Viele Menschen leiden unter Ohrbeschwerden wie Ohrenschmerzen, Ohrgeräuschen (Tinnitus), Schwerhörigkeit, Geräuschüberempfindlichkeit (Hyperakusis), Druck auf den Ohren oder Hörsturz. Oftmals können keine organmedizinischen Ursachen für diese Beschwerden gefunden werden, was die Betroffenen verzweifelt von Arzt zu Arzt irren lässt. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Ursachen für Tinnitus im Zusammenhang mit einem eingeklemmten Nerv, insbesondere im Bereich der Halswirbelsäule (HWS), und stellt verschiedene Therapieansätze vor.
Ohrbeschwerden ohne organmedizinischen Befund
Es ist wichtig zu verstehen, dass Ohrbeschwerden sich oft so anfühlen, als kämen sie direkt aus dem Ohr, die Ursache aber tatsächlich außerhalb des Ohres liegt. Die Lösung liegt darin, dass all diese Ohrbeschwerden sich so anfühlen, als kämen sie von innen im Ohr - sie kommen aber von außen, aus der Ohrmuschel und den Muskeln sowie dem Hautbindegewebe in der Ohrumgebung. Verspannungen, Verhärtungen, Bewegungseinschränkungen (z.B. im Kiefer) und druckschmerzhafte Punkte in der Ohrumgebung können die eigentlichen Auslöser sein.
Verspannungen als Ursache von Ohrbeschwerden
Ohrbeschwerden ohne organmedizinischen Befund fühlen sich zwar so an, als kämen sie direkt aus dem Ohr. Ist das Bindegewebe / sind die Faszien der Ohrumgebung verspannt und verfestigt, lässt sich um das Ohr herum und auf den entsprechenden Muskeln in der Ohrumgebung kaum eine Hautfalte vom Untergrund abheben. Bei manchen (nicht bei allen) Betroffenen verstärken sich die Ohrenschmerzen, wenn sie unter Leistungsdruck, unter seelischen Belastungen oder unter sonstigem Stress stehen. Das ist dadurch zu erklären, dass man sich allgemein unter jeglichem Stress stärker zusammen zieht, während man sich unbelastet und in fröhlicher Stimmung insgesamt eher lockert. Zieht man sich insgesamt stärker zusammen, können sich auch die ohnehin vorhandenen Verspannungen in Muskeln und/oder Bindegewebe / Faszien stärker bemerkbar machen. Oft besteht bei Ohrenschmerzen eine auffallende Kälte- und Zugempfindlichkeit in der Nähe des Ohres. Das heißt, die Ohrenschmerzen verstärken sich bei Kälte, kaltem Luftzug, Wind oder Wetterwechsel, besonders bei einem Wechsel zu nasskalt hin. Wegen der Kälteempfindlichkeit tragen manche Patienten mit chronischen Ohrenschmerzen ständig Mützen oder Stirnbänder. Eine solche Kälteempfindlichkeit lässt sich auch sonst bei Verspannungen beobachten, vor allem wenn das Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut zusammengezogen ist.
Schwerhörigkeit und Verspannungen
Bei manchen (nicht bei allen!) Formen von Schwerhörigkeit lässt sich eine Abhängigkeit von Verspannungen in Muskeln und Bindegewebe / Faszien außen rings um die Ohren feststellen. Eine Verspannungsabhängigkeit ist vor allem dann zu beobachten, wenn die Hörfähigkeit nicht immer gleich ist, sondern stärkeren Schwankungen unterliegt. Manchmal ist nur ein Teil der Tonfrequenzen betroffen, am häufigsten die hohen Töne. Häufig sind Mischformen. Das heißt, es liegt eine organisch bedingte Schwerhörigkeit vor, die aber von einer verspannungsbedingten Form überlagert ist. Das kommt dadurch zustande, dass man als Schwerhöriger das Hören insgesamt als mühsam erlebt und sich ständig anstrengt, mehr und besser zu hören. Durch diese situative Abhängigkeit verspannungsbedingter Schwerhörigkeit entsteht bei Außenstehenden oft der Eindruck, die Betroffenen hörten nur das, was sie hören wollen. Sie spannen nur unwillkürlich bei solchen negativen Einflüssen Muskeln und Bindegewebe / Faszien rund ums Ohr stärker an. Dies ist umso notwendiger, als alle Formen von Schwerhörigkeit den Kontakt, die Kommunikation mit anderen beeinträchtigen (viel stärker als Sehbehinderungen). Das Tragische ist, dass die Betroffenen sich durch die hörbedingten Kontaktschwierigkeiten sich immer mehr zusammen ziehen und sich ihre Schwerhörigkeit durch die Spannungserhöhung verschlechtert. Dadurch dass sie Vieles nicht oder nur ungenau mitbekommen und vieles über ihren Kopf hinweg gesprochen wird und manche Hörgesunde den Kontakt zu ihnen auch meiden, werden Schwerhörige oft misstrauisch. Daher sollte man als Betroffener nichts unversucht lassen, eine Schwerhörigkeit apparativ oder durch Implantate zu verbessern und vorhandene Verspannungen zu behandeln. Ein probates Mittel für Letzteres ist die Pohltherapie®. Wie eine Behandlung mit der Pohltherapie® bei verspannungsbedingter Schwerhörigkeit aussieht, erfahren sie unter der Behandlung von Ohrbeschwerden. Rein verspannungsbedingte Beeinträchtigungen der Hörfähigkeit sprechen auf diese Therapieform sehr gut an.
