Wobenzym ist ein rezeptfreies Medikament, das zur Behandlung von Entzündungen und Schwellungen eingesetzt wird, insbesondere nach Verletzungen und bei Gelenkentzündungen. Es besteht aus einer Kombination von Enzymen, die den Heilungsprozess beschleunigen sollen. Einige Anwender berichten auch über positive Erfahrungen bei Nervenschmerzen. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit Wobenzym bei Nervenschmerzen, die Wirkungsweise, Anwendungsgebiete, mögliche Nebenwirkungen und weitere wichtige Informationen.
Was ist Wobenzym und wie wirkt es?
Die Wobenzym-Wirkung beruht auf der Kombination von drei Enzymen: Bromelain, Rutosid und Trypsin. Diese Enzyme fördern physiologische Prozesse im Körper und beschleunigen Stoffwechselvorgänge.
- Bromelain: Ein Enzym aus der Ananas, das abschwellend auf entzündetes Gewebe wirkt.
- Rutosid: Ein Flavonoid, das in vielen Pflanzen vorkommt und ebenfalls entzündungshemmende Eigenschaften besitzt.
- Trypsin: Ein tierisches Enzym, das dem menschlichen Enzym sehr ähnlich ist und die Durchblutung fördert, wodurch das Gewebe besser mit Nährstoffen versorgt wird. Es beugt auch einer unnatürlichen Zusammenballung von Blutplättchen vor.
Bei Entzündungen soll Wobenzym den natürlichen Heilungsprozess beschleunigen, indem es das Gleichgewicht zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Botenstoffen (Zytokinen) wiederherstellt. Dies kann zur Abschwellung des betroffenen Gewebes und zur Linderung von Schmerzen beitragen.
Anwendungsgebiete von Wobenzym
Wobenzym findet hauptsächlich Anwendung bei:
- Entzündungen und Schwellungen nach Verletzungen
- Akuten Venenentzündungen (Thrombophlebitis)
- Gelenkentzündungen (aktivierte Arthrose)
- Unterstützend bei Entzündungen im Bewegungsapparat, die Rückenschmerzen verursachen können
Einige Anwender berichten auch über positive Erfahrungen bei:
Lesen Sie auch: Erfahrungen mit Wobenzym bei MS
- Arthritis und Fibromyalgie
- Entzündungen in der Lendenwirbelsäule
- Schmerzen in Schulter und Knie
- Weichteilrheuma
- Nasennebenhöhlenentzündung, auch chronisch
Es ist wichtig zu beachten, dass Wobenzym die Untersuchung und Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzt.
Erfahrungen von Anwendern mit Wobenzym bei Nervenschmerzen
Viele Anwender teilen ihre Erfahrungen mit Wobenzym, insbesondere im Zusammenhang mit Schmerzen unterschiedlicher Art. Hier sind einige Beispiele:
- Nach Operationen: Eine Anwenderin berichtet, dass Wobenzym ihr nach einer Bauchdeckenstraffung geholfen hat, Schwellungen und Schmerzen an der Operationsnarbe zu reduzieren.
- Bei Arthrose: Ein Anwender mit schwerer Sprunggelenkarthrose konnte durch die Einnahme von Wobenzym seine Schmerzen lindern und wieder besser laufen.
- Bei Rücken- und Gelenkschmerzen: Mehrere Anwender berichten, dass Wobenzym ihnen bei Rücken- und Gelenkschmerzen geholfen hat, insbesondere im Zusammenhang mit Arthritis und Fibromyalgie. Einige machen regelmäßig eine Kur mit Wobenzym, um ihre Schmerzen zu reduzieren.
- Bei Ischialgie: Einige Anwender berichten von einer unterstützenden Wirkung bei Ischiasbeschwerden. Die Enzymtherapie mit Wobenzym kann helfen, die Entzündung des Ischiasnervs zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Erfahrungen mit Wobenzym individuell variieren können und nicht jeder Anwender die gleichen positiven Effekte erlebt.
