MSM und seine Wirkung bei Alzheimer: Ein umfassender Überblick

Einleitung

Alzheimer ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die durch Gedächtnisverlust, kognitive Beeinträchtigungen und Verhaltensänderungen gekennzeichnet ist. Da es derzeit keine Heilung gibt, konzentriert sich die Forschung auf präventive Maßnahmen und Therapien zur Linderung der Symptome. In diesem Zusammenhang rücken Nahrungsergänzungsmittel wie Methylsulfonylmethan (MSM) zunehmend in den Fokus. Dieser Artikel untersucht die potenziellen Wirkungen von MSM auf Alzheimer und Demenz, basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Was ist MSM?

MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine natürlich vorkommende organische Schwefelverbindung, die sowohl im menschlichen Körper als auch in der Natur vorkommt. Es wird für seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und seine besonders gute Verträglichkeit geschätzt. MSM wird oft zur Linderung von Entzündungen, zur Verbesserung der Gelenkgesundheit, zur Schmerzlinderung und zur Unterstützung bei Allergien eingesetzt. Auch Sportler und körperlich aktive Menschen können von den muskelregenerativen Effekten des MSM profitieren.

Die Rolle von Schwefel im Körper

Schwefelverbindungen sind für die Gesundheit der Haut von großer Bedeutung und werden zudem für den Aufbau von Keratin-Strukturen in Nägeln und Haaren benötigt. MSM scheint besonders die körpereigene antioxidative Kapazität zu erhöhen und weniger als direktes Antioxidans zu wirken.

MSM und seine potenzielle Wirkung bei Alzheimer

Antioxidative Eigenschaften

Oxidativer Stress spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Alzheimer. Freie Radikale, die bei der Energiegewinnung entstehen, können im Übermaß zu oxidativem Stress führen und Nervenzellen schädigen. MSM besitzt antioxidative Eigenschaften, die dazu beitragen können, freie Radikale zu neutralisieren und die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Entzündungshemmende Wirkung

Entzündungen im Gehirn sind ein weiterer Faktor, der zur Entwicklung von Alzheimer beitragen kann. MSM hat entzündungshemmende Eigenschaften, die dazu beitragen können, Entzündungen zu reduzieren und die Nervenzellen zu schützen.

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Erhöhung der antioxidativen Kapazität

MSM scheint besonders die körpereigene antioxidative Kapazität zu erhöhen und weniger als direktes Antioxidans zu wirken.

Förderung der Gelenkgesundheit

MSM wird auch besonders gern zur Förderung der Gelenkgesundheit und entzündlichen Beschwerden der Gelenke eingesetzt.

Beteiligung von Darmbakterien

Aktuelle Forschungsarbeiten legen nahe, dass die Verwertung von MSM nicht über den direkten Stoffwechsel des Menschen, sondern den seiner Darmbewohner erklärt werden kann.

Dosierung und Einnahme

Für die meisten Indikationen erfolgt eine Einnahme von ca. 2-3 g MSM am Tag. In manchen Studien wurden aber auch Dosierungen im Bereich von 4-6 g eingesetzt. Aufgrund der (wahrscheinlichen) Beteiligung von Darmbakterien bei der Verwertung, wird aus ganzheitlicher Sicht die verteilte Einnahme mehrerer kleiner Dosen über den Tag, anstelle einer einzelnen hohen Dosis empfohlen.

Sicherheit und Verträglichkeit

Die Einnahme von MSM gilt (auch in höheren Dosen) als sicher. Es sind keine nennenswerten Nebenwirkungen bekannt. In toxikologischen Studien mit Ratten wurden selbst bei einer längerfristigen Einnahme (90 Tage) von 1000-1500 mg/kg keine negativen Auswirkungen festgestellt. Hochgerechnet auf den Menschen würde das etwa 30-42 g entsprechen. Auch in Humanstudien zur Sicherheit von MSM wurden keine negativen Effekte verzeichnet.

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Weitere wichtige Nährstoffe bei Alzheimer

Neben MSM gibt es weitere Nährstoffe, die eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung und Behandlung von Alzheimer spielen können:

B-Vitamine (B6, B9, B12)

Ein Mangel an B-Vitaminen, insbesondere B6, Folsäure (B9) und B12, kann das Risiko für Alzheimer erhöhen. Diese Vitamine sind wichtig für den Homocystein-Abbau und die Funktion der Nervenzellen.

Vitamin D

Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer in Verbindung gebracht. Vitamin D unterstützt die Kommunikation der Nervenzellen und könnte diese langfristig vor dem Absterben bewahren.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA, sind wichtig für die Gesundheit des Gehirns und könnenEntzündungen reduzieren.

Astaxanthin

Astaxanthin ist ein starkes Antioxidans, das die Blut-Hirn-Schranke überwinden und die Zellen vor oxidativem Stress schützen kann.

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Ernährungsempfehlungen bei Alzheimer

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten ist wichtig für die Vorbeugung und Behandlung von Alzheimer. Es ist ratsam, den Konsum von gesättigten Fetten, Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren.

Andere Faktoren, die das Alzheimer-Risiko beeinflussen

Neben der Ernährung gibt es weitere Faktoren, die das Risiko für Alzheimer beeinflussen können:

  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität kann die Durchblutung des Gehirns verbessern und das Risiko für Alzheimer reduzieren.
  • Geistige Aktivität: Geistig aktiv zu bleiben, z. B. durch Lesen, Rätsel lösen oder das Erlernen neuer Fähigkeiten, kann die kognitiven Fähigkeiten erhalten und das Risiko für Alzheimer reduzieren.
  • Soziale Kontakte: Soziale Interaktionen und ein aktives soziales Leben können das Risiko für Alzheimer reduzieren.

Fazit

MSM ist eine vielversprechende natürliche Substanz mit potenziellen positiven Wirkungen auf Alzheimer und Demenz. Seine antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften können dazu beitragen, die Nervenzellen zu schützen und die kognitiven Funktionen zu erhalten. MSM sollte jedoch nicht als alleinige Therapie betrachtet werden, sondern als Teil eines umfassenden Ansatzes, der eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, geistige Aktivität und soziale Kontakte umfasst. Weitere Forschung ist erforderlich, um die genauen Wirkmechanismen von MSM bei Alzheimer zu verstehen und seine Wirksamkeit in klinischen Studien zu bestätigen.

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