Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Milch: Ursachen, Risiken und Vorbeugung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Viruserkrankung, die in erster Linie durch Zeckenstiche übertragen wird. In seltenen Fällen kann die Krankheit jedoch auch durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, insbesondere Rohmilchprodukten von Ziegen, Schafen oder Kühen, verursacht werden. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Vorbeugung von FSME, wobei der Fokus auf den Übertragungsweg durch Milch liegt.

Was ist FSME?

FSME wird durch das FSME-Virus verursacht, das zur Familie der Flaviviren gehört. Es existieren drei Subtypen: der fernöstliche, der europäische oder westliche und der sibirische Subtyp. In Europa erfolgt die Übertragung hauptsächlich durch Zecken, die vor allem Vögel und Säugetiere befallen. Auch Menschen können als Wirte dienen und sich mit FSME infizieren. Die FSME-Erreger kommen in einigen Ländern Europas vor und werden hauptsächlich durch infizierte Zecken auf den Menschen übertragen. Die Erkrankung tritt vorwiegend im Frühjahr und Sommer auf, vereinzelt auch im Herbst, da Zecken ab einer Außentemperatur von ca. 5 Grad Celsius aktiv werden.

Ursachen der FSME

Die Hauptursache für FSME ist der Stich einer infizierten Zecke. Allerdings kann die Erkrankung in seltenen Fällen auch durch den Verzehr von Rohmilchprodukten übertragen werden. Wenn Zecken Nutztiere wie Ziegen, Schafe oder Kühe befallen, können die FSME-Viren in den Körper der Tiere gelangen und sich dort ausbreiten. Bei weiblichen Tieren können die Viren auch in die Brustdrüsen gelangen und von dort in die Milch übergehen. Werden nun Rohmilch oder Rohmilchprodukte (z.B. Käse) von diesen Tieren konsumiert, können die FSME-Viren auf den Menschen übertragen werden.Es wird angenommen, dass nur rohe Milch sowie Rohmilchprodukte ansteckende FSME-Erreger enthalten können.

Listeriose als weitere Ursache für Meningitis

Neben FSME kann auch die Listeriose eine Meningitis verursachen. Listeriose ist eine Zoonose, die durch das Bakterium Listeria monocytogenes verursacht wird. Die Übertragung erfolgt meist über verunreinigte Lebensmittel wie unpasteurisierte Milchprodukte, Weichkäse, rohe Wurst, Rohkostsalate und geräucherte Fischprodukte. Listerien sind weit verbreitet und kommen in vielen Tierarten und in der Umwelt vor. Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Schwangere und Neugeborene sind besonders gefährdet, an Listeriose zu erkranken.

Symptome der FSME

Die meisten FSME-Infektionen verlaufen asymptomatisch. Kommt es jedoch zu einer symptomatischen Infektion, äußert sich diese in der Mehrzahl der Fälle in zwei Stadien (biphasischer Krankheitsverlauf).

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Erste Krankheitsphase:

Etwa 7-14 Tage nach dem Zeckenstich oder dem Verzehr kontaminierter Milch treten grippeähnliche Symptome auf. Diese halten ungefähr eine Woche an. Betroffene klagen über ein allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Es kann allerdings auch zu Erbrechen und Schwindel kommen. Die Anzeichen werden in dieser Phase oft mit einem Infekt oder einer Grippe verwechselt, vor allem wenn der Zeckenstich unbemerkt blieb oder der Konsum von Rohmilchprodukten nicht in Betracht gezogen wird.

