Vergesslichkeit und Nervenschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Beschwerden, von harmlosen Auslösern bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie Demenz und neuropathischen Schmerzen. Es werden sowohl die Ursachen als auch die Behandlungsmöglichkeiten von Nervenschmerzen und Vergesslichkeit untersucht, um ein umfassendes Verständnis für Betroffene und Interessierte zu schaffen.
Brain Fog: Wenn der Nebel das Denken trübt
Viele Menschen kennen das Gefühl, wenn das Gehirn wie in Watte gepackt ist. Vergesslichkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Probleme beim Strukturieren von Handlungen beeinträchtigen den Alltag. Man ringt nach Begriffen oder Namen, und Dinge, die eben noch präsent waren, sind plötzlich verschwunden. Im Volksmund spricht man von "verpeilt" oder "neben der Spur".
Meist stecken harmlose Faktoren dahinter: Schlafmangel, Stress oder ein zu langer Abend. Nach ausreichend Schlaf und Ruhe kehrt die Denkfähigkeit wieder zurück. Bei manchen Menschen ist dieser Zustand jedoch nicht vorübergehend, sondern hält Wochen, Monate oder sogar Jahre an. In diesem Fall spricht man von "Brain Fog" (Nebel im Gehirn).
Was ist Brain Fog?
"Brain Fog" ist keine medizinische Diagnose, sondern eine Beschreibung von Symptomen, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden können. Betroffene haben Schwierigkeiten, strukturiert zu denken und zu arbeiten. Die Symptome umfassen:
- Verwirrtheit
- Vergesslichkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Müdigkeit
- Antriebslosigkeit
- Wortfindungsstörungen
- Langsames Denken
- Orientierungsprobleme
- Stimmungsschwankungen
- Kopfschmerzen
Brain Fog erschwert die Bewältigung von Arbeit und Alltag erheblich. Der Begriff wird verwendet, wenn die Beschwerden nicht nur kurzfristig auftreten, sondern sich zu einem dauerhaften Zustand verfestigen.
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Ursachen von Brain Fog
Die Ursachen für Brain Fog sind vielfältig. Einige sind leicht zu beheben, wie Flüssigkeitsmangel, Schlafmangel, Bewegungsmangel oder schlechte Ernährung. Auch Stress, Schwangerschaft oder Wechseljahre können Brain Fog begünstigen. Zudem kann Brain Fog ein Symptom verschiedener Krankheiten oder eine Nebenwirkung von Therapien sein, beispielsweise bei Diabetes, ADHS, Long Covid oder dem posturalen Tachykardiesyndrom. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen können mit Brain Fog einhergehen.
Ein Zusammenhang mit Migräne oder Gehirnerschütterungen wird ebenfalls vermutet. Brain Fog kann auch als Nebenwirkung von Chemotherapien oder langen Krankenhausaufenthalten auftreten.
Die genauen Auslöser von Brain Fog sind noch nicht vollständig erforscht. Es gibt Hinweise darauf, dass Entzündungen im Gehirn, eine fehlerhafte Regulierung des Blutflusses im Gehirn oder ein Mangel an Serotonin eine Rolle spielen könnten.
Besonders im Fokus steht Brain Fog im Zusammenhang mit Long Covid. Studien deuten darauf hin, dass eine anhaltende Entzündungsreaktion im Darm die Serotoninproduktion beeinträchtigen und somit die Gehirnfunktion beeinflussen könnte.
Was kann man gegen Brain Fog tun?
Die Behandlung von Brain Fog als Folge von Krankheiten oder Therapien ist oft schwierig, da die genauen Mechanismen noch nicht vollständig verstanden sind. Dennoch gibt es einige Ansätze, die helfen können:
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- Gesunder Schlaf: Ausreichend Schlaf ist essenziell für die Regeneration des Gehirns.
- Bewegung: Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns.
- Stressabbau: Stress kann die Symptome von Brain Fog verstärken. Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation können helfen, Stress abzubauen.
