Das Tarsaltunnelsyndrom und das Kamerad-Schnürschuh-Syndrom, sowie das Morton Neurom sind Nervenkompressionssyndrome, die den Fuß betreffen und Schmerzen, Missempfindungen und Bewegungseinschränkungen verursachen können. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Symptome, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten dieser Erkrankungen, um Betroffenen ein umfassendes Verständnis und Hilfestellungen zu bieten. Des Weiteren werden Informationen über die Sehnenentzündung im Fußspann gegeben.
Was ist das Tarsaltunnelsyndrom?
Beim Tarsaltunnelsyndrom, auch bekannt als tarsales Engpasssyndrom oder Nervenkompressionssyndrom, ist der Schienbein-Nerv (Nervus tibialis), der durch den Tarsaltunnel in der Nähe des Sprunggelenks verläuft, gereizt oder geschädigt. Die Einengung des Tarsaltunnels führt zu Druckschäden am Nerv, was Missempfindungen wie Kribbeln und Schmerzen im Vorfuß zur Folge hat.
Was ist das Kamerad-Schnürschuh-Syndrom?
Hinter dem kuriosen Namen Kamerad-Schnürschuh-Syndrom verbirgt sich ein Engpasssyndrom, bei dem Druck beziehungsweise Kompression auf die peripheren Nerven ausgeübt wird. Der Begriff hat seinen Ursprung im Ersten Weltkrieg und bezeichnet die Kompression des Nervus suralis, meist durch zu enge Schuhe.
Was ist das Morton Neurom?
Das Morton-Neurom, auch bekannt als Morton-Syndrom oder Morton-Neuralgie, beschreibt eine schmerzhafte mechanische Überlastung der Nerven unter den Mittelfußköpfchen. Es handelt sich um eine Entzündung des Bindegewebes um einen Nerven (Fibrom) im Bereich des Vorfußes. Die Erkrankung wurde nach dem amerikanischen Chirurgen Thomas George Morton (1835-1903) benannt, welcher sie 1876 als einer der ersten in einer Publikation beschrieb.
Ursachen und Risikofaktoren
Tarsaltunnelsyndrom
In etwa 80 Prozent der Fälle kann eine Ursache für das Tarsaltunnelsyndrom gefunden werden. Häufig sind es Verletzungen oder gutartige Knochenauswüchse, die den Tarsaltunnel einengen. Gelegentlich führen auch kleine Tumoren oder Entzündungen zu einem Engpass. Fehlbildungen des Fußes wie ein Knick-Senkfuß, fußbelastende Sportarten und Fehlstellungen des Sprunggelenkes durch Verletzungen oder Arthrose können ebenfalls die Entstehung eines Tarsaltunnelsyndroms fördern. Auch Krampfadern oder Diabetes mellitus gelten als Risikofaktoren. Zu enge oder hohe, starre Schuhe wie Berg- oder Skischuhe können das Syndrom auslösen oder verstärken.
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Kamerad-Schnürschuh-Syndrom
Ein Fußnerv - genauer der Nervus suralis - wird komprimiert. Das heißt, dass etwas den Nerv, der relativ nah unter der Haut entlangläuft, einengt oder quetscht. Ein ursächliches Beispiel sind zu enge sowie zu harte Schuhe, wie es auf Pumps, Stiefel oder Skischuhe zutreffen kann.
Morton Neurom
Die Hauptursache für ein Morton-Neurom ist eine mechanische Überlastung, oft bedingt durch Fehlstellungen wie einen Spreizfuß. Chronische Irritationen durch Druck oder Reibung, zum Beispiel durch ungeeignetes Schuhwerk, können ebenfalls zur Entstehung beitragen. Das Morton Neurom entsteht meist vor dem Hintergrund eines Spreizfußes. Die Mittelfußknochen sind durch die Spreizfußfehlstellung verlagert und zeigen fächerförmig nach außen. Dadurch lastet bei der Abrollbewegung beim Gehen ein viel stärkerer Druck auf die an der Fußsohle verlaufenden Nerven aus. Durch die dauernde Reizung entzündet sich der Nerv. Insbesondere die bindegewebige Hülle des Nerven schwillt an. Das Morton Neurom ist also ein Nervenkompressionssyndrom. Weitere Ursachen sind Bindegewebsschwäche bzw. starke Belastung.
