Multiple Sklerose, Buddhismus und die Suche nach innerem Frieden: Bücher als Wegweiser

Die Diagnose Multiple Sklerose (MS) stellt Betroffene vor vielfältige Herausforderungen. Neben den körperlichen Einschränkungen spielen auch psychische Belastungen eine große Rolle. In dieser Situation suchen viele Menschen nach Wegen, um mit der Krankheit besser umzugehen, innere Ruhe zu finden und ihre Lebensqualität zu verbessern. Dabei können Bücher über Buddhismus und Achtsamkeit wertvolle Unterstützung bieten. Dieser Artikel beleuchtet die Verbindung zwischen MS, buddhistischer Philosophie und der Rolle von Büchern als Wegweiser zu einem erfüllteren Leben.

Buddhismus und MS: Eine unerwartete Verbindung

Auf den ersten Blick mag es überraschen, eine Verbindung zwischen einer neurologischen Erkrankung wie MS und dem Buddhismus zu sehen. Doch die buddhistische Lehre bietet einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen will. Gerade bei chronischen Erkrankungen, die oft mit Stress, Angst und Depressionen einhergehen, können buddhistische Prinzipien wie Achtsamkeit, Akzeptanz und Mitgefühl helfen, den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern.

Seelisches Gleichgewicht gilt im Buddhismus schon seit Jahrhunderten als Weg zum Glück. Eine positive und entspannte Haltung kann Dir helfen, Dein Leben mit MS besser zu bewältigen. Den täglichen Herausforderungen mit innerer Ruhe zu begegnen, kannst Du lernen. Dafür gibt es verschiedene Entspannungsverfahren. In der Ruhe liegt die Kraft.

Entspannungsmethoden und Achtsamkeit: Werkzeuge für den Alltag mit MS

Viele MS-Betroffene fühlen sich im Alltag überfordert und von den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen erdrückt. In solchen Phasen ist es wichtig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und abzuschalten. Entspannungsmethoden können helfen, Abstand von den täglichen Belastungen zu gewinnen. Durch den Blick nach innen findest Du mehr Gelassenheit und Ruhe und gewinnst Abstand zu Deinen Sorgen.

Es gibt eine ganze Reihe an Entspannungsmethoden, die Du - auch trotz MS - anwenden kannst. Durch Steuerung Deiner Gedanken gelingt es Dir, Deinen Körper in einen Entspannungszustand zu versetzen. Gleichmäßiges, bewusstes Atmen kann Dir helfen, Dein Nervensystem auszugleichen und Stressreaktionen zu mildern. Durch bewusstes An- und Entspannen Deiner Muskeln, kannst Du Verspannungen und innere Anspannungen lösen. Langsame fließende Bewegungen in Kombination mit Aufmerksamkeit und Atmung sollen die Selbstheilkräfte stärken und durch Stress blockierte Energie im Körper wieder zum Fließen bringen. Durch bewusste Steuerung von Atmung und Bewegung kannst Du innere Ruhe und gedankliche Leere fördern. Mit Meditation, Körper- und Atemübungen und findest Du Entspannung. Wenn Du das für Dich richtige Entspannungsrezept gefunden hast, versuche am Ball zu bleiben.

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Achtsamkeit ist ein zentraler Bestandteil buddhistischer Praxis. Sie bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu lenken, ohne zu urteilen. Im Kontext von MS kann Achtsamkeit helfen, die eigenen Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle bewusster wahrzunehmen und anzunehmen. Dies kann dazu beitragen, Stress abzubauen, Ängste zu reduzieren und die Selbstakzeptanz zu fördern.

Stressbewältigung: Den Teufelskreis durchbrechen

Stress ist ein allgegenwärtiger Begleiter im modernen Leben. Für Menschen mit MS kann Stress jedoch eine zusätzliche Belastung darstellen, die sich negativ auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Es ist daher wichtig, Strategien zur Stressbewältigung zu entwickeln.

