Bundesausschuss GBA in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen und in Kraft getreten ist, müssen alle Krankenkassen die Kosten für die Impfung übernehmen. Der Impfstoff gegen Meningokokken B gilt als sehr reaktogen. Das heißt: Er löst bei vielen Kindern Impfreaktionen aus. Häufig sind lokale Schmerzen, eine Schwellung oder Rötung der Einstichstelle sowie Fieber.
Zum ersten Mal findet sich dieser Zusatz in einer STIKO-Empfehlung - und er hat viele Kinderärzte überrascht. "Dass man Paracetamol als Prophylaxe gibt, haben wir bisher nicht so gemacht. Wir haben damit auch keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Tatsächlich ist die Rate von Fieber von 70 Prozent auf 39 Prozent reduziert, wenn man Paracetamol dazugibt. Die Studie beinhaltet aber nur 155 Kinder. Wenn das Kind starke Schmerzen hat, dann kann man ihm Paracetamol geben.
Die kleine Zarah hat ihre Infektion mit Meningokokken B vor acht Jahren überlebt. Seitdem leidet sie aber an einer Niereninsuffizienz und nimmt Medikamente. Fest steht: Die Impfung gegen Meningokokken B kann kleine Kinder weitestgehend vor der furchtbaren Erkrankung schützen. Die meisten Experten sehen die Impfung als Fortschritt. Wenn die kugelförmigen Bakterien sich erst einmal in den Kinderkörpern ausbreiten, kann innerhalb von Stunden ein Leben ausgelöscht oder für immer verändert werden. Etwa acht Prozent der Menschen, die sich eine invasive Infektion mit Meningokokken B zuziehen, sterben - darunter überproportional viele kleine Kinder. Andere tragen bleibende Folgen wie amputierte Gliedmaßen, Taubheit oder kognitive Einschränkungen davon. Die Krankheit ist selten, aber grausam.
Impfschema
Für die Grundimmunisierung erhalten Kinder drei Impfdosen im Alter von zwei, vier und zwölf Monaten. Für Kleinkinder sieht die Empfehlung bis zum fünften Geburtstag eine Nachholimpfung vor. Die Impfung kann sowohl einzeln als auch zusammen mit anderen Impfungen verabreicht werden.
Mögliche Nebenwirkungen und Umgang damit
Einige Eltern machen sich Sorgen, dass das Kind schwere Nebenwirkungen durch die Impfungen erleidet. Kinderärztin Henriette Rudolph klärt auf: „Bei der Impfung gegen Meningokokken B kommt es häufiger zu hohem Fieber und Reizbarkeit. Auch Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, treten etwas häufiger auf.“ Der Körper reagiert auf den Impfstoff. „Dies sind aber alles Beschwerden, die man mit gängigen Mitteln lindern kann“, so Rudolph.
Zur Fiebersenkung oder Linderung der Beschwerden solle vor allem Paracetamol benutzt werden, da es in Studien untersucht wurde und die Impfantwort nicht stört. Vor allem bei gleichzeitiger Impfung mit dem Sechsfach- und dem Pneumokokkenimpfstoff treten laut Studien häufiger schmerzhafte, fieberhafte Reaktionen auf. Die STIKO empfiehlt daher, vorbeugend Zäpfchen mit Paracetamol bei oder kurz nach der Impfung zu geben. Sprechen Sie die Kinderärztin oder den Kinderarzt gegebenenfalls darauf an.
Nebenwirkungen, die die Kinder erfahren, sind Folgen der Immunreaktion des Körpers und können bei jedem Menschen individuell ausfallen. „Insgesamt sind diese Nebenwirkungen etwas stärker ausgeprägt als beispielsweise bei der Sechsfach-Impfung, die in einem ähnlichen Alter verabreicht wird“, sagt Henriette Rudolph.