Symptome
Tarsaltunnelsyndrom
Das Tarsaltunnelsyndrom ist vor allem durch nächtliche Missempfindungen im Bereich der vorderen Fußsohle und der Zehen gekennzeichnet. Brennen im Fuß, Taubheitsgefühle und Kribbeln quälen die Betroffenen oft die ganze Nacht. Die Symptome strahlen manchmal auch in die Wade aus. Zudem ist bei einigen Patienten der Bereich um den Innenknöchel herum dauerhaft schmerzempfindlich. Langes Stehen und Gehen verstärken die Symptome, Hochlagern des Fußes und Ruhe hingegen lindern sie häufig. Da der Nerv sich zunächst immer wieder regeneriert, treten die Symptome anfangs unregelmäßig auf. Im Verlauf der Erkrankung erleidet der Nerv aber meist bleibende Schäden - die Missempfindungen und Schmerzen halten in diesem Fall an. Später werden oft auch die vom Nerv versorgten Muskeln geschädigt. Die Betroffenen spüren eine Muskelschwäche und es ist ihnen nicht mehr möglich, den Fuß richtig zu bewegen. Eine typische Bewegung, die in diesem Fall nur noch eingeschränkt möglich ist, ist die Steuerung des Gaspedals beim Autofahren.
Kamerad-Schnürschuh-Syndrom
Neben den äußeren, seitlichen Fußkanten können die Beschwerden entlang den Nervenbahnen auch bis zu den Sprunggelenken und hoch ins Bein ziehen. Beim Beklopfen des Nervs mit dem Finger durch den Arzt kommt es zu einem elektrisierenden Gefühl. Bemerkt der Arzt Auffälligkeiten in Bezug auf die Sensibilität, verfestigt dies den Verdacht auf die Diagnose Kompressionssyndrom. Bemerkbar machen sich erste Druckstellen durch bläuliche Verfärbungen an den Füßen und Zehen.
Morton Neurom
Typische Symptome eines Morton-Neuroms sind brennende, stechende oder ziehende Schmerzen, die oft zwischen dem 3. und 4. Zeh auftreten. Diese Schmerzen können anfallsartig sein und sich bei Belastung verstärken. Weitere Symptome sind Taubheitsgefühl und Gefühlsstörungen im betroffenen Bereich. Typisch sind Beschwerden bei Belastung, teilweise auch in Ruhe, im Bereich des Fußrückens. Man findet meist eine am stärksten schmerzhafte Stelle in der Nähe der Mittelfußköpfchen etwas oberhalb der Zehengrundgelenke finden, hier typisch zwischen dem zweiten und dem dritten oder auch zwischen dem dritten und dem vierten Strahl. Gelegentlich finden sich solche Punkte auch zwischen dem ersten und dem zweiten oder auch zwischen dem vierten und fünften Strahl, dann kann der Schmerzpunkt auch etwas weiter oben in Richtung Fußwurzel gelegen sein. Bei fortgeschrittenen Reizungen können sich tastbare Knoten bilden, welches teilweise eine beachtliche Härte aufweisen. Teilweise findet sich auch speziell bei Druck auf die entsprechende Stelle ein ausstrahlender Schmerz nach oben und nach unten. Der Schmerzcharakter ist teilweise stechend (nozizeptiver Schmerz), teilweise aber auch brennend und elektrisierend (neuropathischer Schmerz).
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Diagnose
Tarsaltunnelsyndrom
Die Diagnose des Tarsaltunnelsyndroms erfolgt in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und die Erhebung der Krankengeschichte.
Kamerad-Schnürschuh-Syndrom
Der Arzt befragt Sie im Anamnesegespräch über Ihre Symptome und untersucht danach den Fuß oder das gesamte Bein. Die körperliche Untersuchung soll andere äußere Verletzungen ausschließen. Für eine innere Einsicht wird eine Röntgenaufnahme oder Magnetresonanztomographie (MRT) veranlasst.