- Gute Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, ungesättigten Fettsäuren, Eiweiß, Gemüse und Obst versorgt das Gehirn optimal mit Nährstoffen. Ausreichend Wasser oder ungesüßter Tee sind ebenfalls wichtig.
Da Brain Fog ein Symptom verschiedener Erkrankungen sein kann, ist es wichtig, die Ursache zu finden und zu behandeln. Bei Diabetes oder ADHS können Medikamente helfen, während Depressionen oder Angstzustände mit Psychotherapie oder Antidepressiva behandelt werden können.
Solange die Ursache nicht behoben ist, können Betroffene versuchen, mit den Symptomen zu leben und ihren Alltag bestmöglich zu gestalten. Regelmäßige Pausen können dem Gehirn die Möglichkeit geben, sich zu erholen.
Vergesslichkeit: Wann wird es ernst?
Vergesslichkeit ist einNormales Phänomen, das jeden betrifft. Manchmal verlegt man den Autoschlüssel oder vergisst einen Geburtstag. In den meisten Fällen ist dies kein Grund zur Sorge. Unser Gehirn arbeitet ständig daran, Informationen aufzunehmen, weiterzuleiten, zu verarbeiten und zu speichern. Dabei werden unwichtige Informationen aussortiert, um eine Reizüberflutung zu vermeiden.
Wie funktioniert unser Gedächtnis?
Wichtige Informationen werden zunächst im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, das wie der Arbeitsspeicher eines Computers funktioniert. Wenn wir Informationen häufiger abrufen, wandern sie ins Langzeitgedächtnis, wo sie auch nach Jahren noch abgerufen werden können.
Warum vergessen wir?
Die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns unterliegt natürlichen Schwankungen. In Zeiten von Stress, Krankheit, Schlafmangel oder Reizüberflutung können wir uns Informationen schlechter merken oder vergessen sie schnell wieder. Dies ist ein normaler Prozess, der Kinder, Erwachsene und ältere Menschen betrifft.
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Normales Vergessen
Kinder vergessen ihren Turnbeutel in der Schule, Arbeitskollegen verpassen wichtige Termine, und Senioren irren sich im Wochentag. Diese Form der Vergesslichkeit ist in gewissem Maße normal und reversibel. Sobald sich die Umstände ändern, erinnern wir uns wieder oder können uns Dinge wie üblich merken.
Vergessen als Krankheit
Ernst wird es, wenn Vergesslichkeit immer häufiger und über einen längeren Zeitraum auftritt, sich verschlechtert und mit anderen Symptomen wie Orientierungslosigkeit oder Wortfindungsstörungen einhergeht. In diesem Fall spricht man von einer Hirnleistungsstörung oder Demenz.
Betroffene können Informationen nicht mehr aus ihrem Gedächtnis abrufen, weder aus dem Kurzzeit- noch aus dem Langzeitgedächtnis. Sie erinnern sich nicht mehr daran, was sie vor ein paar Minuten gefragt haben, wo sie als Kind gewohnt haben oder mit wem sie jahrelang verheiratet waren. Dies wird als Gedächtnisstörung oder Amnesie bezeichnet.
Demenz: Mehr als nur Vergesslichkeit
Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die mit einem Verlust der kognitiven Fähigkeiten einhergehen. Betroffene verlieren nach und nach ihre Wahrnehmung, ihr Verhalten und ihr Erleben. In Deutschland sind bis zu 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt.
Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenz. Sie beginnt schleichend und wird oft von den Betroffenen bewusst registriert und aus Scham, Wut und Angst verdrängt. Leichte Gedächtnislücken, Stimmungsschwankungen, erste Sprachschwierigkeiten, örtliche und zeitliche Orientierungsstörungen werden oft nach außen verharmlost. In diesem Fall sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Demenz ist nicht gleich Demenz
Es gibt rund 50 verschiedene Formen der Demenz. Primäre Demenzen haben hirnorganische Ursachen und treten in rund 90 Prozent der Fälle auf. Die häufigste ist die Demenz bei der Alzheimer-Erkrankung, bei der zunächst die Informationsweiterleitung an den Übergangszonen der Nervenzellen gestört ist und nach und nach die Nervenzellen ganz absterben. Daneben kommt häufig eine vaskuläre Demenz vor, für die Durchblutungsstörungen im Gehirn verantwortlich sind. Auch im Spätstadium einer Parkinson-Erkrankung kann eine Demenz auftreten. Primäre Demenzen sind nicht heilbar.