Hyperakusis und das Bindegewebe
Beispiel: Eine Patientin hatte eine Hyperakusis speziell auf Geräusche von Heizungspumpen. Oft werden auch ganz nebensächliche, leise Geräusche als ungeheuer störend empfunden. Geräuschüberempfindlichkeit entspricht den anderen Überempfindlichkeiten, die wir bei Verspannungen häufig antreffen: Berührungs- und Druckempfindlichkeit bei Schmerz (dazu mehr unter chronische Schmerzen), Lichtüberempfindlichkeit (siehe unter Migräne), manche Allergien (siehe unter Augenbeschwerden). Wie die allermeisten Überempfindlichkeiten kommt auch die Hyperakusis vor allem auch dem Bindegewebe, hier: aus dem Bindegewebe / Faszien der Haut und Unterhaut ringsum das Ohr (siehe Abb.) und dem Bindegewebe / Faszien in der Ohrmuschel. Dabei kennen wir alle solche Phänomene in abgeschwächter Form. So kann viele das Tropfen eines Wasserhahns "an den Rand des Wahnsinns" treiben. Eine echte Hyperakusis tritt jedoch unabhängig davon auf, ob man den Verursacher des Geräuschs leiden kann oder nicht. Den von Hyperakusis Betroffenen kann ihr Zustand das Leben vergällen, zumal die Geräuschüberempfindlichkeit häufig mit einer insgesamt erhöhten Anspannung und Übererregbarkeit verbunden ist, die die Betroffenen nicht zur Ruhe kommen lässt. Sie liegen sozusagen unfreiwillig ständig auf der Lauer. Manchmal tritt sogar ausgeprägte Angst auf, die sich körperlich manifestiert und natürlich auch einer körpertherapeutischen Behandlung bedarf. Hyperakusis kann so quälend empfunden werden, kann die Betroffenen derart "nerven", dass es sie ebenso wie ein penetrant empfundener Tinnitus in die Depression bis zum Selbstmord treiben kann. Therapeuten, die Hyperakusis mit der Pohltherapie® behandeln, stehen auf der Therapeutenliste.
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Hörsturz und Verspannungen
Unter Hörsturz versteht man ein plötzliches Nachlassen oder totales Aussetzen der Hörfähigkeit, ohne dass eine organische Ursache erkennbar ist. Hörsturz kann alle oder nur einige Frequenzen betreffen, d. h. man hört alles reduziert oder gar nicht, oder nur Töne einer bestimmten Höhe. Der Hörsturz tritt gewöhnlich einseitig auf. Zwar gibt es nach Hörsturz öfter eine Spontanheilung, d.h. der Hörsturz entwickelt sich ohne alles Zutun wieder zurück, aber es gibt auch Hörstürze, die bleibende Schäden hinterlassen. Wie ein Hörsturz physiologisch genau zustande kommt, ist bis heute medizinisch ungeklärt. Demnach existiert auch kein wirksames Medikament. Man gibt Infusionen, die die Durchblutung fördern sollen. Feststeht, dass Hörsturz stressbedingt häufiger auftritt und dass er eigentlich immer mit Verspannungen der Muskeln rund ums Ohr verbunden ist. Unter Stress, Arbeitsdruck und anderen Belastungen ziehen die Betroffenen diese Muskeln unwillkürlich stärker an. Patienten, die einmal einen Hörsturz hatten, neigen dazu, immer wieder einen Hörsturz zu bekommen. Das liegt daran, dass sie gewöhnlich insgesamt sehr verspannt sind, vor allem in der Hals-, Nacken- und Kieferregion. Um ein Wiederauftreten des Hörsturzes zu vermeiden und eine nachhaltige Gesundung zu erreichen, sollte man daher unbedingt auch die übrigen Verspannungen, Kopf- und Körperfehlhaltungen behandeln. Dazu gehört in der Pohltherapie® auch ein Körperbewusstseintraining für die Haltung am Arbeitsplatz. Hörsturz-Behandlungen, die das unberücksichtigt lassen, sind à la longue sinnlos.