Zweite Krankheitsphase:

Nach der ersten Krankheitsphase kommt es zu einem fieberfreien Intervall, das mehrere Tage bis Wochen anhalten kann. Bei etwa 70% der Patienten bei denen es zu Symptomen kommt, treten innerhalb von 21 Tagen erneut Symptome auf. Das Fieber steigt wieder und es kommen neurologische Beschwerden (Lähmungen und Bewusstseinsstörungen) hinzu. Grund dafür ist bei etwa 50 % aller Betroffenen eine isolierte Meningitis (Hirnhautentzündung). In etwa 40 % der Fälle sind nicht nur die Hirnhäute, sondern auch das Hirngewebe von der Entzündung betroffen (Meningoenzephalitis). Bei ca. 10 % der Betroffenen kommt es zu einem Entzündungsprozess in Hirn- und Rückenmarksgewebe (Meningoenzephalomyelitis). In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf das Rückenmark allein (Myelitis) oder nur auf Nervenwurzeln, die am Rückenmark entspringen (Radikulitis) beschränken.

Die Symptome sind davon abhängig, wo die Entzündung zu verorten ist:

  • Entzündung der Hirnhaut (Meningitis): Allgemeinbefinden stark eingeschränkt, Kopfschmerzen, schmerzhafte Nackensteifigkeit (Meningismus), hohes Fieber, ggf. Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheue, Unruhe. Bei Säuglingen, Kindern und Neugeborenen können weitere Symptome auf eine Meningitis hinweisen.
  • Entzündung der Hirnhäute und des Hirngewebes (Meningoenzephalitis): Da es sich bei einer Meningoenzephalitis um eine Infektion der Hirnhäute und des Hirngewebes handelt, können alle Symptome einer Meningitis (Hirnhautentzündung) ebenfalls bei einer Meningoenzephalitis vorkommen. Weitere Symptome einer Enzephalitis können beispielsweise sein: Bewusstseinsstörungen, Orientierungsstörungen, Aufmerksamkeit- und Gedächtnisstörungen, Halluzinationen, Schlafstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Epileptische Anfälle, Sprachstörungen, Lähmungen, Verhaltensänderungen, Koordinationsstörungen.
  • Entzündung des Gehirn, der Hirnhäute und des Rückenmarks (Meningoenzephalomyelitis): Bei einer Meningoenzephalomyelitis kommt es neben einer Entzündung der Hirnhäute und des Hirngewebes zusätzlich zu einer Entzündung des Rückenmarksgewebes, was sich durch folgende zusätzliche Symptome äußern kann: Sensibilitätsstörungen, Abgeschwächte Reflexe, Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung.

Symptome der Listeriose

Nach einer Infektion mit Listerien entwickeln sich innerhalb von wenigen Tagen bis zu einigen Wochen Symptome. Bei gesunden Menschen verläuft die Erkrankung oft ohne Symptome. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann eine Infektion zu einer schweren Erkrankung führen. Die Symptome können dabei sehr unterschiedlich sein. Die Krankheit beginnt langsam mit allgemeinen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen. Nach einer Weile treten evtl. Symptome einer Meningitis auf, wie z. B. Bewusstseinsstörungen und Kopfschmerzen. Eine Listeriose in der Schwangerschaft verursacht meist unspezifische Symptome wie Fieber, Magen-Darm-Beschwerden und Abgeschlagenheit. Schwangere können ihre Kinder anstecken, ohne selbst zu erkranken. Eine Infektion des Fötus in der Gebärmutter kann zu dessen Tod oder einer Frühgeburt führen. Bei Neugeborenen kann die Infektion zu Sepsis, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden und Hautausschlag führen.

Diagnose der FSME

Ein zurückliegender Aufenthalt in einem FSME-Gebiet verbunden mit einem Zeckenstich oder dem Konsum von Rohmilchprodukten, ist ein erster Hinweis auf eine Infektion mit dem Virus. Spezielle Untersuchungen ermöglichen eine sichere Diagnose:

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  • Blutuntersuchung: Im Verlauf der Erkrankung bildet der Körper sogenannte IgM- und IgG-Antikörper gegen das FSME-Virus. Diese speziellen Abwehrstoffe des Immunsystems lassen sich im Blut und im Nervenwasser (Liquor) nachweisen. Der behandelnde Arzt kann mithilfe einer Lumbalpunktion eine Liquorprobe entnehmen und sie unter anderem auf entsprechende Antikörper untersuchen, um so eine Frühsommer-Meningoenzephalitis nachzuweisen.
  • Direkter Virusnachweis: Der Virus selbst ist bereits zu Beginn der Erkrankung im Blut und Liquor nachweisbar. Ein direkter Erregernachweis ist zwar nicht Voraussetzung für die Diagnosestellung, allerdings kann man so vor einem Antikörpernachweis bereits eine Diagnose stellen.