Stress, von Englisch „stress“, bedeutet wörtlich Druck oder Spannung. Hinter dem Begriff verbergen sich eigentlich nur körperliche und psychische Reaktionen, die durch äußere Reize hervorgerufen werden. Stress gehört schon immer zum Leben dazu und ist per se nichts Schlechtes: Seine Aufgabe ist es, die Leistungsbereitschaft des Menschen zu steigern. In Stresssituationen setzt Dein Körper verschiedene Hormone frei: Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin. Sie bewirken, dass Dein Puls und Blutdruck steigen. Auch die Durchblutung in Deinen Muskeln nimmt zu und Deine Sinne werden geschärft. Dein Körper ist bereit zu handeln. Wenn diese Stresshormone allerdings nicht durch körperliche Anstrengung gemindert werden, bleibt der Hormonspiegel erhöht. Stress ist nicht gleich Stress und wird von jedem anders empfunden: Was für den einen eine Belastung ist, stellt für den anderen lediglich eine Herausforderung dar. Dementsprechend unterscheiden Psychologen zwischen positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Distress).

Bücher über Buddhismus und Achtsamkeit können wertvolle Anregungen und Übungen zur Stressbewältigung bieten. Sie helfen, die eigenen Stressoren zu erkennen, negative Denkmuster zu durchbrechen und gesündere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Buchtipps: Inspiration und praktische Anleitungen

Es gibt eine Vielzahl von Büchern, die sich mit Buddhismus, Achtsamkeit und Stressbewältigung auseinandersetzen. Hier eine kleine Auswahl, die für Menschen mit MS besonders hilfreich sein können:

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  • "Der Kleine Alltagsbuddhist" von Maren Schneider: Dieses Buch vermittelt den Achtfachen Pfad in leichtfüßigen Kurzeinführungen und bietet kurze Übungen, die jeder in seinen Alltag einbauen kann. "Rechtes Denken", "Rechte Rede" oder "Rechtes Handeln" können das Leben nachhaltig verwandeln.
  • "Jetzt! Die Kraft der Gegenwart" von Eckhart Tolle: Dieser Ratgeber zeigt, wie wichtig es ist, immer im Hier und Jetzt zu leben. Weder über die Vergangenheit, noch über die Zukunft nachzudenken, ist wichtig, um glücklich zu sein. Das Buch beschreibt Entspannungs- und Meditationsmethoden, die dem Leser helfen sollen, sich in der Gegenwart zu verankern.
  • "Das weise Herz" von Jack Kornfield: Dieses Buch vermittelt die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie und bietet ein durchweg positives und ermutigendes Menschenbild.
  • "Mit Rick Hansons einzigartiger Kombination aus Gehirnforschung, Buddhismus und Psychologie zu innerem Frieden": Der Psychologe Rick Hanson verbindet Neurowissenschaft mit den grundlegenden Ideen des Buddhismus und beschreibt, wie wir unsere neuronalen Schaltkreise im Gehirn stärken können, um tiefgehende Ruhe, Zufriedenheit, Güte und Weisheit zu kultivieren.
  • "Nur wer loslässt, kann auch fliegen" von Master Guo Jun: In diesem Buch wird die buddhistische Lebensweisheit mit viel Wärme und Humor nähergebracht. Anhand zahlreicher Anekdoten zeigen die Autoren, beide buddhistische Meister, wie man mit schwierigen Lebenssituationen umgehen und sie für das persönliche Wachstum nutzen kann.
  • "Die Seele will frei sein" von Michael A. Singer: In diesem Buch schildert der Autor seine Erlebnisse und zeigt mit einfachen Übungen, wie wir durch gezielte Bewusstseinsentwicklung zu Selbsterkenntnis und innerer Erfüllung gelangen können.

Diese Bücher können als Inspiration dienen und praktische Anleitungen für den Alltag mit MS bieten. Sie helfen, die eigenen Ressourcen zu aktivieren, innere Stärke zu entwickeln und den Herausforderungen der Krankheit mit mehr Gelassenheit und Akzeptanz zu begegnen.