Morton Neurom
Die Diagnose eines Morton-Neuroms erfolgt in der Regel durch eine klinische Untersuchung und die Erhebung der typischen Beschwerden. Ein MRT kann zur Bestätigung der Diagnose herangezogen werden, ist aber nur relevant, wenn die Symptome eindeutig auf ein Morton-Neurom hinweisen. Zunächst erfolgt die klinische und die Tastuntersuchung des Fußes. Das Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen.
Behandlung
Tarsaltunnelsyndrom
Das Wichtigste ist es zunächst, den mechanischen Druck auf den Nerv zu reduzieren. Der Arzt verordnet daher erstmal eine Ruhigstellung des Fußgelenks. Schuheinlagen bewirken mitunter, dass die Last von der Innenseite des Fußes auf die Außenseite geleitet wird. Der Arzt verschreibt Medikamente gegen die Schmerzen. Kortison hemmt mögliche Entzündungsprozesse und führt auf diese Weise zum schnelleren Abschwellen des umliegenden Gewebes. Auch so wird der Nerv entlastet. Die Behandlung einer Grund-Erkrankung wie zum Beispiel einer entzündlichen Gelenk-Erkrankung (rheumatoiden Arthritis) oder einer Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose) ist gegebenenfalls Bestandteil der Therapie. Wenn nach etwa zwei Monaten keine Besserung der Beschwerden durch die Schmerz- und Entlastungstherapie eintritt, hilft meist nur eine Operation, um die Betroffenen von Schmerzen und Missempfindungen zu befreien. Hierbei entfernt der Arzt das den Tarsaltunnel umgebende, straffe Band. In einigen Fällen spaltet er einen Teil der Nerven-Umhüllung. Knochenauswüchse oder Tumoren entfernt man ebenfalls chirurgisch. Nach der Tarsaltunnelsyndrom-OP ist eine Entlastung des Fußes mittels Stützkrücken wichtig. Wenn möglich, behandelt der Arzt das Tarsaltunnelsyndrom ohne operativen Eingriff (konservativ). Für die konservative Behandlung gibt es noch keine ausreichenden Daten, die eine Wirkung belegen. In aktueller Literatur finden sich jedoch Hinweise darauf, dass Übungen in Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten mitunter sinnvoll sind. Auch eine sanfte Massage der Fußsohle (zum Beispiel mit einem Igelball) verschafft möglicherweise Linderung, da hierdurch die Durchblutung und der Stoffwechsel angeregt werden. Auch Schienen (Orthesen) oder Bandagen eignen sich in einigen Fällen für den Einsatz beim Tarsaltunnelsyndrom. In der Regel mindert man dadurch den Druck und die Beweglichkeit und entlastet damit den betroffenen Nerv. Es ist außerdem möglich, das Fußgelenk zu "tapen", um eine bessere Stabilität und eine Entlastung des Fußgelenks zu bewirken. Das Tape (auch Kinesiologie-Tape genannt) ist ein elastischer Pflasterstreifen und wird in der Regel von ausgebildetem Fachpersonal angebracht. Mitunter hilft es, die schmerzenden Stellen zu kühlen. Des Weiteren sind für die Behandlung der Symptome des Tarsaltunnelsyndroms homöopathische Produkte, beispielsweise gegen Nervenschmerzen, erhältlich. Auch auf das richtige Schuhwerk ist zu achten.
Kamerad-Schnürschuh-Syndrom
Die Art der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Normalerweise ist ein akutes Kamerad-Schnürschuh-Syndrom gut behandelbar und bleibt folgenlos. Mit dem Wissen um die Entstehungsgründe kann bereits einiges unternommen werden, um ein Kamerad-Schnürschuh-Syndrom zu verhindern. Genauso sollten Sie Schuhe, die Sie bereits besitzen und die anscheinend für das Problem länger schon verantwortlich gemacht werden können, am besten aussortieren. Um Gefäße und Nerven vor äußeren Belastungen und Druck zu schützen, sollten Sie trainieren. Das klingt zunächst ungewöhnlich, aber eine starke, etwas dickere Muskulatur kann einen guten Schutzmantel bieten. Neben einem Training für die Beine können Sie Ihre Füße zusätzlich kräftigen, indem Sie separate Übungen mit ihnen machen - also Fußgymnastik. Das simpelste Training für die Füße ist im Übrigen das Barfußgehen. Es verbessert die Flexibilität der Gelenke im Fuß und stärkt die Muskulatur. Gönnen Sie Ihren Füßen auch einmal Erholung. Besonders, wenn Sie Beschwerden, wie schmerzende Druckstellen, an ihnen bemerken. Wie wäre es mit einer kleinen Fußreflexzonen-Massage? Sie benötigen hierfür lediglich einen Tennis-, Massage- oder Faszienball.