Diagnose der Listeriose

Ein Erregernachweis kann aus Blut, Liquor, Eiter, Vaginalsekret, Lochien, Stuhl, Mekonium oder autoptischem Material erfolgen. Die Art des kulturellen Nachweises richtet sich nach der zu erwartenden Begleitflora in der Probe (direkter kultureller Nachweis bzw. Anzucht des Erregers nach Anreicherung). Ein Nachweis von Listerien in klinischem Untersuchungsmaterial ist auch mittels PCR möglich und hilfreich, falls ein kultureller Nachweis nicht mehr gelingt (z.B. unter Antibiotikatherapie).

Therapie der FSME

Da keine antivirale Therapie verfügbar ist, die FSME behandelt, können durch die Therapie nur die Symptome gelindert werden. Eine Heilung erfolgt allerdings nicht. Die Symptome werden hauptsächlich durch beruhigende, krampflösende und schmerzlindernde Medikamente verringert. Sind nach der Erkrankung neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen) verbunden, sind außerdem Rehabilitationsmaßnahmen erforderlich (z. B. Krankengymnastik).

Therapie der Listeriose

Als Medikament der ersten Wahl gelten Amoxicillin oder Ampicillin hochdosiert, kombiniert mit einem Aminoglykosid (sofern nicht z.B. wegen Schwangerschaft kontraindiziert). In zweiter Linie ist Cotrimoxazol zu empfehlen. Die Therapiedauer sollte angesichts der Gefahr von Rezidiven mindestens 3 Wochen, bei Rhombenzephalitis oder Hirnabszess sogar 6 Wochen und bei Endokarditis 4-6 Wochen betragen.

Verlauf und Prognose der FSME

Die Prognose der FSME ist individuell und davon abhängig unter welcher Verlaufsform man leidet. In den meisten Fällen heilt die Krankheit folgenlos aus. Bei schweren Verläufen können jedoch bleibende Schäden am Nervensystem entstehen, es kann sogar zum Tod kommen. Der konkrete Verlauf hängt davon ab, welche Strukturen des Nervensystems betroffen sind.

  • Sind nur die Hirnhäute entzündet (isolierte Meningitis), heilt die FSME in der Regel ohne Folgeschäden zu hinterlassen aus.
  • Wenn zusätzlich das Gehirngewebe entzündet ist (Meningoenzephalitis) bleiben bei etwa 20% der Patienten neurologische Defizite.
  • Ist zusätzlich das Rückenmarksgewebe betroffen (Meningoenzephalomyelitis), bleiben bei etwa 50% der Patienten neurologische Defizite zurück.

Die Prognose hängt also von unterschiedlichen Faktoren ab. Eine schlechtere Prognose haben in der Regel immungeschwächte Patienten, sowie Patienten, die zum Erkrankungszeitpunkt bereits über 60 Jahre alt sind. Außerdem gilt es als prognostisch ungünstig, wenn Männer an FSME erkranken. Die allgemeine Letalität bei FSME liegt bei ca. 1 %, handelt es sich um eine FSME die sich als (Meningo)Enzephalomyelitis zeigt, liegt die Letalität sogar bei ca. 30%.