Druckgefühl im Ohr und Verspannungen
Manche haben ein ständiges Druckgefühl im Ohr, für das sich keine organische Ursache finden lässt. Das Druckgefühl wird häufig von einem dumpfen Gefühl im Ohr und um das Ohr herum begleitet. Manchmal entsteht auch ein Fremdkörpergefühl im Ohr, als wenn etwas im Ohr drin wäre, das den Druck verursacht. Es fühlt sich zum Beispiel an, wie wenn Watte in den Ohren wäre, obgleich keine Watte da ist. Ähnliche Druckgefühle und "zugefallene Ohren" kennen die meisten aus dem Flugzeug. Hier hilft Bewegung der Kiefermuskulatur z. B. durch Kaugummi-Kauen, oder ein Durchpusten der Eustachschen Röhre (der Verbindung von Mundhöhle und Ohr) durch Druck im Mundraum. Bei gleichzeitiger Verminderung der Hörleistung kann es sich bei dem dumpfen Druckgefühl auch einfach um einen Pfropf aus Ohrschmalz handeln. Bei chronischen Druckgefühl im oder am Ohr halfen diese einfachen Maßnahmen leider nicht., denn sie kommen aus chronisch verspannten Muskel- und Bindegewebspartien, die sich ohne spezielle Behandlung meist nicht lösen lassen.
Zusammenhang zwischen Halswirbelsäule (HWS) und Tinnitus
Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen oder sogar Übelkeit und ein allgemein komisches Gefühl im Kopf können von der Halswirbelsäule (HWS) her verursacht werden, falls dort Funktionsbeeinträchtigungen entstehen. Ein komisches Gefühl im Kopf sowie Schwindel und Benommenheit können durch die Halswirbelsäule (HWS) ausgelöst werden.Häufige Symptome sind darüber hinaus Kopf- und Nackenschmerzen sowie Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühle und Kribbeln bis hin zu Übelkeit und Sehstörungen.Wärme kann zunächst helfen, die Verspannungen zu lösen und die Beschwerden zu lindern.Danach sollte eine langfristig wirkende Therapie begonnen werden.Besonders erfolgversprechend sind hier Stoßwellentherapie und gezielte Übungen, eventuell kombiniert mit manueller Therapie und Injektionen.
HWS-Syndrom
Von der Halswirbelsäule ausgehende Beschwerden werden als HWS-Syndrom bezeichnet. Alle von diesem Körperbereich ausgehenden Beschwerden werden als HWS Syndrom bzw. Zervikalsyndrom bezeichnet. Klassische Symptome sind Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen. Weiterhin treten häufig Schwindel, Benommenheit, Kribbeln und Taubheitsgefühle sowie Übelkeit, Tinnitus und sogar Atemproblemen auf.
Ursachen für HWS-Probleme
Durch den relativ engen Bereich der Halswirbelsäule, zwischen den Wirbeln C1 - C7, laufen sämtliche Muskeln, Sehnen, Blut- und Nervenbahnen vom Rumpf zum Kopf. Kurz- oder langfristig auftretende Probleme, Verspannungen oder Schäden in diesem Bereich können daher sehr schnell das äußerst fragile Gleichgewicht stören und zu zahlreichen Beschwerden führen. Durch die relativ enge Halswirbelsäule verlaufen diverse Nervenbahnen, Muskeln und Sehnen. Das fragile Gleichgewicht ist sehr störanfällig.Verursacht werden Probleme in der Halswirbelsäule häufig durch Fehlhaltungen & Fehlbelastungen (zum Beispiel bei der Büroarbeit) oder psychische Belastungen sowie durch Verschleiß oder Unfälle. Dies alles löst Verspannungen und unter Umständen mangelnde Durchblutung sowie Signal-Übermittlungsfehler an den Nervenbahnen aus.
