Die Neurologie befasst sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven sowie der Muskulatur einschließlich ihrer versorgenden Blutgefäße und der umgebenen Gewebe. In Wilhelmshaven gibt es eine Vielzahl von neurologischen Praxen und Kliniken, die eine umfassende Versorgung für Patienten mit neurologischen Erkrankungen anbieten. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt, und das Wohlergehen der Patienten hat höchste Priorität. Ein harmonischer Umgang miteinander und eine wertschätzende Haltung tragen dazu bei, dass sich Patienten gut betreut fühlen. Das oberste Ziel der medizinischen Behandlung ist die Verbesserung der Lebensqualität.
Diagnostische Verfahren in der Neurologie
Moderne Apparatetechnik spielt eine entscheidende Rolle bei der diagnostischen Abklärung neurologischer Symptome. Zu den wichtigsten Verfahren gehören:
EEG (Elektroenzephalographie): Bei dieser harmlosen Untersuchung werden mittels auf der Kopfhaut platzierten Elektroden die Hirnströme abgeleitet und gemessen. Während der ca. 20-minütigen Aufzeichnung können sich Patienten in einem bequemen Sessel entspannen und die Augen schließen. Veränderungen können bei Durchblutungsstörungen und Hirnstoffwechselstörungen registriert werden. Weiterhin lassen sich bei Epilepsie typische Krampfpotentiale ableiten.
Elektromyographie (EMG): Bei der Elektromyographie können mit feinen Nadeln die Muskelaktivität gemessen und eine evtl. vorliegende Schädigung im Muskel festgestellt werden.
Nervenleitgeschwindigkeit (NLG): Bei Verdacht auf Nervenschädigung (z. B. Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Händen und Füßen) werden durch schwache Reizung der Nerven die Weiterleitung des Impulses registriert und die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) berechnet.
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VEP (Visuell evozierte Potentiale): Bei unklaren Sehstörungen wird der Sehnerv mittels VEP untersucht. Die Untersuchung ist schmerzfrei. Patienten bekommen Elektroden an den Kopf gesetzt und schauen auf einen Monitor, auf dem ein „springendes“ Schachbrettmuster zu sehen ist. Anhand dieser Untersuchung kann festgestellt werden, wie schnell der Sehnerv den optischen Reiz an das Gehirn weiterleitet.
SEP (Somatosensorisch evozierte Potentiale): Durch Elektroden an Armen und Beinen wird eine elektrische Stimulation sensibler oder gemischter Nerven ausgelöst. Die Reizantwort im Gehirn kann äußerlich abgeleitet werden. Somit lässt sich eine Störung im Bereich der sensiblen Bahnen erkennen. Unklare Sensibilitätsstörungen können so besser eingeordnet werden.
Ultraschalluntersuchung der Hirngefäße: Mit hochmoderner Ultraschalltechnik ist es möglich, die Durchblutung der Halsschlagader und anderer Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgen, zu untersuchen. Die Ultraschalluntersuchung ist absolut ungefährlich und schmerzfrei. Es lassen sich hiermit Strömungsverhältnisse, Stenosen bzw. Verengungen der Gefäße erkennen.
Gedächtnistests: Wenn Patienten an Gedächtnisproblemen leiden, können mit Hilfe der üblichen Standardtests schnell der Schweregrad eingeschätzt und eine entsprechende Diagnostik eingeleitet werden.
Handtherapie: Spezialisierte Behandlung für Erkrankungen der Hand
Störungen des hoch komplizierten Systems der Hand können nach Operationen, Unfällen, Entzündungen und durch degenerative Prozesse auftreten. Die Behandlung dieser Störungen erfordert ein hohes Maß an Kompetenz und Erfahrung. Neben klassischen Techniken wie z. B. die Manuelle Therapie werden auch ganzheitliche Methoden in die Behandlung integriert.
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Schwerpunkte der Handtherapie
- Ergotherapeutische Behandlung: Ergotherapie unterstützt Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ziel ist es, die Selbstständigkeit im Alltag, in der Schule oder im Beruf zu erhalten oder wiederzuerlangen.