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Verlauf und Prognose der Listeriose

Die Gefahr einer manifesten Erkrankung besteht hauptsächlich für abwehrgeschwächte Personen wie Neugeborene, alte Menschen, Patienten mit chronischen Erkrankungen (z.B. Tumoren, AIDS) oder Glukokortikoid-Therapie, Transplantierte und Schwangere. Bei Schwangeren verläuft die Erkrankung in der Regel unter einem relativ unauffälligen grippeähnlichen Bild oder zum Teil sogar symptomfrei. Dabei besteht die Möglichkeit eines Überganges der Infektion auf das ungeborene Kind mit der Gefahr, dass das Kind infiziert zur Welt kommt oder es zu einer Früh- oder Totgeburt kommt.

Risikogruppen für FSME

Als Risikogruppe sind vor allem solche Menschen einzustufen, die sich in der freien Natur der Risikogebiete aufhalten, sei es aus privaten oder beruflichen Gründen (Wanderer, Landwirte, Förster,..). Besonders anfällig für Komplikationen sind allerdings vor allem ältere Menschen (>60 Jahre), immungeschwächte Menschen und ungeimpfte Menschen.

FSME-Risikogebiete

Nicht alle Zecken sind mit FSME infiziert. Die Wahrscheinlichkeit, dass es an Orten mit FSME infizierte Zecken gibt, ist stark gebietsabhängig. Regionen, in denen regelmäßig Infektionen auftreten, bezeichnet man als Risikogebiete. In Deutschland gelten einige Bundesländer, vorrangig im Süden, als Risikogebiete. Zu diesen gehören: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen sowie im Thüringen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und das Saarland. Außerhalb der Risikogebiete werden in Deutschland nur vereinzelte FSME-Infektionen beobachtet. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht jedes Jahr im Frühling eine aktuelle Karte mit den FSME-Risikogebieten in Deutschland.

Darüber hinaus treten FSME-Erkrankungen auch in anderen Ländern Europas auf. Weitere Risikogebiete befinden sich unter anderem in: Österreich, Schweiz, Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Polen, Russland, Weißrussland, Schweden, Dänemark, Finnland, Italien, Slowenien, Kroatien, Albanien.

Vorbeugung gegen FSME

Effektive Vorbeugung kann zum einen durch Prävention und zum anderen durch eine entsprechende Impfung erfolgen. Bei Aufenthalten in Risikogebieten sollten Sie sich unbedingt impfen lassen, da >98% der FSME Infizierten in Deutschland, Österreich und der Schweiz beispielsweise nicht oder nicht vollständig geimpft waren.

Maßnahmen gegen Zeckenstiche:

  • Tragen Sie in der freien Natur schützende Kleidung (lange Hosen und Ärmel, Strümpfe, feste Schuhe, Hosenbeine in die Strümpfe gesteckt)!
  • Benutzen Sie zeckenabweisende Mittel! (Achtung: Zeitlich begrenzte Wirkung und kein vollständiger Schutz)
  • Meiden Sie FSME-Risikogebiete!
  • Sollten Sie eine Zecke entdecken, entfernen Sie sie umgehend am besten mit einer Pinzette oder einem Instrument zur Zeckenentfernung
  • Zecke mit Zeckenpinzette so nah wie möglich an der Haut, an der Stichstelle greifen und langsam und gerade herausziehen
  • Desinfektion der Einstichstelle
  • die Zecke nicht zusammendrücken oder verdrehen (sonst besteht die Gefahr, dass infizierter Speichel in die Wunde gelangt)
  • auf keinen Fall Hausmittel (z. B. Öl) benutzen, da auf diese Weise ebenfalls infizierter Speichel in den Körper gelangen kann

Achtung: Auch wenn Sie eine Zecke rasch entfernt haben, können Sie sich mit FSME-Viren infiziert haben. Wenn die Zecke einmal zugebissen hat, können die Viren sofort auf den Menschen übergehen. Sichere Vorbeugung kann nur durch eine Impfung erfolgen! Eine schnelle Entfernung schützt ebenfalls vor Borreliose, da die Wahrscheinlichkeit sich durch den Zeckenstich mit Borrelliose zu infizieren besonders hoch ist, wenn das Saugen der Zecke mehr als 12 Stunden andauert.