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Wie Nackenverspannungen Ohrgeräusche verursachen können
Da einige Patienten neben dem Tinnitus gleichzeitig auch an Verspannungen leiden, könnte es einen Zusammenhang mit Beschwerden der Halswirbelsäule geben. Die Ursache könnte eine unkorrekte oder einseitige Belastung bei der Arbeit oder beim Sport sein. Wenn die Wirbelsäule durch eine falsche Haltung, das Anheben schwerer Lasten oder Drehbewegungen mechanisch überlastet wird, senden die Nerven ständig Signale an das Gehirn. Auf diese Überreizung reagiert das Gehirn mit Überaktivität. In räumlicher Nähe zu den betroffenen Hirnarealen befinden sich die für das Gehör zuständigen Nervengruppen (Nucleus cochlearis bzw. „Schneckenkern“). Die Hyperaktivität wird auf diese Nervengruppen übertragen, wodurch ein Tinnitus ausgelöst werden kann. Nackenverspannungen können daher Ohrgeräusche verursachen, da sich die Verspannung der Halswirbelsäule auf die Funktion der Hirnnerven auswirken kann. Die Ohrgeräusche können also durch aktive Muskeln der Halswirbelsäule (Musculus splenius capitis und Musculus semispinalis capitis) verursacht werden, die so angespannt sind, dass sie auf die aus der Wirbelsäule kommenden Nerven drücken. Diese Beschwerden können außerdem mit einem Schwindelgefühl einhergehen. Eine weitere Erklärung könnte sein, dass die angespannten Muskeln die Blutgefäße verengen, die in der Nähe der Halswirbelsäule verlaufen und für die Blutversorgung der Hirnnerven verantwortlich sind. Die Verspannungen der Halswirbelsäule könnten daher den Blutfluss zu den Hirnnerven beeinträchtigen und auf diese Weise den Tinnitus hervorrufen.
Pulssynchroner Tinnitus und Nackenprobleme
Muskelverspannungen können auch die Ursache für diesen Tinnitus sein. In diesem Fall drücken die Muskelfasern jedoch nicht auf einen Nerv. Vielmehr sind große Blutgefäße wie die Halsschlagader verengt.
Orthopädischer Ansatz beim Symptom Tinnitus
Um das Gewicht des ca. 4 bis 6 Kilogramm schweren Kopfes zu tragen, sind die Hals-, Schulter- und Nackenwirbel ständig gefordert. Anatomisch gesehen gibt es Nervenverbindungen zwischen den Gelenken der oberen Halswirbelsäule und Fasern des Hör- und Gleichgewichtsnervs. Treten an der Halswirbelsäule - besonders an den ersten drei Wirbeln - Funktionsstörungen, Blockaden oder degenerative Veränderungen auf, so kann dies zu starken Muskelverspannungen führen, die Tinnitus verursachen oder verstärken. Aber auch Verschleißerscheinungen oder ein Schleudertrauma durch einen Unfall können die belastenden Ohrgeräusche begünstigen. Um eine sichere Diagnose zu stellen, reicht leider kein Röntgenbild aus, sondern eine klinische Untersuchung in einer orthopädischen Praxis ist ratsam, bei der jeder einzelne Wirbel und das umgebende Weichgewebe genau abgetastet werden. Für eine schrittweise und feinfühlige Tinnitus-Diagnostik ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Orthopäden wichtig, um den richtigen Therapieansatz zu finden.
Therapieansätze bei Tinnitus und HWS-Problemen
Wenn Sie an Tinnitusbeschwerden leiden und eine Nackenverspannung als Ursache vermuten, gibt es verschiedene Therapieansätze, die in Betracht gezogen werden können.
Ärztliche Beratung und Diagnose
Der erste Schritt zur Ergründung der Ursache von Halswirbelsäulenschmerzen ist der Gang zum Hausarzt. Dann sollte das Gehör von einem Facharzt kontrolliert werden, um festzustellen, welche Art von Tinnitus vorliegt und wie dieser am besten behandelt werden kann. Eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen können in der Zwischenzeit helfen, diese Phase möglichst gut zu bewältigen.