- Handrehabilitation: Die Handrehabilitation umfasst die therapeutische Nachsorge von Handverletzungen und Handerkrankungen jeder Art. Besonderen Wert wird dabei auf eine gute Beratung, Aufklärung und Anleitung der Patienten gelegt. Eine gute klientenzentrierte Zusammenarbeit sowohl in der Praxis als auch in der Anleitung des Eigentrainings ist der beste Weg, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen.
- Schienenbau: Im Bereich der Handtherapie gehört die Herstellung von thermoplastischen Schienen zur Nachbehandlung von operativen Eingriffen oder komplexen Verletzungen an der Hand dazu.
- Behandlungsspektrum: Das Behandlungsspektrum umfasst u.a. Frakturen, Verletzungen am Kapsel-Band Apparat, Muskulatur und Sehnen, Morbus Dupuytren, Nervenläsionen, Karpaltunnelsyndrom, Weichteilverletzungen und Überlastungssyndrome, CRPS, rheumatische Erkrankungen, Arthrosen und Sportverletzungen.
- Therapeutische Maßnahmen: Zu den therapeutischen Maßnahmen gehören u.a. Statuserhebung zu Beweglichkeit, Muskelkraft und Koordination, Erstellung eines individuellen Eigenübungsprogrammes, Feinmotorik- / Koordinationstraining, Sensibilitätstraining, Krafttraining, Narbenbehandlung, Ödembehandlung, Faszienbehandlung, Schmerztherapie, Spiegeltherapie und thermische Anwendungen (Wärme / Kälte).
Handtherapie-Netzwerk
Um eine optimale Versorgung der Patienten zu gewährleisten, gibt es ein Netzwerk von Handtherapeuten in verschiedenen Regionen. Diese Regionalgruppen treffen sich regelmäßig zum Austausch und zur Fortbildung.
- Regionalgruppe München: Die Regionalgruppe München wurde im Juni 2001 gegründet und besteht derzeit aus ca. 40 Mitgliedern. Die Treffen finden regelmäßig alle drei Monate statt.
- Regionalgruppe Münster: Die RG Münster trifft sich regulär 2x im Jahr montags um 19 Uhr in der Ergotherapiepraxis Michael Fleischer Friedrich-Ebert-Str. Je nach Thema oder Referent kann der Veranstaltungsort wechseln.
- Regionalgruppe Nordhessen / Südniedersachsen: Am 29.09.2018 wurde die RG Nordhessen / Südniedersachsen in Kassel gegründet. Inzwischen sind es ca. Es werden 2 feste Treffen im Jahr veranstaltet, deren Themen die Mitglieder selbst vorschlagen und inhaltlich mitgestalten.
- Regionalgruppe Bodensee: Die Regionalgruppe Bodensee hat aktuell 10 Mitglieder und trifft sich 2x pro Jahr.
- Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm: Die Treffen finden derzeit 2x jährlich, vorzugsweise Mittwochabend, ca. Die Vorträge an den Veranstaltungen werden von ärztlichen und therapeutischen Referentinnen und Referenten gestaltet und sichern somit die gemeinsame Zusammenarbeit und den intensiven Austausch im handtherapeutischen Bereich. Unsere regelmäßigen Treffen werden im Sinne einer Fortbildungsveranstaltung ausgerichtet. DAHTH-Mitglieder erhalten Fortbildungspunkte.
Weitere Therapieangebote
Neben der Neurologie und Handtherapie gibt es in Wilhelmshaven auch weitere Therapieangebote, wie z.B.:
- Physiotherapie: Physiotherapeutische Anwendungen mobilisieren gezielt die betroffenen Körperteile und steigern so Schritt für Schritt die Beweglichkeit. So machen Bewegung und Sport wieder Spaß.
- Ergotherapie: Ergotherapie unterstützt Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ziel ist es, die Selbstständigkeit im Alltag, in der Schule oder im Beruf zu erhalten oder wiederzuerlangen.
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