Weitere Bücher, die inspirieren können

  • "Die vier Versprechen" von Miguel Ruiz: Dieser praktische Ratgeber begleitet den Leser auf dem Weg zur inneren Transformation. Die Befreiung liegt in der Befreiung von der Verantwortung für das Leiden anderer, und die vier Versprechen, die den Titel geben, sollen dabei helfen.
  • "Think the Yoga Way" von Bettina Schuler: Die Methoden in diesem Buch basieren auf der Überzeugung, dass jeder glücklich sein kann. Die Autorin überträgt die alte Weisheit in die Gegenwart und zeigt, wie wir in Harmonie mit uns und unseren Mitmenschen leben können. Yoga ist keine Trendsportart - Yoga ist vor allem eine Lebenseinstellung.
  • "The Secret - Das Geheimnis" von Rhonda Byrne: Dieses Buch beschreibt die Kraft des Denkens und der Imagination, das heißt, dass sich die Sachen, über die man nachdenkt, materialisieren können.
  • "Soul Master" von Maxim Mankevich: Der Autor zeigt, wie man die Urkräfte seiner Seele wacht. Die Seele, als Quelle unerschöpflicher Weisheit und Kraft, birgt das Potenzial, ein erfülltes Leben zu führen.
  • "Mediale Medizin" von Anthony William: In diesem Buch teilt Anthony William das revolutionäre Heilwissen, das er als medizinisches Medium in seiner langjährigen und erfolgreichen Praxis gesammelt hat. Er deckt die Ursachen von Erkrankungen auf, die in der Schulmedizin oft als chronisch oder unheilbar gelten - darunter Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, Typ-2-Diabetes, hormonelle Störungen, das chronische Müdigkeitssyndrom und andere.

Das Go-Spiel als Spiegel buddhistischer Prinzipien

Obgleich das Go-Spiel viel älter ist als der Buddhismus, wurde es von Buddhisten als anschauliche Verkörperung von Grundprinzipien der buddhistischen Sicht auf die Wirklichkeit und das Leben erkannt. Die buddhistische Philosophie beruht auf vier grundlegenden Prinzipien: Leere, Unbeständigkeit, wechselseitige Abhängigkeit und Nicht-Selbst. Jedes dieser Prinzipien ist auf unmittelbare Weise im Go-Spiel enthalten. William S. Cobb betrachtet in seinem Buch "Betrachtungen über das Go-Spiel" das Spiel aus verschiedensten Blickwinkeln und zeigt dabei, wie es aufgrund dieser Prinzipien den Spielern die Erfahrung einer Weltsicht ermöglicht, die sich von der im Westen verbreiteten deutlich unterscheidet.

Multiple Sklerose und die Suche nach Glück: Eine persönliche Geschichte

Steffi Tauber hat Multiple Sklerose (MS). Und sie macht das Beste daraus. Dass sie ihren Traum, als Schauspielerin, Sängerin und Musikerin unterwegs zu sein, weitestgehend begraben musste, schmerzt. Aber sie bleibt nicht im Schmerz stecken. In ihrem Buch erzählt sie über die Wege, die sie einschlägt, um trotz aller Einschränkungen glücklich zu sein. Und die Sprache, in der sie schreibt, ist unglaublich bewegend.

Steffi Tauber sagt: »„Fliegen wäre auch eine Option”, denke ich so für mich. In Zukunft lass ich den Stock häufiger mal stehen, wenn ich nachts aufbreche, um irgendetwas zu erledigen. Manchmal träume ich, wie ich durch den Wald spaziere, irgendwo gemütlich entlangschlendere. Nach meinen Spazierträumen fühle ich mich immer irgendwie gut. Irgendwie frisch, hoffnungsvoll. „Steffi, träum weiter!”, raunt mir ein leises Stimmchen zu… „Ja, mach ich!” sage ich zu mir selbst. Das werde ich definitiv tun, auch wenn ich weiterhin nur im Traum die Flügel ausbreite.« Hilfreich für alle, die selbst oder deren Lieben unter Krankheit und Schicksalsschlägen leiden.

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