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Maßnahmen zur Entlastung der Halswirbelsäule
Ein durch Nackenverspannungen verursachter Tinnitus könnte auf eine falsche Körperhaltung zurückzuführen sein. Es sollten Körperstellungen bevorzugt werden, die den Halsbereich nicht ermüden, und spezielle Nackenübungen durchgeführt werden, die die Verspannungen im Nackenbereich lösen. Außerdem kann eine geeignete Physiotherapie dazu beitragen, die Muskeln entspannt zu halten. Durch diese Maßnahmen kann die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, dass der Tinnitus abklingt. Es empfiehlt sich, die genauen Details mit Ihrem Hausarzt und ggf. einem Orthopäden im nächsten Schritt zu besprechen.
Manuelle Therapie, Physiotherapie und Osteopathie
Eine manuelle Therapie als Teil einer physiotherapeutischen Behandlung besteht in erster Linie aus Massagen, die Blockaden mithilfe von Druck und Dehnung auflösen sollen. Verspannte Muskeln und Sehnen können so gedehnt und entspannt werden. Falls tiefergehende Zusammenhänge zwischen Organsystem und Bewegungsapparat behandelt werden sollen, kann dies auf Wunsch auch mithilfe der Osteopathie oder Akupunktur geschehen.
Stoßwellentherapie
Die Behandlung mit Stoßwellen hat sich bei HWS Beschwerden als sehr erfolgversprechend erwiesen. Mit einer Stoßwellentherapie können Triggerpunkte für Schmerzempfindungen gezielt aufgelöst sowie Verspannungen und eventuelle Entzündungen reduziert werden. Dies führt zu einer raschen Linderung der Beschwerden.
Übungen zur Stärkung der Nackenmuskulatur
Gezielte Übungen, die am besten durch einen erfahrenen Physiotherapeuten erläutert werden, können helfen, HWS Beschwerden zu lindern.
Wärme und Entspannung
Wärme kann verspannte Muskeln und Sehnen lösen. Daher sollten Sie zunächst versuchen, den Halswirbelbereich zu wärmen. Legen Sie dazu eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen in den Nacken. Auch Dehnübungen oder sanfte Massagen können zur Linderung der Beschwerden beitragen.
Sound-Enrichment-Therapie und Tinnitus-Masker
Sound-Enrichment-Therapie: Ein durch Nackenverspannungen verursachter oder objektiver Tinnitus klingt im Allgemeinen ab, wenn die zugrunde liegende Ursache ermittelt und angemessen behandelt wurde. Bei der Überbrückung dieser Übergangsphase können Hilfsmittel zur Klangbereicherung verwendet werden. Hierzu sind u. a. an die Natur angelehnte, möglichst kontinuierliche Geräusche, wie etwa das Rauschen eines Baches oder Wasserfalls oder das Geräusch von Regen, geeignet. Das Spektrum dieser Geräusche sollte möglichst breit sein. Diese Hilfsmittel stimulieren das Gehör stetig und helfen, die Lautstärke des Tinnitus zu reduzieren. In einigen Fällen können sie die Ohrgeräusche sogar ganz verschwinden lassen. Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Hörgeräte, die sogenannten Tinnitus Noiser. Diese Hörgeräte erzeugen einen Ton, der den Klang des Tinnitus akustisch überdeckt.
Pohltherapie®
Mit diesem Muskel- und Bindegewebsansatz werden die Ohrbeschwerden behandelbar und zwar ganz ohne Medikamente.
Weitere Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Tinnitus
Neben Verspannungen im Nackenbereich können auch andere Faktoren zu Tinnitus führen.
Ursachen für Tinnitus
Als Ursachen für den störenden Ton im Ohr kommen eine ganze Reihe von Erkrankungen und Reize infrage, z.B.konstante Lärmbelastung,Hörsturz,Ohrenentzündungen,Herz-Kreislauf-Erkrankungen oderseelische Belastung.Zudem besteht eine direkte Nervenverbindung von den Rezeptoren in den Nackenmuskeln zum Hörsystem im Gehirn.Dauerspannung im Nacken kann sich auf das Gehör übertragen.Verspannte Muskeln können außerdem die hirnversorgenden Arterien einengen, was ebenfalls zu einem Ohrgeräusch führen kann.Auch Probleme im Kiefergelenk können die Ursache sein. Mittelohr und Kiefergelenk liegen eng beieinander. Das Kiefergelenk bildet anatomisch den vorderen Abschluss zum Gehörgang. Jede Verschiebung des Kiefergelenks kann sich deshalb auf das Ohr und das Gleichgewicht auswirken. Wird der Kiefergelenkkopf beim Schließen des Mundes weit nach hinten verlagert, kann ein enormer Druck auf zwei Nervenstränge entstehen, die zwischen dem Kiefergelenk und Mittelohr liegen.
