Mutterkraut (Tanacetum parthenium), Magnesium und ihre potenzielle Rolle bei der Linderung von Migräne sind Themen von großem Interesse, insbesondere für Menschen, die nach natürlichen Alternativen oder Ergänzungen zu herkömmlichen Medikamenten suchen. Dieser Artikel beleuchtet die Eigenschaften von Mutterkraut, die Bedeutung von Magnesium und untersucht, wie diese in Kombination oder einzeln zur Vorbeugung und Behandlung von Migräne eingesetzt werden können.
Mutterkraut: Eine traditionelle Heilpflanze im Fokus
Mutterkraut, botanisch als Tanacetum parthenium bekannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Es wird auch als "falsche Kamille" oder "Fieberkraut" bezeichnet.
Historische Verwendung und Eigenschaften
Seit Jahrhunderten wird Mutterkraut in der Volksmedizin geschätzt. Die alten Griechen nutzten es bei Frauenleiden, woher auch der Name "Mutterkraut" rührt. Im Mittelalter galt es als Allheilmittel und wurde bei Fieber, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Mutterkraut erreicht eine Höhe von 30 bis 80 cm und bildet weiße Blütenkörbchen mit gelber Mitte. Die Blätter sind fiederteilig und verströmen beim Zerreiben einen charakteristischen, kampferartigen Geruch.
Inhaltsstoffe und Wirkungsweise
Die Heilwirkung des Mutterkrauts basiert auf einer Vielzahl von Inhaltsstoffen. Parthenolid gilt als Hauptwirkstoff des Mutterkrauts. Dieses Sesquiterpenlacton hat entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften. Mutterkraut enthält verschiedene Flavonoide wie Luteolin und Apigenin. Der charakteristische Geruch des Mutterkrauts rührt von seinen ätherischen Ölen her. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten dem Mutterkraut eine schmerzlindernde und antientzündliche Wirkung bestätigen, das gilt vor allem für den Inhaltsstoff Parthenolid. Gemäß der wissenschaftlichen Literatur kommen zur Vorbeugung der Migräne gleich drei positive Effekte des Mutterkrauts zur Geltung: Mutterkraut wirkt frühzeitig - noch bevor der Schmerz beginnt. Parthenolid aus Mutterkraut hemmt die Erweiterung der Blutgefäße im Kopf und verhindert Entzündungsvorgänge, die den Schmerz verursachen.
Anwendung von Mutterkraut
Mutterkraut findet in der Naturheilkunde vielfältige Anwendung. Die bekannteste und am besten untersuchte Anwendung des Mutterkrauts ist die vorbeugende Behandlung von Migräne. Regelmäßige Einnahme kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken reduzieren. Neben der Migräneprophylaxe kann Mutterkraut auch bei anderen Formen von Kopfschmerzen hilfreich sein. Die Sesquiterpenlactone und Flavonoide im Mutterkraut haben eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung. Dies macht die Pflanze interessant für die Behandlung verschiedener entzündlicher Erkrankungen. Traditionell wurde Mutterkraut zur Linderung von Menstruationsbeschwerden eingesetzt. Die krampflösenden und schmerzlindernden Eigenschaften können bei Regelschmerzen und -krämpfen helfen.
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Zubereitung und Dosierung
Mutterkraut lässt sich auf verschiedene Weise zubereiten und anwenden. Eine beliebte Zubereitungsform ist der Mutterkraut-Tee. Hierfür übergießt man etwa 1-2 Teelöffel getrocknete Mutterkrautblätter mit kochendem Wasser und lässt den Tee 5-10 Minuten ziehen. Der Geschmack ist recht herb, weshalb manche Leute etwas Honig hinzufügen. Tinkturen sind konzentrierte Auszüge mit längerer Haltbarkeit. Zur Herstellung werden frische oder getrocknete Mutterkrautblätter in hochprozentigem Alkohol eingelegt und über mehrere Wochen ausgezogen. Für diejenigen, die den Geschmack des Krauts nicht mögen oder eine standardisierte Dosierung bevorzugen, bieten sich Kapseln oder Tabletten an. Diese enthalten oft getrocknetes und pulverisiertes Mutterkraut oder konzentrierte Extrakte. Wer Mutterkraut im Garten anbaut, kann die frischen Blätter direkt verwenden. Sie lassen sich zerkleinert in Salate mischen oder als Gewürz in der Küche einsetzen. Die Dosierung von Mutterkraut hängt von der Zubereitungsform und dem Anwendungszweck ab. Mutterkraut entfaltet seine volle Wirkung oft erst nach einigen Wochen regelmäßiger Einnahme. Zur Vorbeugung von Migräne wird häufig eine Anwendungsdauer von mindestens 6-8 Wochen empfohlen. Die Wirkung baut sich kontinuierlich auf, Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten sollten über einen längeren Zeitraum (mehrere Monate) eingenommen werden. Nehmen Sie zu Beginn 1 Filmtablette täglich ein. Sollte es nach 2 Monaten zu keiner Verbesserung gekommen sein, kann die Dosis auf 400 mg (2 x 200 mg) oder 600 mg (3 x 200 mg) gepulverte Droge pro Tag gesteigert werden. Die Mutterkraut Apomedica 200 mg Filmtabletten können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit
Die Wirksamkeit von Mutterkraut bei Migräne wurde in mehreren Studien untersucht. Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2015 fasste die Ergebnisse von sechs klinischen Studien zusammen und kam zu dem Schluss, dass Mutterkraut die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren kann. Laboruntersuchungen haben gezeigt, dass Mutterkraut entzündungshemmende Eigenschaften besitzt. Diese Wirkung wird hauptsächlich dem Inhaltsstoff Parthenolid zugeschrieben. In Zellkulturversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Parthenolid die Produktion von Entzündungsmediatoren hemmt. Eine 2004 durchgeführte und 2015 aktualisierte Analyse mehrerer Studien deutet zudem darauf hin, dass das Mutterkraut auch in der Migränevorbeugung eine gewisse Wirksamkeit besitzt. Jedoch ist der bislang nachgewiesene Effekt verglichen mit einem wirkungslosen Scheinarzneimittel (Placebo) als gering einzustufen.