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Morton Neurom
Die Therapie des Morton Neuroms erfolgt in der Hauptsache konservativ, d. h. ohne chirurgischen Eingriff. Im Vordergrund steht, den Druck auf die Nerven zu verringern, um die Rückbildung des Morton Neuroms zu fördern. Oft besteht zusätzlich zu den Mittelfußschmerzen eine Missempfindung der benachbarten Kleinzehen. Injektionen mit Lokalanästhetika können helfen. Basis einer jeglichen Therapie sollte jedoch die Vermeidung von krankheitsbegünstigenden Faktoren wie ungeeignetem Schuhwerk sein. Bei einem Versagen der konservativen Therapiemöglichkeiten stehen operative Verfahren zur Auswahl, wobei neben der Versorgung von Fußfehlstellungen (zum Beispiel operative Verkürzung der Mittelfußknochen) auch die Entfernung des Nervenknotens möglich ist. In diesem Zusammenhang wird häufig auch eine zusätzlich bestehende Vorfußdeformität (Hallux valgus, Hammerzehen) ergänzend operativ versorgt.
Konservative Behandlung
- Das Tragen von orthopädischen Einlagen
- Spezielle Fußgymnastik
- Physiotherapie
- Das Vermeiden von belastendem Schuhwerk
- Entzündungshemmende Medikamente
- Injektionen
Operative Behandlung
Eine operative Behandlung wird in Betracht gezogen, wenn konservative Maßnahmen nicht erfolgreich sind und die Schmerzen weiterhin bestehen. Die Operation beinhaltet in der Regel die Entfernung des betroffenen Nervs (Neurektomie), was jedoch zu einem dauerhaften Sensibilitätsverlust im betroffenen Bereich führen kann.
Prävention
Tarsaltunnelsyndrom
- Geeignetes Schuhwerk tragen
- Fußfehlstellungen korrigieren lassen
- Risikofaktoren wie Übergewicht und Diabetes mellitus vermeiden oder behandeln
Kamerad-Schnürschuh-Syndrom
- Vermeiden Sie zu enge Schuhe
- Tragen Sie bequeme Schuhe mit ausreichend Platz für die Zehen
- Stärken Sie Ihre Fußmuskulatur durch regelmäßige Übungen
- Gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßige Pausen und Massagen
Morton Neurom
- Geeignetes Schuhwerk tragen
- Orthopädische Einlagen verwenden
- Regelmäßige Fußgymnastik zur Stärkung der Fußmuskulatur
Sehnenentzündung im Fußspann
Eine Sehnenentzündung im Fußspann, medizinisch als Tendinitis bezeichnet, ist eine Entzündung der Extensorsehnen. Dies führt zu Schmerz und oft auch zu einer sichtbaren Schwellung.
Symptome einer Sehnenentzündung im Fußspann
- Schmerzen im Fußspann, die sich bei Bewegung verstärken
- Schwellung und Rötung im betroffenen Bereich
- Druckempfindlichkeit
- Knirschende Geräusche bei Bewegung
Diagnose einer Sehnenentzündung im Fußspann
Die Diagnose einer Sehnenentzündung des Fußspanns stützt sich in erster Linie auf die klinische Untersuchung durch einen Arzt. Eine MRT (Magnetresonanztomographie) bietet detaillierte Bilder der weichen Gewebestrukturen des Fußes, einschließlich der Sehnen.
Behandlung einer Sehnenentzündung im Fußspann
Die Behandlung einer Sehnenentzündung des Fußspanns zielt darauf ab, Schmerzen zu lindern, Entzündungen zu reduzieren und die Funktion des Fußes wiederherzustellen.
- Schonung: Vermeiden Sie Aktivitäten, die den Fuß stark belasten oder Schmerzen verursachen.