Sekundäre Demenzen haben keine hirnorganischen Ursachen. Ursachen hierfür können etwa ein Unfall mit einer Kopfverletzung, ein Tumor oder ein Schlaganfall sein, aber auch die regelmäßige Einnahme von Drogen oder starker Alkoholkonsum. Auch starke emotionale Belastungen oder chronischer Stress können zu Hirnleistungsstörungen führen. Im Unterschied zu den primären Demenzen bilden sich diese Demenzen in der Regel zurück, wenn die Ursache behandelt wird.
Vergesslichkeit oder Demenz: Wie erkenne ich das?
Das Krankheitsbild der Demenz tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Dabei sind sowohl die Gedächtnisleistung als auch andere Gehirnleistungen beeinträchtigt, etwa der Orientierungssinn, die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen, sprachliche und motorische Fähigkeiten. Manchmal verändern sich auch die Persönlichkeit und das Sozialverhalten der Betroffenen.
Wenn Sie unsicher sind, ob sich Ihre Vergesslichkeit in einem normalen Rahmen bewegt, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Er wird Sie befragen und körperlich untersuchen. Wenn Sie bei einem Angehörigen Gedächtnislücken entdecken, gehen Sie sensibel und empathisch vor und bringen Sie die Person dazu, frühzeitig einer beginnenden Demenz entgegenzuwirken.
Was tun gegen Vergesslichkeit?
Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Trinken, Schlaf, Sport und Bewegung ist wichtig für die Gehirnleistung. Ein gesunder Lebensstil von Kindesbeinen an führt dazu, dass Ihr Gehirn ausreichend mit Sauerstoff, Blut und Energie versorgt wird, sich gut entwickelt und geistigen Herausforderungen gewachsen bleibt. Dann lässt Sie auch eine vorübergehende Vergesslichkeit etwa in einer herausfordernden Phase Ihres Lebens gelassen bleiben.
Wenn Ihr Gedächtnis und Ihre geistige Leistungsfähigkeit altersbedingt nachlassen, gibt es pflanzliche und gut verträgliche Präparate, die Gedächtnis und Konzentration stärken können. Wirkstoffe wie etwa der Extrakt aus den Blättern des Ginkgobaumes - Ginkgo biloba - sind hier bestens geeignet, denn die verschiedenen Inhaltsstoffe ergänzen sich in ihrem Zusammenspiel: sie schützen unter anderem die Nerven vor gesundheitsschädlichen Einflüssen, helfen bei der Übertragung von Informationen im Gehirn, fangen schädliche freie Radikale ab und bewirken, dass das Blut schneller durch die Gefäße fließt. Damit wird das Gehirn besser mit Blut versorgt und das Gedächtnis gefördert - Sie können wieder leichter lernen.
Auch geistige Aktivität ist wichtig, um das Gehirn fit zu halten. Ob Schachclub oder Kreuzworträtsel-Abo, Scrabble spielen oder Knobeln mit Freunden - suchen Sie sich abwechslungsreiche Herausforderungen, die Ihnen Freude machen, und Gleichgesinnte, mit denen Sie gemeinsam Ihr Gehirn auf Trab halten.
Alzheimer: Leben ohne Gestern
Alzheimer - korrekt Morbus Alzheimer - ist eine Erkrankung des Gehirns, an der in Deutschland derzeit mehr als eine Millionen Menschen leiden. Tendenz steigend - jedes Jahr kommen etwa 200 000 neue Fälle dazu. Die Alzheimer-Erkrankung tritt in der Regel als Alterserscheinung auf, meist nach dem 65. Lebensjahr.