Weitere Forschung und mögliche Anwendungsgebiete
Neben der Anwendung bei Migräne wird Mutterkraut auch auf andere mögliche Einsatzgebiete hin erforscht. Einige Studien deuten darauf hin, dass es bei Menstruationsbeschwerden helfen könnte. Andere Untersuchungen befassen sich mit der potenziellen Wirkung bei Arthritis und sogar bei bestimmten Krebsarten. Die Forschung zu Mutterkraut ist noch nicht abgeschlossen. Weitere Studien, insbesondere größere klinische Untersuchungen, sind notwendig, um die Wirksamkeit und Sicherheit bei verschiedenen Anwendungen genauer zu beurteilen.
Wichtige Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen
Obwohl Mutterkraut als natürliches Heilmittel viele positive Eigenschaften besitzt, gibt es einige wichtige Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf die Einnahme von Mutterkraut verzichtet werden. Es gibt Hinweise darauf, dass die Pflanze Kontraktionen der Gebärmutter auslösen und somit zu Komplikationen führen könnte. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen Korbblütler sollten vorsichtig sein. Mutterkraut gehört zu dieser Pflanzenfamilie, und Kreuzreaktionen sind möglich. Mutterkraut kann die Blutgerinnung beeinflussen. Aufgrund der möglichen Auswirkungen auf die Blutgerinnung sollte Mutterkraut mindestens zwei Wochen vor geplanten Operationen abgesetzt werden. Dies gilt auch für zahnärztliche Eingriffe. Wie bei vielen Heilpflanzen können auch bei der Anwendung von Mutterkraut Nebenwirkungen auftreten. Diese Nebenwirkungen sind in der Regel mild und verschwinden oft von selbst. Über die Langzeitanwendung von Mutterkraut liegen noch nicht genügend Daten vor. Es wird empfohlen, die Einnahme auf maximal vier Monate am Stück zu begrenzen und dann eine Pause einzulegen. Mutterkraut kann mit verschiedenen Medikamenten und anderen Heilpflanzen interagieren. Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Mutterkraut und blutgerinnungshemmenden Medikamenten geboten. Mutterkraut kann die Wirkung dieser Medikamente verstärken und somit das Blutungsrisiko erhöhen. Auch bei der Kombination von Mutterkraut mit anderen Heilpflanzen ist Vorsicht geboten.
Qualitätsmerkmale und Lagerung
Mutterkraut ist zwar ein vielversprechendes natürliches Heilmittel, sollte aber wie alle wirksamen Substanzen mit Vorsicht angewendet werden. Bei der Auswahl von Mutterkraut-Produkten ist es ratsam, auf standardisierte Extrakte zu setzen. Diese bieten einen gleichbleibenden Gehalt an Wirkstoffen, insbesondere Parthenolid. Qualitativ hochwertige Präparate enthalten typischerweise 0,2% bis 0,4% Parthenolid. Für umweltbewusste Verbraucher empfiehlt sich Mutterkraut aus biologischem Anbau. Bio-Produkte sind frei von Pestiziden und anderen Schadstoffen. Bei der Auswahl sollten Zertifizierungen beachtet werden, die die Bio-Qualität bestätigen. Die korrekte Lagerung ist entscheidend für die Wirksamkeit von Mutterkraut-Produkten. Trockene, getrocknete Blätter benötigen eine luftdichte und lichtgeschützte Aufbewahrung. Tinkturen und Öle sind in der Regel länger haltbar, sollten aber ebenfalls kühl und dunkel gelagert werden.