FSME-Impfung

Die FSME-Impfung (Zeckenimpfung) bietet sicheren Schutz. Sie besteht aus 3 Teilimpfungen und wird in die Muskulatur des Oberarms gespritzt. Zwei Impfungen verleihen Ihnen höchstens zeitlich begrenzten Schutz (z. B. während eines Urlaubs in einem Risikogebiet).

  • Konventionelles Impfschema: Die ersten beiden FSME-Impfungen erhalten Sie je nach verwendetem Impfstoff im Abstand von 2 Wochen bis 3 Monaten. Die dritte Impfung erfolgt nach weiteren 5-12 oder nach 9-12 Monaten. 2 Wochen nach der zweiten Impfung setzt der vorübergehende Impfschutz bereits ein, der für die laufende Saision zunächst ausreichend ist. Die Grundimmunisierung schützt mindestens 3 Jahre vor der Erkrankung und ist nach der dritten Impfung abgeschlossen. Bei weiterbestehender Indiktation sollte nach 3 Jahren eine erste Auffrischimpfung erfolgen. Weitere Auffrischimpfungen sind in der Regel im Abstand von 5 Jahren nötig.
  • Schnellimmunisierung: Ist ein schneller Impfschutz gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis nötig, kommt dieses spezielle Impfschema zum Einsatz. Auch hier hängt das Impfschema vom verwendeten Impfstoff ab. Beispielweise können die ersten beiden Impfungen dabei im Abstand von einer Woche erfolgen. Die dritte erfolgt zwei Wochen nach der zweiten FSME-Impfung, also drei Wochen nach der ersten Impfung. Ein verlässlicher, aber nur vorübergehender Impfschutz, besteht ab dem Tag der letzten Impfung (etwa nach 3 Wochen). Alternativ ist es möglich, die beiden ersten Impfungen in einem Abstand von zwei Wochen zu verabreichen und eine dritte Impfung nach 5-12 Monaten.

Eine erste Auffrischimpfung wird nach 3 Jahren notwendig. Weitere Auffrischimpfungen (bei Menschen unter 50 Jahren) sind erst wieder nach 5 Jahren zu empfehlen. Bei Personen ab 50 Jahren ist der Impfschutz jedoch nur sicher, wenn die Auffrischung weiterhin alle 3 Jahre stattfindet, denn in dieser Altersklasse reagiert das Abwehrsystem schwächer auf die Impfung.

Nebenwirkungen treten nur in sehr seltenen Fällen auf. Bei Kindern unter 3 Jahren ist vor der Impfung ein Arzt zu konsultieren, da diese nach der Impfung häufiger unter hohem Fieber leiden.

Vorbeugung gegen Listeriose

  • Lebensmittel, insbesondere vakuumverpackte Lebensmittel, sollten möglichst zügig nach Einkauf und weit vor Ablauf der angegebenen Mindesthaltbarkeit verbraucht werden.
  • Risikogruppen, insbesondere Schwangere und Patienten mit schweren Grunderkrankungen bzw. Immunsuppression, sollten auf den Verzehr von Rohmilch und Rohmilchprodukten, Rohfleischerzeugnisse (z.B. Hackepeter) und Rohwurst (z.B. Mettwurst) verzichten.
  • Ausreichend Hitze, zum Beispiel durch Kochen, Braten und Pasteurisieren, tötet Listerien in Lebensmitteln ab.
  • Obst, Gemüse und frische Kräuter sorgfältig waschen - am besten unter fließendem Wasser.
  • Hände vor der Zubereitung von Speisen gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Reinigungsgegenstände wie feuchte Lappen und Tücher nach Gebrauch trocknen und mindestens einmal pro Woche wechseln.

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