Wobenzym bei Ischialgie: Was ist zu beachten?
Ischialgie ist ein Schmerzsyndrom, das durch eine Reizung oder Entzündung des Ischiasnervs verursacht wird. Typische Symptome sind ziehende oder reißende Schmerzen, die vom Lendenbereich über das Gesäß bis ins Bein ausstrahlen können. Oft treten auch Missempfindungen wie Kribbeln, Taubheit oder Lähmungserscheinungen auf.
Wobenzym kann bei Ischialgie unterstützend eingesetzt werden, um die Entzündung des Ischiasnervs zu reduzieren und die Schmerzen zu lindern. Die Enzymkombination in Wobenzym kann helfen, die Balance zwischen entzündungsfördernden und entzündungshemmenden Botenstoffen wiederherzustellen, wodurch der Entzündungsvorgang schneller und effektiver abläuft.
Lesen Sie auch: Hüft-TEP und Nervenschmerzen
Es ist jedoch wichtig, die Ursache der Ischialgie abklären zu lassen und gegebenenfalls weitere Behandlungen in Anspruch zu nehmen, wie z.B. Physiotherapie oder Schmerzmittel.
Dosierung und Anwendungshinweise
Die Wobenzym-Dosierung ist je nach Schweregrad und Art der Entzündung unterschiedlich. Es ist wichtig, vor der Anwendung die genaue Dosierung in der Packungsbeilage zu lesen oder den Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.
- Wobenzym sollte 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten mit etwa 250 ml Wasser eingenommen werden.
- Die Tabletten sind mit einem magensaftresistenten Film überzogen und sollten unzerkaut und ungebrochen verschluckt werden.
Die maximale Tagesdosis variiert je nach Darreichungsform und sollte nicht überschritten werden.
Mögliche Nebenwirkungen von Wobenzym
Wie bei jedem Medikament können auch bei der Anwendung von Wobenzym Nebenwirkungen auftreten. Diese sind jedoch verhältnismäßig gering und treten eher selten auf.
Gelegentliche Nebenwirkungen sind:
Lesen Sie auch: Nervenschaden nach Zahnbehandlung: Symptome und Therapie
- Blähungen
- Völlegefühl
- Weicher Stuhlgang
Seltene Nebenwirkungen sind:
- Übelkeit
- Durchfall
- Erbrechen
- Schwitzen
- Kopfschmerzen
- Hungergefühl
Sollten unangenehme Nebenwirkungen auftreten, kann die Einnahme von Wobenzym bedenkenlos abgesetzt werden. Bei abweichenden Nebenwirkungen ist ein Arzt zu konsultieren.
Gegenanzeigen
Wobenzym darf nicht eingenommen werden bei:
- Allergien gegen die Inhaltsstoffe oder Hilfsstoffe
- Blutgerinnungsstörungen (z.B. Bluterkrankheit)
- Gleichzeitiger Einnahme mit Blutgerinnungshemmern (Antikoagulanzien)
- Kurz vor oder nach einer Operation
Es gibt einige Arzneimittel, die bei gleichzeitiger Einnahme mit Wobenzym Nebenwirkungen und Wechselwirkungen hervorrufen können, wie z.B. Antibiotika und Antikoagulanzien.
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Wobenzym nur nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt eingenommen werden.
Kritik an Wobenzym
Trotz der positiven Erfahrungen einiger Anwender gibt es auch kritische Stimmen zu Wobenzym. Einige Studien konnten keinen eindeutigen Nutzen von Wobenzym bei bestimmten Anwendungsgebieten nachweisen. Zudem wird der hohe Preis des Medikaments kritisiert.
Es ist wichtig, sich vor der Einnahme von Wobenzym umfassend zu informieren und die Vor- und Nachteile abzuwägen.
tags: #wobenzym #bei #nervenschmerzen