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Mutterkraut im Vergleich zu anderen Mitteln
Mutterkraut vs. Mutterkraut bietet im Vergleich zu anderen pflanzlichen Mitteln gegen Migräne einige Vorzüge. Es wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch vorbeugend. Während Pfefferminzöl eher bei akuten Kopfschmerzen Anwendung findet, eignet sich Mutterkraut besonders zur langfristigen Prophylaxe.
Magnesium: Ein essenzieller Mineralstoff
Magnesium übernimmt im menschlichen Organismus lebenswichtige Aufgaben. Vor allem für das Elektrolytgleichgewicht − und damit auch für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anspannung und Entspannung der Muskulatur − ist Magnesium unverzichtbar.
Bedeutung für den Körper
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff, der an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Es spielt eine wichtige Rolle für die Funktion von Muskeln und Nerven, die Aufrechterhaltung eines normalen Herzrhythmus und die Stabilität der Knochen. Ein Magnesiummangel kann sich durch Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne äußern.
Magnesium und Migräne
Einige Studien deuten darauf hin, dass Magnesiummangel bei Migränepatienten häufiger vorkommt als in der Allgemeinbevölkerung. Magnesium kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken reduzieren, indem es die Erregbarkeit der Nervenzellen verringert und die Entspannung der Blutgefäße fördert. Die Kombination von Mutterkraut zusammen mit Magnesium und Vitamin B2 kann die Wirkung des Mutterkrauts unterstützen und die Häufigkeit von Migräneattacken weiter reduzieren.
Dosierung und Anwendung
Magnesiumpräparate sind in verschiedenen Formen erhältlich, z.B. als Tabletten, Kapseln oder Brausetabletten. Die empfohlene Tagesdosis liegt je nach Präparat zwischen 200 und 400 mg. Es ist ratsam, Magnesium über den Tag verteilt einzunehmen, um die Verträglichkeit zu verbessern. Bei der Auswahl eines Magnesiumpräparats sollte auf eine gute Bioverfügbarkeit geachtet werden. Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat gelten als gut verträglich und werden vom Körper gut aufgenommen.
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Kombination von Mutterkraut und Magnesium
In der Naturheilkunde wird Mutterkraut häufig mit anderen Ansätzen kombiniert. Eine gängige Kombination ist die Einnahme von Mutterkraut zusammen mit Magnesium und Vitamin B2. Diese Nährstoffe unterstützen die Wirkung des Mutterkrauts und können die Häufigkeit von Migräneattacken weiter reduzieren.
NEBELLICHT: Ein durchdachter Komplex
NEBELLICHT ist ein durchdachter Mutterkrautblüten-Komplex, kombiniert mit Ingwer und Coenzym Q10. Abgerundet wird die Rezeptur durch Magnesium und Vitamin B2 - diese beiden tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Eine Tagesdosis (3 Kapseln) liefert ganze 1.260 mg Mutterkrautblüten mit 2,5 mg Parthenolid. Außerdem enthält NEBELLICHT keine Inhaltsstoffe, die Gewöhnungseffekte erzeugen können.
Weitere pflanzliche Mittel gegen Migräne
Neben Mutterkraut gibt es auch andere pflanzliche Mittel, die bei Migräne eingesetzt werden können. Pestwurzextrakt (Petadolex) und Mutterkraut sind Naturheilmittel mit nachgewiesener migräneprophylaktischer Wirkung.
Ingwer und Curcuma
Ob Ingwer allerdings gegen Migräne wirkt, also konkret in der Vorbeugung von Migräne-Attacken und/oder in der Behandlung akuter Migräne-Attacken einem wirkungslosen Scheinmedikament (Placebo) überlegen ist, kann die medizinische Forschung bislang nicht gesichert beantworten. Für eine mögliche Wirkung von Curcuma gegen Migräne und hier vor allem in der Migränevorbeugung untersuchen Forschende den Inhaltsstoff Curcumin.
Konventionelle Therapieansätze bei Migräne
Standard der medikamentösen Migräne-Prophylaxe sind Betablocker, Kalziumkanal-Blocker, Antikonvulsiva oder Botulinumtoxin. Wenn all diese Therapieoptionen wirkungslos bleiben (oder Kontraindikationen vorliegen), können gemäß neuer Leitlinienergänzung auch moderne Antikörper zum Einsatz kommen.
Fazit: Mutterkraut und Magnesium als vielversprechende Optionen
Mutterkraut hat sich als vielversprechende Option in der Migräneprophylaxe etabliert. Seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften machen es zu einem wertvollen Mittel in der Naturheilkunde. Bei der Anwendung sind die richtige Dosierung und mögliche Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Magnesium, ein essenzieller Mineralstoff, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Migräne. Ein Magnesiummangel kann die Häufigkeit und Intensität von Migräneattacken erhöhen. Die Kombination von Mutterkraut und Magnesium kann die Wirkung beider Substanzen verstärken und die Lebensqualität von Migränepatienten verbessern.
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