Stress als Auslöser
Unter Stressbedingungen erbringen die verschiedenen Systeme unseres Körpers Höchstleistung. Auch das Innenohr wird vom Gehirn zu maximaler Empfindlichkeit aufgefordert. Kurzzeitig hat das auch Sinn: So können wir bedrohliche Situationen leichter einschätzen und Gefahren abwehren. Hält der Stress aber an, bleibt auch das Innenohr dauerhaft übermäßig aktiviert. Die Folge davon kann ein Tinnitus sein.Tinnitus ist keine Krankheit, sondern ein Alarmsignal des Körpers. Entspannung, ein regelmäßiger Lebensrhythmus und Stressabbau können helfen.
Vorbeugung von Tinnitus und HWS-Problemen
Einige der Ursachen eines HWS-Syndroms liegen in der Lebensweise begründet und werden daher von jedem Menschen selbst beeinflusst. Bewegungsmangel und langes Sitzen - beides keine Seltenheit bei Büroarbeit - können Sie im Alltag durch sportliche Aktivitäten ausgleichen. Ebenfalls wichtig zur Prophylaxe eines Halswirbelsäulensyndroms sind ein kräftiger Rücken und eine aufrechte Haltung. Um eine gesunde Körperhaltung zu erlernen und die Rückenmuskulatur zu trainieren, ist eine Rückenschule sinnvoll.
Bewegung und Entspannung
Bewegung nützt - Bewegung schütztKleine, beweglich machende und muskeldehnende bzw. entspannende Übungen können schmerzenden Verspannungen vorbeugen und bei diesen helfen. Muskeln, die locker und auf gesunde Art und Weise kräftig gehalten werden, sind bedeutend weniger anfällig für Verspannungen, und die kleinen Wirbel- sowie Kopfgelenke werden weniger einseitig belastet und abgenützt.Bewegung und Wärme sind die beiden wichtigsten Sofortmaßnahmen bei Verspannungen.
Ergonomie am Arbeitsplatz
Achten Sie darauf, stets mit kontrollierten, langsamen Bewegungen zu trainieren und abrupte Drehungen des Kopfes zu vermeiden. Geeignete Übungen sind hier z. B. isometrische und kräftigende Übungen für den Nackenbereich, bei der die Halswirbelsäule sanft gedehnt, gekräftigt und mobilisiert wird oder Halteübungen wie der Unterarmstütz. Spazierengehen, Rückenschwimmen und Rudern am Kabelzug tragen ebenfalls dazu bei, die Nackenmuskulatur zu trainieren und zu lockern.Weniger geeignet sind sportliche Aktivitäten, die die Halswirbelsäule belasten, wie Crunches, Sit-ups, Klimmzüge oder Brustschwimmen sowie ein Training, bei dem der Nackenbereich plötzlich bewegt oder erschüttert wird, wie z. B.
Schlafumgebung
Falsches Liegen und eine ungeeignete Schlafumgebung können zu Verspannungen und Schmerzen im Nackenbereich führen beziehungsweise die Symptome des HWS-Syndroms verschlimmern. So liegen Sie richtig: Am schonendsten ist das Liegen auf dem Rücken oder auf der Seite. Kissen je nach Lage: Wenn Sie Bauchschläfer sind und es sich nicht so leicht abgewöhnen können oder möchten, sollten Sie zumindest ein sehr dünnes Kopfkissen zu verwenden - oder gar keins. So bleibt die Halswirbelsäule eine annähernd gerade Verlängerung der restlichen Wirbelsäule. Die Matratze macht‘s: Investieren Sie in eine hochwertige Matratze, die die Wirbelsäule und vor allem den Halswirbelbereich optimal unterstützt. Auf Höhe des Gesäßes und der Schultern sollte sie etwas nachgeben.
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