Da das wichtigste Zeichen einer Alzheimer-Erkrankung eine fortschreitende Demenz ist, wird die Erkrankung oft auch Alzheimer-Demenz genannt. Von allen Demenzformen ist die Alzheimer-Demenz die häufigste: rund Zweidrittel der Demenzkranken leiden daran, Frauen doppelt so häufig wie Männer.
Woran erkenne ich Alzheimer?
Betroffene leiden zunehmend an Gedächtnisstörungen, die zunächst nur das Kurzzeitgedächtnis, später auch das Langzeitgedächtnis beeinträchtigen. Sie haben Probleme, sich zu orientieren oder Arbeitsabläufe durchzuführen, etwa Schreiben oder Schuhe binden. Am Ende sind sie meist vollständig bettlägerig.
Achten Sie auf folgende Warnhinweise:
- Betroffene werden zunehmend vergesslicher
- erinnern häufiger einfache Wörter nicht mehr
- sind immer wieder räumlich oder zeitlich desorientiert
- leiden an plötzlichen Stimmungsschwankungen
- verändern sich in ihrer Persönlichkeit: Freundliche werden aggressiv, Aktive apathisch
- ziehen sich aus dem sozialen Leben zurück
- legen Gegenstände an falschen Orten ab
Alzheimer in drei Stadien
Die Krankheit verschlechtert sich nach und nach. Zu Beginn haben Betroffene leicht ausgeprägte kognitive Störungen, die sie jedoch im Alltag gut ausgleichen können, indem sie sich mehr konzentrieren. Im frühen Stadium von Alzheimer verlieren sie die Gabe, sich neue Informationen zu merken. Sie finden nicht die richtigen Worte oder verlieren mitten im Satz den Faden. Abstraktere Aufgaben wie eine Banküberweisung oder Rechnen werden schwieriger. Manche werden dadurch unsicher und ziehen sich zurück. Im mittleren Stadium treten zunehmend Probleme mit gewohnten Arbeitsabläufen wie Kaffee kochen, Haare waschen oder Schuhe binden auf. Betroffene verändern sich manchmal persönlich, ehemals freundliche Menschen werden beispielsweise plötzlich reizbar oder ungeduldig. Im späten Stadium müssen Alzheimer-Patienten rund um die Uhr gepflegt werden.
Frühzeitig handeln!
Die Alzheimer-Demenz ist zwar bis heute nicht heilbar; den Krankheitsverlauf können Sie jedoch verlangsamen - und zwar umso effektiver, je früher Sie damit beginnen, Ihre Gehirnleistung zu fördern. Das geht mit Gehirntraining oder indem Sie beispielsweise geeignete Präparate wie Ginkgospezialextrakte einnehmen.
Darüber hinaus hält Physiotherapie Sie mobil, Verhaltenstherapie kann Ihre Ängste und Sorgen aufnehmen, Ergotherapie erhält Ihre handwerklichen Fähigkeiten aufrecht.
Nervenschmerzen: Wenn die Nerven verrücktspielen
Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, entstehen durch eine Schädigung oder Erkrankung von Nervenstrukturen. Sie können sich sehr unterschiedlich äußern, von brennenden und elektrisierenden Schmerzen bis hin zu Taubheitsgefühlen und Missempfindungen.
Ursachen von Nervenschmerzen
Nervenschmerzen können verschiedene Ursachen haben:
- Infektionen: Herpes Zoster (Gürtelrose) ist eine häufige Ursache für Nervenschmerzen.
- Diabetes: Die diabetische Neuropathie entsteht durch erhöhte Blutzuckerspiegel, die die Nervenfasern schädigen.
- Tumore: Tumore können Nervenstrukturen einengen oder schädigen und so Nervenschmerzen verursachen.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, insbesondere Chemotherapeutika, können Nervenschmerzen als Nebenwirkung verursachen.
- Genetische Erkrankungen: Einige genetisch bedingte Erkrankungen können Nervenschmerzen verursachen.
- Bandscheibenvorfall: Ein Bandscheibenvorfall kann Nervenwurzeln einengen und so Nervenschmerzen verursachen.
- Operationen: Chronisch-postoperative Schmerzen können nach Operationen auftreten, insbesondere wenn die Schmerzen nach der Operation stark waren.