- Kälteanwendung: Legen Sie sofort eine Eispackung oder ein kühlendes Gel auf den betroffenen Bereich, um die Entzündung zu reduzieren und Schmerzen zu mindern.
- Kompression: Verwenden Sie eine elastische Binde, um den betroffenen Bereich leicht zu komprimieren. Dies hilft, die Schwellung zu kontrollieren.
- Hochlagerung des Fußes: Legen Sie Ihren Fuß höher als Ihr Herz, um die Schwellung zu minimieren.
- Schmerzlindernde Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAIDs), wie Ibuprofen oder Aspirin, können eingenommen werden, um Schmerzen und Entzündungen zu reduzieren.
Fußheberschwäche
Betroffene einer Fußheberschwäche können die Fußspitze nicht mehr anheben. Dadurch geraten sie aus dem Tritt und kommen öfter ins Stolpern. Auslöser können bestimmte Krankheiten sein.
Ursachen für eine Fußheberschwäche
Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Auslösern für eine Fußheberschwäche. Experten unterscheiden generell zwischen zwei verschiedenen Formen der Erkrankung:
- Zentrale Fußheberschwäche: Ursache ist eine Schädigung des Zentralnervensystems (Gehirn oder Rückenmark), die die motorischen Bahnen zum betroffenen Bein beeinträchtigt. Auslöser kann zum Beispiel ein Schlaganfall, eine Rückenmarksverletzung oder ein Schädel-Hirn-Trauma sein.
- Periphere Fußheberschwäche: Hier liegt die Schädigung nicht im Zentralnervensystem, sondern an einem außerhalb liegenden Nerv, der zum Beispiel durch zu hohen Druck beeinträchtigt wird. Die häufigste Ursache ist ein Bandscheibenvorfall, der auf die Nervenwurzel L5 drückt.
Symptome einer Fußheberschwäche
Die Fußheberschwäche äußert sich durch verschiedene Symptome. Durch die Lähmung des Wadenbeinnervs können die Betroffenen den Fuß nicht mehr richtig anheben. Dies führt zu verschiedenen Problemen beim Gehen, von Experten auch Gangstörungen genannt. Typisch ist zum Beispiel, dass Menschen mit einer Fußheberschwäche den Fuß beim Gehen seitlich nachziehen, ihn mit einem seitlichen Hüftschwung nach vorne setzen oder auch das Bein übertrieben hochheben, um nicht über den herabhängenden Fuß zu stolpern.
Behandlung einer Fußheberschwäche
Die Behandlung einer Fußheberschwäche richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit des betroffenen Nervs ganz oder teilweise wiederherzustellen.
- Bandagen und Schienen
- Elektrostimulation
- Physiotherapie
Polyneuropathie
Typische Symptome der Nervenkrankheit Polyneuropathie sind Kribbeln, Brennen und Taubheit, die anfangs an beiden Füßen und Beinen auftreten. Ihren Ursprung haben die Gefühlsstörungen in den langen Nerven, die Muskeln, Haut und Organe mit dem Gehirn verbinden. Schäden an den Nerven führen dazu, dass die Weiterleitung von Informationen zwischen Gehirn, Rückenmark und dem Rest des Körpers gestört ist.
Ursachen der Polyneuropathie
Viele Ursachen können eine Polyneuropathie zur Folge haben, wobei Diabetes mellitus und Alkoholismus an erster Stelle stehen. Aber auch Infektions- oder Stoffwechselkrankheiten, Mangelernährung können eine Polyneuropathie zur Folge haben.
Behandlung der Polyneuropathie
Hat ein Diabetes schleichend über viele Jahre die Nerven angegriffen, muss der Patient seine Blutzuckerwerte in den Griff bekommen, um die Nervenschädigung zu stoppen. Allerdings führt eine zu rasche Senkung der Blutzuckerwerte zu weiteren Nervenschäden. Sind Alkohol oder Medikamente die Ursache, hilft Abstinenz beziehungsweise ein Wechsel der Präparate. Zur Schmerzbekämpfung haben sich Antidepressiva und Medikamente gegen Krampfanfälle (Epilepsie), sogenannte Antikonvulsiva, bewährt.