- Amputationen: Phantomschmerzen sind Schmerzen, die nach einer Amputation im nicht mehr vorhandenen Körperteil empfunden werden.
- Engpasssyndrome: Engpasssyndrome entstehen durch die Einengung von Nerven in anatomischen Strukturen, beispielsweise beim Karpaltunnelsyndrom.
- Mangelerscheinungen: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen (z.B. Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin E) kann Nervenschmerzen verursachen.
- Alkoholismus: Alkoholismus kann zu Nervenschäden und Nervenschmerzen führen.
- Durchblutungsstörungen: Rauchen und andere Faktoren, die zu Durchblutungsstörungen führen, können Nervenschäden und Nervenschmerzen verursachen.
Symptome von Nervenschmerzen
Nervenschmerzen können sich sehr unterschiedlich äußern. Typische Symptome sind:
- Brennende, stechende oder elektrisierende Schmerzen
- Ameisenlaufen oder Kribbeln
- Taubheitsgefühle
- Überempfindlichkeit gegenüber Berührungen
- Schmerzen, die durch eigentlich nicht schmerzhafte Reize ausgelöst werden (Allodynie)
- Verstärkte Schmerzwahrnehmung (Hyperalgesie)
Diagnose von Nervenschmerzen
Die Diagnose von Nervenschmerzen beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch mit dem Arzt. Dabei werden die Art, Lokalisation, Intensität und Auslöser der Schmerzen erfragt. Auch Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Lebensstilfaktoren werden berücksichtigt.
Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der die Sensibilität und Motorik der betroffenen Körperteile geprüft werden.
Ergänzende Untersuchungen können helfen, die Ursache der Nervenschmerzen zu finden:
- Elektroneurografie: Diese Untersuchung misst die Erregbarkeit der Nerven.
- Elektromyografie: Diese Untersuchung misst die Funktionalität der Muskeln.
- Hochauflösende Ultraschalluntersuchung: Diese Untersuchung kann Nervenstrukturen darstellen und Einengungen oder Schädigungen aufzeigen.
- Nervenbiopsie: Diese Untersuchung wird zur Feststellung einer Erkrankung von dünnen Nervenfasern eingesetzt (Small-Fiber-Neuropathie).
Behandlung von Nervenschmerzen
Die Behandlung von Nervenschmerzen zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
- Medikamentöse Therapie: Es gibt verschiedene Medikamente, die bei Nervenschmerzen eingesetzt werden können, darunter Antidepressiva, Antiepileptika und Opioide.
- Nicht-medikamentöse Therapie: Ergänzend zur medikamentösen Therapie können nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie, Psychotherapie und Entspannungstechniken helfen, die Schmerzen zu lindern und dieFunktionsfähigkeit zu verbessern.
- Pflaster: Bei oberflächlichen Nervenschmerzen können schmerzlindernde Pflaster helfen.
Was Sie selbst tun können
- Blutzuckereinstellung bei Diabetes: Bei diabetischer Neuropathie ist eine gute Blutzuckereinstellung wichtig, um die Nervenschäden zu minimieren.
- Vitaminmangel ausgleichen: Ein Mangel an bestimmten Vitaminen sollte durch eine ausgewogene Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.
- Alkohol vermeiden: Alkohol kann Nervenschäden verursachen und sollte vermieden werden.
- Rauchen aufgeben: Rauchen verschlechtert die Durchblutung und kann Nervenschäden verursachen.
Schmerztagebuch führen
Ein Schmerztagebuch kann helfen, die Schmerzen besser zu verstehen und die Wirksamkeit der Behandlung zu beurteilen. Notieren Sie darin:
- Art des Schmerzes (brennend, stechend, elektrisierend)
- Lokalisation des Schmerzes
- Intensität des Schmerzes (auf einer Skala von 0 bis 10)
- Auslöser des Schmerzes (z.B. Essen, Trinken, Sprechen)
- Tageszeit, zu der der Schmerz auftritt
- Wirkung der Medikamente und anderen Behandlungen
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